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34,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 21.10.2024
  • ISBN: 9783552058798
Stefan Zweig

Clarissa

Romanfragment
Simone Lettner (Herausgeber), Werner Michler (Herausgeber)

Stefan Zweigs „‚Clarissa‘ erzählt von der Tragödie eines nicht gelebten Lebens“ (Michael Althen, Süddeutsche Zeitung). – Abschluss der Salzburger Ausgabe

In seinen letzten Lebensmonaten im brasilianischen Exil arbeitete Stefan Zweig an seinem dritten Roman. Die Wiener Offizierstochter Clarissa Schuhmeister sucht ihren eigenen Weg in den Wirren der Zeit: das Wien um 1900, der Untergang der Monarchie, Weltkrieg und Pazifismus, Mutterschaft und Politik.
„Die Welt von Gestern“ und die „Schachnovelle“ konnte Zweig noch abschließen, die Fertigstellung von „Clarissa“ scheiterte jedoch an der „Unfreiheit meiner Existenz“ (Zweig). Mehr als achtzig Jahre später wird das Manuskript zum ersten Mal in einer textkritisch aufbereiteten Fassung ediert. Der Band bietet damit auch einen unverstellten Einblick in die Arbeitsweise des „Weltautors Stefan Zweig“.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2024

»Wesentlich ist nur, dass man die Sache liebt, die man tut, und sie ehrlich und anständig zu Ende tut.«

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»Wesentlich ist nur, dass man die Sache liebt, die man tut, und sie ehrlich und anständig zu Ende tut.«

Wie es der Titel bereits verlauten lässt, liegt der Fokus des Romans auf Clarissa, einer Offizierstochter. ...

»Wesentlich ist nur, dass man die Sache liebt, die man tut, und sie ehrlich und anständig zu Ende tut.«

Wie es der Titel bereits verlauten lässt, liegt der Fokus des Romans auf Clarissa, einer Offizierstochter. Als Lesende begleiten wir sie, ausgehend von ihrer Schulzeit, auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens in einer schwierigen Zeit.
Sie entwickelt sich zu einer selbstbewussten, selbstständigen und modernen Frau, die dennoch von Zweifeln geplagt wird.
Als junge Frau litt sie unter ihrem Verhältnis zu ihrem Vater, von dem sie sich kaum beachtet fühlte und später unter ihrem eigenen Kind, das aus einer Affäre mit dem Franzosen Léonard, kurz vor dem ersten Weltkrieg, entstammt.
Dabei ist die Handlung von Beginn des 20. Jahrhunderts über die Jahre des Ersten Weltkriegs hinweg angesetzt und nimmt Bezug auf das politische Geschehen sowie die dadurch entstandenen Veränderungen der Gesellschaft.

Während Stefan Zweigs letzten Monate im brasilianischen Exil, bevor er sich, zusammen mit seiner zweiten Ehefrau, am 23. Februar 1942, das Leben nahm, arbeitete er an diesem Romanfragment.
So bleibt dieser erst 1981 entdeckte Roman nur ein Fragment und ist dennoch lesenswert, da Zweig – wenn auch in diesem Fall mit nur wenigen Worten – großartige, bleibende Bilder erschafft.
Sein sonst so schöner Stil war diesmal dementsprechend oftmals abgehackt oder es handelte sich nur um skizzenhafte Bruchstücke, nicht selten ausschließlich um vereinzelte Wörter oder grammatikalisch unkorrekte Sätze, die er in einer späteren Ausarbeitung selbstverständlich noch miteinander verbunden hätte.
Darüberhinaus handelt es sich gemäß seiner Aussage bei dem Fragment ausschließlich um handschriftliche Skizzen zum ersten Teil. Folglich hatte Zweig ein größeres Projekt geplant, doch leider wurde es nicht mehr umgesetzt.
Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der „Clarissa“ gerne in einer von Zweig ausgearbeiteten Version gelesen hätte, doch leider wird uns das für immer verwehrt bleiben. Schade!

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