Die schönsten Geschichten
München 1937. Es gibt eine fahrende Leihbibliothek ein Tramwagen mit einer Bibliothekarin die unterm Ausleihtresen verbotene Bücher stapelt. Erich Kästner, Thomas Mann, Kurt Tucholsky und andere. Bücher ...
München 1937. Es gibt eine fahrende Leihbibliothek ein Tramwagen mit einer Bibliothekarin die unterm Ausleihtresen verbotene Bücher stapelt. Erich Kästner, Thomas Mann, Kurt Tucholsky und andere. Bücher die wir auch heute noch gern lesen, die zu der Zeit verboten und verbrannt wurden. Lustige Romane wie der Kleine Grenzverkehr oder Liebesgeschichten wie Schloss Gripsholm, einfach nur deshalb weil die Autoren dem Regime kritisch gegenüber standen. Hier leihen sich auch Hans und Vera diese Bücher aus. Sie verlieben sich. Eine gefährliche Liebe in diesen Zeiten Hans ist Sozialist und Vera ist Halbjüdin. Die Frau hinter dem Tresen ist also dreifach gefährdet, hilft den beiden aber nicht nur zu guten Büchern sondern auch den Kontakt aufrecht zu erhalten. Dieses ist der Hauptteil des Romans, der andere Strang erzählt die Restaurierung dieses Wagens für das Museum. Sophie hat die Verantwortung und Fabien übernimmt die Dokumentation, dabei finden sie die heimlichen Notizen der Liebenden und recherchieren dazu.
Ein tolles Thema, die Liebe zu Büchern die in allen Zeiten gut sind, weil sie Mut machen, weil sie einem mit in eine andere Welt nehmen.
Ich hatte nur meine Schwierigkeiten mit der Umsetzung, Die grauenhafte Zeit, die Angst, die Gefahr ging in einem Stil unter der wie naive Malerei wirkt. Alles orginalgetreu aber durch Formulierungen, Worte wie Psst oder Gesten wie den Finger vor dem Mund alles kam verharmlost bei mir an. Es war bunt und leicht, die Gefahr schwebte, wenn überhaupt wie leichter Dunst im Hintergrund.
Der Gegenwartsteil war dagegen sehr farblos die beiden Protagonisten agierten für mich hölzern und blieben blass.