King meets Stranger Things
Ich hatte mir damals „November“ von Thomas Olde Heuvelt beschafft und fand das Buch richtig gut. Umso schöner, dass wenige Monate danach „Orakel“ auf Deutsch erschienen ist. Ein ganz anderes Setting, also ...
Ich hatte mir damals „November“ von Thomas Olde Heuvelt beschafft und fand das Buch richtig gut. Umso schöner, dass wenige Monate danach „Orakel“ auf Deutsch erschienen ist. Ein ganz anderes Setting, also war ich gespannt, was mich diesmal erwartete.
Mich erwartete die ersten fünfzig Seiten erstmal nicht so unfassbar viel. Der Klappentext wurde mehr oder weniger abgearbeitet und dann ging spätestens ab Seite 200 richtig die Post ab. Ich fand alles super: die Charaktere, die Handlung, der Schreibstil, das Ende und, im Gegensatz zu November, kurze Kapitel! Es war dadurch auch für mich deutlich angenehmer, durchs Buch zu kommen - ich bin persönlich nicht so der riesen Fan von dicken Büchern. Nochmal im Detail: die Charakterentwicklungen sind aus meiner Sicht definitiv vorhanden und auch nicht in unnötiger Weise länger gestreckt, als es sein muss. Ich persönlich hatte, nachdem ich das Buch beendet habe, zu einem gewissen Grad das Gefühl, dass ich auch richtig was durch gemacht habe. Ich war in der Handlung also voll drin - das fehlte mir bei vielen Büchern in letzter Zeit, auch wenn diese ebenfalls nicht schlecht waren. Es fällt mir schwer, das Buch irgendwie einzuordnen. „Stephen King meets Stranger Things“ könnte für mich passen.
Am Ende sollte aber nochmal gesagt werden: Thomas Olde Heuvelt und in diesem Fall sein Werk „Orakel“ sollte sich jeder, der besagten Autor oder besagte Serie mag, einmal anschauen. Das war ein richtig spannender Ritt. Klare Leseempfehlung, ich geh mir dann mal „Hex“ besorgen.