Unterhaltsame Reise nach Italien
Die junge Journalistin Emily Ermer findet einen mysteriösen Zettel im Briefkasten. Gleichzeitig entdeckt ihr Nachbar Tobias Rüttgers in den Unterlagen seines verschwundenen Großvaters dasselbe Symbol. ...
Die junge Journalistin Emily Ermer findet einen mysteriösen Zettel im Briefkasten. Gleichzeitig entdeckt ihr Nachbar Tobias Rüttgers in den Unterlagen seines verschwundenen Großvaters dasselbe Symbol. Kein Zufall, sondern der Beginn einer spannenden Spurensuche.
Die Idee und die Beschreibung des Krimis (?) haben mich veranlasst, mich in einer Leserunde um ein Exemplar zu bewerben.
„Der Expresso-Fall“ ist (hoffentlich) der Auftakt eine Reihe mit den beiden Protagonisten Emily und Tobias. Beide werden authentisch und lebendig beschrieben und sind gut vorstellbar. Beide sind völlig unterschiedlich, ergänzen sich jedoch gut. Tobias ist Italien-Experte, so dass viel Wissenswertes in die Geschichte einfließt. Das betrifft sowohl kulinarische Genüsse als auch die Beschreibung der Orte und Landschaften.
Tom Hoflauf erzählt die Geschichte kurzweilig mit viel Humor. Einige Szenen sind sehr gelungen, wie z.B. die, in der Emily ihre Kenntnisse mit Automobilen anwenden kann.
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Die beiden Protagonisten gehen sehr naiv und sorglos auf die Spurensuche. Ein Abenteuer, das nicht immer ganz ungefährlich ist. Und zum anderen empfinde ich das ständige Wiederholen von „Espresso“ versus „Expresso“ auf die Dauer eher nervig als lustig, auch wenn Emily Tobias damit ärgern will und kann. Und den Vergleich mit Dan Brown halte ich für etwas gewagt.
Die überzeugende Idee und die Beschreibungen Italiens, die sofort Erinnerungen an Reisen wecken und Lust auf weitere machen, führen zu 4 Sternen.