Cover-Bild Seebrücke
78,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Wasmuth, E
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 120
  • Ersterscheinung: 03.08.2007
  • ISBN: 9783803006820
Wilfried Dechau

Seebrücke

Fotografisches Tagebuch, Sassnitz. 19. April 2006-20. Juli 2007
Wer jetzt nach Sassnitz reist, kann hoch über der Ostsee - begleitet vom Kreischen der Möwen - auf einer eleganten, sanft geschwungenen Brücke langsam zum Glasbahnhof schlendern oder das zierliche, durch die Luft zum Rügenplatz hinaufführende Band der Fußgängerbrücke aus größerer Distanz vom Wasser aus anschauen. Aber in diesem Buch ist genau das, was man jetzt mit eigenen Augen sehen kann, nicht zu finden. Stattdessen wird gezeigt, was heute nicht mehr zu sehen ist, nämlich wie diese Brücke entstand und wie es hier vorher aussah. Dieses Buch macht die Bau-Geschichte der Brücke greifbar.
Die vom Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner geplante Fußgängerbrücke in Sassnitz wurde am 25. Juli 2007 eingeweiht (Bauzeit: von April 2006 bis Juli 2007). Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten von den ersten Proberammungen über den Aushub der Fundamente und die teils mit riesigen Autokranen bewerkstelligte Montage der Brückenteile bis hin zum letzten Handgriff beim Anbringen der geschwungenen Handläufe mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern genauso nah wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmähliche Werden der Brücke in Bildern festgehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den Gesichtszügen der Beteiligten feinfühlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um eine Brücke in schwindelnder Höhe, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Zeitschrift für Architekten und Ingenieure. Besonderes Augenmerk hat er dabei immer auf die Fotografie gelegt. 1995 hat er den seither alle zwei Jahre international ausgelobten Architekturfotografie-Preis "architekturbild" ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch über die Architekturfotografie, 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegründet, der sich zum Ziel setzt, das künstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit größten Hängebrücke über den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Wilfried Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen als Prozess im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk. 2006 erschien im Ernst Wasmuth Verlag sein bibliophiles Buch "Traversinersteg. Fotografisches Tagebuch 14. April - 16. August 2005" (ISBN 978 3 8030 0662 2, EUR 78,-) zu der außergewöhnlichen Hängebrücke Jürg Conzetts am Viamala-Wanderweg.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei MayaB in einem Regal.
  • MayaB hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Ansprechende Aufarbeitung des Baus der Seebrücke

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Ich habe das Buch tatsächlich einfach so gefunden (für den Preis hätte ich es mir vermutlich andernfalls nie geholt), und da ich in letzter Zeit ganz gerne mal durch Fotobände blättere, konnte ich auch ...

Ich habe das Buch tatsächlich einfach so gefunden (für den Preis hätte ich es mir vermutlich andernfalls nie geholt), und da ich in letzter Zeit ganz gerne mal durch Fotobände blättere, konnte ich auch hier nicht nein sagen.
Ich muss zugeben, dass mich hauptsächlich die Bilder interessiert haben, sodass ich die Einleitung eher überflogen habe und über diese nicht viel äußern kann, die Dokumentation der Geschehnisse dann hat mir aber gut gefallen. Besonders schön finde ich das Detail, dass auf manchen (aber nicht allen) Seiten eine kleine Grafik der Seebrücke eingeblendet ist, auf welcher man sehen kann, von wo genau das Foto aufgenommen wurde, das finde ich ein wirklich schönes Detail. Leider ist dies nicht bei allen Bildern der Fall, und wenn es der Fall ist befinden sich meist zwei Fotos auf der entsprechenden Doppelseite, sodass nicht immer ganz klar ist, welche Markierung zu welchem Bild gehört.
Auch finde ich die Fotos in schwarz-weiß auf jeden Fall ansprechend, es fühlt sich in dem Rahmen dann aber etwas fehl am Platz an, wenn in den Bildunterschriften die "zauberhafte, rotbraune Gitterstruktur" erwähnt wird, da man als Leser/Betrachter von der Farbe ja nichts mitbekommt. Ich denke nicht, dass mir die Bilder farbig besser gefallen hätten, da sie in schwarz-weiß natürlich ein gewisses harmonisches Gesamtbild mit sich bringen, das mit zu vielen Farben vermutlich nicht gegeben wäre, finde in diesem Punkt allerdings die Erwähnung der Farben dann merkwürdig.
Insgesamt trotzdem eine schöne Dokumentations-Technik und ich hatte meine Freude an dem Bildband, nur eben Kleinigkeiten haben nicht ganz gepasst oder hätten etwas besser ausgearbeitet sein können.