Cover-Bild Gesicht aus Stein
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Nagel & Kimche
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 27.05.2025
  • ISBN: 9783312013500
William Gardner Smith

Gesicht aus Stein

Die Wiederentdeckung einer großartigen literarischen Stimme und eine einzigartige Perspektive auf das Massaker von Paris 1961
Gregor Runge (Übersetzer)

Als Teenager verlor Simeon Brown bei einem rassistischen Angriff ein Auge. Seitdem lebt der junge afroamerikanische Journalist in seiner Heimatstadt Philadelphia in einem Zustand quälender Spannung. Nach einer gewalttätigen Begegnung mit weißen Matrosen beschließt Simeon, nach Paris zu ziehen, das als sicherer Zufluchtsort für schwarze Künstler und Intellektuelle bekannt ist, und schon bald ist er im Bann der Stadt des Lichts, wo er tun und lassen kann, was er will, ohne Angst zu haben. Durch Babe, ein anderer schwarzer amerikanischer Emigrant, findet er neue Freunde, und bald verliebt er sich in eine polnische Schauspielerin, die ein Konzentrationslager überlebt hat. Gleichzeitig beginnt Simeon jedoch zu ahnen, dass Paris nicht das rassismusfreie Wunderland ist, das er sich vorgestellt hat: Die französische Regierung bemüht sich, die Revolution in Algerien zu unterdrücken, und Algerier werden regelmäßig von der französischen Polizei angehalten und durchsucht, geschlagen und verhaftet...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Paris Anfang der sechziger Jahre

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Ein bemerkenswerter Roman und eine großartige Entdeckung. William Gardner Smith ist jetzt nicht gleich ein zweiter James Baldwin. Solche Giganten der Literatur sind rar, aber auch Gardner Smith hat einen ...

Ein bemerkenswerter Roman und eine großartige Entdeckung. William Gardner Smith ist jetzt nicht gleich ein zweiter James Baldwin. Solche Giganten der Literatur sind rar, aber auch Gardner Smith hat einen guten, reflektierenden Stil. Dazu gehört ein ebenso die Situation durchdenkender Protagonist.

Simeon Brown verlässt die USA und geht nach Paris, um dort den Rassismus zu entgehen. Er freundet sich mit einigen Leuten an und findet mit der Jüdin Maria eine Liebe. Aber der Algerienkrieg zeigt Frankreichs düsteres Gesicht und Simeon kommt immer mehr ins Grübeln, ob er sich mehr gegen den Rassismus engagieren muss. Die Gewalt in Paris eskaliert.

Der Roman wirkt nicht altmodisch und ist doch in seiner Zeit behaftet. Er erzeugt ein realistisches, glaubhaftes Bild über diese Zeit an diesem Ort.

Hoffentlich folgen weitere Übersetzungen von Büchern dieses Autors. Gesicht aus Stein jedenfalls ist unbedingt empfehlenswert.