Paris Anfang der sechziger Jahre
Ein bemerkenswerter Roman und eine großartige Entdeckung. William Gardner Smith ist jetzt nicht gleich ein zweiter James Baldwin. Solche Giganten der Literatur sind rar, aber auch Gardner Smith hat einen ...
Ein bemerkenswerter Roman und eine großartige Entdeckung. William Gardner Smith ist jetzt nicht gleich ein zweiter James Baldwin. Solche Giganten der Literatur sind rar, aber auch Gardner Smith hat einen guten, reflektierenden Stil. Dazu gehört ein ebenso die Situation durchdenkender Protagonist.
Simeon Brown verlässt die USA und geht nach Paris, um dort den Rassismus zu entgehen. Er freundet sich mit einigen Leuten an und findet mit der Jüdin Maria eine Liebe. Aber der Algerienkrieg zeigt Frankreichs düsteres Gesicht und Simeon kommt immer mehr ins Grübeln, ob er sich mehr gegen den Rassismus engagieren muss. Die Gewalt in Paris eskaliert.
Der Roman wirkt nicht altmodisch und ist doch in seiner Zeit behaftet. Er erzeugt ein realistisches, glaubhaftes Bild über diese Zeit an diesem Ort.
Hoffentlich folgen weitere Übersetzungen von Büchern dieses Autors. Gesicht aus Stein jedenfalls ist unbedingt empfehlenswert.