Cover-Bild Die geteilte Schuld
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783442763061
Yvonne Zitzmann

Die geteilte Schuld

Roman
»Wie Yvonne Zitzmann zwei Frauenschicksale verschränkt, ist meisterlich!« Luzia Stettler

Sind wir für alle Zeiten mit unseren Müttern verbunden?

Frankfurt an der Oder, Ende der 1970er: Für die junge Kranführerin Tina gibt es nichts Schöneres als den grenzenlosen Blick aus der Höhe. Sie träumt davon, in den neuen Wohnblöcken Platz für sich, ihren Mann Mischa und ihr Baby zu finden. Doch die Zukunft sieht anders aus. Mischa, dessen große Leidenschaft die Musik ist, kehrt 1986 nach einem Konzert im Westen nicht zurück, Tinas Welt bricht zusammen. Als die Mauer fällt, flieht sie in ein trügerisches Glück – und lässt ihr Kind allein zurück.
Jahrzehnte später, im wiedervereinigten Deutschland, nimmt eine Autorin einen ungeliebten Job bei einer Zeitung an. Sie wird schwanger, und als sie kurz nach der Geburt vom Kindesvater verlassen wird, trifft auch sie eine existenzielle Entscheidung.

Yvonne Zitzmann schreibt voller Poesie und Menschlichkeit über Schuld und die Suche nach Versöhnung – über das, was uns seit Kindertagen gefangen hält.

  • »Ein eindringlicher, poetischer Roman über die Macht der Verhältnisse und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Wie Yvonne Zitzmann zwei Frauenschicksale verschränkt, ist meisterlich!« Luzia Stettler
  • »Packend und in eindrucksvoller Bildsprache beschreibt Zitzmann in ihrem Roman die Geschehnisse an der innerdeutschen Grenze.« (Rolf Dieter Lorenz, Freies Wort (über »Tage des Vergessens«)
  • »Ein Roman in melancholischem Ton, poetisch und detailreich, ohne Zeigefinger.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Verlassene Mütter

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Die Geschichte handelt von zwei Frauen, der Einsamkeit, dem Verlassenwerden und der Mutterschaft. In den 70er Jahren verliebt sich die Kranführerin Martina unsterblich in ihren Traummann Mischa. Beide ...

Die Geschichte handelt von zwei Frauen, der Einsamkeit, dem Verlassenwerden und der Mutterschaft. In den 70er Jahren verliebt sich die Kranführerin Martina unsterblich in ihren Traummann Mischa. Beide glauben fest an den Sozialismus und arbeiten daran das Land aufzubauen. Doch nach und nach bröckelt nicht nur der Putz von den Altbauruinen, sondern auch ihr Glaube an eine Zukunft in der DDR. Als ihre Tochter zur Welt kommt, ist für Martina das Glück perfekt, doch Mischa sucht sein Glück auf der anderen Seite der Mauer und lässt Frau und Kind im Stich. In einem zweiten Erzählstrang lernen wir die Schriftstellerin und Journalistin Katja kennen. Sie lebt zurückgezogen und einsam, bis sie eine Affäre mit ihrem Chef beginnt. Für sie das Glück auf Erden, bis diese Liaison in einer Katastrophe endet. Die Autorin porträtiert in ihrem Roman zwei Frauen, die sich verzweifelt nach Nähe sehnen, nach einer Familie, Menschen, die zu ihnen gehören. Doch sie werden verlassen und sollen in Einsamkeit und Isolation Kinder aufziehen. Überfordert und verletzt versuchen sie aus dieser Rolle zu fliehen und ergreifen dafür drastische Maßnahmen. Der Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Nach dem Prolog, dachte ich erst: Wie kann man so etwas tun? Sowas kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Laufe der Geschichte wurde ich jedoch in die dunklen Gedanken mit hineingezogen und auch mir blieb am Ende dieser Ausgang als letzte sinnvolle Konsequenz übrig. Eine doch eher schwere Geschichte, die ein anderes Bild auf die Mutterschaft wirft, dass jedoch auch unbedingt erzählt werden muss.

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