Cover-Bild Atelier Rosen
Band 1 der Reihe "Atelier-Rosen"
(33)
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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 30.09.2021
  • ISBN: 9783404183999
Marie Lamballe

Atelier Rosen

Die Frauen aus der Marktgasse. Roman

Kassel, 1830. Die zwanzigjährige Elise Rosen betreibt zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter ein kleines Putzmacher-Atelier. Ihre Hutkreationen sind weithin gefragt und öffnen ihnen Türen in höchste gesellschaftliche Kreise. So macht Elise eines Tages die Bekanntschaft der jungen Sybilla von Schönhoff, mit der sie schon bald eine innige Freundschaft verbindet. Als sich deren Verlobter unsterblich in Elise verliebt, gerät diese in einen schweren Konflikt, der sie auf die Spur eines lang gehüteten Geheimnisses führt ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2021

Unterhaltsamer Schmöker für zwischendurch

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1830 Kassel. Ein kleines Hutmacher-Atelier ist die Arbeitsstätte der 20-jährigen Elise Rosen, wo sie ihrer Mutter Charlotte und Großmutter zur Hand geht und das inzwischen schon einigen Bekanntheitsgrad ...

1830 Kassel. Ein kleines Hutmacher-Atelier ist die Arbeitsstätte der 20-jährigen Elise Rosen, wo sie ihrer Mutter Charlotte und Großmutter zur Hand geht und das inzwischen schon einigen Bekanntheitsgrad in der gehobenen Gesellschaft erworben hat. Dadurch lernt Elise auch Sybilla von Schönhoff kennen, die beiden Frauen sind schon bald freundschaftlich eng verbunden, obwohl sie gesellschaftlich nicht dem gleichen Stand angehören. Als Elise dann den Verlobten Sybillas, Leutnant Johann Georg von Haynau, kennenlernt und sich beide Hals über Kopf ineinander verlieben, bringt sie damit nicht nur ihre Freundschaft zu Sybilla in Gefahr…
Marie Lamballe hat mit „Atelier Rosen“ einen unterhaltsamen Auftakt für eine neue historische Reihe vorgelegt, nachdem ihre Café-Engel-Trilogie vor kurzem endete. Diesmal entführt die Autorin den Leser mit flüssigem, bildhaftem und gefühlvollem Erzählstil ins 19. Jahrhundert, wo er sich im kleinen, zugigen Hutgeschäft der Rosen-Frauen einnistet und dort neben dem geschäftigen Treiben der Putzmacherinnen auch das Schicksal von Elise hautnah miterleben darf. Während Lamballe die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in ihre Handlung miteinfließen lässt, sind es gerade die farbenfrohen Beschreibungen der Örtlichkeiten, die das kleine Atelier vor dem inneren Auge des Lesers entstehen lassen, wo sich die Näherinnen um die Erstellung von Hüten, Handschuhen, Stickereien, Schleifen und allerlei Accessoires für die Damen der gehobenen Gesellschaft kümmern. Ebenso interessant sind die Gespräche der Kundschaft, so dass man hier einigen Tratsch auffängt, während es bei den Angestellten im Atelier eher um persönliche Befindlichkeiten geht. Besonders ins Auge gerückt wird allerdings Elise, die Tochter der Atelierbesitzerin, die sich mit einer Dame der Gesellschaft anfreundet und sich dann auch noch in deren Verlobten verliebt. Das tut der Beziehung zwischen den beiden Frauen nicht gut, wie sich diese jedoch entwickeln wird, bleibt bis zum Ende offen und lässt den Leser unbefriedigt zurück. Der Spannungslevel ist nur mäßig vorhanden, auch die Wendungen sind fast immer vorhersehbar und lassen keine große Erwartungshaltung aufkommen. Dennoch ist die Geschichte durchweg ganz kurzweilig zu lesen, auch wenn keine großen Überraschungen vorhanden sind, woran auch das Familiengeheimnis um Elise Vater nichts ändert.
Die Charaktere sind lebendig skizziert und in Szene gesetzt. Ausstaffiert mit menschlichen Ecken und Kanten ziehen sie den Leser mit sich durch die Geschichte. Elise ist eine fleißige, fröhliche junge Frau, die allerdings auch oftmals sehr naiv und leichtgläubig daher kommt. Erst auf der Suche nach ihrem Vater bekommt sie einen intelligenteren Anstrich. Elises Mutter Charlotte trägt einige Verantwortung auf ihren Schultern, denn sie muss nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Angestellten mit dem Verdienst durchbringen. Sie ist streng, pragmatisch und manchmal überfürsorglich. Sybilla ist von eher unscheinbarer Natur, doch durch die Freundschaft mit Elise kommt sie aus sich heraus und entwickelt sich. Moritz ist ein Filou mit Herz, der so manches Mal über die Stränge schlägt, jedoch niemandem wehtun will. Aber auch Therese, Babette und von Haynau haben interessante Auftritte in dieser Geschichte.
„Atelier Rosen“ ist ein historischer Schmöker mit einem unterhaltsamen Mix aus geschichtlichem Hintergrund, Familiengeheimnissen, Liebe und Freundschaft. Schön für einen langen regnerischen Tag auf der Couch, um sich in andere Zeiten zu träumen.

Veröffentlicht am 14.10.2021

Atmosphärisch & historisch fesselnd mit kleinen Handlungs- und Charakterschwächen

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Im ersten Band der neuen Historienreihe von Marie Lamballe nimmt uns die Autorin mit ins Kassel der 1830er Jahre und lässt uns die Sorgen, den Alltag, die gesellschaftlichen Herausforderungen und Gefühle ...

Im ersten Band der neuen Historienreihe von Marie Lamballe nimmt uns die Autorin mit ins Kassel der 1830er Jahre und lässt uns die Sorgen, den Alltag, die gesellschaftlichen Herausforderungen und Gefühle der Frauen aus dem Atelier Rosen erleben. Im Mittelpunkt der Handlung steht Elise Rosen - eine junge Frau und Putzmacherin, die sich mit großen Gefühlen, lebensverändernden Herausforderungen und der Suche nach ihrer Herkunft konfrontiert sieht.

Inhalt

Im Auftaktband "Atelier Rosen" der neuen Reihe von Autorin Marie Lamballe geht es um die junge Elise, die zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Großmutter und zwei weiteren Damen ein kleines Putzmacher-Atelier im Kassel der 1830er Jahre betreibt. Die Kreationen des Ateliers und insbesondere Elises Fertigkeiten locken auch adelige Kundschaft an. So kommt es, dass Elise die junge Sybilla von Schönhoff ausstatten soll, eine Frau, die Elise entgegen der gesellschaftlichen Gepflogenheiten freundschaftlich behandelt. Doch das Bewegen in höheren gesellschaftlichen Kreisen birgt auch seine Gefahren: Als der Verlobte Sybillas sich unsterblich in Elise verliebt, stürzt dies nicht nur Elise in ein Gefühlschaos, sondern zieht weitreichende Konsequenzen für sie und ihre Familie mit sich ...

Meinung

Wie mir die Geschichte rund um Elise, Sybilla von Schönhoff, den Frauen aus dem Atelier Rosen und Johann Georg von Haynau gefallen hat? Die Antwort fällt nicht ganz eindeutig aus. Der Roman hat aus meiner Sicht mitreißend begonnen - insbesondere die detaillierten Beschreibungen des historischen Kassels und des Alltags im Jahr 1830 haben mich sofort gefesselt und mich gebannt die Seiten überfliegen lassen. Ich habe mich beim Lesen regelrecht wie auf einer kleinen Zeitreise gefühlt - hierfür also ein Riesenkompliment an die Autorin. Es muss unfassbar aufwendig gewesen sein, all diese Informationen und alltäglichen historischen Gegebenheiten zu recherchieren.
Auch der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert - die Ausdrücke waren authentisch und passend zu der damaligen Zeit gewählt und mit schönen, altmodischen Redewendungen versehen. Das hat mir total gefallen und mich noch mehr in die damalige Zeit versetzt.
Dennoch habe ich meine anfängliche Begeisterung nach und nach etwas eingebüßt. Die Handlung war zwar durchweg spannend, doch stellenweise wirkte sie zu konstruiert oder zu weit hergeholt für mich. Auch Elise, die ich als mutige und dennoch authentische Frau ihrer Zeit und ihrer damaligen gesellschaftlichen Stellung empfunden habe, hat aus meiner Sicht im Laufe der Geschichte teilweise unlogisch und nicht ihrer Figur entsprechend gehandelt. Hier hätte ich mir teilweise mehr "Inneneinsichten" und mehr Raum für Elises Gefühle gewünscht. Damit wären manche Reaktionen auch eventuell nachvollziehbarer oder glaubhafter erschienen.
Gelungen fand ich jedoch im Großen und Ganzen die Darstellung der Nebencharaktere. Die Mitarbeiterinnen im Atelier Rosen oder auch Elises Ziehbruder haben der Geschichte Würze verliehen und eine familiäre Atmosphäre beim Lesen heraufbeschworen - Da ist es mir trotz der vereinzelten Schwächen am Ende doch schwergefallen, Abschied von den Figuren zu nehmen. Auch sind ja noch nicht alle Punkte geklärt - Was ich damit sagen will? Natürlich bin ich an der Fortsetzung der Geschichte interessiert. Dafür sind mir die Protagonistin und die Menschen rund um sie herum zu sehr ans Herz gewachsen.


Fazit

Ohne Frage ist es Marie Lamballe mit dem Auftakt ihrer neuen Historienreihe gelungen, ein lebhaftes und authentisches Bild der damaligen Zeit zu zeichnen und den Leser damit ins Kassel der 1830er und den Alltag zu versetzen. Ich habe mich beim Lesen weitestgehend gut unterhalten gefühlt und einen tieferen Eindruck von den damaligen Sorgen und Herausforderungen der Menschen erhalten. Trotz der leichten inhaltlichen Schwächen sind mir die Figuren ans Herz gewachsen und ich bin gespannt und hoffe darauf, mehr über ihre Schicksale zu erfahren (und wieder in dieses wirklich wunderbar beschriebene Setting einzutauchen). Für Fans von historischen Familiensagas auf jeden Fall lesenswert!

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Eigentlich eine schöne Geschichte, aber...

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Klappentext und Cover hatten mich direkt angesprochen und die Leseprobe hat Lust auf mehr gemacht.
Eine Geschichte, die in Kassel im Jahre 1830 spielt und sich um das kleine Putzmacher-Atelier Rosen dreht. ...

Klappentext und Cover hatten mich direkt angesprochen und die Leseprobe hat Lust auf mehr gemacht.
Eine Geschichte, die in Kassel im Jahre 1830 spielt und sich um das kleine Putzmacher-Atelier Rosen dreht. Die zwanzigjährige Elise betreibt es gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter.
In der damaligen Zeit ist es keineswegs einfach, als Frau ein Geschäft zu führen und die Standesdünkel tun ihr Übriges.
Als Elise die adelige Sybilla von Schönhoff kennenlernt, eröffnet sich ihr eine ganz neue Welt. Die beiden Frauen werden enge Vertraute. Doch dann verliebt sich Sybillas Verlobter in Elise und diese gerät in einen Gewissenskonflikt.

Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und wir lernen die Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten kennen.
Der Rest der Handlung entwickelt sich jedoch anders als erwartet. Kassel, die Marktgasse und das Atelier Rosen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle, denn der Ort der Geschehnisse ist nun Frankfurt.
Es geht nur noch um Elises Suche nach ihrem Vater und ein Familiengeheimnissen.
Mir wurde es alles zu kitschig und klischeehaft. Sicherlich geschehen viele Dinge innerhalb kürzester Zeit, aber trotzdem war es für mich allenfalls noch nett zu lesen. Packen könnte mich die Story nicht mehr.
Auch das Ende des Buches war irgendwie unspektakulär. Es wird zwar noch zwei weitere Teile dieser Reihe geben, aber ich bin mir momentan noch nicht sicher, ob ich diese lesen möchte.

Ich hatte mich so sehr darauf gefreut, über die Arbeit im Atelier und die Probleme der damaligen Zeit zu lesen, aber leider hat sich für mich alles in eine Richtung entwickelt, die mich eher gelangweilt hat.

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Romantische Verwicklungen im 19. Jahrhundert

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Durch detailreiche Schilderungen der Kleidung und der Lebensweise führt uns die Autorin auf eine Zeitreise in eine deutsche Kleinstadt im 19. Jahrhundert.
Elise, die uneheliche Tochter einer Putzmacherin, ...

Durch detailreiche Schilderungen der Kleidung und der Lebensweise führt uns die Autorin auf eine Zeitreise in eine deutsche Kleinstadt im 19. Jahrhundert.
Elise, die uneheliche Tochter einer Putzmacherin, gerät durch die Freundschaft mit der adligen Sybilla und mit dem Offizier von Haynau in Gefahr. Mutig verbindet sie jedoch ihre Flucht mit der Suche nach ihrem verschollenen Vater.
Leider waren mir im Laufe der Erzählung einige Handlungsstränge zu unlogisch oder vor dem historischen Hintergrund unglaubwürdig.
Darüber hinaus handelt es sich um den Beginn einer Reihe - dies ging leider aus dem Cover und dem Ebook nicht hervor. So bleibt man am Ende des Buches ein wenig unbefriedigt und mit einigen losen Enden zurück.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Andere Zeiten

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Andere Zeiten, andere Sitten
Eine neue Saga-Reihe von Marie Lamballe. Wir werden ins Kassel des frühen 19. Jahrhunderts geführt und dürfen in den ersten Kapiteln mitten in einem Putzmacheratelier Platznehmen. ...

Andere Zeiten, andere Sitten
Eine neue Saga-Reihe von Marie Lamballe. Wir werden ins Kassel des frühen 19. Jahrhunderts geführt und dürfen in den ersten Kapiteln mitten in einem Putzmacheratelier Platznehmen. Schon dort wird deutlich, welch Energie und Selbstbewusstsein, welch Überlebenswille und Stärke die Frauen der Familie Rose auszeichnet. Komplimentiert werden Mutter, Großmutter und Tochter Elise von zwei Mitarbeiterinnen, die unterschiedlicher nicht sein können und Moritz, dem Sohn einer der beiden, der bis zuletzt seinen Platz im Leben nicht gefunden hat.
Zunächst wird uns in aller Ausführlichkeit die politische Situation der Zeit gespiegelt und immer wieder der Abstand zwischen normalem Volk und dem Adel hervorgehoben. Auch wenn ich die Beziehung zwischen der Gräfin Sybilla und Elisa nicht als echte Freundschaft bezeichnen würde, beginnen die beiden doch damit, diese Geselschaftschranken zu durchbrechen.
Im Verlauf des Buches ist es dann Elise, die in gleich mehrfacher Weise Schranken durchbricht, sich dadurch in große Gefahr begibt und dann aber immer wieder durch eine glückliche Wendung in neues Fahrwasser gerät.
Die Figuren, ihre Hintergründe, Beweggründe und Emotionen bleiben bei all diesen Ereignissen etwas blass. Gerade das Verhalten der wenigen Männer der Geschichte erscheint bis zuletzt nicht wirklich nachvollziehbar. Aber vermutlich war es Anliegen der Autorin, starke Frauen in einer Zeit zu zeichnen, die dies eigentlich nicht vorgesehen hat.

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