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Veröffentlicht am 19.06.2025

Auswirkungen einer Entführung auf zwei Familien

Beeren pflücken
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Jedes Jahr im Sommer kommt eine indigene Mi'kmaq Familie als Erntehelfer von Nova Scotia nach Maine. Im Sommer 1962 verschwindet die vierjährige Ruthie, die jüngste der fünf Kinder, spurlos. Besonders ...

Jedes Jahr im Sommer kommt eine indigene Mi'kmaq Familie als Erntehelfer von Nova Scotia nach Maine. Im Sommer 1962 verschwindet die vierjährige Ruthie, die jüngste der fünf Kinder, spurlos. Besonders Joe, der jüngste Bruder, der Ruthie besonders nahe stand, leidet sehr darunter. Er war der Letzte, der sie gesehen hat und gibt sich seither die Schuld an ihrem Verschwinden. Die Polizei ignoriert das Abhandenkommen des kleinen Mädchens, denn die Familie sei nur als Farmhelfer hier und hätte eben besser aufpassen sollen. Als Indigene haben sie kaum Rechte, werden diskriminiert und nach dem Vorfall versucht man der Familie auch noch die anderen vier Kinder wegzunehmen. Dies weiß der Vater jedoch zu verhindern. Die darauffolgenden Jahre kommen die Eltern und Geschwister wieder nach Maine zum Beeren pflücken und suchen weiter nach Spuren von Ruthie - doch leider erfolglos.

In einem zweiten Handlungsstrang erzählt die Autorin von Norma. Sie wächst in Maine bei einer emotional distanzierten Familie auf. Besonders die Mutter ist überfürsorglich und lässt Norma kaum aus dem Haus. Das Mädchen leidet unter wiederkehrenden und quälenden Träumen, die sie beunruhigen, jedoch mit den Jahren verschwinden.
Als Leser weiß man von Beginn an, dass Norma Ruthie ist, doch was damals passiert ist und ob Ruthie jemals wieder ihre Familie findet, wird erst am Ende des Romans aufgeklärt.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Joe und Ruthie/Norma. Wir begleiten die beiden über fünf Jahrzehnte. Der Schreibstil ist einfühlsam und bildhaft. Der Aufbau des Romans ist gelungen und hat mich von der ersten Seite an begeistert. Obwohl man von Beginn an weiß, dass Nora die verschwundene Ruthie ist, bleibt die Geschichte durchgehend spannend.
Die Charaktere sind lebendig und authentisch. Sie haben Stärken und Schwächen und man fühlt sich ihnen nahe.
Joe ist in der Gegenwart Ende Fünfzig und schwer krank. Er erinnert sich an Ruthies Verschwinden und erzählt von seinem rastlosen Leben, seinem Suchen und seinen Schuldgefühlen. Er geht engen Bindungen aus dem Weg und verhält sich teilweise verantwortungslos gegenüber anderen Mitmenschen.
Auch Norma hat Schwierigkeiten mit Bindungen. Sie hat durch die traumatischen Verhaltensweise ihrer Mutter, die einige Fehlgeburten verkraften musste, ähnliche Ängste und verweigert Gefühle. Zusätzlich fühlt sie sich immer irgendwie fremd in ihrer weißen Familie.
Die Entführung hat auf beide Familien weitreichende Auswirkungen und begleitet alle ihr Leben lang. Ich habe mit all den Menschen aus Ruthies Familie mitgelitten und das Ende hat mich sehr berührt.

Die Autorin spricht im Roman immer wieder die Stellung der Indianer an. Es ist leider bekannt, dass damals indigene Kinder bewusst in weiße Pflegefamilien oder in Heime gebracht wurden, um sie "kulturell" anzupassen. Die Autorin hat selbst zum Teil indigene Abstammung und kann aus Erfahrungen aus ihrer Familie schöpfen.


Fazit:
Ein eher ruhiger, aber sehr berührenden Debütroman (!), der mich von der ersten bis zur letzten Seite mit den Figuren mitfühlen hat lassen. Auch die schwierige Situation der indigenen Bevölkerung in der Gesellschaft wird gut beleuchtet. Ein Roman, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Erschütternd

Zwei Leben
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Von Astrid Korten kenne ich bisher nur Bücher aus dem Genre Thriller. Umso neugieriger war ich auf diesen Familienroman auf zwei Zeitebenen, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern und wahren Begebenheiten ...

Von Astrid Korten kenne ich bisher nur Bücher aus dem Genre Thriller. Umso neugieriger war ich auf diesen Familienroman auf zwei Zeitebenen, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern und wahren Begebenheiten aus dem Zweiten Weltkrieg basiert. Mit diesem historischen Roman hat sie eine sehr berührende und emotionale Geschichte erschaffen.

Nora lebt seit zehn Jahren mit ihrer großen Liebe Thomas zusammen. Sie haben einen achtjährigen Sohn, Oliver, arbeiten in derselben Firma und haben erst vor einem halben Jahr endlich geheiratet. Sie fällt aus allen Wolken, als ihr Mann eines Tages die Koffer packt und sich scheiden lassen will. Zur selben Zeit muss sie auch ihre Großmutter Xanna zu Grabe tragen. Nora fühlt sich allein, verlassen und leer. Beim Ausräumen des Hauses findet sie auf dem Dachboden ein altes Holzkästchen mit einem Davidstern, einem schlichten Metallring und einen Ausweis mit einem ihr unbekannten Namen. Auch ihre Eltern wissen keine Antwort auf den Fund, was Nora zum Nachforschen anregt. Nach einem kurzen Trip nach Paris, wo Xanna geboren sein soll, führen die Spuren jedoch nach Belarus. Gemeinsam mit dem Journalisten Andreas Schwarz, der ein Bekannter ihrer Freundin Ella ist und russisch spricht, bricht Nora auf, um mehr über die Herkunft ihrer Großmutter zu erfahren. Was sie dabei jedoch entdeckt, ist schmerzvoll und grausam. Nora ist zutiefst erschüttert und hinterfragt das Schweigen von Xanna - aber es ändert auch die Sicht auf ihr eigenes Leben.

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Nora macht sich im Jahr 2013 auf die Suche nach ihren Wurzeln, nachdem sie in der Holzschatulle ihre Großmutter Dinge gefunden hat, auf die sie sich keinen Reim machen kann. Wer war ihre Großmutter wirklich?
In der Vergangenheit blicken wir auf Hannahs Leben in Belarus von 1941-1944. Diese Abschnitte sind erschütternd und obwohl ich schon einiges an historischen Romanen zum Thema Zweiten Weltkrieg gelesen habe, gibt es eine Szene in der Geschichte, wo ich das Buch zur Seite legen und eine Pause einlegen musste.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und hatte lebhafte Bilder vor meinen Augen.
Nora wirkt anfangs etwas lebensfremd. Sie verschließt die Augen vor der Realität und lebt in ihrer eigenen "Heile-Welt-Blase". Im Laufe des Romans gewinnt sie jedoch an Stärke und findet zu sich selbst.
Hannah ist ein wahnsinnig starker und mutiger Charakter, der mich beeindruckt hat. Der Titel "Zwei Leben - Hinter dem Schweigen" ist sehr passend, denn alles was Hannah damals an Grausamkeiten erlebt hat, lässt sie zurück....muss sie zurücklassen, damit sie nicht komplett daran zugrunde geht. Niemand möchte erleben, was sie durchgemacht hat.

Es gibt leider auch kleine Kritikpunkte, was sich aber nicht auf den Inhalt bezieht. Leider stimmt des Öfteren die Formatierung am Anfang eines Kapitels nicht. Mehrmals steht in der ersten Zeile nur ein Wort und darunter der restliche Teil des Satzes. Es gibt außerdem einige Fehler im Buch, die auf ein schlechtes Lektorat schließen lassen.
Abgesehen davon ist die Geschichte aber wunderbar erzählt und hat mich tief berührt.

Fazit:
Ein Roman über ein erschütterndes Geheimnis und verdrängten Kriegserinnerungen, die oftmals bis heute verschwiegen werden. Nicht umsonst wird die Kriegsgeneration auch "Die stumme Generation" genannt. Ein Roman, den ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Krönender Abschluss

Last Line of Defense, Band 3 - Der Crash
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Mit dem Abschlussband der Trilogie um die Last Line of Defense hat Andreas Gruber wieder jede Menge Spannung geschaffen. Mir hat dieser dritte Band fast am besten gefallen.

Wie immer geht es gleich temporeich ...

Mit dem Abschlussband der Trilogie um die Last Line of Defense hat Andreas Gruber wieder jede Menge Spannung geschaffen. Mir hat dieser dritte Band fast am besten gefallen.

Wie immer geht es gleich temporeich los. Die Geheimorganisation MOEBIUS hat bei weitem noch nicht aufgegeben und schlägt an unerwarteter Stelle zu. Während Team Omega, Jayden, Erik und Lenny, sich undercover auf dem Zerstörer HSM Apokalypse befinden, wird das Schiff angegriffen. Dabei hat der Prolog kurz meinen Herzschlag aussetzen lassen...
Die Crew wird überwältigt und auch die Last Line of Defense soll unschädlich gemacht werden. Durch die Übernahme des Schiffes sollen die Flugzeuge einiger hochrangigen Minister angegriffen werden, die sich bei der Ministerkonferenz in Miami treffen wollen. Auch der britische Premierminister und seine Tochter schweben in Gefahr und die Last Line of Defense muss alles aufbieten, was möglich ist. Nicht nur auf dem Schiff, sondern auch in der Luft und danach auf feindlichem Landstrich geht es actionreich zu. Beide Seiten schenken sich nichts und greifen mit allem an, was sie zu bieten haben. Wer der Kopf hinter MOEBIUS ist und was sein Ziel ist, müsst ihr selber lesen....

Andreas Gruber setzt mit seinem dritten und letzten (?) Teil der Last Line of Defense Reihe nochmals einen drauf. Die Mission, die Team Omega zu erfüllen hat, erweist sich als größer und kompakter, als gedacht. Immer wieder stehen die drei vor neuen Herausforderungen. Trotz der actionreichen Kampfszenen und auch Toten bleibt es weiterhin ein (abenteuerliches) Jugendbuch.

Team Omega ist mit seinen drei außergewöhnlichen und individuellen Charakteren einfach top. Man schließt die drei Jugendlichen sehr schnell ins Herz und bewundert ihren Mut und Zusammenhalt. Immer wieder müssen sie zeigen, was sie gelernt haben, aber auch logisch denken und gut improvisieren können. Sie sind kleine Superhelden für das Zielpublikum, aber auch für ältere Semester. Als Erwachsener muss man eben manchmal ein bisschen ein Auge zudrücken, wenn es zu spektakulär wird.

Mit "Der Crash" hat Andreas Gruber wieder ein fesselndes Abenteuer geschrieben, welches am Ende noch die Frage aufwirft, ob wirklich alles zu Ende ist....

Fazit:
Ein krönender Abschluss der actionreichen und temporeichen Trilogie, die von Beginn an fesselnd erzählt wird. Wie ich schon nach dem ersten Teil gesagt habe: James Bond 2.0 für Jugendliche.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Auf nach Down Under

Wo Träume den Mut finden
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Amelie ist Ende Zwanzig und fühlt sich in ihrem Leben nicht wirklich angekommen. Ihre Freundinnen heiraten und haben oder bekommen Kinder. Ihr Buchhaltungsjob in einem Großraumbüro macht sie ebenfalls ...

Amelie ist Ende Zwanzig und fühlt sich in ihrem Leben nicht wirklich angekommen. Ihre Freundinnen heiraten und haben oder bekommen Kinder. Ihr Buchhaltungsjob in einem Großraumbüro macht sie ebenfalls nicht wirklich glücklich. Ihre spärliche Freizeit sieht immer ähnlich aus und ihre Eltern drängen sie endlich eine Familie zu gründen. Bei der Hochzeit ihrer Cousine Linda lernt sie den Weltenbummler Daniel kennen, der ihr ihre vergessenen Träume wieder in Erinnerung bringt. Australien - den fünften Kontinent zu bereisen, war schon immer ein großer Wunsch. Immer wieder kreisen ihre Gedanken um ihre Zukunft und wie diese aussehen soll. Mit Daniel bleibt sie in Verbindung und trifft eine mutige Entscheidung. Sie nimmt sich für sechs Monate ein Sabbatical und plant gemeinsam mit ihm einen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens. Doch kurz bevor es losgeht, muss Daniel seinen Abflug auf später verschieben. Amelie zögert, ob sie wirklich alleine reisen soll, denn im Umgang mit Menschen ist sie eher schüchtern und sie hat sich doch sehr auf den Weltenbummler verlassen. Doch bald sind ihre Sorgen vergessen, denn bereits in Sydney lernt sie andere Backpacker kennen, die ihr das Gefühl geben einfach dazu zu gehören. Es beginnt ein spannender Roadtrip in Down Under....

Dadurch, dass meine Tochter 2024 ebenfalls als Backpackerin in Süd- und Mittelamerika alleine unterwegs war, konnte ich Amelies Gedanken zu Beginn des Romans sehr gut nachvollziehen. Ende Zwanzig stellen sich doch bei vielen die Weichen für die nähere Zukunft und als Single verliert man irgendwie den Anschluss zu manchen Freunden, die bereits Familie haben oder planen.

Am Beginn des Romanes gibt es eine Playlist, die so ganz meinen Geschmack getroffen hat. Gemeinsam mit Amelie bin ich ans andere Ende der Welt gereist und konnte etwas Australien Vibes atmen. Der Reiseroman liest sich wunderbar bildhaft und ich hatte immer das Gefühl Amelie zu begleiten. Die Orte, die sie aufsucht und die Gefühle, die sie bei ganz besonderen Erlebnissen, wie den Sonnenaufgang mit Delfinen spürt, kann man durch die Zeilen fühlen.
Man merkt auf jeder Seite, dass die Autorin den Kontinent selbst bereist hat.

Neben all den wunderbaren Bildern im Kopf ist dieser Roman auch eine emotionale Reise zu sich selbst. Es verlangt viel Mut sich Träume zu erfüllen, das alte Leben aufzugeben und einen neuen Weg zu beschreiten. Vieles wäre Amelie verwehrt geblieben, wenn sie diese Chance nicht ergriffen hätte. Die Geschichte vermittelt eine wunderbare Botschaft und fordert uns auf, den Mut zu finden unsere geheimen Träume zu erfüllen und nicht auf später zu warten. Denn oftmals hat das Leben ganz andere Pläne....

Fazit:
Ein informativer und bildgewaltiger Roman, der den Zauber des fünften Kontinents einfängt und der Mut macht seine Träume zu verwirklichen. Wunderbar und leicht erzählt...man reist mit Amelie richtig mit. Nicht nur für Australien- und Reisefans - Empfehlung!

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Deutsch-italienische Vergangenheit

Zypressensommer
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Die Hamburger Goldschmiedin Julia reist nach dem Tod ihres geliebten Nonno in sein ehemaliges Heimatdorf Lucignano in die italienischen Toskana. Julia hatte immer eine sehr enge Bindung zu ihrem Großvater, ...

Die Hamburger Goldschmiedin Julia reist nach dem Tod ihres geliebten Nonno in sein ehemaliges Heimatdorf Lucignano in die italienischen Toskana. Julia hatte immer eine sehr enge Bindung zu ihrem Großvater, der ihr einen Zettel mit Fragen hinterlassen hat, denen sie in Italien nachgehen möchte. Außerdem ist sie neugierig, woher ihre italienischen Wurzeln kommen und ob es vielleicht noch Familie gibt.
Schon bald lernt Julia die Familie Conti kennen, die Olivenbauern sind und denselben Nachnamen haben, wie ihr Großvater. Doch einen Gianni Conti kennt hier niemanden. Wie kann das möglich sein?
Gemeinsam mit Matteo Conti versucht sie einem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen....

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Mit Julia befinden wir uns im Jahr 1998, der Vergangenheitsstrang spielt während des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1943-1945.
Teresa Simon aka Brigitte Riebe hat wieder ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Im Vergangenheitsstrang geht es um die "Resistenza", der italienischen Widerstandsgruppe gegen die deutsche Besetzung Italiens und den italienischen Faschisten. Bisher habe ich nur wenig darüber gelesen und fand diese Abschnitt sehr interessant und spannend.
Außerdem geht es auch um die italienischen Zwangsarbeiter in Deutschland. Gianni wird als italienischer Militärinternierter, kurz genannt IMI, in einer Hamburger Fischräucherei zur Zwangsarbeit gezwungen. Nur die Gedanken an das Ende des Krieges und an seine Giulia halten ihn dabei aufrecht.

Teresa Simon gelingt es das faszinierende toskanische Flair, die italienische Lebensfreude und das fantastische Essen mit dem schwierigen Themen des Krieges, des Widerstandes, Zwangsarbeit und Tod zu verbinden. Während es im Vergangenheitsstrang oftmals grausam zugeht, lockert die Suche von Julia und ihre Begeisterung für die Heimat ihres Großvaters, die Story etwas auf.

Der Schreibstil ist wie immer bildhaft und fesselnd. Man wandelt durch die engen Gassen von Lucignano, erlebt das prachtvolle Siena und sieht die hohen Zypressen, die der Gegend das charakteristische Aussehen geben, vor sich.
Zudem erkennt man, wie genau die Autorin zur italienischen Resistenza recherchiert hat, zu der es noch viel zu wenige Geschichten gibt.
Manches ist etwas vorhersehbar (eher im Gegenwartsstrang), aber vor allem haben mich überraschende Wendungen an den Seiten kleben lassen. Die Schicksale der Menschen, die wie in jedem Krieg sinnlos leiden, haben mich mitgenommen und traurig gemacht.
Am Ende gibt es noch ein Nachwort zu den historischen Begebenheiten und einige Rezepte aus der Region.

Fazit:
Teresa Simon hat uns mit "Zypressensommer" die Toskana etwas näher gebracht. Neben den historischen Rückblicken in die letzten drei Jahre des Zweiten Weltkrieges, habe ich einiges Neues gelernt und nebenbei den italienischen Flair genossen.

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