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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

Spannend und atmosphärisch

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei ...


„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei einem Brand verloren. Sein Großvater hat ihn großgezogen. Denn sein Vater war dazu nicht in der Lage.
Nach vielen Jahren sucht Fredrik, ein berühmter Künstler, nun wieder den Kontakt zu Isak. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Und so reisen Isak und seine Freundin Madde trotz Großvaters Warnungen nach Gotland.
Es kommt wie es kommen muss, der Vater drängt seinen Sohn zu Alkohol und Drogen. Und schon bald hat Isak Albträume, wird von der Vergangenheit eingeholt.
„Die Insel“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer wieder sind Szenen aus Isaks Untersuchungshaft eingestreut. Wie konnte er in diese prekäre Lage kommen?
„Die Insel“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt. Mit Figuren, in die man mit jedem Kapitel mehr emotional involviert ist.
Isak war mir sofort sympathisch. Er hat viel Empathie. Sein Vater dagegen ist ein skrupelloser Manipulator. Ein selbstverliebtes Ego-Monster. Hemmungslos und abgründig.
Eine Wendung jagt die nächste. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt - bis zum überraschenden Ende. Eine Geschichte, die Erinnerungen weckt. Denn auf Gotland und in Visby war ich selbst schon mal.

Fazit: Ein echter Pageturner, genauso spannend wie „Der Ausflug“!

Veröffentlicht am 02.06.2025

Wo ist Sofia?

Wem du traust
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„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der ...


„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der Schulzeit beste Freundinnen. Sie haben jahrelang zusammengewohnt und Susannes Tochter Sofia großgezogen.
Als Eva mit Daniel zusammenkommt, ziehen sie in ein Haus am Stadtrand. Inzwischen sind sie mit ihrem kleinen Sohn Linus zu dritt. Susanne ist mit Sofia und ihrem Partner Axel in ein schickes Penthouse gezogen.
Oft hilft Sofia als Babysitterin bei den Kramers aus. Eines nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist Sofia spurlos verschwunden. Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal und ihr Team ermitteln…
„Wem du traust“ ist spannend und unterhaltsam. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil. Wechselnde Perspektiven, vor allem aus der Sicht von Eva, sorgen für Dynamik. Es geht um Lügen und Vertrauen. Aber auch um Gewalt gegen Frauen.
Unerbittlich dreht die Autorin an der Spannungsschraube, eine Wendung jagt die nächste. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.

Fazit: Abgründiger, emotionaler Kriminalroman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Veröffentlicht am 17.05.2025

Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Locked in
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Ich danke Henri Faber für vier packende Thriller. Auch „Locked in“ habe ich mit großer Freude gelesen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, der uns ...


Ich danke Henri Faber für vier packende Thriller. Auch „Locked in“ habe ich mit großer Freude gelesen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, der uns später noch einmal begegnet. Dann sind wir auch schlauer.
Danach lernen wir den Heidelberger Kommissar Paul Maertens und seine Kollegin Stefanie kennen. Sie ermitteln in drei Entführungsfällen: Ein Opfer wird tot aufgefunden, ein weiteres ist vermutlich tot. Als sie den Täter endlich stellen, fällt der durch einen Schuss ins Koma.
Maertens versucht alles, um das dritte Opfer lebend zu finden. Dazu benötigt er die Hilfe des Neurowissenschaftlers Professor Doktor Theo Linde, der ein Verfahren entwickelt hat, um in den Kopf eines Menschen einzudringen.
„Locked in“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Eine irre, wirre Geschichte. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Interessante und unerwartete Wendungen runden diese unglaubliche Geschichte ab.
Immer wieder sind Kapitel mit dem Titel „Im Verlies“ eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Wenn man denkt, der Roman sei zu Ende, beginnt die Handlung scheinbar neu und stellt alles Bisherige in Frage - bis zum etwas zu rührselig geratenen Ende.

Fazit: Der letzte Henri Faber. Schade, ich werde ihn vermissen.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Was für ein Albtraum!

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert ...


„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „

PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „

PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert oder an Arno Strobels „Offline“ und „Die App“. Worum geht es?
Maximilian Ryf, genannt Max, ist Manager des neuen Hotels Seewind Manor, das auf einer kleinen Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns liegt. Ein Haus mit einem Smart Home-System, alles ganz einfach per Fingerabdruck und Sprache steuerbar. Und dazu absolut sicher. Oder etwa nicht?
Zur Eröffnung wurden fünf Gäste geladen. Seltsame Dinge geschehen. Als eine Mitarbeiterin brutal ermordet in ihrem Zimmer aufgefunden wird, bricht Panik aus. Wer ist der/ die Nächste?
Hendrik Klein beherrscht das Spiel mit der Angst. Ein einsames Hotel auf einer Insel ohne Verbindung zur Außenwelt, ein schwerer Sturm, das hat ein bisschen was von einem Locked Room Mystery. Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist.
„Code Kill“ ist kein normaler Thriller, eher ein Horrorfilm, ein Killerspiel mit einem Setting, das nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern für die Handlung zwingend erforderlich ist.
Ab und zu sind Kapitel mit der Überschrift (Früher) sowie Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, eine Stimme aus dem Off. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Hendrik Klein erzählt seine Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Was ist Realität und was ist Fiktion? Die Grenzen verschwimmen.
Mit „Code Kill“ präsentiert sich der Autor als Meister der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…

Fazit: Spannend, wendungsreich und nie vorhersehbar. Eine Auflösung, die alles in den Schatten stellt. Gruselig!

Veröffentlicht am 27.03.2025

Es geht weiter!

Winter's Game
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„Das letzte Grab“ und „Das falsche Opfer“ von Lukas Erler hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt der dritte Fall für die toughe Rechtsanwältin Carla Winter aus Frankfurt am Main, „Winter’s Game“, ...


„Das letzte Grab“ und „Das falsche Opfer“ von Lukas Erler hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt der dritte Fall für die toughe Rechtsanwältin Carla Winter aus Frankfurt am Main, „Winter’s Game“, nicht minder spannend. Worum geht es?
Carla wird in der Tiefgarage ihrer Kanzlei überfallen. In letzter Sekunde wird sie von einem Fremden gerettet. Doch schon kurz darauf wird sie Opfer eines weiteren Anschlags. Auf offener Straße wird ihr Auto gerammt und sie selbst schwer verletzt. Ihr Helfer stirbt.
Es muss sich um verschiedene Täter handeln. Der eine will Informationen, der andere will Carla tot sehen. Nur wer? Und warum? Als wäre das nicht schon genug, erhält Carla auch noch makabre Drohungen von einem Stalker, der versucht, sie einzuschüchtern…
„Winter‘s Game“ ist spannend und unterhaltsam. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Es geht um Menschenhandel, illegale Adoptionsgeschäfte und Rache. Und dann ist da auch noch ihr Exmann Felix, scheinbar unkaputtbar.
Ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern, erscheinen alte Bekannte und Feinde. Ich könnte mir vorstellen, dass Neueinsteiger, die die ersten beiden Bände nicht kennen, Verständnisprobleme haben. Gerne werde ich auch die Fortsetzung lesen, so es denn eine geben wird.

Fazit: Fall Nr. 3 für Carla Winter. Superspannend!