Spannend und atmosphärisch
Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei ...
„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei einem Brand verloren. Sein Großvater hat ihn großgezogen. Denn sein Vater war dazu nicht in der Lage.
Nach vielen Jahren sucht Fredrik, ein berühmter Künstler, nun wieder den Kontakt zu Isak. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Und so reisen Isak und seine Freundin Madde trotz Großvaters Warnungen nach Gotland.
Es kommt wie es kommen muss, der Vater drängt seinen Sohn zu Alkohol und Drogen. Und schon bald hat Isak Albträume, wird von der Vergangenheit eingeholt.
„Die Insel“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer wieder sind Szenen aus Isaks Untersuchungshaft eingestreut. Wie konnte er in diese prekäre Lage kommen?
„Die Insel“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt. Mit Figuren, in die man mit jedem Kapitel mehr emotional involviert ist.
Isak war mir sofort sympathisch. Er hat viel Empathie. Sein Vater dagegen ist ein skrupelloser Manipulator. Ein selbstverliebtes Ego-Monster. Hemmungslos und abgründig.
Eine Wendung jagt die nächste. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt - bis zum überraschenden Ende. Eine Geschichte, die Erinnerungen weckt. Denn auf Gotland und in Visby war ich selbst schon mal.
Fazit: Ein echter Pageturner, genauso spannend wie „Der Ausflug“!