Solide, aber zu wenig Tiefe
Timelock, Band 1 - ZeitrebellenJ-4418 lebt, wir alle Kinder, in einer Anstalt. Nimrod, der Lenker und Herrscher bestimmt, dass Kinder nicht bei ihren Eltern bleiben dürfen. In einer Anstalt lernen sie alle nötigen Werte und erhalten ...
J-4418 lebt, wir alle Kinder, in einer Anstalt. Nimrod, der Lenker und Herrscher bestimmt, dass Kinder nicht bei ihren Eltern bleiben dürfen. In einer Anstalt lernen sie alle nötigen Werte und erhalten nach erfolgreichem Abschluss einen echten Namen.
Doch in J-4418 schwelt das Gefühl, dass das nicht richtig ist. Das im Allgemeinen etwas nicht stimmt. Böse Träume unterstützen dieses Gefühl. Als dann Namira auftaucht und merkwürdig Sachen sagt und immer wieder Andeutungen fallen lässt, wird J-4418 aufmerksam. Dann trifft er auf die Rebellen und es zeigt sich, dass sein Gefühl ihn nicht getrübt hat und er scheint die Lösung zu sein.
Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm und für ein Jugendbuch genau passend. Es war leicht in die Geschichte einzutauchen und ihr zu folgen.
Die Charakter waren recht einfach gestrickt. Wobei die Entwicklungen und die Welt wie wir sie dort antreffen auch nicht viel mehr zulässt.
Die Story selbst war gelungen, aber sie hat mich nicht wirklich mitgenommen. Der Einstieg um J-4418 dauerte recht lang. Grundsätzlich war es interessant, aber mir fehlte etwas die Tiefe zur Allgemeinsituation. Sie richtig verstanden, wie die Welt jetzt funktioniert, habe ich nicht.
Und ab dem Zeitpunkt, an dem J-4418 auf die Rebellen trifft, geht es etwas hoppla hopp. Alles wird relativ schnell hingenommen. Er wird sehr schnell auf sich allein gestellt auf Mission geschickt und der erste Teil ist auch direkt nach wenigen Seiten vorbei. Der zweite Teil weisst wieder deutlich mehr Informationen auf, was auch deutlich angenehmer zu lesen war.
Dennoch fehlte es mir durchgehend an Tiefe.
Der zweite Handlungsstrang war ähnlich gestrickt. An sich sehr interessant, ist aber im Grunde nicht viel passiert und viel erfahren habe ich auch nicht.
Alles in allen ist es ein solides und schönes Buch. Aber mir hat durch die fehlende Tiefe leider der Zugang gefehlt.