Cover-Bild Einfach Literatur
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 25.06.2025
  • ISBN: 9783103977035
Klaus Willbrand, Daria Razumovych

Einfach Literatur

Eine Einladung | Lese-Empfehlungen vom Antiquar und Tik-Tok-Star

Der neue Literaturverführer / bekannt als @buchantiquariat_willbrand auf Instagram und TikTok

»Welche Werke von Thomas Mann sollte man gelesen haben?« »Welche anglo-amerikanischen Schriftstellerinnen sind besonders empfehlenswert?« Wer Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sucht oder einfach Lust hat, sich mit Literatur zu beschäftigen, ist bei Klaus Willbrand bestens aufgehoben. In seinem ersten Buch teilt der Antiquar seine eigene Leserbiographie und spricht Empfehlungen aus – gewohnt meinungsstark und mit profundem Wissen. Er erzählt, wie er selbst zur Literatur gefunden hat, welche Schriftsteller:innen und Werke ihn in seinen ersten Lesejahren geprägt haben und was es mit seinem dreijährigen Lesesabbatical auf sich hatte. »Einfach Literatur« ist eine Einladung, sich mit der Weltliteratur zu beschäftigen – klug und unterhaltsam.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2025

Eine liebevolle Hommage an das Leben mit Büchern

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Dieses Buch war für mich eine ganz besondere Lektüre und ich habe mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. Nicht nur, weil es das erste und leider auch das letzte Buch von Klaus Willbrand ist, sondern ...

Dieses Buch war für mich eine ganz besondere Lektüre und ich habe mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. Nicht nur, weil es das erste und leider auch das letzte Buch von Klaus Willbrand ist, sondern weil es so persönlich, liebevoll und authentisch geschrieben wurde. Man spürt auf jeder Seite, wie sehr Bücher sein Leben geprägt und begleitet haben.
Ich kannte Klaus Willbrand bereits durch seine Videos auf TikTok und war überrascht, wie viel Neues ich in seinem Buch noch entdecken konnte nicht nur inhaltlich, was seine Buchtipps angeht, sondern auch über sein bewegtes Leben. Die Verbindung aus biografischen Einblicken und literarischen Empfehlungen ist auf eine ganz besondere Weise gelungen. Manche Passagen haben mich tief berührt, weil sie so lebendig erzählt sind, dass man beim Lesen beinahe vergisst, dass der Mensch hinter diesen Zeilen schon nicht mehr lebt...
Besonders beeindruckt hat mich, wie er über seine Liebe zu Büchern spricht nie belehrend, nie abgehoben, sondern immer aus der Perspektive eines leidenschaftlichen Lesers, für den Literatur Teil des Alltags und des Lebens ist. Seine Empfehlungen wirken dadurch umso nahbarer und laden dazu ein, selbst neugierig zu werden vielleicht sogar alte Klassiker oder längst vergessene Werke wiederzuentdecken.
Für alle, die Bücher nicht nur lesen, sondern mit ihnen leben, ist dieses Buch eine klare Empfehlung. Es ist nicht nur ein liebevolles Porträt eines außergewöhnlichen Menschen, sondern auch eine stille, tief empfundene Hommage an die Literatur selbst.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein Leben für die Literatur

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Klaus Willebrand hat in den letzten 20 Jahren seines Lebens in Köln ein Antiquariat geführt, dort hat er Daria Razumovych kennengelernt. Die Digitalberaterin überredete ihn zu einem Social-Media-Auftritt ...

Klaus Willebrand hat in den letzten 20 Jahren seines Lebens in Köln ein Antiquariat geführt, dort hat er Daria Razumovych kennengelernt. Die Digitalberaterin überredete ihn zu einem Social-Media-Auftritt des Antiquariats, der ein großer Erfolg wurde. Daraus entstand die Idee zu diesem Buch, dessen Erscheinen Willbrand nicht mehr erleben durfte. Er starb Anfang 2025 mit 83 Jahren.

Dieses Buch ist das Vermächtnis eines literaturbegeisterten, vor kreativen Ideen sprühenden Mannes. Er erzählt darin, wie er zum Lesen kam - eine unglaublich spannende Geschichte aus der direkten Nachkriegszeit - und wie er sein gesamtes Leben der Verbreitung von Literatur gewidmet hat. Dazu gehörten viele Neuanfänge und auch einige Pleiten. Er hat mit Prominenten wie Heinrich Böll, Willy und Lars Brand verkehrt und lässt uns in kleinen Anekdoten an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Wunderbar und durchaus fordernd finde ich seine Idee eines Lesesabbaticals.

Neben den unterhaltsamen biografischen Texten enthält das schmucke Büchlein Leseempfehlungen aus der deutschen, amerikanischen und französischen Literatur. Nur haben mir diese leider keine neuen Erkenntnisse gebracht. Es handelt sich um die üblichen Autoren und Werke, die man in allen Kanons findet. Auch ist mir Willbrands Meinung zu den Werken oft zu trocken und emotionslos geraten. Damit bringt er mich nicht dazu, bisher verschmähter schwere Kost doch noch eine Chance zu geben.

Insgesamt ist das Buch ein interessanter Einblick in ein langes, ausgefülltes Leben mit der Literatur; als Einladung zum Lesen taugt es allerdings nur bedingt.

Veröffentlicht am 16.08.2025

Im Namen der Literatur

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Von Klaus Willbrand habe ich zum ersten Mal tatsächlich auf Instagram erfahren. Beim Browsen bin ich vor ca. einem Jahr auf den Account seines Antiquariats gestoßen und habe mir mit großem Interesse alle ...

Von Klaus Willbrand habe ich zum ersten Mal tatsächlich auf Instagram erfahren. Beim Browsen bin ich vor ca. einem Jahr auf den Account seines Antiquariats gestoßen und habe mir mit großem Interesse alle seine Videos auf dem Kanal angesehen. Ich war so begeistert davon, was er und Daria Razumovych da auf die Beine gestellt haben und wie viel Wissen, Sympathie und Liebe zur Literatur hier ausgestrahlt wurde. Das hat mich sofort in den Bann gezogen.
Umso trauriger war ich dann im Januar, als ich von seinem Tod erfahren habe. Deswegen war von vornherein klar für mich, dass dieses Buch hier einfach zur Pflichtlektüre gehören muss und ich wurde nicht enttäuscht.
Nicht nur Klaus' Lebensgeschichte von der Kindheit an und sein beruflicher Werdegang bis hin zur Gegenwart, sondern auch die vielen hochinteressanten Begegnungen mit den verschiedensten Autoren, Verlegern und Politikern waren wirklich spannend und informativ.
Viele der von ihm vorgestellten deutsch-, englisch- und französischsprachigen Autoren und Autorinnen sind wohl den meisten Bücherfreunden zumindest ein Begriff, aber man findet durchaus auch unbekanntere Schätze. Seine Erzählungen regen unwahrscheinlich zum Lesen an und man will sich eigentlich sofort auf seinen nächsten Brinkmann oder Proust stürzen. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich mir Notizen zu Autoren oder Werken gemacht habe, mit denen ich mich nach Klaus' Buch weiter beschäftigen wollte. Seine Leseliste am Ende werde ich definitiv im Auge behalten. Herzlichen Dank an Klaus und Daria dafür, dass ihr den Menschen in der heutigen chaotischen und unkultivierten Zeit das Lesen wieder etwas näher bringt.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Eine Einladung, die sich lohnt

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Welche begeisterten Leser brauchen noch eine Einladung zum Lesen?! Diejenigen, die sich nicht an die "Hochliteratur" herantrauen. Für all diejenigen ist dieses Buch perfekt.

Ein schlichtes, unaufgeregtes ...

Welche begeisterten Leser brauchen noch eine Einladung zum Lesen?! Diejenigen, die sich nicht an die "Hochliteratur" herantrauen. Für all diejenigen ist dieses Buch perfekt.

Ein schlichtes, unaufgeregtes Cover in hellen Tönen, das sich nicht aufdrängt, aber präsent ist. Dazu der Umschlag mit dem Foto eines charismatischen Mannes, Klaus Willbrand. Mehr braucht es nicht, um neugierig zu machen. Hat bei mir funktioniert und funktioniert hoffentlich auch bei vielen anderen Menschen!

Daria Razumovych und Klaus Willbrand scheinen ein unschlagbares Team gewesen zu sein. In diesem Buch wird einem nichts aufgedrängt, es ist ein Angebot, eben eine Einladung. Sehr gut geschrieben und tolle Tipps aus dem Fundus eines Buchliebhabers und Literaturkenners. Schade, dass dieses Buch erst posthum herauskam, ich wäre gerne nach Köln gefahren und hätte Herrn Willbrand und sein Antiquariat besucht. Auf jeden Fall danke ich den beiden für ihre Literaturtipps, ich werde mich langsam und genussvoll "durchlesen". Ein schönes Buch, das mich berührt hat und das ich nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Jahrelang daran vorbeigegangen

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Das Buch "Einfach Literatur" von Klaus Willbrand und Daria Razumovich handelt im Wesentlichen von (oft alten oder zumindest älteren) Büchern, wobei das eine sehr vereinfachte Beschreibung des Inhalts ist. ...

Das Buch "Einfach Literatur" von Klaus Willbrand und Daria Razumovich handelt im Wesentlichen von (oft alten oder zumindest älteren) Büchern, wobei das eine sehr vereinfachte Beschreibung des Inhalts ist. Wesentlich zutreffender ist, dass es sich hier um die Darstellung eines Lebens mit und für Bücher handelt. Denn Klaus Willbrand, den ich jahrelang jede Woche hinter Glas sah, konnte nicht ohne sie leben und so wählte er in unterschiedlichen Lebensphasen verschiedene Arten des Zusammenseins mit Büchern.

Vertraut war er mir durch den allwöchentlichen Blick in sein Antiquariat - Woche für Woche eilte ich daran vorbei auf meinem Weg ins Qi Gong-Studio, das sich wenige Häuser weiter befindet. Dabei sah ich stets einen Menschen in einer anderen Welt - eigentlich blickte er immer in ein Buch.

Anfang dieses Jahres war es dann ein trauriger Anblick ohne den Chef, ein Blick in ein mit Kerzen, Blumen und Beileidsbekundungen geschmücktes Fenster. Ein Leben mit Büchern hatte ein Ende gefunden und es gab viele Menschen, die hier, am letzten Lebensmittelpunkt von Klaus Willbrand, Abschied nehmen wollten.

Im vorliegenden Buch wird die Geschichte seines Lebens mit Büchern und seine Sicht auf selbige beschrieben und das ist aus meiner Sicht spannender als jeder Roman. Das Buch enthält auch manche Liste mit Büchern aus verschiedenen Kulturkreisen oder auch Listen mit Büchern bestimmter Autoren. Dass diese dort ganz kommentarlos in den Text eingebaut sind, finde ich schade. Ein ganz kleiner Makel an einem größtenteils bezaubernden Buch, das Daria Razumovich, im letzten Lebensjahr Willbrands seine Partnerin in seinem Buchblog - mehr dazu im Buch - mit ihm gemeinsam verfasste und nach seinem Tod fertig stellte.