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Veröffentlicht am 04.07.2025

Ein schöner leichter sommerlicher Roman

Unless you try
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Stell dir vor, du liebst eine Sportart, die du leidenschaftlich betreibst, und träumst davon, sie eines Tages professionell auszuüben. Plötzlich bekommst du die Chance, mit Profis zu trainieren – und am ...

Stell dir vor, du liebst eine Sportart, die du leidenschaftlich betreibst, und träumst davon, sie eines Tages professionell auszuüben. Plötzlich bekommst du die Chance, mit Profis zu trainieren – und am Ende sogar an einem Turnier teilzunehmen. Wie würdest du reagieren?

„Unless you try“ ist der Debütroman von Maya Knodel. Sie schildert genau diese Situation auf eindrucksvolle und bildhafte Weise. Schon beim Lesen fühlte ich mich direkt nach Málaga versetzt – eine wunderschöne Stadt, die ich sogar selbst einmal besucht habe. Ich sah die engen Gassen vor mir, hörte die Einheimischen miteinander plaudern, spürte den Mittelmeerwind auf meiner Haut, roch das Meer und konnte mir den Strand lebhaft vorstellen.

Die Protagonisten:
Miri war mir sofort sympathisch, auch wenn ihre tiefe Trauer spürbar war – ebenso wie ihr Ehrgeiz und die Zweifel.
Julian, ihr Idol und der Profi, mit dem sie trainiert und schließlich ein Turnier spielt, war mir hingegen von Anfang an unsympathisch. Ich empfand ihn als übergriffig und hatte den Eindruck, er behandelt Miri, als gehöre sie ihm.
Max dagegen mochte ich auf Anhieb. Bei seiner ersten Szene musste ich sogar schmunzeln.

Die ganze Geschichte ist leicht und realitätsnah erzählt, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Die Beschreibungen von oberflächlichen Gedanken von Menschen, die Gott nicht kennen fand ich sehr gut gelungen. Diese äußerten sich indem die äußere Schönheit von Frauen und Männern beschrieben wurden. Die Szenen, in denen der Glaube thematisiert wird, empfand ich als sehr schön und feinfühlig in den Handlungsverlauf eingebettet. Es wirkte für mich nicht aufgesetzt sondern völlig normal.

Persönlich hätte ich es schöner gefunden, wenn die spanischen Sätze ins Deutsche übersetzt worden wären. Sie haben mich nicht stark gestört, aber es wäre hilfreich gewesen, eine Übersetzung irgendwo nachlesen zu können. Insgesamt fand ich den Roman sehr stimmig und mit einem gelungenen Ende versehen. Ich empfehle ihn gerne weiter – und freue mich schon auf den bald erscheinenden zweiten Teil!

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Doppelte Lösung

Nur ein falscher Schritt
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Es war mein erstes Buch von Dani Pettrey, und ich muss zugeben: Nach diesem gelungenen Einstieg in ihren spannenden, flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil möchte ich unbedingt noch mehr von ihr lesen.

In ...

Es war mein erstes Buch von Dani Pettrey, und ich muss zugeben: Nach diesem gelungenen Einstieg in ihren spannenden, flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil möchte ich unbedingt noch mehr von ihr lesen.

In diesem Roman begleitete ich Andi, eine Versicherungsermittlerin, und Christian, einen Sicherheitsexperten. Ihre Wege kreuzen sich, als eine Galerie ausgeraubt wurde – ausgerechnet die Galerie, deren Sicherheitssystem Christian installiert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den Kunstdieben. Dabei kommen sie sich zwischenmenschlich näher, und plötzlich verfolgte man nicht nur ihre Ermittlungen, sondern erhielt auch Einblicke in Andis Vergangenheit. Andi war früher beim FBI als Laboranalytikerin tätig, aufgrund falscher Anschuldigungen verlor sie ihre Stelle.

Die Protagonisten fand ich sympathisch und kann nicht sagen wen ich besser fand. Bei Andi konnte ich sehr deutlich ihre Verunsicherung durch die falschen Anschuldigen spüren auch die Enttäuschung das ihr nahestehende Personen nicht glaubten oder glauben wollten. Christian hat eine gute Menschenkenntnis, die ihn Andi‘s Fall neutral sehen lassen und so kommt es das er seinen älteren Bruder auf ihren Fall ansetzt.

Dani Pettrey versteht es gekonnt, zwei spannende Handlungsstränge miteinander zu verweben. Dabei kam auch der Glaube an Gott nicht zu kurz. Deutlich, wurde er dadurch das Christian und auch Andi ihr Handeln, Gott anvertrauten und im Gebet Kraft suchten. Außerdem war eine kleine, feine Liebesgeschichte eingeflochten. Diese Liebesgeschichte entwickelte sich zwar rasant – was im echten Leben eher selten der Fall ist –, aber für einen Kriminalroman passte das sehr gut.

Ich wusste gar nicht, was ich spannender finden sollte: die Jagd nach den Dieben oder die Aufklärung von Andis Vergangenheit. Wer gern Romane liest, die Spannung, Glauben und Liebe vereinten, wird von diesem Buch sicherlich nicht enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Einbruch und Bananen

Detektei Anton: Ausgerechnet Bananen
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In einem flüssigen und leicht lesbaren und verständlichen Schreibstil nimmt die Autorin die jungen Leser*innen mit in einspannendes Abendteuer. Sie erzählt bildhaft die Geschichte von Rahel und ihren bald ...

In einem flüssigen und leicht lesbaren und verständlichen Schreibstil nimmt die Autorin die jungen Leser*innen mit in einspannendes Abendteuer. Sie erzählt bildhaft die Geschichte von Rahel und ihren bald zu Freunden werdenden Schulkameraden.

Rahel ist mit ihrem Bruder, Silas, und den Eltern aus Dortmund in ihren Augen, tiefste Pampa in der Eifel gezogen. Das so ein Umzug einem pubertierenden Teenager nicht gefällt ist nachvollziehbar. Erstmal findet sie alles dort doof aber dies ändert sich schnell als sie einen Einbruch bei ihren Nachbarn beobachtet und dann passieren noch ein paar andere Sachen, die Rahel schnell an eine Straftat erinnern und sie beginnt gemeinsam mit Silas diese Tat aufzudecken.

Spannend erzählt Petra Schwarzkopf den Kids was ein Umzug und Ortsveränderung für Danke bedeutet. Sie zeigt auf das nicht alles schlecht ist und auch an einem neuen Ort viel zu entdecken gibt. Sie zeigt auf das Gott immer für sie da ist und das man bei großen Sachen, wie hier im Buch aufgeführt, die Erwachsenen rechtzeitig informiert werden sollten.

Ich fand diesen Kinderkrimi spannend für das entsprechende Alter entsprechend geschrieben und kann es von Herzen weiterempfehlen. Ich als Erwachsene freue mich auf weitere Geschichten über die Detektei Anton um die feschen Kids bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Gefühle zulassen, annehmen und an ihnen arbeiten

Warum fühl ich mich jetzt so?
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Die Frage im Buchtitel hatte sofort meine Neugier geweckt – und ich wurde nicht enttäuscht. In ihrem Buch vermittelt Alison Clark auf einfühlsame und nachvollziehbare Weise, wie wichtig es ist, die eigenen ...

Die Frage im Buchtitel hatte sofort meine Neugier geweckt – und ich wurde nicht enttäuscht. In ihrem Buch vermittelt Alison Clark auf einfühlsame und nachvollziehbare Weise, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle anzunehmen und ihnen Raum zu geben. Sich mit den eigenen Gefühlen selbst gegenüber schonungslos ehrlich zu sein.

Besonders überzeugend ist ihre Methode, mit schwierigen Emotionen umzugehen: Gefühle sollen zunächst bewusst wahrgenommen, dann benannt und schließlich aktiv bearbeitet werden. Diese klare Struktur bietet Leserinnen und Lesern hilfreiche Werkzeuge für den Umgang mit der eigenen Gefühlswelt.

Ein Gedanke, der mich besonders angesprochen hat, war die Unterscheidung zwischen zwei Arten von Schuldgefühlen – solchen, die berechtigt sind, und solchen, die man sich selbst einredet. Dieser Unterschied kann einen großen Einfluss darauf haben, wie man mit Schuld und Selbstvorwürfen umgeht.

Clark verknüpft ihre Ausführungen in jedem Kapitel mit dem Glauben an Gott, was dem Buch eine spirituelle Tiefe verleiht, ohne belehrend zu wirken. Ihr Schreibstil ist angenehm und gut verständlich – auch für Leserinnen und Leser ohne psychologisches Vorwissen.

Ich empfehle dieses Buch allen, die sich intensiver mit ihrer eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen möchten. Es bietet nicht nur praktische Hilfestellungen, sondern regt auch zum Nachdenken über das eigene emotionale Erleben an.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Von guten Mächten

Dietrich Bonhoeffer: Keine Angst vor dem Leben
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Wer kennt nicht Dietrich Bonhoeffer? Ich kannte ehrlich gesagt nur seinen Namen, wusste, dass er zur Zeit des Dritten Reichs lebte und das wunderbare Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ geschrieben ...

Wer kennt nicht Dietrich Bonhoeffer? Ich kannte ehrlich gesagt nur seinen Namen, wusste, dass er zur Zeit des Dritten Reichs lebte und das wunderbare Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ geschrieben hat. Mehr aber auch nicht.

Durch das Buch Biografische Momentaufnahmen von Uwe Schulz habe ich viel über ihn gelernt – vor allem über den Menschen hinter dem Namen. Schulz bringt einem Bonhoeffer sehr persönlich näher, ohne belehrend zu wirken. Ich durfte einen Menschen kennenlernen, der tief im Glauben verwurzelt war, diesen aber niemandem aufdrängte. Vielmehr bezeugte Bonhoeffer seinen Glauben durch sein Auftreten, durch seine Worte und Taten – klar, ehrlich, konsequent.

Was mir besonders gefallen hat: Zu jeder Begebenheit gibt es einen QR-Code, mit dem man weiterführende Infos aufrufen kann. Das hat mir geholfen, noch tiefer in das Thema einzutauchen.

Bonhoeffer war nicht nur Pastor der Bekennenden Kirche – er war jemand, der sich mutig gegen das NS-Regime stellte. Aus christlicher Überzeugung schloss er sich dem Widerstand an, weil er glaubte, dass es seine Pflicht sei, Hitler zu stürzen, ja sogar zu töten. Und für diesen Glauben, für diese Überzeugung, gab er letztlich sein Leben.

Ich fand das Buch sehr informativ und gleichzeitig bewegend. Es ist für jeden empfehlenswert, der mehr über Dietrich Bonhoeffer erfahren möchte – nicht nur als historischen Namen, sondern als Mensch mit Haltung und Herz.

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