Ein wichtiges Buch
Die zweite Heimat der StörcheArabella und ihr Mann Frank leben in Namibia. Sie war für ihn schlicht eine „Notlösung“. Frauen, die ihm besser gefielen, wurden anderen Männern übergeben. Arabella gehörte nämlich zu den „Angeworbenen“, ...
Arabella und ihr Mann Frank leben in Namibia. Sie war für ihn schlicht eine „Notlösung“. Frauen, die ihm besser gefielen, wurden anderen Männern übergeben. Arabella gehörte nämlich zu den „Angeworbenen“, die hofften, dass sie in Afrika ihr großes Glück finden würden. Das Erwachen kam bald und es war quälend. Als Arabella dann auch noch ihren Mann bei einer widerlichen Aktion erwischen musste, stand für sie fest, dass sie keine Stunde länger mit ihm in einem Zelt leben konnte.
Was damals mit den Ureinwohnern Afrikas geschah, ist bis heute Thema bei der Frage nach erforderlichen Reparation. Aus dem Grund las ich das Buch mit großem Interesse. Zumal die beiden Autoren dieses sehr ernste Thema mit Fingerspitzengefühl in einem Buch verpackten, das mich fesselte. Bei den ersten Kapiteln hatte ich Startschwierigkeiten, es gab zu viele Akteure. Aber je mehr Seiten ich las, desto klarer konnte ich verfolgen, wie die Zusammenhänge innerhalb einer Familie waren, die durch den Kolonialismus reich wurden.
Dass dieser Kontinent über viele Jahre ausgebeutet wurde, sollte sich jeder Europäer vor Augen führen. Die beiden Autoren des Buches #DiezweiteHeimatderStörche zeigen es mit diesem Roman deutlich. Jeder, der sich für die Kolonialgeschichte Deutschlands interessiert, sollte das Buch lesen. Auch dieser finstere Abschnitt unserer Geschichte gehört zu uns und auch er muss zwingend aufgearbeitet werden.