Cover-Bild Der Weg der Frauen
Band 3 der Reihe "Das Pensionat an der Mosel"
(32)
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 11.06.2025
  • ISBN: 9783453427242
Marie Pierre

Der Weg der Frauen

Roman
Emanzipation, große Erwartungen und schwere Entscheidungen: das bewegende Finale im Pensionat an der Mosel

1912: Pauline Martin ist schockiert, als sie erfährt, dass ihre Schülerin Sophie in Metz bei einer Kundgebung für Frauenrechte verhaftet wurde. Obwohl sie bald darauf wieder entlassen wird, hat das Ganze Konsequenzen für Pauline, denn der Ruf ihres Pensionats hat erheblichen Schaden genommen. Als Sophie kurze Zeit später aus Luxemburg zurückkehrt, ist sie vollkommen verändert. Das einst selbstbewusste Mädchen ist nun blass, still, bisweilen geradezu apathisch. Pauline forscht nach und stößt in Sophies Elternhaus auf Ungeheuerliches. Gleichzeitig taucht Paulines ehemaliger Verlobter Roland in Diedenhofen auf und wirbt erneut um sie. Als Erich von Pliesnitz davon erfährt, zieht er sich enttäuscht zurück. Pauline muss sich entscheiden – und könnte dadurch alles verlieren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Eine schwierige Zeit voller Entscheidungen für Pauline Martin

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Thionville, 1912: Pauline Martins Nerven werden schon wieder sehr strapaziert, denn die neue Schülerin Ottilie, die mitten im neuen Schuljahr in das Pensionat kommt, ist sehr ruhig und zeigt leider wenig ...

Thionville, 1912: Pauline Martins Nerven werden schon wieder sehr strapaziert, denn die neue Schülerin Ottilie, die mitten im neuen Schuljahr in das Pensionat kommt, ist sehr ruhig und zeigt leider wenig Ambitionen sich in den Alltag und die Gruppe der anderen Schülerinnen einzugliedern. Doch bei diesem Problem bleibt es nicht, erfährt sie doch von Wachtmeister Schrotherr, dass ihre Schülerin Sophie in Metz im Gefängnis sitzt und nicht, wie angekündigt auf Familienbesuch in Luxemburg ist. Pauline muss sofort in ihre frühere Heimatstadt reisen und sich um die inhaftierte Schülerin kümmern. Denn dringen die Vorwürfe, die gegen das Mädchen erhoben werden an die Öffentlichkeit, muss Mademoiselle um ihre Schule bangen. Leider trifft sie in Metz prompt auf ihren früheren Verlobten Roland, der frisch verwitwet schnell wieder der Hoffnung auf eine erneute Verlobung und diesmal auch Heirat erliegt. So sorgt er für Gefühlschaos bei Pauline und Ernst von Pliesnitz, der heimliche Freund von ihr, zieht sich enttäuscht zurück. So kann es nicht weitergehen, findet Pauline und dennoch gibt es keine gute Lösung für all die Verwicklungen, die doch schlussendlich alle eine Gefahr für das Mädchenpensionat darstellen.

Marie Pierre sorgt mit den rasant eintretenden Ereignissen für ein rasches Tempo, das sich beinahe durch den ganzen Roman zieht. Denn Pauline kommt kaum zur Ruhe, schon taucht das nächste Problem auf. So zieht die Autorin ihre Leser*innen sofort in ihren Bann und bringt die Reihe zu einem runden Abschluss.

Da ich schon die beiden ersten Bände der Reihe unheimlich gerne gelesen habe, war ich nun gespannt auf den Abschluss der Reihe. Dieser hat es wirklich in sich und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die turbulenten Ereignisse haben mich mitgerissen und mir auch so manchen emotionalen Moment geschenkt, indem ich mit Pauline gehofft und gebangt, mich aber auch über das Benehmen so mancher Personen aufgeregt habe. Daher ist die Reihe nun mit einem großartigen Finale am Ende angelangt, was ich zwar etwas schade finde, aber trotzdem rundum zufriedem mit dem runden Abschluss bin.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Toller Abschluss

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ʷᵉʳᵇᵘⁿᵍ | ʳᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ
✒️Autorin: Marie Pierre
📚Verlag: Heyne 2025
📖Print: 560 Seiten
👀Perspektive: Erzähler
#️⃣Band: 3/3 Das Pensionat an der Mosel
⭐️: 5/5 Sternen

🔍 𝗜𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁:
Pauline Martin kämpft ...

ʷᵉʳᵇᵘⁿᵍ | ʳᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ
✒️Autorin: Marie Pierre
📚Verlag: Heyne 2025
📖Print: 560 Seiten
👀Perspektive: Erzähler
#️⃣Band: 3/3 Das Pensionat an der Mosel
⭐️: 5/5 Sternen

🔍 𝗜𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁:
Pauline Martin kämpft auch in diesem Schuljahr mit vielen Herausforderungen: Eine Schülerin, die verhaftet und dann von ihren Eltern schändlich behandelt wird. Ein Ex-Verlobter, der ihr aufs Neue den Hof macht, und der Hauptmann, der sich plötzlich aus ihrem Leben zurückzieht. Nebenher erleben auch die anderen Protagonisten noch einige Höhen und Tiefen.
🧑🏻👱🏼‍♀️Ü𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗣𝗿𝗼𝘁𝗮𝘀:
Pauline und Erich sind mir einfach ans Herz gewachsen. Sie sind sich auch in diesem Teil der Geschichte treu geblieben, verändern sich, ecken an, verletzen, vergeben und lernen dazu.
Sophie, die Schülerin, ist ein sehr interessanter Charakter, und anhand ihrer Geschichte lernt man viel über die Stellung der Frauen zur Zeit der Belle Époque und auch über die schlimmen Methoden der Eltern und Ärzte, um sich rebellische Töchter gefügig und gesellschaftskonform zu machen.
❤️ 𝗗𝗮𝘀 𝗺𝗼𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗶𝗰𝗵:
✅Ruhiger Schreibstil, der aber vermag, mit in die Geschichte hineinzunehmen.
✅Blick auf die Herausforderungen, schönen und unschönen Seiten der Geschichte – auch beim Lesen von Romanen kann man dazulernen.
✅ „Rivalitätskampf“ unter den Männern

💯 𝗗𝗮𝘀 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗳ü𝗿 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗶𝘁𝗴𝗲𝗻𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻:
Für das Richtige einzustehen ist keine leichte Sache, oftmals ein langwieriger und auch unschöner Kampf, und doch ist sie es wert, wenn dadurch Veränderung hervorgebracht wird.

🎯 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:
Mit „Der Weg der Frauen“ endet die Geschichte des Pensionats an der Mosel. Schwer habe ich mich von den Frauen und Männern lösen können. Gerne wüsste ich, wie es ihnen in den bevorstehenden Jahren ergangen wäre. Und doch war ich am Ende glücklich und versöhnt mit dem Ausgang. Eine wirklich tolle Reihe, die ich jedem empfehlen möchte.


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Veröffentlicht am 31.08.2025

Sehr gelungener und runder Abschluss der Pensionat-Trilogie

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Der dritte Teil und gleichzeitig Abschluss der Trilogie "Das Pensionat an der Mosel" spielt im Jahre 1912 und weitgehend in Diedenhofen. Pauline Martin muss wieder einmal um den Ruf ihres Pensionats fürchten, ...

Der dritte Teil und gleichzeitig Abschluss der Trilogie "Das Pensionat an der Mosel" spielt im Jahre 1912 und weitgehend in Diedenhofen. Pauline Martin muss wieder einmal um den Ruf ihres Pensionats fürchten, denn Sophie, eine ihrer Schülerinnen, wurde in Metz verhaftet, weil sie für Frauenrechte demonstriert hatte. Als Pauline nach Metz fährt, um die Sachlage mit Sophie zu klären, begegnet sie dort zufällig ihrem ehemaligen Verlobten. Aus diesem Zusammentreffen schöpft Roland Hoffnung und wirbt wieder um sie.

Der preußische Hauptmann Erich von Plienitz, mit dem Pauline inzwischen eine zurückhaltende Freundschaft verbindet, ist enttäuscht, als er davon erfährt und zieht sich zurück. Dies ist nicht sein einziger Kummer, denn er erhält Briefe, die ihn ziemlich aus der Bahn werfen. Er versucht, sie zu ignorieren, aber innerlich wühlen sie ihn auf. Seine niedergeschlagene Stimmung bekommen auch seine Untergebenen zu spüren. Es gibt weitere Veränderungen in Paulines Umfeld, denn unter anderem muss sie eine neue Lehrkraft einstellen, was ihr einiges an Kopfzerbrechen bereitet, und sie muss weitere, schwerwiegende Entscheidungen treffen.

Es war sehr schön und eindrucksvoll, Pauline und all die anderen Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten. Ein großes Thema, dem die Autorin dieses Buch gewidmet hat, ist die Situation der Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Frauen waren damals sehr eingeschränkt, was ihren Werdegang betrifft. So durften Lehrerinnen beispielsweise nicht heiraten. Ein uneheliches Kind, auch wenn es durch Gewalt entstanden war, wurde als Schande für die Mutter angesehen, und wenn eine Frau ihren Mann verlassen wollte, war es immer ihre Schuld, egal wie gewalttätig der Mann war; die Kinder blieben bei ihm. Frauen hatten kein Wahlrecht und mussten ständig auf ihren Ruf und ihr Ansehen achten. Das geht Pauline gewaltig gegen den Strich, und in diesem Roman begegnet sie weiteren Frauen, die sich ihrem Schicksal nicht beugen, sondern mutig sind und neue Wege beschreiten.

Einerseits schreibt die Autorin im Nachwort, dass sie starke persönliche Bindungen zu der Gegend hat, in der ihre Pensionat-Trilogie spielt. Daneben hat sie sehr aufwändig recherchiert, was man am umfangreichen Anhang deutlich sehen kann. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn diese Trilogie hat einen besonderen Zauber und ganz viel Atmosphäre. Die unterschiedlichen Charaktere sind alle sehr glaubwürdig dargestellt, und man kann sich gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Besonders authentisch ist der Roman, da viele Begriffe in französisch oder der Mundart der jeweiligen Protagonisten integriert sind. Vieles erschließt sich ganz einfach aus dem Text, und wenn man etwas mal nicht versteht, gibt es ein Glossar mit den fremdsprachigen Begriffen hinten im Buch. Dort sind auch eine Menge Reise- und Stöbertipps zu den Schauplätzen zu finden, so dass man nicht nur einen fesselnden, sehr schönen Roman sondern gleich auch einen kleinen Reiseführer hat. Thionville und Metz sind sicher eine Reise wert, und man kann dort gut auf den Spuren der Romanfiguren wandeln. Mich hat beim Lesen direkt die Reiselust gepackt. Hiermit hat die Trilogie, die insgesamt absolut lesenswert und empfehlenswert ist, einen sehr schönen und stimmigen Abschluss gefunden, und es ist direkt ein wenig traurig, von den lieb gewonnenen Charakteren Abschied zu nehmen.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Ein wunderbares Finale!

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Das Cover des Buches finde ich total ansprechend gestaltet, der Hintergrund passt wunderbar zum Titel.

In dem letzten Band der Reihe geht es nochmal unglaublich spannend zu! Pauline sorgt sich um eine ...

Das Cover des Buches finde ich total ansprechend gestaltet, der Hintergrund passt wunderbar zum Titel.

In dem letzten Band der Reihe geht es nochmal unglaublich spannend zu! Pauline sorgt sich um eine ihrer Schülerinnen, Sophie wird bei einer Kundgebung für Frauenrecht verhaften und auch sonst scheint das junge Mädchen ernsthafte Problem zu haben. Gleichzeitig scheint es jemand auf das Pensionat abgesehen zu haben, wird Pauline herausfinden, wer dahinter steckt? Erich und Pauline geraten immer wieder aneinander und es kommt zu Missverständnissen. Auch Roland scheint noch in Paulines Leben bleiben zu wollen. Sophie kehrt in das Pensionat zurück und ist völlig verändert aber Pauline setzt alles daran die Umstände herauszufinden und ist schockiert.

Wie wird sich Pauline entscheiden und kann das Pensionat an der Mosel gerettet werden?

Das Buch hat mir total gut gefallen, ich mochte den Schreibstil sehr. Die Charaktere waren sehr facettenreich und die Handlung war emotional und spannend. Ein toller Abschluss der Reihe, ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Der weg der frauen - und die Emanzipation

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"Der Weg der Frauen" mit dem Untertitel der Reihe "Das Pensionat an der Mosel" von Marie Pierre (Maria W. Peter) erschien im Heyne Verlag, 2025, tb brosch., 559 Seiten und stellt den abschließenden Band ...

"Der Weg der Frauen" mit dem Untertitel der Reihe "Das Pensionat an der Mosel" von Marie Pierre (Maria W. Peter) erschien im Heyne Verlag, 2025, tb brosch., 559 Seiten und stellt den abschließenden Band der sehr lesenswerten und sehr unterhaltsamen Trilogie um ein Mädchenpensionat in Thionville/Diedenhofen, Mosel in Lothringen dar. Ich habe mich sehr gefreut - kannte ich doch bereits die beiden wundervollen Vorgängerromane der historischen Reihe, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt und ganz in meiner Kindheits- und Wohnortnähe verortet ist - die ProtagonistInnen, die einem bereits ans Herz gewachsen sind, endlich wiederzusehen.

Wie die Autorin stamme auch ich aus der Grenzregion Saarland/Lothringen/Luxemburg/Elsass, deren Historie oftmals durch Kriege und Weltkriege eine Besondere war. (Das Elsass, Lothringen wie auch das Saarland gehörten zum einen Frankreich, zum anderen Deutschland an in der Vergangenheit). Personifiziert werden sie durch Pauline, der Leiterin und Lehrerin des Pensionats an der Mosel als Lothringerin aus Metz; durch den preußischen Offizier Erich von Pliesnitz, der im Grunde wenig von Frauen hält (was mit dessen eigener Geschichte sehr viel zu tun hat) und der dennoch großen Respekt und auch tiefere Gefühle für Pauline hegt, die ihm mit ihrer Geradlinigkeit, ihrer Intelligenz und auch ihrem Mut, den eigenen Weg zu gehen und sich über gesellschaftliche Konventionen hinwegzusetzen und Probleme möglichst eigenständig zu lösen, sehr imponiert, er sehr von ihr angetan ist. Desweiteren treffen wir den Gärtner und früheren (schuldlos in Haft geratenen) Sträfling Vincent wieder, der an Haus und Garten der Schule nach dem Rechten guckt und ein Auge auf Camille, das Stubenmädchen geworfen hat, das ihrerseits eine eigene Geschichte mitbringt. Die Schülerinnen; besonders Ernestine, die später einmal Journalistin werden will, Brunhilde, die für ihr Leben gerne liest, zwei Schwestern, die später ein Restaurant eröffnen wollen und andere mehr treffen wir in diesem Schuljahr, in dem einige ihren Abschluss machen werden, wieder.

Sorgen bereiten diesmal das Schicksal um Sophie, die in Metz in Haft genommen wird, da sie Frauenparolen an Wände schmierte und Schlimmeres tat, woraufhin ihre Eltern sie mit sich nach Luxemburg nehmen und nach einiger Zeit durch viel Zureden von Pauline das Mädchen zurückkehren darf; allerdings stark verändert, introvertiert, auffallend ruhig und apathisch. Was ist nur mit ihr los?

Zum Eklat kommt es schließlich, als klar wird, dass es eine Denunziantin innerhalb des Pensionats gibt, die Informationen an die Eltern der SchülerInnen weitergibt, die niemand von außerhalb wissen kann: Des Rätsels Lösung muss man schon selbst erkunden, aber ich kann nur sagen, dass es eine Freude und ein großer Lesegenuss für mich war, den Geheimnissen und Rätseln auf die Spur zu kommen, die dieser Romanreihe viel Spannung geben. Großartig und authentisch werden die Personen und deren Gefühls- und Handlungswelt greifbar und man fühlt sich eine Weile in Lothringen anno 1912 angekommen, wobei die sprachlichen und kulturellen Besonderheiten natürlich ebenfalls ihren Platz im Roman finden. Man freut sich und leidet besonders mit Pauline und Erich, die einem wie die zwei Königskinder erscheinen, die sich lieben, "aber konnten zusammen nicht sein". Auch hier darf man gespannt sein, wie die Romanreihe endet.

Wie bei den zwei Vorgängern, legt Marie Pierre, deren Stil und sprachliche Ausdruckstiefe ich sehr schätze, Wert auf Kernthemen, der in diesem Band als "die Rechte der Frauen" (oder sollte ich besser schreiben "die gesellschaftlichen Einengungen von Frauen") bezeichnet werden, wobei der Kampf der Frauen um Mitspracherechte, Wahlrecht, das Recht, einen Beruf auszuüben und nicht in jedem Falle den gesellschaftlich vorgezeichneten Weg beschreiten zu müssen, im Mittelpunkt steht: Ihren SchülerInnen die Erkenntnis mitzugeben, dass es sehr wichtig ist, seinen eigenen Weg zu finden und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, (sie lebt es vor) ist Pauline überaus wichtig und soll auch gerne bis zur Leserschaft vordringen: Ohne diese Frauen, die vor 100 Jahren unter schwierigen Bedingungen sogar Haft und oftmals Ausgrenzung und Schlimmeres auf sich nahmen, indem sie sich gegen die Unfreiheit und Unterdrückung auflehnten, sähe es um die Frauenrechte noch heute vermutlich schlechter aus - und selbst in der aktuellen Zeit gibt es noch einiges "nachzubessern".

Etwas wehmütig klappt man den Roman am Ende zu, denn Historie auf solch' unterhaltsame und sehr gut recherchierte Weise - auch noch im benachbarten Lothringen meist spielend und mit wirklich liebenswerten Figuren - bekommt man nicht alle Tage zu lesen. Das Warten hat sich gelohnt; ich kann jedem, der gerne historische und bestens recherchierte (mit weiteren Tipps am Buchende zu der Grenzregion) sowie unterhaltsame, berührende Romane liest, diese Reihe bis zum finalen Band mehr als empfehlen. Mein Dank geht an Marie Pierre und ich hoffe sehr auf einen neuen Roman, oder noch besser - auf eine Romanreihe! Von mir daher die höchste Bewertung mit 5 Sternen und Platz im Regal der 'Lieblingsbücher'.

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