Ein absolutes Jahreshighlight!
Der Tod und das dunkle MeerIn diesem Buch geht es auf weite Reise. Generalgouvernour Jan Haan reist zusammen mit seiner Familie und engsten Vertrauten von Batavia zurück nach Amsterdam. Doch bereits vor Ablegen des Schiffs passiert ...
In diesem Buch geht es auf weite Reise. Generalgouvernour Jan Haan reist zusammen mit seiner Familie und engsten Vertrauten von Batavia zurück nach Amsterdam. Doch bereits vor Ablegen des Schiffs passiert schon das erste Unglück und die Saardam wird verflucht. An Bord, an dem sich auch der gerissene Sammy Pipps und sein Beschützer Arent Hayes befinden, geht es mit den gruseligen Vorfällen weiter. Wird Arent es schaffen ohne Sammys Hilfe die Fälle aufzuklären? Und was hat es mit den geheimen und noch dazu versteckten Gütern an Bord auf sich? Die Vorfälle scheinen sich geradezu zu überschlagen..
Das Buch ist für mich nicht eindeutig dem Genre Kriminalroman zuzuschreiben – in meinen Augen spielt auch ein wenig Mystik und Historik mit rein.
Genauso kann man kaum einen der Charaktere einer Seite, ob nun gut oder böse, zuordnen. Von diesen gibt es übrigens wirklich viele. Gerade zu Beginn des Buches war das verwirrend, aber im Laufe der Geschichte und mit Hilfe des Personenverzeichnisses am Anfang des Buches war dies schnell vergangen.
Der Personenkreis an Bord ist sehr vielschichtig, von allen Schichten und Temperamenten ist etwas dabei – eine tolle Mischung. Gerade die Darstellung der weiblichen Charaktere finde ich toll, einfach weil sie anders ist.
Von einigen Charakteren wird man um den kleinen Finger gewickelt, nur um dann später enttäuscht zu werden.
Der Autor schafft es unheimlich gut, das der Leser mit den schlimmsten Fingern eine Sympathie herstellen kann!
Die Handlung ist sehr vielfältig und man kann ab Seite 1 miträtseln. Für mich war bis zum Ende nicht klar, worauf alles hinauslaufen wird und wer der wahre Täter ist.
Der letzte Absatz ist für mich persönlich doof, aber nun das soll dem Autor verziehen sein.
Bezüglich des Schauplatzes bin fasziniert! Es ist bewundernswert, wie der Autor es geschafft hat, so viel Handlung auf doch so begrentztem Raum abspielen zu lassen.
Der Schreibstil nimmt die Leser direkt mit an Bord der Saardam. Man spürt die Wellen unter dem Schiff und hat die Gerüche in der eigenen Nase, auch wenn die manchmal vielleicht nicht ganz so schmackhaft sind. Man fließt geradezu durch die Geschichte. Es ist sehr belebend und an vielen Stellen auch humorvoll.
Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight und Stuart Turton hat in mir einen neuen Fan gefunden!