Ich habe es so geliebt
Okay wow, ich hatte hohe Erwartungen, aber was Julie Soto hier abliefert, ist echt nochmal ein ganz anderes Level. Die Atmosphäre ist düster, irgendwie schwer, aber genau das macht den Reiz aus. Nichts ...
Okay wow, ich hatte hohe Erwartungen, aber was Julie Soto hier abliefert, ist echt nochmal ein ganz anderes Level. Die Atmosphäre ist düster, irgendwie schwer, aber genau das macht den Reiz aus. Nichts hier fühlt sich bequem an, weder die Welt noch die Figuren. Und trotzdem wollte ich nicht mehr auftauchen.
Briony ist eine dieser Protagonistinnen, die auf den ersten Blick leise wirkt, aber je länger man mit ihr unterwegs ist, desto mehr merkt man, wie viel unter der Oberfläche brodelt. Ich mochte total, wie sie nicht gleich losprescht, sondern in kleinen, echten Schritten ihren Weg findet. Ihr Gegenpart Toven? Schwierig, intensiv, faszinierend und absolut nicht in eine Schublade zu stecken.
Die Lovestory hat mich überrascht, im besten Sinne. Kein übertriebenes Drama, sondern leise Momente, Spannung, Blicke, innere Kämpfe. Es ist diese Art von Anziehung, die man nicht sofort greifen kann, die sich aber umso echter anfühlt. Und ja, ich hab mitgefiebert. Mehr als einmal.
Was mich besonders gepackt hat, war die Welt an sich, die politischen Spannungen, die Art wie Magie hier eher eine Bedrohung als eine Gabe ist, und die vielen kleinen Details, die alles greifbarer machen. Klar, ein paar Namen fliegen einem anfangs um die Ohren, aber irgendwie passt das.
Man fühlt sich genauso uberfordert wie Briony und genau das macht's authentisch.
Für mich war Rose in Chains kein Buch, das man mal eben so wegliest. Es fordert Aufmerksamkeit, geht unter die Haut und bleibt im Kopf. Ich bin sehr gespannt, was im zweiten Teil noch auf uns wartet.