Ganz spannend
Knights & Heirs 2. Die Erben der SchlangeMags hat die Knights auf dem schnellsten Wege verlassen, der ihr möglich war. Wem sie vertrauen kann, steht in den Sternen und selbst dann ist es immer noch nicht sicher, ob die Wahl, die sie getroffen ...
Mags hat die Knights auf dem schnellsten Wege verlassen, der ihr möglich war. Wem sie vertrauen kann, steht in den Sternen und selbst dann ist es immer noch nicht sicher, ob die Wahl, die sie getroffen hat die Richtige ist, denn die Zweifel ziehen sich durch das ganze Buch. Und Cyrus kämpft immer noch damit sich von seinem Vater nicht manipulieren zu lassen.
Positiv möchte ich das Setting und die gebotene Spannung in dieser kreativen Handlung hervor heben. Der Verlauf des zweiten Teils der Dilogie kratzte ständig an den Nerven und bot so viele Intrigen, das man an jeder Ecke eine bekam und die Übersicht verlor, wer gut und wer nun böse war. Das hat mich bis zum Schluss unterhalten und selbst der finale Showdown konnte dem Ganzen noch das i – Tüpfelchen aufsetzen.
Die Hörbuchsprecher haben hier auch tolle Arbeit geleistet. Jeder konnte seinem Charakter eine authentische Persönlichkeit verleihen und durch die Detailliebe von Rena Fischer in den Charakteren auch jeden besonders erscheinen lassen. Das hat mir gut gefallen. Ihr Schreibstil ist leicht und gut zu lesen, angenehm in der Wortwahl und abwechslungsreich.
Allerdings muss ich leider auch ein paar Dinge für mich persönlich kritisieren und daher leider sagen, das ich die Reihe nicht noch einmal hören würde. Denn Romantasy findet man hier wirklich nur wenig. Im Gegenteil. Es gibt ein paar kurze Blicke, viele verwirrende, wenig emotionale Szenen in denen es meistens nur um Vertrauensbrüche geht. Ich hab eigentlich gar nicht wirklich nach empfinden können, woher die plötzliche Anziehungskraft kommen soll. Und was mich wirklich richtig genervt hat, das sie überhaupt keine Aussprache haben. Es gibt einen Kuss und dann ist sie immer noch verwirrt und er geht nicht drauf ein, weil er los muss. Dann treffen sie sich wieder und alles, was vorher problematisch war, was darauf hin deutete, schon wieder Vertrauensprobleme zu haben, wird in 2 Nebensätzen geklärt. Einem Blick, einem kleinen innig in die Augen schauenden Moment und das wars. Alles war in Ordnung.
Es tut mir echt leid, darauf etwas herum reiten zu müssen, aber die ganze „Beziehung“ war die ganze Zeit in meinen Augen wirklich anstrengend dar gestellt und dann kam das. Ich war nicht so happy damit und fand es hart zu akzeptieren. Mir fehlte das Knistern, die sanften, liebevollen Momente, ein wenig Wahrheit und Verbindung. Mags und Cyrus waren einfach so oberflächlich gehalten und das hat mich außen vor gelassen.
Und dann wäre da noch Stella, die manchmal mit Mags auf eine Art geredet hat, das mir das kalte Grauen kam. Das war so krass in eine Richtung drängend, dass ich teilweise das Gefühl hatte, sie wäre auch eine Fake-Person. Ihre Art zu reden war ziemlich unverschämt ab und zu und ich fand sie unangenehm und manipulierend.
Für mich passt die Ausgewogenheit in der Geschichte nicht, zumindest nicht, wenn man die Dilogie als „Romantasy“ eingliedert und ich rede da rein von der emotionalen Tiefe. Ich brauche mehr fürs Herz, wenn es um dieses Genre geht. Der Fantasyanteil war gut gemacht!