Wunderschöne Rockstar-Cinderella-Story
Dream and Dare (Faith-Reihe 3)Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft ...
Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft Isaac, der Frontman der Band "Crashing December", auf Hope, die sich und ihren Bruder mit Straßenmusik und Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten kommen sich die Protagonisten näher und merken, dass sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch sonst wunderbar harmonieren. Wären da nur nicht die dicken Päckchen, die beide seit ihrer Kindheit zu tragen haben und die plötzlich ihr frisch gefundenes Glück bedrohen...
Hope ist ein total taffes Mädchen, das alle Herausforderungen annimmt, die ihr das Leben vor die Füße schmeißt. Ich mag ihre positive Einstellung, ihre Ehrlichkeit und ihr Engagement für andere, das leider im Falle ihres Bruders an Selbstaufgabe grenzt. Auch Isaac hat mir als Typ gut gefallen, auch er ist von Grund auf freundlich, loyal und liebevoll, und das trotz der schlimmen Erfahrungen in seiner Kindheit. Mit Hope entdeckt er sogar seine romantische Ader, was leicht ins kitschige abrutschen hätte können, wenn die Szene in der Gondel nicht gleichzeitig so sexy gewesen wäre. Außerdem liebe ich das Verhältnis innerhalb der Band - man merkt einfach, dass die Jungs für einander durchs Feuer gehen würden.
Sarah Stankewitz traut sich mit ihrem Roman an ziemlich heftige Themen ran. Die Schlüsselszene war für mich der Moment im Pflegeheim, als Isaac seine Stimme wiederfindet. Ganz ehrlich: zu sagen, dass ich ein paar Tränchen verdrückt habe, wäre stark untertrieben. Die Szene war unglaublich gut und ergreifend geschrieben, man fühlte in jedem Satz Isaacs Verletzlichkeit, seine Trauer, aber auch seine Stärke. Ich habe mit ihm gelitten, mich aber zugleich gefreut, dass er die Gelegenheit bekommen hat, seine Worte an die richtige Person zu richten.
Ganz grundsätzlich fand ich auch das Ende sehr gelungen - ich mochte die Art, wie Hope und Isaac erst mal ihre eigenen Probleme angingen, ohne den anderen dabei vollständig aus den Augen zu verlieren. Das ganze wirkte sehr natürlich und verlieh dem Roman Größe, ohne nochmal auf unnötiges Drama zurückzugreifen.
Mein Fazit: Ein ganz wundervolles Buch, das sich trotz schwerer Themen seine Leichtigkeit bewahrt hat. Einen klitzekleinen halben Stern Abzug gibts, weil die Geschichte, wie Hope zur Band kam so unrealistisch war. Der Rest ist aber allemal 4,5 von 5 Sternen wert. Große Empfehlung!