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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Kleine Fluchten zum scheckig lachen

Komm zu nix – Nix erledigt und trotzdem fertig
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Was hab ich über dieses Buch gelacht! "Komm zu nix - nix erledigt und trotzdem fertig" ist eine Sammlung von satirischen Kurzgeschichten aus der Feder von Tommy Jaud, in denen er Alltägliches auf die Spitze ...

Was hab ich über dieses Buch gelacht! "Komm zu nix - nix erledigt und trotzdem fertig" ist eine Sammlung von satirischen Kurzgeschichten aus der Feder von Tommy Jaud, in denen er Alltägliches auf die Spitze treibt und so aus nervigen Situationen, die jeder von uns kennt, einen Lachmuskelkater zaubert. Die Geschichten habe eine angenehme Kürze, so dass man sie gut zwischendrin oder vorm Schlafengehen lesen kann.
Zugegeben: Die ein oder andere Geschichte war schon arg überspitzt geschrieben und nicht selten wechselte meine Stimmung ständig zwischen kindlicher Freude und latenter unterschwelliger Aggression ob der Unfähigkeit des "Protagonisten". Aber wir reden hier von Satire, das darf man beim Lesen nie vergessen.
Meine Lieblingsgeschichte war die über die Genussrechte. So viel Wortwitz auf einem Haufen, eine schier niemals enden wollende Klimax - einfach rundherum lustig geschrieben.
Mein Fazit: Für das Produkt einer Schreibblockade erstaunlich gut gelungen. Ich habe sehr viel gelacht und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Gelungener Abschluss

Golden Bay − How it ends
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Leute, ich bin happy. Mit Band 2 bin ich überhaupt nicht warm geworden, dafür hat mir Band 3 nun wieder umso besser gefallen. Die Geschichte war spannend, es gab Plottwists, die zumindest nicht ganz so ...

Leute, ich bin happy. Mit Band 2 bin ich überhaupt nicht warm geworden, dafür hat mir Band 3 nun wieder umso besser gefallen. Die Geschichte war spannend, es gab Plottwists, die zumindest nicht ganz so vorhersehbar waren wie in Band 1 und 2 und die Protagonisten entwickeln sich auf positive Weise weiter. Vor allem das Ende war ganz nach meinem Geschmack - kein erzwungenes Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End, sondern eine Momentaufnahme aus dem Leben von Ember und Holden, die morgen schon wieder ganz anders aussehen kann. Ich mag auch die losen Enden, die übrig geblieben sind - es ist ein Sammelsurium an Möglichkeiten, die den beiden offenstehen und die für mich deutlich realistischer wirken als jede Auflösung, die Bianca Iosivoni sich ausdenken hätte können.

Nach drei Teilen Golden Bay bin ich ein großer Fan der Clique geworden. So unterschiedliche Typen, mit denen man bestimmt jede Menge Spaß haben könnte, wären sie denn real. Die Konstellation lässt Luft für ein Spin-Off oder eine Fortsetzung - mal sehen, ob die Autorin und der Verlag hierzu Pläne haben.
Ein wenig gefehlt hat mir das Lokalkolorit. Die Insel hat sich nicht besonders "kanadisch" angefühlt, trotz des oft erwähnten Ahornsirups.

Mein Fazit: Ich freue mich über diesen gelungenen Reihenabschluss - für mich der beste Band der Trilogie, für die ich hier eine Leseempfehlung aussprechen möchte: eine süße Second-Chance-Lovestory, Protagonisten mit Ecken und Kanten und eine Storyline, die gerade am Ende nochmal richtig schön spannend wird.
Für Band 3 gibts 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.07.2025

Überraschungshighlight

Season Sisters – Sommerstürme
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Die Season Sisters-Reihe ist schon jetzt für mich das totale Überraschungshighlight dieses Lesesommers. Und nachdem mir Springs Geschichte in Band 1 schon so gut gefallen hat, legt Summer jetzt noch eine ...

Die Season Sisters-Reihe ist schon jetzt für mich das totale Überraschungshighlight dieses Lesesommers. Und nachdem mir Springs Geschichte in Band 1 schon so gut gefallen hat, legt Summer jetzt noch eine Schippe drauf.

Auch in diesem zweiten Band wechseln die Kapitel wieder zwischen vergangenen Ereignissen (um 1900) und der Gegenwart. Und obwohl mich die Geschichte von Summer, Phoebe und Bryan total mitnehmen konnte, brannte ich ab der ersten Seite für die Erzählung über Deidre und das Mysterious House. Alles ist sehr geheimnisumwoben, es geht um Liebe, die keine Standesunterschiede kennt, das uralte Patriarchat und einige mutige Frauen, die sich im Stillen auflehnen und plötzlich einen Ausweg bieten. Eine sehr gelungene und mitreißende Geschichte, die in Form des Mysterious House eine gelungene Brücke in die Gegenwart schlägt.

Summer war mir im ersten Band schon total sympathisch - sie hat es geschafft, sich von den Fesseln ihrer Kindheit zu befreien und sich aus eigener Kraft ein bodenständiges Leben aufzubauen. Bryan und Phoebe mischen ihren geregelten Alltag von Anfang an so richtig auf und Summer braucht eine Weile um zu verstehen, dass nicht jeder Musiker verantwortungslos und nicht jedes Kind auf einem Festival verwahrlost ist. Ich fand die Geschwindigkeit, in der Bryan und Summer sich näher gekommen sind, sehr passend. Einziger Kritikpunkt: Phoebe ist zu oft dabei, ohne ein Wort zu sagen - sehr untypisch für ein Kind, da bin ich beim Lesen mehrmals drüber gestolpert.

Zeitlich ist dieser zweite Band parallel zum ersten Band der Reihe angesiedelt. Manche Situationen erlebt man deshalb nun zum zweiten Mal, diesmal aus dem Blickwinkel von Summer. Störend war das nicht - ganz im Gegenteil, es hat aus der Reihe eine Runde Sache gemacht.

Mein Fazit: Ganz klar eines der besseren Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Wer Lust auf eine moderne Lovestory in Verbindung mit einer geheimnisvollen historischen Erzählung hat, ist mit dieser Reihe auf jeden Fall gut beraten. 4,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 17.07.2025

Der beste Teil der Reihe

Belladaire Academy of Athletes - Misfits
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Die Geschichte von Delphine und Covey war für mich der beste Teil der Belladaire-Reihe. Besonders Delphines Schicksal hat mich tief berührt, ihre Gefühle waren für mich sehr greifbar und ich war tieftraurig ...

Die Geschichte von Delphine und Covey war für mich der beste Teil der Belladaire-Reihe. Besonders Delphines Schicksal hat mich tief berührt, ihre Gefühle waren für mich sehr greifbar und ich war tieftraurig für sie, besonders wenn es um das Verhältnis zu ihrer Mutter ging. Maren Vivien Haase hat das Thema Essstörung für meine Begriffe sehr nachvollziehbar umgesetzt. An einer Stelle erschien mir die Entwicklung der Geschichte ein wenig zu unrealistisch und zu plötzlich, aber im Großen und Ganzen konnte mich der Roman total mitnehmen.

Coveys Charakter stand für mein Gefühl ziemlich im Schatten von Delphine. Er hatte zwar auch seine eigenen Themen, erfüllte aber für mich dennoch in erster Linie die Rolle als Delphines Sidekick und rettenden Anker. Kein unsympathischer Kerl, aber für mich kein Book-Boyfriend - dafür war mir seine aufgesetzte gute Laune gerade am Anfang einfach too much.

Mein Fazit: Der Roman schafft den Spagat zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit spielend und hallt auf diese Weise noch lange nach. Für mich ein äußerst gelungener Abschied von der Belladaire Academy und somit 4,5 von 5 Sterne wert.

Veröffentlicht am 18.05.2025

Mit Spannung erwartet - gelungener Abschluss der Coldhart-Trilogie

Coldhart - Right & Wrong
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Mit Spannung hatte ich den Abschluss der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer erwartet. Und meine Hoffnungen an das Buch wurden nicht enttäuscht: Es war äußerst unterhaltsam, war auf gewohnt packende Weise ...

Mit Spannung hatte ich den Abschluss der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer erwartet. Und meine Hoffnungen an das Buch wurden nicht enttäuscht: Es war äußerst unterhaltsam, war auf gewohnt packende Weise erzählt und enthielt gleichermaßen Krimielemente wie eine reife Liebesgeschichte.

Mit 466 Seiten ist auch der dritte Band der Reihe wieder ein ziemlicher Schmöker. Dennoch war das Lesen zu keiner Zeit langweilig - es passiert unglaublich viel in diesem Abschlussband, die Geschichte ist abwechslungsreich und konnte mich so von Kapitel zu Kapitel neu mitreißen. Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre das, dass der Kriminalfall nicht besonders subtil und somit leider auch etwas vorhersehbar daherkam.

Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der Charaktere. Das Buch strotzt nur so vor Team-Spirit, der durch die bunt zusammengewürfelte Coldhart-Taskforce zustande kam. Besonders auffallend an der Beziehung von Elijah und Felicity fand ich, wie reif und zugewandt beide in dieser belastenden Situation miteinander agierten. Ich bin auch froh, dass Lena Kiefer nicht alle 50 Seiten krampfhaft ein bisschen Spice einbauen musste, wie es leider in diesem Genre oft der Fall ist.

Nachdem ich Felicity in Band 2 ja nicht mehr so gut fühlen konnte, war ich froh, dass sich das in Band 3 wieder ein wenig gebessert hat. Dennoch hat beim Thema Charakterentwicklung ganz klar Eli die Nase vorn.

Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen, außer: 4,5 von 5 Sterne!