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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2025

Ein schöner Krimi für gemütliche Winterabende

Advent im Grandhotel
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„Advent im Grandhotel“ von Beate Maly ist eine Geschichte aus ihrer historischen Krimi-Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck, die in und um Wien in den 1920er Jahren spielt. Ernestine und Anton, ...

„Advent im Grandhotel“ von Beate Maly ist eine Geschichte aus ihrer historischen Krimi-Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck, die in und um Wien in den 1920er Jahren spielt. Ernestine und Anton, beide pensioniert, besuchen erneut den Semmering, diesmal allerdings zusammen mit Antons Enkeltochter Rosa und deren besten Freund. Während einer Kunstauktion verschwindet ein wertvolles Bild und wie gewohnt kann Ernestine es nicht lassen, ihre Nase in die Ermittlungen zu stecken.
Anders als in den anderen Bänden der Reihe kommt diese Geschichte zur Adventszeit ganz ohne Mord aus, was die Handlung aber nicht weniger spannend macht. Mir sind die Figuren mit ihren unterschiedlichen Eigenarten sehr ans Herz gewachsen und die Erzählweise von Beate Maly lässt einen mitten drin im historischen Wien sein und bei der Lösung des Falls mitfiebern und miträtseln.
Einziger Wermutstropfen: während die Hintergrundhandlung der Figuren immer weitergeht, sind die Jahreszahlen dem nicht chronologisch angepasst.

Fazit: für alle, die gerne Krimis mit historischen Kontext und liebenswerten Figuren lesen

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Ein neuer Ermittler mit Scharfsinn, Ecken und Kanten

Der Inselcop von L. A.
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Michael Connelly hat einen neuen Ermittler: Detective Stilwell, der von der Mordkommission LA auf die Insel Catalina Island zwangsversetzt wurde. Statt der üblichen Straftaten wie Vandalismus oder Trunkenheit ...

Michael Connelly hat einen neuen Ermittler: Detective Stilwell, der von der Mordkommission LA auf die Insel Catalina Island zwangsversetzt wurde. Statt der üblichen Straftaten wie Vandalismus oder Trunkenheit ermittelt Stilwell plötzlich nicht nur im Fall eines toten Bisons im Nationalpark, sondern muss sich auch noch um einen Diebstahl und die Identität einer unbekannten Wasserleiche kümmern. Dabei wird der letzte Fall von seinen Kollegen vom Festland übernommen, den er eigentlich nicht mehr begegnen wollte.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, spiegelt den Buchtitel perfekt wider und macht Lust auf das Buch. Connelly versteht es geschickt, die scheinbar einzelnen Taten zu einem Gesamtkomplex zu verknüpfen, ohne dass die Geschichte dabei durch zu viele Handlungsstränge zu unübersichtlich wird. Wie schon Conellys Ermittler Harry Bosch ist Stilwell eher ein Einzelgänger, der mit seinen Methoden regelmäßig bei Kollegen und Vorgesetzten aneckt. Dennoch gefällt mir die Handlung besser, dadurch die immer neuen Aspekte die Spannung immer mehr zunimmt, anstatt das sich die Story in die Länge zieht.
Fazit: empfehlenswert für Fans von Michael Connelly, aber auch alle, die kantige Ermittler mögen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Eine herrlich irrwitzige Anthologie

Spitzer Stift schlägt stumpfes Schwert
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„Spitzer Stift schlägt stumpfes Schwert“ ist eine Sammlung von Terry Pratchetts Kurzgeschichten, die er in den 1970er bis 80er Jahren unter verschiedenen Pseudonymen in diversen Zeitungen veröffentlicht ...

„Spitzer Stift schlägt stumpfes Schwert“ ist eine Sammlung von Terry Pratchetts Kurzgeschichten, die er in den 1970er bis 80er Jahren unter verschiedenen Pseudonymen in diversen Zeitungen veröffentlicht hat. Das diese nun zusammen veröffentlicht sind, ist der Suche eines Fans nach einer Fortsetzung, den Recherche-Arbeiten von Pat und Jan Harkin sowie seinem Verleger Colin Smythe zu verdanken.
Die einzelnen Geschichten sind so verrückt, witzig und mit Hintersinn, als ob sie Aufwärmübungen für die Scheibenwelt wären. Eine Zeitreise in die Vergangenheit durch eine Tür, und dabei versehentlich Dinge wie ein Radio zurücklassen? Das hätte auch den Zauberern der Unsichtbaren Universität passieren können. Manche Geschichten sind sehr skurril, aber dann doch auch wieder „typisch Pratchett“.

Fazit: Für Einsteiger nicht unbedingt etwas, aber für Fans der Scheibenwelt und Terry Pratchetts Werk allgemein eine schöne Ergänzung zur Sammlung.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Toller Ratgeber, um wieder mehr Freude am Wandern zu bekommen

Endlich wieder schmerzfrei wandern
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„Endlich wieder schmerzfrei wandern“ von Marwin Isenberg ist ein praxisnaher Ratgeber für alle, die das Wandern lieben, sich aber durch Schmerzen – sei es in Rücken, Knien oder Gelenken – eingeschränkt ...

„Endlich wieder schmerzfrei wandern“ von Marwin Isenberg ist ein praxisnaher Ratgeber für alle, die das Wandern lieben, sich aber durch Schmerzen – sei es in Rücken, Knien oder Gelenken – eingeschränkt fühlen.
Besonders gelungen ist die Verbindung von Hintergrundwissen und praktischen Übungen: Zunächst erfährt man, wo typische Belastungen beim Wandern entstehen und wie man diese vorbeugen kann. Anschließend folgen leicht umsetzbare Übungen, die ohne großen Zeitaufwand in den Alltag integriert werden können. Der Fokus liegt auf Mobilität, Stabilität und einer gesunden Körperhaltung.
Das 12-Wochen-Programm ist so aufgebaut, dass man sich Woche für Woche steigern kann, ohne überfordert zu werden. Auch Einsteiger ohne Vorerfahrung im Training werden sich schnell zurechtfinden. Die Anleitungen sind anschaulich beschrieben und leicht verständlich.
Insgesamt überzeugt „Endlich wieder schmerzfrei wandern“ durch seine klare Struktur, seine praxisnahe Umsetzung und die motivierende Art, den Leser wieder zu mehr Bewegungsfreiheit und Freude am Wandern zu führen.
Fazit: Ein empfehlenswerter Ratgeber für alle, die aktiv etwas gegen Schmerzen tun und die Natur wieder unbeschwert genießen möchten.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Eine gelungene Comic-Adaption über das Leben von Jules Verne

Jules Verne
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Mit der Comic-Biografie „Jules Verne“ von Olivier Sauzereau hat der Knesebeck-Verlag ein absolutes Schmuckstück für alle Jules-Verne-Fans in sein Programm aufgenommen.
Gut recherchiert wird hier die Lebensgeschichte ...

Mit der Comic-Biografie „Jules Verne“ von Olivier Sauzereau hat der Knesebeck-Verlag ein absolutes Schmuckstück für alle Jules-Verne-Fans in sein Programm aufgenommen.
Gut recherchiert wird hier die Lebensgeschichte von Jules Verne von seiner Kindzeit über sein Studium in Paris bis zum erfolgreichen Durchbruch als Autor in mehreren Kapiteln erzählt. Jedes Kapitel schließt mit einem Rückblick bestehend aus Bildern, Fotos und Erläuterungen ab, in denen Sauzereau erklärt, wo er Fiktion eingewoben, aber dabei immer historische stattgefundene Ereignisse als Grundlage verwendet hat. Die Graphic Novel erzählt lebendig, wie Jules Verne auf seine Ideen kam und wie akribisch er - auch mit Hilfe anderer - jedes Thema erforscht hat. Der von seinem Verleger Hetzel verwendete Begriff „Wissenschaftsroman“ passt meiner Meinung viel besser als Science Fiction. Die grafische Umsetzung gefällt mir ausgesprochen gut. Die gedeckten Farben haben mich direkt an die Kupferstiche der alten Covers erinnert und der klare Zeichenstil passt gut zur Biografie.
Fazit: für Jules-Verne-Fans eine tolle Ergänzung zum Werk des Autors, aber auch für jüngere Leser, die sich für Wissenschaft und ihre Entstehung interessieren, sehr empfehlenswert.

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