Cover-Bild Amazonenbrüste
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Tropen
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 13.09.2025
  • ISBN: 9783608502909
Reyhan Şahin

Amazonenbrüste

Wie ich den Brustkrebs bekämpfte | »Ihre schmerzlich genauen Beobachtungen bieten Orientierung, wo Angst und Traurigkeit übermächtig zu werden drohen.« Annabelle

»Reyhan Şahin schreibt nah am Herzen.« Fatma Aydemir

Reyhan Şahin ist als feministische Rapperin aufgetreten, als das noch längst nicht in Mode war. Sie hat als Frau mit Migrationsbiografie einen Doktor gemacht, als die deutsche Academia noch so divers war wie trockenes Weißbrot. Geringschätzung, Hass und Diffamierung hat sie immer an sich abprallen lassen. Das war ihre Superkraft. Doch der härteste Test sollte noch kommen: die Diagnose Brustkrebs.

Als Reyhan Şahin plötzlich die Diagnose Brustkrebs erhält, scheint ihre bitchmäßige Superpower sie erstmals zu verlassen. Aber nicht lange. Wir folgen ihr vom Schock der Diagnose über die Chemotherapie bis zum Glück der Überwindung der Krankheit. Und doch. Im Deutschrap und in der Wissenschaft hat sie sich trotz der vielen Hindernisse für eine Frau (und besonders Of Colour) durchgesetzt. Als Erkrankte muss sie erneut die Erfahrung machen, was es heißt, nicht als Deutsche gelesen zu werden. Doch mit ihrer kämpferischen Art, ihrer Widerstandskraft und ihrem Humor gelingt es ihr, in dieser Situation auch den großen Support zu spüren, die Solidarität unter Frauen, das Gemeinsame. Denn für den Krebs sind alle Menschen gleich. Eine Geschichte von großer Menschlichkeit, die uns daran erinnert, was uns verbindet, besonders in der Not. Und die nur wenige erzählen können wie Reyhan Şahin.

»Mit entwaffnendem Humor, kluger Wut und unerschütterlicher Bitchpower schreibt sie gegen das Schweigen an. Dieses Buch hat gefehlt.« Katja Diehl

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2025

Jede Frau kann daran erkranken - ein wichtiges Thema

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Die Autorin Reyhan Şahin war mir bisher nicht bekannt, auch nicht durch ihre anderen vielfältigen Berufswege. Ich war jedoch gespannt, etwas über dieses persönliche Ereignis und dessen Folgen ...

Die Autorin Reyhan Şahin war mir bisher nicht bekannt, auch nicht durch ihre anderen vielfältigen Berufswege. Ich war jedoch gespannt, etwas über dieses persönliche Ereignis und dessen Folgen zu erfahren, da viele Frauen an Brustkrebs erkranken und leider auch daran sterben.

Das schlicht gehaltene Cover zeigt die Autorin in einer starken Haltung im Kampf gegen den Brustkrebs, den sie, wie der Titel bereits erahnen lässt, nicht kampflos verlieren sondern gewinnen will.

Der Schreibstil ist flüssig und spiegelt den starken Charakter der Autorin wider, der aus jedem Wort herauszuhören ist. Immer wieder gibt es Einblicke in die Gedanken der Erzählerin. Manchmal wurde es mir zu viel, da sie viele Aussagen gleich als negativ auffasste, anstatt sie einfach stehen zu lassen, und die andere Person in ihren Gedanken „angegriffen” hat. Aber vielleicht reagiert man auch einfach so, wenn man diesen "Dingen" tagtäglich ausgesetzt ist. Mit der Thematik Brustkrebs hatte ich (zum Glück) noch in keiner Weise einen Berührungspunkt, daher waren mir alle damit verbundenen Themen neu: vom ersten Arztbesuch bis hin zur Therapie und der glücklichen Bekämpfung des Krebses.

Insgesamt eine wichtige Thematik, die das Sachbuch behandelt, dennoch war mir die offene Art der Erzählerin manchmal etwas zu viel, aber dies ist ja Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ehrlich!

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Amazonenbrüste - die Geschichte, wie eine Frau den Brustkrebs bekämpfte. In diesem Buch beschreibt die Rapperin Dr. Bitch Rey ihr Leben mit ihrer Brustkrebsdiagnose: vom ersten Arztbesuch, bis ...

Amazonenbrüste - die Geschichte, wie eine Frau den Brustkrebs bekämpfte. In diesem Buch beschreibt die Rapperin Dr. Bitch Rey ihr Leben mit ihrer Brustkrebsdiagnose: vom ersten Arztbesuch, bis zur Chemo und bis zum Ende des Krebses. Sie nimmt die Lesenden auf eine unfassbar ehrliche und intime Art und Weise durch ihre Geschichte mit.

Das Thema ist wirklich unfassbar wichtig und ich finde es toll, dass es immer mehr Auseinandersetzungen, egal ob fiktional oder nonfiktional, gibt. Durch Reys Schreibweise fühlt sich das Buch ziemlich authentisch an, trotzdem konnte ich mich leider manchmal nicht gut in die Erzählung einfühlen.

Was mir dennoch gefallen hat, waren die Betrachtungen über das Nicht-Deutsch und Frau sein. Es hatte viele gesellschaftskritische Aspekte und man hat auf jeden Fall was mitgenommen! Gibt 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.09.2025

Persönlich, rau und schonungslos!

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Ich mag den Stil der Autorin, sie schreibt sehr persönlich, emotional und provokant. Sie nimmt bei dem Thema kein Blatt vor den Mund. Was mich etwas hilflos zurückgelassen hat, waren die vielen türkischen ...

Ich mag den Stil der Autorin, sie schreibt sehr persönlich, emotional und provokant. Sie nimmt bei dem Thema kein Blatt vor den Mund. Was mich etwas hilflos zurückgelassen hat, waren die vielen türkischen und arabischen Ausdrücke, von denen nur ein sehr geringer Teil ins Deutsche übersetzt wurde. Leute mit türkischen oder arabischen Wurzeln haben daran eventuell große Freude, mir hat es das Verständnis erschwert. Şahin hat darüber hinaus ein Faible für Wortspiele, bei dem ich zwiegespalten bin: „Sie ging mir ehrlich gesagt gehörig nicht auf, aber gegen den Strich.“ finde ich einfach platt und einfallslos; Wortschöpfungen wie „Migrationsdefizit“ hingegen haben mir gut gefallen, weil sie den Spieß umdrehen und den "Almans" ein Defizit an Migration vorwerfen.

„Ich dachte darüber nach, wie absurd es war, dass man im Zusammenhang mit Krebs von „verlieren“ sprach. Schließlich können Betroffene gar nicht bis sehr wenig beeinflussen, ob ihr Krebs geheilt werden kann oder nicht. […] Die können zwar „wie eine Löwin kämpfen“, aber letztlich kämpft die Medizin gegen den Krebs, nicht wir. Also kann sich auch niemand hinstellen und behaupten, dass eine Person deshalb gestorben sei, weil sie nicht genug gekämpft hatte, oder den Krebs überstanden hätte, wenn sie mehr gekämpft hätte!“

Ja! Da trifft Şahin voll ins Schwarze! Davon hätte ich mir mehr gewünscht, denn zum Thema Krebs äußern sich leider viele Leute so unerträglich, dass es mehr Leute wie sie braucht, die solche schlimmen Kommentare und Formulierungen zerpflücken. Leider sind die Abschnitte, in denen sie aus ihrer Perspektive herauszoomt und das große Ganze betrachtet, selten, und sie bleibt sehr bei sich und ihrer Geschichte. Dabei ist Şahin eigentlich bekannt für ihre Wut und ihren Mut, Missstände in der deutschen Gesellschaft laut und unbequem zu kritisieren. Das hätte ich mir auch in diesem Buch gewünscht: etwa Aufklärung über Mythen, falsche Vorstellungen oder falschen Umgang mit dem Thema. Wie werden PoC mit Krebs zusätzlich benachteiligt, was muss sich hier ändern? Was sollten Almans, Gesunde oder Ärztinnen wissen? Aber am Ende dieses Buches gibt es kein Fazit, keine Erkenntnisse, keine Forderungen oder Wünsche. Einige dieser Themen werden angerissen oder gestreift, aber dann für meinen Geschmack nicht ausreichend weiterverfolgt. Ich hätte mir gewünscht, zu lesen, warum Şahins Erfahrungen und ihre Perspektive auf die Erkrankung für mich und andere relevant sein können. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen.

Ich finde es sehr wichtig und hilfreich, über Krebs zu reden, sich auszutauschen und weder die Erkrankung noch die Patient
innen zu stigmatisieren. Daher ist jeder Erfahrungsbericht wertvoll und kann Betroffenen und deren Angehörigen Mut machen und Trost spenden. Dazu kann auch dieses Buch beitragen. Dennoch hätte ich mir persönlich von der Autorin ein bisschen mehr gewünscht: mehr Wut, mehr Analyse.

An Krebs erkrankte Menschen und deren Angehörige oder Freund*innen können hier sicher etwas für sich mitnehmen. Vor allem jüngere Menschen oder Menschen mit „Migrationsvordergrund“ können sich und ihre Erfahrungen hier wiederfinden. Grundsätzlich ist das Buch aber für alle interessant, die sich mit dem Thema aus einer Betroffenenperspektive beschäftigen wollen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Stark, schonungslos, ehrlich

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Stark, schonungslos, ehrlich: so kann man nicht nur die Art beschreiben, wie Reyhan Şahin die Diagnose und Geschichte ihres Brustkrebs erzählt, sondern auch sie selbst.
Persönlich, emotional und provokant ...

Stark, schonungslos, ehrlich: so kann man nicht nur die Art beschreiben, wie Reyhan Şahin die Diagnose und Geschichte ihres Brustkrebs erzählt, sondern auch sie selbst.
Persönlich, emotional und provokant schreibt die Autorin, dabei nimmt sie kein Blatt vorm Mund. Gedanken, Gefühle und Ängste, roh und gebrechlich, werden dem Leser vermittelt.
Ich finde es richtig und wichtig, über den Krebs zu reden, sich auszutauschen und weder die Erkrankung noch die Patienten zu stigmatisieren. Dieses Buch hilft dabei. Ebenfalls kann es für viele, Betroffene und Angehörige, ein Licht im Dunklen sein, solch ein Erfahrungsbericht zu lesen.
Şahin ist eine bemerkenswert Person, die für viele ein Vorbild sein kann. Nicht nur ist sie eine Kämpferin bezüglich des Krebs, sondern sie wehrt sich auch Sexismus, Rassismus und Stigmatisierung.
Sie lebt ihre Unterschiedlichkeiten und 'Migrationsvordergrund' und lässt sich von niemanden einschüchtern. Das ist wirklich sehr bemerkenswert.
Vor allem jüngere Menschen oder Menschen mit „Migrationsvordergrund“ können sich und ihre Erfahrungen hier wiederfinden. Aber grundsätzlich ist das Buch für alle interessant, die sich mit einer Betroffenenperspektive beschäftigen wollen.
Normalerweise lese ich keine (Auto)Biographien, doch 'Amazonenbrüste' konnte mich durch seine eigensinnige und direkte Art überzeugen. Ein sehr gelungenes Buch!

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