Die Liebe ist kein leichtes Spiel – erst recht nicht, wenn man als Nerd von vielen Mitmenschen nicht nur schief angeschaut, sondern grundsätzlich nicht verstanden wird. Narumi hat dementsprechend Schwierigkeiten, ...
Die Liebe ist kein leichtes Spiel – erst recht nicht, wenn man als Nerd von vielen Mitmenschen nicht nur schief angeschaut, sondern grundsätzlich nicht verstanden wird. Narumi hat dementsprechend Schwierigkeiten, einen Partner zu finden. Bis sie Hirotaka begegnet, einem alten Schulfreund, der – selbst ein Nerd – sich überhaupt nicht daran stört, dass Narumi gern zockt und Fancomics zeichnet …
Die Story klingt nicht nur in dieser verkürzten Version gut, sondern ist es auch durch den gesamten ersten Band hindurch. Die Charaktere sind herzallerliebst und die vielen kleinen Witze, die in die Handlung eingestreut wurden, gefallen mir sehr. Erst nach einigen Seiten fiel mir auf, dass neben der Seitenzahl am unteren Rand kleine Zusammenfassungen, Überschriften oder Kommentare zur Handlung der jeweiligen Seite stehen. Das habe ich so noch bei keinem Manga gesehen und es passt unglaublich gut.
Ein bisschen nervig fand ich, dass viele Insider wie Animecharaktere oder Begriffe wie Comiket als Fußnote erklärt wurden. Klar, es dient der besseren Verständlichkeit, doch weil sich bei einem Buch mit einer Thematik wie dieser nun mal solche Begriffe häufen, springt das Auge beim Lesen eben auch häufig zu den Fußnoten und bringt mich so etwas aus dem Fluss. Zwischen einzelnen Kapiteln finden sich auch kurze Extra-Kapitel. Diese sind nicht chronologisch zu den eigentlichen Kapiteln geordnet und bringen mich ebenfalls etwas raus, allerdings sind sie durch einen anderen Hintergrund der gesamten Seite und die unmissverständliche Überschrift „Extra“ gut markiert, sodass man sie auch überblättern und später zurückkommen kann. Sinnvoller hätte ich es jedoch gefunden, sie am Ende des Mangas zu platzieren.
Thematisch gefällt Keine Cheats für die Liebe mir sehr. „Die Nerds“ werden hier nicht nur als „die Nerds“ abgestempelt, sondern es wird das Leben genau dieser oft missverstandenen Gruppe abgebildet. Das Cover mit den dezenten lackierten Schriftzügen, die nur bei richtigem Lichteinfall sichtbar sind, gefällt mir auch sehr. Der Manga hat ein etwas höheres Format als viele andere und hat zudem einen farbig gezeichneten Prolog, was ihn von vielen anderen abhebt. Das Artwork ist übrigens auch toll …
Und, noch ein toller Bonus: Keine Cheats für die Liebe gibt es auch als Anime bei Amazon Prime! Da ich kein Prime-Kunde bin, habe ich noch nicht reingeschaut, aber sollte jemand von euch das vorhaben: Sagt mir, wie ihr ihn findet!
Meine Erwartungen an Inspector Akane Tsunemori waren recht gering: Ich hatte mit viel Action und einem harten Stil gerechnet. Stattdessen wurde ich mit einer interessanten Geschichte überrascht, der es ...
Meine Erwartungen an Inspector Akane Tsunemori waren recht gering: Ich hatte mit viel Action und einem harten Stil gerechnet. Stattdessen wurde ich mit einer interessanten Geschichte überrascht, der es nicht an Ernsthaftigkeit, aber auch nicht an Humor mangelt. Die Protagonistin Akane Tsunemori steht ständig vor einem moralischen Dilemma: Folgt sie der Gesellschaftsnorm, die von Maschinen dirigiert wird, oder trifft sie ihre eigenen Entscheidungen und begibt sich so selbst ins Fadenkreuz?
Das Artwork ist schlicht und arbeitet mit vielen Leerräumen. Das Weiß ist super eingesetzt und ergibt in Kombination mit Rasterfolien und klaren Linien einen Stil, der nicht zu aggressiv, aber auch nicht zu weich gut zur Geschichte passt. Merkwürdig finde ich, dass die Hauptfigur Akane nicht auf dem Cover abgebildet ist, sondern einer ihrer Kollegen. Der ganze Manga trägt ihren Namen, warum nicht auch ihr Gesicht? So sieht das Cover sehr nach einem Shonen-Manga aus, doch weibliche Protagonisten sind in diesem Genre selten zu finden.
Entgegen meiner Erwartung bin ich echt neugierig auf Band 2 und werde mit ziemlicher Sicherheit weiterlesen.
Es gibt so viele Bücher, die jungen Frauen und Mädchen erklären, wie sie sich an das Patriarchat anpassen können, und gleichzeitig verdeutlichen, dass sie das eigentlich nicht müssten - aber Bücher, die ...
Es gibt so viele Bücher, die jungen Frauen und Mädchen erklären, wie sie sich an das Patriarchat anpassen können, und gleichzeitig verdeutlichen, dass sie das eigentlich nicht müssten - aber Bücher, die jungen Männern und Jungs erklären, wie sie verhindern können, selbst zur Gefahr für Mädchen und Frauen zu werden, sehe ich viel zu selten. Besonders solche, die die Welt nicht einfach schwarz-weiß malen. Deshalb war es gar keine Frage, OB ich "Junge sein ..." lesen würde, sondern WANN. Ich habe einen zwölfjährigen Neffen, dem ich gern dabei helfen möchte, ein respektvoller und toleranter junger Mann zu werden, und hatte vor dem Lesen die Hoffnung, mit diesem Buch einen neuen Anknüpfungspunkt für Gespräche zu schaffen.
Comics
Kurz gesagt wurden meine Erwartungen allesamt getroffen. Vom Zeichenstil bin ich persönlich kein großer Fan, aber das ist für mich kein Hindernis, um das Buch als solches gut zu finden. Die Grundidee, komplexe Themen wie Trauer, toxische Männlichkeit, Feminismus, Patriarchat, Privilegien, Sexualität, Gewalt, Sucht nach Pornografie und noch viel mehr in kurzen Comics darzustellen, die den Alltag der jungen Lesenden abbilden und diese Geschichten dann mit Sachkapiteln zu vervollständigen - das gefällt mir richtig gut. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass diese Geschichten von denselben Charakteren handeln: Zwar ändern sich die Hauptfiguren und damit die jeweilige Erzählperspektive, aber die Gruppe, die Schulklasse bleibt gleich. Neben all den individuellen Problemen und Gedanken wird damit auch in den Fokus gerückt, dass man eben nicht weiß, was beim Gegenüber gerade so los ist und man entsprechend respektvoll miteinander umgehen sollte - und dass eine Person tausend Dinge auf einmal beschäftigen können.
Sachkapitel
Während viel Gewalt thematisiert wird - körperliche, aber vor allem auch Mobbing - war mir das Sachkapitel, das auf den Comic mit einem trans Jungen als Hauptperson folgte, etwas zu kurz bzw. oberflächlich in Bezug auf dieses Thema. Darin geht es um Feminismus, Frauenbewegungen, positive Männlichkeit und geschlechtsspezifische Gewalt, aber "trans sein" kam nur als Randnotiz vor. Das finde ich sehr schade, weil gerade trans Personen aktuell eine so vulnerable Gruppe darstellen und hier eine Chance verpasst wurde, die jüngeren Generationen darüber aufzuklären, was der Begriff "trans" eigentlich bedeutet und warum trans+ Personen solcher Hetze ausgesetzt werden. Der Comic selbst zeigt das Mobbing, mit dem die Hauptfigur täglich konfrontiert wird.
Die Sachkapitel finde ich davon abgesehen inhaltlich überwiegend großartig - genau wie die Tatsache, dass die Zahlen, die darin genannt werden, am Ende des Buches mit Quellenangaben verknüpft werden. Es wird auf sexuellen Konsens eingegangen und auf Vergewaltigung ("Nein heißt Nein, und kein Ja heißt auch Nein."), auf die Verharmlosung (männlicher) Gewalt (wobei konkrete Adressen für Hilfesuchende genannt werden), darauf, dass Pornos unrealistische Erwartungen erzeugen und darauf, dass natürlich auch Männer weinen dürfen, es sogar sollten, und dass Gefühle nicht durch Gewalt ausgedrückt werden dürfen. Die Illustrationen lockern diese Kapitel gut auf, sodass sie trotz der großen Informationsflut nicht überwältigend sind. Auch die farbige Codierung der Kapitel, passend zum jeweils zugehörigen Comic, gefällt mir gut. Es wird sehr viel sehr wichtiges Wissen vermittelt und dabei überwiegend großes Fingerspitzengefühl bewiesen.
Sprache und Zielgruppe
Worüber ich beim Lesen aber konstant gegrübelt habe, ist die Zielgruppe von "Jungs sein ...". Laut VLB-Tix und den gängigen Onlineshops richtet sich das Buch an Dreizehnjährige. Auf der Verlagsseite finde ich keine Information darüber - vielleicht hat man sich bewusst dagegen entschieden. Ich selbst stehe dieser Einordnung nämlich etwas zwiegespalten gegenüber, denn: Einerseits finde ich 13 Jahre ziemlich spät, um Jungs zu erklären, dass sie andere nicht mobben oder schlagen sollen, dass sie weinen dürfen und das sie ein Nein unbedingt zu akzeptieren haben. Gleichzeitig verwendet "Junge sein ..." so viele Fachbegriffe oder "erwachsene" Formulierungen, dass wahrscheinlich selbst Sechzehnjährige an einigen Stellen erst einmal recherchieren müssen. Es wird zwar viel erklärt, aber trotzdem ist das Level der Sprache ziemlich hoch.
Ein Beispiel aus dem Kapitel zum sexuellen Konsens (S. 130): "Bedränge die andere Person niemals! Wenn die Person gerade viel zu tun hat, mit Freund*innen oder mit ihrer Arbeit beschäftigt ist, ist es womöglich nicht der beste Zeitpunkt, ihr deine Gefühle zu gestehen. Du musst ihre Privatsphäre respektieren. Wenn die Person dir zugehört hat, aber kein Interesse an dir hat, ist das zwar enttäuschend, aber ihre Entscheidung. Es ist sehr wichtig, das zu akzeptieren und sie nicht weiter zu bedrängen. In diesem Zusammenhang müssen wir unbedingt über Konsens (auch: Einvernehmen) sprechen."
Was ist "Privatsphäre"? Was ist "Konsens" oder "Einvernehmen"? Und, vielleicht am wichtigsten an dieser Stelle: Wie wird "bedrängen" definiert? Mir ist das klar. Ich bin alt genug, um die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn ich mir aber vorstelle, dass eine Person, die wahrscheinlich in die siebte oder achte Klasse geht, mit diesem Buch gerade erst richtig lernt, ein Nein als solches zu akzeptieren (was ich, wie gesagt, sehr spät finde), dann fehlt es hier an weiteren Erklärungen. Zum Beispiel, dass ein Nein zu akzeptieren bedeutet, bei einer Ablehnung nicht beleidigend zu werden und vielleicht auch heißt, dass man von der anderen Person weggehen sollte. Oder was genau in die Privatsphäre fällt. Was genau Einvernehmlichkeit heißt und wie sie ausgedrückt werden kann - nicht nur, was NICHT Konsens ist. Ich sehe so oft Männer, die nicht merken, dass sie gerade jemanden belästigen, weil sie ein vollkommen anderes Verständnis von "bedrängen" haben als ihr Gegenüber. Wie sollen Jungs denn lernen, wo die Grenzen verlaufen, wenn selbst aufklärende Bücher wie dieses, die so vieles richtig machen, diese nicht erklären und benennen?
Erst vor wenigen Tagen habe ich ein Video gesehen, in dem eine Mutter mit ihrem weiblichen Kleinkind spielerisch den Unterschied zwischen "good touch" und "bad touch" übt, damit dieses im Fall der Fälle ein Problem erkennt, sich wehren und es vor allem als solches benennen kann. Eine extrem frühe Form von Unterricht in body autonomy und Selbstverteidigung. Wenn Mädchen in einem Alter, in dem sie kaum ganz Sätze formulieren können, verstehen können, was eine freundliche Berührung ist und was "bedrängen" (auch, wenn sie den Kontext noch nicht kennen), dann darf man Jungs mit 13 Jahren auch zutrauen, diese Unterschiede zu lernen, ohne verwaschene allgemeine Formulierungen zu verwenden oder sich komplett auf anschließende Gespräche mit Erwachsenen zu verlassen. So werden Vergewaltigungen zwar in mehreren Sachkapiteln erwähnt, aber ausgerechnet auf der Seite über sexuellen Konsens nicht explizit als zu vermeidende Grenzüberschreitung benannt. Stattdessen ist dort von "überreden" und "beharren" die Rede.
Möglicherweise schaue ich bei Formulierungen und Wortwahl etwas präziser hin als andere, weil ich eine Sprachwissenschaft studiert habe und weiß, welche Möglichkeiten es gibt. Meiner Meinung nach hätte man manches schlicht etwas ausführlicher erklären können, um Missverständnisse zu vermeiden oder etwas besser zur Zielgruppe passend formulieren können. Es ist für mich nicht möglich zu beurteilen, ob diese Schwierigkeit durch die Übersetzung aus dem Französischen entstanden ist oder ob es im Original genauso ist. Ein paar Seiten mehr Platz für vollständigere Erklärungen hätten "Junge sein ..." vielleicht gut getan, und ob das Buch nun 178 Seiten oder 199 Seiten hat, das macht kaum einen Unterschied.
Anschlusskommunikation
Aus diesen Gründen kommt "Junge sein ..." wie alle anderen Aufklärungsbücher, die ich bisher kennengelernt habe, nicht ohne Anschlusskommunikation aus. Das bedeutet, dass die Jugendlichen nach dem Lesen des Buches neue Fragen haben werden, die beantwortet werden sollten - und das im Idealfall nicht von Männern im Internet, sondern von Personen aus ihrem persönlichen Umfeld. Viele der hier angesprochenen Themen sind gewaltvoll und auch, wenn das Buch Selbstzweifel und Sorgen mindern möchte, so bietet "Junge sein ..." einfach nicht genug Raum, um das wirklich umfassend zu tun. Es wird vieles angestoßen und die Gedanken werden in Richtung eines gesunden Selbstbildes gelenkt. Ohne weiterführende Gespräche wird der gewünschte Lerneffekt aber meiner Meinung nach kaum im vollen Umfang zu erreichen sein.
Fazit
"Junge sein ..." ist extrem aktuell, beinhaltet viel Fingerspitzengefühl bei Themen wie Emotionalität und Selbstbewusstsein und spricht viele weitere wichtige Dinge an. Meiner Meinung nach hätte man noch sorgfältiger erklären und stellenweise weniger komplizierte Vokabeln verwenden können (oder die Fachbegriffe etwas besser erklären). Die Comics als Einleitung in ein neues Sachkapitel haben super funktioniert, auch wenn mir persönlich der Zeichenstil nicht so gut gefällt. Da "Junge sein ..." Teil einer Reihe von Büchern ist, die sich mit verschiedenen Problemen von Kindern beschäftigt (zum Beispiel Fluchterfahrungen oder Körperlichkeit von Mädchen), werde ich mir diesen Verlag bzw. diese Reihe mal genauer anschauen.
Ich hatte ja eingangs meinen Neffen erwähnt und dass ich gehofft hatte, mit "Junge sein ..." ein Buch gefunden zu haben, das ihm die richtige Richtung weisen kann, wenn er mit mir oder anderen Erwachsenen nach dem Lesen darüber spricht und seine Fragen stellen kann. Ich glaube, das ist tatsächlich der Fall, und freue mich auf den Erscheinungstermin.
Ich gebe zu: Book Lovers habe ich mit einer gehörigen Portion Skepsis begonnen. Bisher waren alle Liebesromane, die inhaltlich irgendwie mit der Buchbranche verwoben waren, ein Reinfall für mich. Der Blick ...
Ich gebe zu: Book Lovers habe ich mit einer gehörigen Portion Skepsis begonnen. Bisher waren alle Liebesromane, die inhaltlich irgendwie mit der Buchbranche verwoben waren, ein Reinfall für mich. Der Blick durch die romantisierende rosarote Brille im einen Extrem (Typ „schrulliger Buchladen im kleinen Dorf, in dem jede*r Angestellte ein Klischee für sich ist“) oder am anderen Ende der Skala die eiskalten Geschäftsfrauen ohne Skrupel, die von einem herrischen Männchen erst mal an die Leine genommen werden mussten, und eben die herrischen sogenannten Alpha Männchen, die den Ton angeben, weil sie ja ach so clever und dadurch den nach Liebe lechzenden Frauen heillos überlegen sind.
Als es dann auch hier in Book Lovers mit der Geschäftsfrau losging, erwartete ich das Schlimmste – und wurde positiv überrascht.
Nora ist zwar sehr karriereorientiert, aber das ist eben nicht alles, was ihre Figur ausmacht. Sie ist fantasievoll, fürsorglich, hat Ziele und Träume – und setzt sich selbst ganz unten auf ihre Prioritätenliste, was ihr oft genug um die Ohren fliegt. Sie ist feministisch durch und durch – und damit meine ich intersektionalen Feminismus und Respekt vor den Entscheidungen anderer Frauen, selbst wenn diese das exakte Gegenteil dessen sind, was sie sich selbst ausgesucht hätte.
Gleich am Anfang wird Nora mit dem Bild konfrontiert, das andere Menschen von ihr haben, und ist erschüttert. Sie sagt über eine Szene und eine Romanfigur in einem Buch, das von ihr inspiriert wurde:
Und wieso sollte ich, nur weil ich selbst keine Kinder will, eine schwangere Frau dafür bestrafen, dass sie eine andere Entscheidung als ich getroffen hat? Mein Lieblingsmensch ist eine schwangere Frau! Und ich bin praktisch von meinen Nichten besessen. Nicht jede Entscheidung, die eine andere Frau trifft, ist irgendein großer Vorwurf an andere Frauen mit anderem Leben. (Position 1420, Kindle App)
Dieses Zitat finde ich bezeichnend für ihren Charakter: Nora geht selbstbestimmt durch die Welt und lässt gleichzeitig andere Menschen ihre eigenen Leben leben. Das macht sie erfolgreich, aber auch sehr einsam.
Charlie tritt zuerst als verschrobenes (natürlich heißes) Feindbild auf (enemys to lovers, hello!), entwickelt sich aber schnell zu einem ebenbürtigen Gleichgesinnten, während die gegenseitige Abneigung aber noch eine ganze Weile unterschwellig weiterbrodelt. Die Spannung zwischen ihm und Nora war durchweg spürbar. Was mir in Book Lovers aber sehr gefallen hat, ist, dass diese Spannung nicht durch extrem erotische innere Monologe oder endlose detaillierte Beschreibungen körperlicher Reaktionen ausgedrückt wurde, sondern vielmehr durch den Austausch von Ideen, die Überraschung beim Aufdecken von Gemeinsamkeiten – eine intellektuelle Verbindung, wenn man so will. Die körperliche Ebene kommt später, obwohl von Anfang an deutlich gemacht wird, dass eine gewisse Anziehung besteht.
Ich hatte beim Lesen von Book Lovers zum ersten Mal seit einiger Zeit das Gefühl, dass beide Partner wirklich auf Augenhöhe zueinander stehen und dass ihre Lebensvorstellungen zusammen passen. Das war eine sehr willkommene Abwechslung!
Das Kleinstadtsetting hat mich wieder einmal an Gilmore Girls denken lassen, was zwar stellenweise etwas dick aufgetragen war, aber insgesamt sehr stimmig wirkte und einen netten Kontrast zu Noras Großstadtleben bot.
Ich hatte großen Spaß daran, Mason und die Band besser kennenzulernen und zu begleiten; die alten Bekannten wieder zu treffen und der Reihe einen runden Abschluss zu geben. Grace und Mason sind ein unaufgeregtes ...
Ich hatte großen Spaß daran, Mason und die Band besser kennenzulernen und zu begleiten; die alten Bekannten wieder zu treffen und der Reihe einen runden Abschluss zu geben. Grace und Mason sind ein unaufgeregtes Paar, dessen Geschichte mich gut unterhalten hat. Mir gefallen die Bände 1 (Der letzte erste Blick) und 3 (Die letzte erste Nacht) immer noch am besten, aber ich finde es toll, dass auch mal ein Buch über eine Beziehung geschrieben wurde, die ich als fast schon gemütlich bezeichnen würde: Natürlich gibt es hier und da ein bisschen Drama, aber es ist sehr viel entspannter als in den übrigen Bänden der Reihe.