Endlich eine Fortsetzung
Die Katze, die unsere Bücher retteteDie 13-jährige Nanami verbringt ihre Zeit am liebsten in der Bibliothek. Ihr alleinerziehender Vater vergräbt sich nur in der Arbeit und ist selten zuhause. Zudem ist Nanami Asthmatikerin und wird daher ...
Die 13-jährige Nanami verbringt ihre Zeit am liebsten in der Bibliothek. Ihr alleinerziehender Vater vergräbt sich nur in der Arbeit und ist selten zuhause. Zudem ist Nanami Asthmatikerin und wird daher von beinahe allen um sie herum in Watte gepackt. Nur ihre beste Freundin Itsuka nimmt sie für voll und traut ihr Dinge zu. Als Nanami dann eines Tages feststellt, dass aus der Bibliothek Bücher verschwinden, muss sie einfach etwas unternehmen, auch wenn ihr niemand glauben will. Gemeinsam mit einem seltsamen Kater macht sie sich auf den Weg, die Bücher zu retten.
Mit „Die Katze, die unsere Bücher rettete“ setzt Sosuke Natsukawa seine Reihe um den magischen Kater endlich fort. Die deutsche Übersetzung verfassten Sabine Mangold und Yukiko Luginbühl. Die Handlung spielt dabei ziemlich genau 10 Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes und wir treffen somit auch Rintaro, den damaligen Protagonisten, wieder und erfahren, was aus ihm und Klassenkameradin Sayo geworden ist.
Auch in diesem Band braucht der mysteriöse Kater wieder die Hilfe eines jungen Menschen, um die Bücher vor dem Verschwinden zu retten. Mehrmals muss Nanako dabei durch die Bibliothek in eine andere Welt reisen, um einen bösen Herrscher davon zu überzeugen, die Literatur nicht auszulöschen. Diese empfindet er nämlich als gefährlich, weil sie die Menschen dazu anregt, eigene Gedanken und Vorstellungen zu entwickeln. Nanako hält stets an ihrer Liebe zu Büchern fest und beweist, dass sie stärker ist, als alle um sie herum annehmen.
„Die Katze, die unsere Bücher rettete“ hat etwas Märchenhaftes an sich: eine Heldin, die über sich hinauswächst, eine geheime Welt und einen tierischen Begleiter. Allerdings werden Konflikte hier eher durch Worte und eine bestimmte Haltung gelöst, als durch Tat oder gar Kampf, was mir gut gefallen hat. Im Prinzip kann dieser Band unabhängig vom ersten gelesen werden, wer aber den Vorgänger kennt, freut sich über ein Wiedersehen mit dem erwachsenen Rintaro, der nun zum Mentor für jemand anderen werden kann. Mit seiner Unterstützung beginnt auch für Nanako ein anderes Leben, in dem sie sich mehr zutraut.