Cover-Bild Mumien morden mittwochs nie
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16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Humor
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 26.08.2025
  • ISBN: 9783709982402
Tatjana Kruse

Mumien morden mittwochs nie

Eine ziemlich verfluchte Krimödie
Wir wissen, wie gefährlich es nachts im Museum ist. Jetzt lernen wir, wie gefährlich es auch tagsüber sein kann ...

Escape Game im Museum?
Man könnte fast denken, man wäre mitten in einem – allerdings ohne der üblichen sechzigminütigen Zeitbegrenzung –, als während der Pressekonferenz zu einer aufsehenerregenden Ausstellungseröffnung mit Artefakten aus dem Alten Ägypten ein Museumsmitarbeiter nach dem anderen spektakulär zu Tode kommt. Es stellt sich die Frage: Gibt es eine logische Erklärung für die Ereignisse, oder ist etwas weitaus Unheimlicheres im Gange? Geht etwa eine Mumie im Blutrausch um? Kann man seinen eigenen Sinnen eigentlich noch trauen?

Morden Mumien besser?
So hat sich die junge Dr. Apollonia Obermoser (für ihre Freunde: Polly) das jedenfalls nicht vorgestellt, als sie endlich ihren Fund von Artefakten aus der siebten Dynastie rund um den Pharao Teti III. präsentieren kann. Am nervigsten findet sie allerdings, dass die Tochter der millionenschweren Museumseignerin, Daphne Gamser, der festen Überzeugung ist, dass eine Mumie für die Morde verantwortlich ist. Polly, die das – zurecht – äußerst lächerlich findet, macht sich auf die Suche nach „echten“ Spuren. Viel anderes bleibt ihr auch nicht übrig, denn durch einen Hackerangriff befindet sich das Museum plötzlich im Lockdown-Modus und jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist unterbunden – also muss Frau, mal wieder, selber ran. Und dass hier irgendetwas Böses – menschlich oder nicht – sein Unwesen treibt, zeigt sich mit jeder Minute deutlicher …
Dass ausgerechnet Daphne zu ihrer stärksten Verbündeten wird und doch nicht so oberflächlich ist, wie sie tut, hätte Polly niemals gedacht. Auch nicht, dass sie ihre Sinneswahrnehmung so im Stich lässt und eventuell doch eine Mumie mit Killeraxt durchs Museum wütet.

Kuratorin der Krimödien
Tatjana Kruse wirbelt den Staub des Alten Ägyptens auf! Dabei lässt sie kein Artefakt äh, keine*n der Museums-Angestellten an Ort und Stelle – eine hinreißende Mischung aus schaurig-rasanter Mörder*innenjagd und Kicher-Comedy! Das Leben ist zu kurz, um ernstgenommen zu werden, findet Kruse, daher fügt sie dem Cocktail aus Krimi und Komödie diesmal eine große Prise Horror hinzu und schüttelt alles tüchtig durch.
„Mumien morden mittwochs nie“ ist ein Museumsbesuch der Extraklasse, eine mörderisch spannende Führung durch die neue ägyptische Sammlung ist im Ticketpreis inbegriffen! Aber Achtung, Tatjana Kruse leitet dich auch zu phantasmagorischen Tatorten und trainiert ganz nebenbei deine Lachmuskeln.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Die Mumie war‘s nicht!

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… sagt Polly (Dr. Appolonia Obermoser) wie ein Mantra immer wieder immer lauter, wenn die Sprache auf den Toten kommt, der bei der Pressekonferenz zur ersten von ihr kuratierten Ausstellung aufsehenerregend ...

… sagt Polly (Dr. Appolonia Obermoser) wie ein Mantra immer wieder immer lauter, wenn die Sprache auf den Toten kommt, der bei der Pressekonferenz zur ersten von ihr kuratierten Ausstellung aufsehenerregend gestorben ist. Aber langsam fällt es ihr selber schwer, daran zu glauben. Dabei hatte das der Anfang ihrer steilen Karriere werden sollen, schließlich hatte sie wichtige archäologische Artefakte zu Pharao Teti III. und den Sarkophag der geheimnisvollen Seschepset entdeckt. Aber erst hat Museumsdirektor Pucci ihre Präsentation in eine multimediale Peep-Show verwandelt, dann passiert der „Unfall“ und kurz darauf aktiviert jemand den Lockdown-Modus und riegelt das Museum von der Außenwelt ab. Eigentlich hätten die Polizei und die Sicherheitsfirma automatisch informiert werden sollen, aber niemand kommt zu ihrer Rettung. Dafür passieren weitere Morde – aber wie gesagt: Die Mumie war´s nicht! Auf keinen Fall! Weil der ausgestellte Sarkophag nämlich leer ist! Wenn das Daphne, die überdrehte High-Society-Tochter der Museumsbesitzerin nur endlich einsehen würde! Aber die ist überzeugt: „Es war der Geist der Mumie, der in jemanden von uns gefahren ist. Und er wird weiter morden!“ (S. 47)

Polly hatte es nie leicht. Im Gegensatz zu Daphne ist sie kein dürres It-Girl und Barbie-Imitat in Designerkleidung, sondern hat Kurven an den richtigen Stellen und trägt selbstgeschneiderte Kostüme von ihrer Tante. Ihre Eltern und Brüder sind Fleischer, aber sie hat sich schon immer für Ägypten interessiert und eine akademische Laufbahn angestrebt. Mit der Ausstellung hätte sie es endlich allen beweisen können, und jetzt dieses Desaster. Museumsmitarbeiter werden ermordet (ok, um einige ist es in Pollys Augen nicht sooo schade), Daphne steigert sich in den Mumienfluch und selbst Polly fängt an, wandelnde Mumien, lebende Pharaonen und exotische tödliche Tiere zu sehen. Außerdem taucht ein alarmgesichertes Ausstellungsstück an immer neuen Stellen auf – was technisch eigentlich unmöglich ist! Ein Wettlauf mit dem Mörder beginnt. Kann Polly ihn stellen, bevor sie alle tot sind?!

Tatjana Kruse ist für mich ein Garant für beste, unterhaltsamste Krimödien. „Mumien morden mittwochs nie“ ist zusätzlich mit einer ordentlichen Portion Horror gewürzt. Ich liebe die skurrile Protagonisten und ungewöhnlichen Schauplätze. Und da ich von ihr einiges gewöhnt bin, habe ich zwischendurch spekuliert, dass Polly irgendwann einfach aufwacht und alles nur ein ganz schlechter Alptraum war, so abgedreht wird die Handlung. Die „Krimikruse“ hat es wieder geschafft, mich zu überraschen und begeistern.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

256 Seiten voller Irrungen und Wirrungen

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Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein großer Fan der Krimödien von Tatjana Kruse. In jedem ihrer Krimis steht nicht die Bluttat oder ein Gemetzel im Vordergrund, sondern vielmehr das Drumherum, und das mit einem ...

Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein großer Fan der Krimödien von Tatjana Kruse. In jedem ihrer Krimis steht nicht die Bluttat oder ein Gemetzel im Vordergrund, sondern vielmehr das Drumherum, und das mit einem Augenzwinkern.
Aber kommen wir erstmal zum Cover. Lila! Puh, nicht gerade meine Lieblingsfarbe! Dazu die Hände einer Mumie, was in Kombination mit der Farbe schon irgendwie gruselig wirkt. Man sollte nun aber nicht denken, dass der Krimi sich im Genre verirrt hat und zu einem Horrorschocker wird. Nein, weit gefehlt. Aber so ein paar Gruselelemente gibt es durchaus.
Beginnen wir aber mal von vorn. Da wäre also Polly, die eigentlich Dr. Apollonia Obermoser heißt, aber von allen nur Polly genannt wird. Die organisiert eine Ausstellung, in der Artefakte aus der siebten Dynastie gezeigt werden sollen. Wer sich in der Geschichte der ägyptischen Geschichte nicht so gut auskennt, dem sei gesagt, dass es sich um eine Zeit handelt, von der man nicht weiß, ob es sie überhaupt gegeben hat. Klar, dass es bei der Ausstellung nun auch Kritiker gibt. Aber damit könnte Polly umgehen. Was jedoch ihr Leben und ihre Ausstellung erschwert sind die beiden Morde. Und dann geht auch noch eine Mumie um. Und ein Meerschweinchen verschwindet und und und...
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Denn die Autorin, Tatjana Kruse, hat wieder ganz tief in ihre Trickkiste gegriffen. Es sind nicht die Morde, die hier im Fokus stehen. Nein, vielmehr geht es um das Warum und weshalb und wer mit wem. Ihr wisst schon, das Drumherum eben.

Wie von anderen Büchern der Autorin gewohnt, so glänzt auch dieser Krimi durch seine witzigen Szenen. Auch der Wortwitz kommt nicht zu kurz, so dass man durchaus von einer Krimödie sprechen kann. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich schmunzelnd lese, oder auch leicht zusammenzucke, wenn mal wieder eine gruselige Szene eingeworfen wird.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich schon auf die nächsten Werke der Autorin.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Der Fluch der Mumie - Quatsch! Oder doch etwa nicht?

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Dr. Appolonia Obermoser, kurz Polly, scheint am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Zumindest fast. Durch einen Bekannten ist sie auf wichtige Artefakte aus der bis dahin noch recht unbekannten siebten ...

Dr. Appolonia Obermoser, kurz Polly, scheint am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Zumindest fast. Durch einen Bekannten ist sie auf wichtige Artefakte aus der bis dahin noch recht unbekannten siebten Dynastie unter Pharao Teti III. gestoßen. Zwar ist keine Mumie dabei, jedoch ein Sarkophag und weitere interessante Gegenstände. Zumindest in Pollys Augen. Der Museumsdirektor war jedoch anderer Meinung und hat aus der geplanten Ausstellung eine interaktive Geschichte gemacht, was Polly doch arg aufstößt.

Nichtsdestotrotz freut sich Polly auf die Pressekonferenz, mit der die ihre erste Ausstellung eröffnen darf. Doch mitten in Pressekonferenz löst sich ein Scheinwerfer und erschlägt einen langjährigen Mitarbeiter. Ehe Polly es sich versieht, macht das Gerücht, der Fluch der Mumie geht um, die Runde. Polly widerspricht diesem vehement. Immerhin gab es keine Mumie, doch die Todesfälle nehmen zu.

Der neue Krimi von Tatjana Kruse traf wieder genau den Nerv für schwarzen Humor. Polly ist eine junge, leicht naive, Archäologin, die sich das alte Ägypten zu Herzen nimmt. Als ihre Ausstellung dem Fluch der Mumie zum Opfer fällt, setzt Polly alles dran, die mysteriösen Todesfälle aufzuklären und zu beweisen, dass es keinen Fluch gibt. Wie auch, so ganz ohne Mumie?

Die Geschichte ist bizarr, verworren und spannend. Natürlich habe ich mit Polly mit gerätselt und so manches Mal über Daphne, die Tochter der Museumsbesitzerin oder auch Polly, den Kopf geschüttelt. Die Spannung steigt noch einmal an, als das Museum dank eines Hackerangriffs in einen Lockdown-Modus übergeht und die noch verbliebenen Personen im Museum sich selbst überlassen sind.

Fazit:
Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen. Der Humor ist genau meiner, die Geschichte spannend und bizarr, die Auflösung nachvollziehbar, wenn gleich das Ende ein wenig mystisch ist. Ich jedenfalls freue mich auf den nächsten Krimi von Tatjana Kruse und bin gespannt, was sie dann aus ihrer Trickkiste zaubern wird.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Eine denkwürdige Ausstellung

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Diese gestaltet sich wie eine rasante Fahrt mit einer Geisterbahn auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten und ließ mich vor Schreck kreischen sowie von Herzen Tränen lachen.

"Der Spruch, dass das Leben eine ...

Diese gestaltet sich wie eine rasante Fahrt mit einer Geisterbahn auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten und ließ mich vor Schreck kreischen sowie von Herzen Tränen lachen.

"Der Spruch, dass das Leben eine endlose Aneinanderreihung von einem Desaster nach dem anderen sei, ist untertrieben. Die Desaster überlappen sich."

Den Nervenkitzel in Kombination mit kessen Sprüchen und herrlicher Situationskomik habe ich sehr genossen.

Die unterschiedlichen Charaktere sind wie die Situation, in der sie stecken, außergewöhnlich und sehr interessant.

Deren Namensgebung ist originell.

Es gibt Teamplayer, Gegen- und Falschspieler, jemand spielt mit verdeckten Karten und statt einem Blick in die Zukunft wird uns ein Blick in die Vergangenheit gewährt.

Die geheimnisvolle Handlung lädt zum Miträtseln ein.

Ich war jedoch schief gewickelt und wurde von der Auflösung überrascht. Das hat die Autorin sehr gut ausgeklügelt und alles wurde von ihr nachvollziehbar aufgeklärt.

Tatjana Kruses humorvolle, leb- und bildhafte, treffsichere Ausdrucksweise, ihr gekonntes Spiel mit Gegensätzen, z.B. eine romantische Situation gedanklich mit einer Szene aus einem Detektivroman zu verknüpfen und ihre Andeutungen ließen mein Kopfkino heiß laufen, zogen mich sogleich in den Bann der Geschichte und mitten ins eindrucksvolle Geschehen.

Freut Euch auf das mordsmäßige Lesevergnügen, das Euch dieser Gute-Laune-Krimi-Horror beschert.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Nachts im Museum-Vibes

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Wer kennt nicht den Film mit Ben Stiller, als nachts im Museum die Ausstellungsstücke zum Leben erwachen? Ein wenig fühle ich mich in das Naturkundemuseum in New York versetzt, nur dass wir uns dieses ...

Wer kennt nicht den Film mit Ben Stiller, als nachts im Museum die Ausstellungsstücke zum Leben erwachen? Ein wenig fühle ich mich in das Naturkundemuseum in New York versetzt, nur dass wir uns dieses Mal in einem privaten Museum in Österreich befinden, und zwar tagsüber.

Frau Doktor Apollonia Obermoser, kurz Polly genannt, freut sich auf die Ausstellungseröffnung mit Artefakten aus der siebten Dynastie, die sie selbst in einem Keller eines Schlosses entdeckt hat. Doch während sie der Meinung ist, dass die Ausstellungsstücke sensationell genug sind, macht der Museumsdirektor eine Riesenshow aus dem Ganzen.

Ich fühle mich in den Kopf von Polly versetzt, spüre jedes Augenrollen und den Abscheu, welchen sie gegenüber dem Tamtam verspürt, zu welchem sie gezwungen wird, und kann mein Lachen nicht mehr unterdrücken. Was für eine Show, herrlich.

Und dann nimmt das Drama seinen Verlauf. Während Polly sich noch gegen die wahnwitzige Idee eines Fluchs der Mumie wehrt, kommt ein Teilnehmer der Pressekonferenz ums Leben. Und es bleibt nicht der einzige Tote. Wie von der Autorin gewohnt, ist der Bodycount und das Tempo hoch.

Was für eine wunderbar wahnwitzige Story bietet uns Tatjana Kruse mit „Mumien morden Mittwochs nie“. Es beginnt bereits bei den Kapitelüberschriften, die mich regelmäßig zum Lachen bringen, wie etwa „Wir werden alle älter, aber nicht alle werden erwachsen.“ und die mich auf das Kommende einstimmen. Der Humor, die Ironie, das ist alles ganz meins.

Und während ein Museumsangestellter nach dem anderen auf dramatische Weise sein Leben aushaucht, blättere ich gebannt Seite um Seite um und habe irgendwann aufgegeben, mir die witzigsten Stellen zu notieren, es sind einfach zu viele 😉.

Das alte Ägypten ist überhaupt nicht verstaubt und unmodern, sondern Tatjana Kruse spielt virtuos mit den Gefühlen ihrer Leser und sorgt dabei sogar noch für ein wenig spaßigen Geschichtsunterricht.

Mumien morden mittwochs nie ist ein grandioses Lesevergnügen, welches ich als Therapie empfehle, für alle, die gerne mal wieder ausgiebig lachen möchten.

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