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Veröffentlicht am 20.10.2025

Englischer Humor trifft auf Ganoven

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Seit "Ein Teufel stirbt immer zuletzt" hat Richard Osman seine Fans fast zwei Jahre warten lassen, nun kann man sich mit Vergnügen dem 5. Band und den Donnerstagsmordclubermittlungen zuwenden. Der Stil ...

Seit "Ein Teufel stirbt immer zuletzt" hat Richard Osman seine Fans fast zwei Jahre warten lassen, nun kann man sich mit Vergnügen dem 5. Band und den Donnerstagsmordclubermittlungen zuwenden. Der Stil von Osborn ist unverändert, entweder man mag ihn oder nicht. Ich habe mich unterdessen sehr an die beiden Sprecher, Johannes Steck und Beate Himmelstoß, gewöhnt. Eigentlich könnte ich schon fast mitsprechen, denn was als nächstes kommt, das weiß man schon, "er sagt" oder "sie sagt" oder ähnliches, das wird so lakonisch vorgetragen, dass man über diese sinnbefreiten Blödeleien tatsächlich noch lachen kann.
Die Story um den unlösbaren Code ist reichlich verworren, ob am Ende eine Lösung naht oder der 6. Band schon am Horizont erscheint, wer weiß. Ich verrate es nicht.
Fazit: unterhaltsamer Zeitvertreib, englischer Humor, drei Sterne für die Geschichte, ein Extrastern für die Interpreten.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Das Buch macht Lust auf Kunst und Kultur

Die schönsten Museen in Brandenburg
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Gerhard Drexel hat in allen Winkeln Brandenburgs Museen, Galerien, Schlösser, auch Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten für Touristen von ganz weit her, wie auch für Berliner und Brandenburger zusammengestellt. ...

Gerhard Drexel hat in allen Winkeln Brandenburgs Museen, Galerien, Schlösser, auch Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten für Touristen von ganz weit her, wie auch für Berliner und Brandenburger zusammengestellt. Das Buch macht schon beim ersten Durchblättern sofort Lust auf eine neue Reise. Als gebürtige Berlinerin sind mir viele dieser Kulturstätten vom Namen her natürlich bekannt, aber ich habe gestaunt, dass ich keine zehn Prozent bisher selbst besucht habe. Mich zieht es Jahr für Jahr aus Schleswig-Holstein nach Potsdam, seit es das Barberini-Museum gibt, ist ein Besuch dort ein Muss. Aber es gibt augenscheinlich so viel mehr zu entdecken. Das Buch hilft dabei, für jeden das Richtige zu finden, aufgeteilt sind die Sehenswürdigkeiten in unterschiedliche Regionen. Am Ende gibt es aber ein Verzeichnis der Museen (nicht aber von Schlössern, Kirchen, Gedenkstätten) nach Themen sortiert.

Die einzelnen Beiträge sind kurz, gut formuliert und aussagekräftig. Zusätzliche Tipps wurden gut platziert. Im Gegensatz zu manch anderem Reiseführer wurde hier eine Schriftgröße verwendet, die man auch gut ohne Lupe lesen kann. Ein Pluspunkt! Einen Punkt Abzug muss ich aber für die buchbinderische Verarbeitung geben. Es ist nicht möglich, das Buch aufzuklappen, ohne den Rücken zu brechen. Da lässt sich kein Abschnitt in Ruhe lesen, das Buch klappt leider wieder zu. Eine Ringheftung sieht zwar nicht so edel aus, wäre aber bei einem etwas breiteren Format eine gute Lösung, um Reiseführer auch praktikabel zu machen. So etwas gibt es auf dem Buchmarkt schon.

Fazit: Hier finden Touristen und Brandenburger jede Menge Anregungen für Ausflüge und Besichtigungen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Auf dieses Buch habe ich gewartet!

Das 5x5-Prinzip
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Mein Rheumatologe gibt mir bei jedem Termin den Tipp, bei Ingo Froböse nach Übungen für den Muskelaufbau zu suchen. Ich bin 70 und er meint, es wäre nötig. Nun bestätigt dieses Buch genau die Hinweise ...

Mein Rheumatologe gibt mir bei jedem Termin den Tipp, bei Ingo Froböse nach Übungen für den Muskelaufbau zu suchen. Ich bin 70 und er meint, es wäre nötig. Nun bestätigt dieses Buch genau die Hinweise meines Arztes und ich habe einen guten Einstieg für das Training gefunden. Das einzige, was mir fehlt, wäre eine passende DVD bzw. Downloadlinks mit den einzelnen Übungen. Ich habe mir einige Seiten ausgedruckt und werde den Ablauf versuchen zu verinnerlichen. Ganz so einfach, wie es beschrieben ist, ist es für mich als recht unbewegliche Anfängerin nicht. Aber mein Dank geht ganz eindeutig an den Autor, der sich wirklich Gedanken gemacht hat, wie das Problem zu lösen ist. Ein Update zur Rezension werde ich noch schreiben, wenn ich das Training eine Weile gemacht habe.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Nichts Menschliches ist ihnen fremd

Bodenfrost
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Die Wallner- und Kreuthnerkrimis von Andreas Föhr sind für mich seit Jahren ein Muss! Auch "Bodenfrost" hat mir wieder gut gefallen, Michael Schwarzmeier macht es auch einem Preußen leicht, die mundartlichen ...

Die Wallner- und Kreuthnerkrimis von Andreas Föhr sind für mich seit Jahren ein Muss! Auch "Bodenfrost" hat mir wieder gut gefallen, Michael Schwarzmeier macht es auch einem Preußen leicht, die mundartlichen Feinheiten gut zu verstehen. Seine Stimme passt so wunderbar zu den skurrilen Figuren und ihren abgedrehten Aktionen. Der Kriminalfall ist wieder recht verworren, zum Ende hin wird es ganz verrückt. Ob die Geschichte glaubhaft ist oder nicht, das ist eigentlich vollkommen egal. Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten gefühlt. Spoiler werde ich hier nicht einsetzen, das verdirbt den Spaß. Einzig eine kritische Bemerkung: in Krimis brauche ich kein Gendern. Weder "Mitarbeitende" noch "Diabetiker oder Diabetikerinnen" passen zu diesem ansonsten sehr bodenständigen Krimi.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Deutsche Heimat war schon vor 100 Jahren ein schwieriges Pflaster

Auf tausend Straßen
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Kurt Tucholsky (1890 – 1935) war ein bekannter deutscher Schriftsteller, der zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik zählte. Seine Beiträge für die WELTBÜHNE waren und wie man in diesem ...

Kurt Tucholsky (1890 – 1935) war ein bekannter deutscher Schriftsteller, der zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik zählte. Seine Beiträge für die WELTBÜHNE waren und wie man in diesem Buch sieht, sind einfach legendär. Seine diversen Pseudonyme sind es auch: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel. Ich bin mit der Lektüre seiner Bücher „Rheinsberg“ und „Schloss Gripsholm“ schon als Kind in Berührung gekommen, kenne Filme, Schallplatten, Hörspiele davon.
Die politischen Gedichte und Geschichten sind eher nicht meine Welt. Aber ich besitze ein Reprint von „Deutschland, Deutschland über alles“ aus dem Jahr 1980, das ich bis heute nicht ins Antiquariat gegeben habe. Ich habe festgestellt, im neuen Buch „Auf tausend Straßen“ machte das Kapitel „Heimat“ auf mich heute sehr viel mehr Eindruck als 1980. Wenn ich bedenke, wie viele Leute heutzutage mit Heimat und Deutschland nicht so viel anfangen können, dann war das vor 100 Jahre ähnlich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
1929 hat John Heartfield das Bilderbuch „Deutschland, Deutschland über alles“ montiert, heute halte ich das modern und unheimlich anregend von Stefanie Harjes illustrierte Buch „Auf tausend Straßen“ in den Händen. Der äußere Unterschied könnte nicht größer sein. Im Inneren ist es Kurt Tucholsky, wie man ihn kennt und erwartet. Der Wechsel von Lyrik und Prosa ist gut gelungen, die Illustrationen sind kleine Kunstwerke mit dem gleichen Humor, der Ironie und Melancholie, die vom Dichter hereinweht. Als Leser kann man die Unterschiede der Herren mit den drolligen Pseudonymen erforschen, ein jeder auf eigene Art unterhaltsam.
Fazit: Kurt Tucholsky wird für das Heute wiederentdeckt und mit wunderbaren Illustrationen zu neuem Leben erweckt.

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