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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein unvergessliches Debüt voller Gefühl und Tiefe

Das Buch der verlorenen Stunden
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Fünf Sterne für ein Buch, das mich noch lange begleiten wird. Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso ist weit mehr als eine Geschichte über Zeit. Es ist ein Roman über Erinnerung, Verantwortung ...

Fünf Sterne für ein Buch, das mich noch lange begleiten wird. Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso ist weit mehr als eine Geschichte über Zeit. Es ist ein Roman über Erinnerung, Verantwortung und die Frage, wer über Wahrheit entscheiden darf.

Ich war sofort in Lisavets Welt gefangen. Ein verborgenes Archiv voller Bücher, die jede Erinnerung der Menschheit bewahren, ist für mich ein faszinierender Gedanke. Die Autorin beschreibt diesen Ort so bildhaft, dass man fast den Staub alter Seiten riechen kann. Die Zeitsprünge zwischen 1938 und 1965 fügen sich nahtlos zusammen und zeigen, wie stark Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind.

Amelia und Lisavet haben beide Ecken und Kanten, was sie umso echter wirken lässt. Ihre Entscheidungen schmerzen, ihre Verluste treffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie das Buch zeigt, dass Erinnerungen nicht nur Trost spenden, sondern auch Verantwortung bedeuten. Man kann die Vergangenheit nicht löschen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Der Schreibstil ist poetisch, aber klar. Die Handlung baut sich langsam auf, dann zieht sie einen unwiderstehlich hinein. Am Ende hatte ich wirklich Tränen in den Augen und das Gefühl, etwas Bedeutendes gelesen zu haben.

Ein außergewöhnlich starker erster Roman, der Fragen stellt, die lange nachhallen. Für Leserinnen und Leser, die Geschichten über Zeit, Erinnerung und Menschlichkeit lieben.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Magie, Wut und zweite Chancen

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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„Velvet Falls – But the Gods Forgot to Die“ von Julia Dippel ist der Auftakt einer fesselnden Romantasy-Dilogie. Die Geschichte spielt in einer zukünftigen Version unserer Welt, in der Götter, Magie und ...


„Velvet Falls – But the Gods Forgot to Die“ von Julia Dippel ist der Auftakt einer fesselnden Romantasy-Dilogie. Die Geschichte spielt in einer zukünftigen Version unserer Welt, in der Götter, Magie und Dämonen zurückgekehrt sind.

Im Mittelpunkt steht Velvet, eine entschlossene Dämonenreiterin mit einer schwierigen Vergangenheit. Als Visionen vom Untergang der Götter sie heimsuchen, muss sie sich mit ihrem Ex-Freund und Göttersohn Kash zusammenschließen. Die beiden verbindet eine tiefe, aber schmerzhafte Geschichte. Ihre Dynamik ist intensiv, voller Konflikte und Emotionen.
Velvet ist keine typische Heldin, sondern eine starke, verletzte Frau, die genau weiß, was sie will, und was nicht. Ihre Wut, ihr Schmerz und ihr Mut machen sie unglaublich greifbar.

Die Dynamik zwischen ihr und Kash hat mich besonders mitgenommen. Zwei Menschen mit einer gemeinsamen Vergangenheit, die sich eigentlich hassen sollten, aber noch immer etwas verbindet. Ihre Gespräche sind bissig, ehrlich und voller Spannung. Man spürt, dass da mehr ist als nur alte Wunden.

Das Setting hat mir richtig gut gefallen. Eine Welt, in der Götter zurückgekehrt sind, Magie wieder existiert und Dämonen in den Straßen lauern. Julia Dippel beschreibt das alles so bildhaft, dass man sofort mittendrin ist. Ich konnte mir New Orleans mit seinen dunklen Ecken und magischen Schauplätzen genau vorstellen.

Ein paar Szenen hätte ich mir etwas spannender gewünscht, aber insgesamt hat mich die Geschichte überzeugt. Sie ist düster, emotional und hat genau die richtige Prise Humor.

Für mich ist „Velvet Falls“ eines dieser Bücher, bei denen man am Ende denkt: Ich will sofort wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ein Universum voller Ideen und Fragen

Die Spur der Vertrauten
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Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Christelle Dabos entwirft eine Welt, die gleichermaßen vertraut und fremd wirkt. Der Gedanke, dass jeder Mensch einem Instinkt unterliegt, eröffnet spannende Möglichkeiten ...


Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Christelle Dabos entwirft eine Welt, die gleichermaßen vertraut und fremd wirkt. Der Gedanke, dass jeder Mensch einem Instinkt unterliegt, eröffnet spannende Möglichkeiten und Konflikte. Gerade die Konsequenzen, die daraus entstehen, haben mich oft zum Nachdenken gebracht.

Die Figuren sind vielfältig und lebendig. Claire und Goliath sind mir besonders nahegegangen. Ihre Entwicklung zieht sich durch die Geschichte und hat mich immer wieder überrascht. Auch Nebenfiguren wie Modeste tragen viel zur Intensität des Romans bei.

Der Aufbau des Buches ist anspruchsvoll, denn es gibt viele Perspektivwechsel. Doch genau das macht die Geschichte so reich. Ich musste aufmerksam lesen, wurde dafür aber mit Tiefe und Komplexität belohnt. Manche Szenen haben mich schmunzeln lassen, andere waren bedrückend. Dieses Wechselspiel hat den Lesefluss nie langweilig werden lassen.

Besonders beeindruckt hat mich die zweite Hälfte des Romans. Dort stellt sich die große Frage, was ein Kollektiv und was ein Individuum ausmacht. Dabos schafft es, diese Themen literarisch zu verweben, ohne die Spannung zu verlieren.

Für mich ist „Die Spur der Vertrauten“ ein Roman, den ich gerne noch einmal lesen möchte, um weitere Nuancen zu entdecken. Eine klare Empfehlung für alle, die Welten mögen, die sowohl Kopf als auch Herz fordern.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Mein neues Fantasy-Highlight: The Witch Collector

The Witch Collector
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Fünf Sterne, ohne Zögern. Dieses Buch hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen.

Die Mischung aus Magie, Göttern und Intrigen war detailreich und wirkte durchdacht. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ...

Fünf Sterne, ohne Zögern. Dieses Buch hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen.

Die Mischung aus Magie, Göttern und Intrigen war detailreich und wirkte durchdacht. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin die Welt bis ins Kleinste kennt und mir Stück für Stück Zugang gibt. Genau das hat den Reiz ausgemacht. Hinweise und Andeutungen zogen sich durch die Handlung, sodass ich ständig mitgerätselt habe und weiterlesen musste.

Raina als Hauptfigur war etwas Besonderes. Sie lebte ohne Stimme und formte ihre Magie mit den Händen. Das hat die Geschichte für mich einzigartig gemacht. Zusammen mit Alexus, dem Witch Collector, entstand eine Dynamik voller Spannung, die sich von Feindschaft zu etwas ganz anderem entwickelt hat. Die Chemie zwischen den beiden war intensiv, ohne die Handlung zu verdrängen.

Was mich am meisten überzeugt hat: Die Balance stimmte. Es gab Romantik, aber auch eine durchgehende Handlung mit Konflikten, Geheimnissen und Wendungen. Das Magiesystem war spannend und facettenreich, die Reise der Figuren fesselnd.

Schon nach wenigen Kapiteln habe ich beschlossen, dass The Witch Collector ab sofort zu meinen persönlichen Lieblingsreihen gehören wird.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Robin und Zylas - ein Duo, das süchtig macht

Ein Cookie für den Dämon
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Ich liebe die Bücher von Annette Marie und dieser Auftakt zum Spin-off der "Spellbound"-Reihe hat mich sofort gepackt. Robin ist anders als viele Heldinnen, leise und zurückhaltend, dabei voller Neugier. ...

Ich liebe die Bücher von Annette Marie und dieser Auftakt zum Spin-off der "Spellbound"-Reihe hat mich sofort gepackt. Robin ist anders als viele Heldinnen, leise und zurückhaltend, dabei voller Neugier. Genau das macht sie so nahbar. Zylas dagegen ist gefährlich, geheimnisvoll und doch auf eine unerwartete Weise witzig. Die beiden zusammen sind einfach großartig.

Die Handlung hat mich sofort mitgerissen. Es gibt Spannung, Action und auch humorvolle Momente. Besonders gelungen finde ich die Dynamik zwischen Robin und Zylas. Ihr vorsichtiges Annähern, die Wortgefechte und das langsame Vertrauen wirken sehr authentisch. Das macht die Geschichte intensiv und gleichzeitig herzerwärmend.

Die Welt rund um die Gilden ist detailreich und lebendig beschrieben. Wer die Codex-Reihe schon kennt, findet hier zusätzliche Tiefe und viele schöne Überschneidungen. Aber auch ohne Vorkenntnisse funktioniert dieses Buch hervorragend.

Für mich ist „Ein Cookie für den Dämon“ das beste Beispiel dafür, wie Urban Fantasy fesseln kann. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band. Ganz klare 5 Sterne.

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