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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2024

Für alle Altersklassen

Wenn du schon hundert wirst, kannst du genauso gut auch glücklich sein
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Das Cover mit der Schildkröte ist wirklich genial. Es hat mich schon bei der Leseprobe angesprochen. Sie erinnert mich an die „Uralte Morla“ aus der unendlichen Geschichte, weise.
Ich finde es toll, dass ...

Das Cover mit der Schildkröte ist wirklich genial. Es hat mich schon bei der Leseprobe angesprochen. Sie erinnert mich an die „Uralte Morla“ aus der unendlichen Geschichte, weise.
Ich finde es toll, dass der Autor seine Erfahrungen und die Schlüsse, die er daraus fürs Leben zog, mit uns teilt.
Ich musste richtig schmunzeln, als er erkannte, daß die jüngere Generation ihn, bei einer Feier irgendwann, loswerden wollte. Genauso, wie er es als junger Student, mit seinem Professor erlebt hat.
Mir liegt der Schreibstil von Rhee Kun Hoo. Er ist nicht belehrend, sondern eine Empfehlung aus dem eigenen langen Leben. Was der Leser am Ende daraus macht, bleibt ihm überlassen.
Mit dem Buch, spricht der Autor alle Altersklassen an. Vielleicht denkt man zwischendurch, es ist eher für die ältere Generation geschrieben.
Nein, denn die Jüngeren können noch viel von ihrem Leben gestalten.

Im Laufe des Buches wiederholt er sich des Öfteren. Grundsätzlich ist das natürlich okay, denn was sich wiederholt, bleibt hängen. In diesem Falle ist es mir etwas zu viel.
Ich kann mir gut vorstellen, einige Kapitel immer mal wieder nachzulesen, wie einen Ratgeber.
Fazit:
Ein gelungenes Buch mit ein paar Schwächen, über die man gut hinwegsehen kann.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Nie zu spät

Sylt im Getriebe
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Im ersten Drittel, hab ich wirklich gedacht, naja überzeugt mich nicht.
Die Krise, viel Negatives und auch wirklich Naives. Gibt es das wirklich noch so? Ich denke Claudia Thesenfitz wollte uns, bewusst ...

Im ersten Drittel, hab ich wirklich gedacht, naja überzeugt mich nicht.
Die Krise, viel Negatives und auch wirklich Naives. Gibt es das wirklich noch so? Ich denke Claudia Thesenfitz wollte uns, bewusst und überspitzt, den Spiegel vor Augen halten.
Ab dem 2. Dittel war der bekannte Spirit der Autorin wiederzuerkennen. Lustig, charmant und mit so viel Ideen, wacht die Protagonistin langsam auf. Irgendwie hat sie sich regelrecht im Winterschlaf befunden, aber es ist nicht zu spät für eine Wende im Leben. Es als Neuanfang zu bezeichnen, würde ich etwas übertrieben finden. Auch Marina hat, trotz allem, ihre Altlasten mit im Gepäck und kann nicht alles einfach abwerfen.
Über die „Klima-Queens“ hab ich mich so kaputt gelacht. Eine großartige Idee und so hilfreich. Da ist wirklich der Zusammenhalt und die Energie der Insel zu spüren, genial.
Bei aller Ernsthaftigkeit, der Themen während der Wechseljahre, hab ich mich wirklich sehr gut unterhalten gefühlt, viel gelacht und auch gelernt.
Fazit:
Trotz holperigem Anfang, hat der Roman die Kurve gekriegt und ist richtig schön zum Schmökern. Für mich eine echte Bereicherung und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.07.2023

Was bedeutet Freundschaft

Die Neapolitanische Saga 1: Meine geniale Freundin
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Ich kenne den ursprünglichen Roman von Elena Ferrante nicht. Deshalb brauchte ich ein bißchen, um diese Graphik Novelle zu verstehen. Es ist berührend zu sehen, wie viele Dinge sich wiederholen oder auch ...

Ich kenne den ursprünglichen Roman von Elena Ferrante nicht. Deshalb brauchte ich ein bißchen, um diese Graphik Novelle zu verstehen. Es ist berührend zu sehen, wie viele Dinge sich wiederholen oder auch gleich geblieben sind, egal in welcher Zeit man lebt. Höher, schneller, weiter, besser sein als der andere.
Die Interpretation von Freundschaft, in diesem Fall eine Mädchenfreundschaft. Zwischen Hassliebe und Bewunderung, Freundin oder Konkurrentin, fast schon toxisch.
Im jungen Erwachsenenalter spielt eine mit dem Feuer und blüht durch die Bewunderung anderer förmlich auf. Während die Freundin immer blasser wird und von Gefühlen wie Neid und Rivalität geplagt wird. Erst eine räumliche Trennung bringt eine scheinbare Erlösung.
Auch ich verstehe unter einer Freundschaft oft etwas anderes, als mein Gegenüber. Zu akzeptieren, wie und wer wir sind und sich nicht mit anderen, in dieser Form, zu messen muss man lernen und bedeutet Selbstliebe.
Ich finde die Novelle berührend und abschreckend zugleich. Viele Bilder sind dunkel, viele Gesichter und Zeichnungen fast schon häßlich. Aber ich denke, genau das ist so gewollt.
Das Buch an sich ist mir etwas zu unhandlich und wäre mir auch zu hochpreisig. Trotzdem gebe ich 4 Sterne, weil ich meine ganz eigene Botschaft mitnehme.

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Veröffentlicht am 23.06.2023

Träume leben

Love Always Hopes
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Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Aber entspricht das auch deren Vorstellungen? Die Geschichte von Juna und Leo handelt genau davon. Von Vertrauen, Loslassen, Akzeptanz und dem Ziehen lassen. Was ...

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Aber entspricht das auch deren Vorstellungen? Die Geschichte von Juna und Leo handelt genau davon. Von Vertrauen, Loslassen, Akzeptanz und dem Ziehen lassen. Was man als Eltern von heranwachsenden Kindern, im Übergang zum Erwachsen werden, eben erlebt.
Juna und Leo, beide absolvieren ein 3 wöchiges Praktikum in einem Luxushotel. So unterschiedlich sie anfangs scheinen, so ähnlich sind sie sich. Juna träumt von einem Leben als Hotelmanagerin und traut sich nicht Ihren Eltern davon zu erzählen. Leo ist mit Leib und Seele Musiker. Seine Mutter hat andere Pläne mit ihm und auch er hat nicht den Mut, seine Zukunftsträume durchzusetzen. Diese Verbindung erkennen auch die beiden.
Ich finde Melissa C. Feurer hat das Thema einfühlsam, aber sehr deutlich aufgegriffen. Einzig stören mich die Wiederholungen zu Juna`s Gedanken. Dadurch zieht sich die Geschichte etwas. Trotzdem ein wirklich schöner Roman, der mich zur Selbstreflektion anregt. Wir stecken, mit unserem Sohn, in der gleichen Lebensphase.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Harte Lektion

Inside
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Den Anfang des Buches empfand ich als unordentlich. Bis ich verstanden habe, wie er die Erzählung seiner Geschichte aufgebaut hat.
1985 war ich 13 Jahre alt und das war schon toll, die Turniere von ihm ...

Den Anfang des Buches empfand ich als unordentlich. Bis ich verstanden habe, wie er die Erzählung seiner Geschichte aufgebaut hat.
1985 war ich 13 Jahre alt und das war schon toll, die Turniere von ihm im Fernsehen zu verfolgen. Bei kaum einem anderen wurden die Höhen und Tiefen so ausgeschlachtet, wie bei Boris Becker. Auch darüber schreibt er ja und das finde ich total beschämend, wie die Presse sich, noch heute, auf ihn stürzt.

Natürlich hat er sich viele Dinge geleistet, die ich ihm früher nie zugetraut hätte. Aber auch hier, was ist echt und was sind Fake Informationen? Deshalb war mir dieses Buch so wichtig. Ich wollte seine Sicht auf die Dinge erfahren. Das Bild einer Legende ein bisschen gerade rücken, sozusagen aus erster Hand.
Der Schreibstil erinnert mich ein bißchen an ein Tagebuch. Es hat mich gefesselt und dann kamen Stellen, da war es mir zu langatmig. Deshalb habe ich auch mal einige Passagen quergelesen. Die Zeit im Gefängnis beschreibt er als extrem hart und das glaube ich ihm auch. Manchmal konnte ich richtig dieses beklemmende Gefühl nachvollziehen.

Man steckt nicht in seiner Haut und ich glaube, er hat eine ganze Portion Misstrauen gegenüber anderen Menschen gelernt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit kleinen Einschränkungen.

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