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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

Kochen wie in Maine

Herbstgenuss & Winterglück
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Dieses Kochbuch beschäftigt sich mit Rezepten rund um Herbst und Winter in Maine. Natürlich gibt es die Zutaten auch hier zu kaufen. Man merkt jedoch tatsächlich, dass andere Länder auch andere Essgewohnheiten ...

Dieses Kochbuch beschäftigt sich mit Rezepten rund um Herbst und Winter in Maine. Natürlich gibt es die Zutaten auch hier zu kaufen. Man merkt jedoch tatsächlich, dass andere Länder auch andere Essgewohnheiten haben. Das ist interessant und mach Spaß zu entdecken.

Nicht alle Zutaten könnte ich jetzt aus meiner Warte aus als Standardausstattung betrachten. Ich finde einige sogar etwas exotisch. Zu den meisten Rezepten bekommt man ein passendes Foto. Der Aufbau mit Titel, kleinem Text, Zutatenliste und Arbeitsschritte entspricht dem Zeitgeist. Die Rezepte sind in die zehn Kapitel Frühstück; Vorspeisen, Kleinigkeiten und Salate; Suppen und Ragouts; Sandwiches; Hauptgerichte; Beilagen; Würziges; Getränke; Desserts; Menüs eingeteilt. Für mich sind die Menü-Vorschläge ein wenig schräg. Ganz ehrlich, zusammenstellen kann ich mir die Rezepte auch selbst und ganz sicher alle anderen Kochfans ebenso.

Auch wenn die Anweisungen gut verständlich geschrieben sind, ist nicht jedes Gericht alltagstauglich. Es finden sich recht viele aufwendigere Rezepte. Ganz ohne Zweifel ist der knursprige Kartoffelkuchen ein Genuss, aber ich bin davon überzeugt, dass man den nicht alle Tage zum Frühstück kredenzen kann. Davon abgesehen gibt es wie immer bei Rezepten einige die man sofort liebt ebenso wie einige, die man nie nachkochen möchte.

Für Anfänger weniger geeignet, für Fortgeschrittene eher. Nett finde ich die Anleitung für den Sauerteigansatz. Dennoch eindeutig amerikanische Ostküsten-Mentalität, total sachlich, und vielleicht deshalb nicht so ganz mein Fall. Drei Sterne.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Jahreszeiten-Kapitel

Was kocht Hanna
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Vor diesem Buch war Hanna Reder mir völlig unbekannt. Ihre Kochphilosophie entspricht aber auf erstaunlich weiter Linie meiner, sodass ich neugierig wurde. Die Playlist hätte ich persönlich jetzt nicht ...

Vor diesem Buch war Hanna Reder mir völlig unbekannt. Ihre Kochphilosophie entspricht aber auf erstaunlich weiter Linie meiner, sodass ich neugierig wurde. Die Playlist hätte ich persönlich jetzt nicht gebraucht, aber die gehört heute fast schon zu jedem Buch dazu.

Die Kapitel sind in die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt. Zuvor gibt es noch Rezepte, die man immer braucht. Hier finden sich Pickles, Chutneys, Dips, Sirup und sonstige kleine Rezepte, zu denen es leider keine einzelnen Fotos gibt.

Innerhalb der Jahreszeiten-Kapitel sammeln sich dann saisonale Rezepte. Das ist insgesamt ein bisschen wild gemixt, aber über das Register am Ende des Buches findet man auch über Stichworte das Rezept, das man sucht. Die Zutaten sind nicht sonderlich exotisch und gut zu bekommen. Vegane und vegetarische Rezepte sind mit einem kleinen Icon gekennzeichnet, allerdings nicht im Register. Nach meinem Verständnis fehlen auch öfter mal die Blättchen-Icons bei vegetarischen Rezepten, wie beispielsweise der Tomatengalette. Das finde ich etwas schade. Es sind insgesamt auch sehr wenige Rezepte mit Fleisch oder Fisch. Da hätte man der Einfachheit halber auch ein Icon vergeben können.

Nach dem Titel des Rezepts folgen immer ein paar Worte dazu, dann findet man die Zeiten und benötigte Utensilien, bevor es an die Zutatenliste geht. Die Zubereitungsschritte sind knapp, aber gut verständlich gehalten. Am Ende folgen Hinweise für das Servieren. Ab und an schließt sich noch ein Tipp an.

Die Rezepte sind bunt gemischt und können zumeist ohne großen Aufwand nachgekocht werden. Aber es gibt auch Rezepte, die in meinen Augen umständlicher als nötig gestaltet sind. Auch suche ich das Alleinstellungsmerkmal, das mich anregt, das Buch zu kaufen und zu verschenken. Auch bin ich mir unsicher, wer genau die Zielgruppe ist. Es ist nice to have, aber kein must have. Deshalb ist es für mich ein schönes Buch, das nicht heraussticht aus der Masse und bekommt von mir drei Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein Japan-Bildband mit ein paar Rezepten

Oishii!
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Dieses Buch ist mehr, als ein Kochbuch. Es lädt zwar ein, die Rezepte nachzukochen, doch legt es den Fokus doch stark auf die Lebensweise der Japaner und darauf, wie sie sich im Laufe der Jahre verändert ...

Dieses Buch ist mehr, als ein Kochbuch. Es lädt zwar ein, die Rezepte nachzukochen, doch legt es den Fokus doch stark auf die Lebensweise der Japaner und darauf, wie sie sich im Laufe der Jahre verändert hat. Das macht sich am meisten beim Frühstück bemerkbar, doch auch in allen anderen Lebensbereichen. Dennoch fühlt man sich nach der Lektüre einfach ein wenig entschleunigt und freut sich darauf, immer mal wieder eines der Rezepte nachzukochen.

Natürlich sind die Zutaten ein wenig exotischer, als man sie üblicherweise im Vorratsschrank hat. Jedoch sind sie bestens im gut sortierten Lebensmittelhandel in der asiatischen Abteilung zu finden oder man geht gleich in einen Asia-Laden. Das ist sowieso ein tolles Erlebnis und lohnt sich immer! Die Rezepte kommen mit Foto, der Bezeichnung in japanischen Schriftzeichen und übersetzt, dazu ein paar erklärende Worte und die Angabe, für wie viele Personen es reicht und welchen Zeitbedarf man einrechnen sollte. Danach sind die Zutaten gelistet und die Arbeitsschritte kurz und bündig erklärt.

Das Buch sprudelt über vor Eindrücken des japanischen Alltags und Essens. Die Fotos sind tolle Momentaufnahmen, völlig ungestellt und ungeschönt. Man sieht, was gegessen wird und wie und wo, ob im Restaurant oder mitten im Trubel oder gar am Arbeitsplatz. Allerdings fällt mir auch auf, dass Frauen in der Minderheit sind und zumeist in den Restaurants arbeiten, weniger dort essen. Auch ist alles etwas abgelebt, etwas verbraucht, alt, nicht neu und glänzend. Das macht mich nachdenklich.

Insgesamt also ein ausgefallenes Buch, das kein reines Kochbuch sein möchte und das auch nicht ist. Dazu sind es zu wenige Rezepte. Aber es ist ein Bildband über Japan, mit Informationen und eben ein paar Rezepten. Drei Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Pasta und Sauce vom Aostatal bis Sizilien

Il mondo della Pasta
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Dieses Buch beschäftigt sich mit Pasta, ganz klar. Dabei wird auf die Unterschiede in den einzelnen Regionen Italiens eingegangen. Man erhält Grundrezepte und eine Anleitung, wie der Teig verarbeitet werden ...

Dieses Buch beschäftigt sich mit Pasta, ganz klar. Dabei wird auf die Unterschiede in den einzelnen Regionen Italiens eingegangen. Man erhält Grundrezepte und eine Anleitung, wie der Teig verarbeitet werden muss, um den Gaumen zu erfreuen. Außerdem erfährt man unfassbar viel über die Geschichte der Pasta und die Herstellung, manuell und maschinell. Eine Übersicht über Pastaformen wird auch geliefert. Wer sich voll und ganz ins Thema werfen möchte, bekommt zudem eine Übersicht über die Utensilien, die man haben sollte, wenn man nicht nur hin und wieder, sondern am liebsten immer seine Pasta selbst machen möchte. Da kommt so einiges zusammen!

Schade finde ich, dass auf die Mehlsorten nicht so wirklich intensiv eingegangen wurde. Tipo 00 ist nicht gleich Tipo 00, es kommt auch auf die Weizensorte und den W-Wert an. Bei Semola ist die Beschreibung auch ein klein wenig irreführend. Zumindest für mich und ich habe durch mein Brotbacken meiner Meinung nach einiges an Mehl-Kenntnis. Insgesamt wird mehr auf die Soßenrezepte eingegangen, als auf die Pasta-Herstellung zu Hause. Vollkornpasta fehlt leider komplett. Die Soßenrezepte sind aber schon lecker, das muss man sagen! Hier hätte ich mir aber ein paar mehr ohne (Schweine-)Fleisch gewünscht. Fans von Nährwertangaben werden enttäuscht. Die werden nicht angegeben.

Ein wenig schade finde ich auch, dass es weniger Pasta-Rezepte gibt, als ich erwartet hatte, und auch für mein Verständnis wenige und nicht ganz so ausführliche Anleitungen, wie man sie formt. Bei einigen Saucen-Rezepten stehen weitere Rezepte zu Pasta, bei vielen aber nicht oder es werden gekaufte Nudeln verwendet. Zudem sind die Rezepte oft identisch zu denen vorne im Buch, wobei sich nur die Mengenangaben proportional ändern.

Beim Lasagne-Rezept hat mich schon bei der Beschreibung gewundert, dass drei ganze Eier und drei Eigelbe verwendet werden auf 500g Mehl. Der Teig war total trocken und krümelig und ich musste Wasser, und zwar reichlich, dazugeben. Mit den Eiweißen wäre das vermutlich nicht nötig gewesen. Die Teigmenge ergab dann auch noch viermal so viele Platten, wie laut Rezept benötigt werden. Das war schon heftig für mein Verständnis. Aber wichtig ist hier noch zu sagen, dass die Lasagne einfach köstlich war! Die übrige Teigmenge habe ich zu Farfalle und Garganelli geformt.

Vielleicht hatte ich einfach nur eine falsche Vorstellung vom Buch und zu hohe Erwartungen. Für Anfänger bei der Pasta-Herstellung finde ich es etwas schwierig und nicht so gut geeignet. Der Schwerpunkt liegt auf Wissen rund um die Regionen und ihre Spezialitäten, auf Unterschiede und Besonderheiten. Ich empfinde das Buch auch als etwas unstrukturiert. Für mich daher, obwohl das Buch eindeutig mit Liebe zu Pasta und Italien gemacht wurde, drei Sterne. Gut, aber nicht überragend.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Hat mich nicht richtig gecatcht

All Better Now
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Gerade hat die Welt Corona und die Folgen halbwegs verkraftet, da erlebt sie die nächste, noch schlimmere Pandemie. Crown Royale endet oft tödlich. Aber wer es überlebt, kennt keine negativen Gefühle mehr. ...

Gerade hat die Welt Corona und die Folgen halbwegs verkraftet, da erlebt sie die nächste, noch schlimmere Pandemie. Crown Royale endet oft tödlich. Aber wer es überlebt, kennt keine negativen Gefühle mehr. Das klingt nach Dauerglücklichsein, birgt aber auch unerwartete Risiken. Vor allem aber gibt es Gründe, dieses vermeintliche Glück aufzuhalten. Manche der Gründe sind gut, viele aber eben nicht. Mariel und ihre Mutter sind obdachlos und hangeln nicht von einem Tag zum nächsten. Ron und sein Vater sind unermesslich reich. Der Zufall bringt diese beiden Familien zusammen und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Denn Mariel und Ron ergeben zusammen etwas, mit dem niemand gerechnet hatte.

Eindeutig bin ich aus dem Alter der Zielgruppe raus, dennoch lese ich gern hin und wieder Jugendbücher. Hier hatte ich leider immer wieder das Gefühl, durch zähen Sirup zu waten. Trotz allem Potenzial der Story ging es nur lahm voran und vieles, das intensiver behandelt hätte werden müssen, blieb leider oberflächlich. Es wird gegendert, was ich weder gut noch schlecht finde. Hier aber hatte ich den Eindruck, dass gewisse Komponenten eingeflochten wurden, um nur ja jedes Klischee zu vermeiden oder auch zu bedienen, je nach Sichtweise, um politisch auf alle Fälle korrekt zu bleiben und der Zielgruppe klare Wegweiser zu geben. Ganz so plump mag ich das überhaupt nicht gern.

Gut gelungen dagegen fand ich, wie gezeigt wurde, dass in einfach jedem Bereich früher oder später jemand auftaucht, der Stimmung macht durch bewusste Falschinformationen, Aufstellung von unwahren Behauptungen, die aber im Gegensatz zur Wahrheit geglaubt werden, Manipulation auch durch entsprechende Sprache und dem Ausnutzen der Leichtgläubigkeit und Angst der Menschen. Man sieht schnell, dass es niemals Einigkeit gibt und es immer und überall Quertreiber und Gegner gibt.

Auch ist es richtig gut gelungen, es gar nicht so eindeutig sein zu lassen, ob jemand oder auch etwas gut oder böse bzw. schlecht ist, wenn man genug Abstand halten kann, um es in Ruhe zu betrachten. Selbst die vermeintlich fiesen Charaktere haben immer wieder sympathische Züge. Umgekehrt zeigen aber auch die vermeintlich guten Figuren immer wieder fiese Seiten.

Der Mittelteil zieht sich enorm in die Länge, um dann zu einem Ende zuzusteuern, das einen fulminanten Showdown bringt und einige Fadenenden noch etwas aufdröselt, um guten Stoff für den zweiten Band zu liefern. Dass dies eine Dilogie ist, habe ich erst gemerkt, als ich den Hinweis auf Band zwei im Herbst 2027, also in zwei Jahren, im Buch gefunden habe. Das finde ich, gerade bei Jugendbüchern, eine enorm lange Wartezeit. Zudem weiß ich es gern schon vor dem Lesen. Auch hat das Lektorat gerade im letzten Drittel sehr schlecht gearbeitet.

Fazit ist also, dass ich von einigen Dingen im Buch enttäuscht war, mir aber vorstellen kann, dass das die Kids nicht ganz so sehr stört wie mich. In meinen Augen ist dies ein Geht-So-Buch, also gerade noch drei Sterne.

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