ein täglicher Kampf
KinderspielDer Roman wird aus Sicht von Soldier als Ich-Erzählerin geschildert, indem sie ihre schmerzhaften und schönen Eindrücke über die Geburt ihres Sohnes und ihre Mutterschaft preisgibt. Die Tage sind geprägt ...
Der Roman wird aus Sicht von Soldier als Ich-Erzählerin geschildert, indem sie ihre schmerzhaften und schönen Eindrücke über die Geburt ihres Sohnes und ihre Mutterschaft preisgibt. Die Tage sind geprägt von Einsamkeit, Wut, Trauer über die verlorenen Momente, Unverständnis, aber auch von Liebe und glücklichen Momenten, wobei hier der Fokus auf der Ernüchterung gelegt wurde. Die Stimmung ist fast durchwegs gedrückt, traurig, depressiv, nur kurz unterbrochen von Glücksmomenten oder positiven Situationen, sodass ich den Roman Jungmüttern oder auch Vätern nicht empfehlen würde, sondern erst als Lektüre im Nachhinein, wenn die eigenen Kinder schon aus dem Alter heraus sind. Im Nachhinein kann man gewisse Situationen, die beschrieben werden, anders sehen, darüber schmunzeln, oder erkennen, dass dies doch nicht so dramatisch oder aussichtslos war, aber wenn man selbst in der Situation feststeckt, bewertet man emotionaler, dramatischer, intensiver.
Soldier kommt auch nicht gut mit ihrer neuen Situation als Mutter und wie sie nun von anderen wahrgenommen wird klar, sodass es wirkt, als ob sie sich im Vorhinein nicht so viele Gedanken darüber gemacht hätte oder sich von den positiven Bildern, die andere Mütter aus gelungenen Situationen posten, beeindrucken hat lassen. Dass ihr Mann sein Leben wir vorher weiterführen kann, stresst und stört sie zudem, sodass auch ihre Beziehung stark darunter leidet. Hilfe annehmen oder Arbeitsaufträge abgeben kann sie nicht gut und somit hat sie das Gefühl, alles alleine stemmen zu müssen und fühlt sich zunehmend überfordert, wobei ihre Gedankengänge und Handlungen teilweise schon in eine depressive Phase rutschen, sodass sie sich von einem Tag zum nächsten durchkämpft.
Den Titel und das Cover finde ich schön ausgewählt!