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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

MadMegs

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
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Als ihr Mentor ihr mitteilt, dass sie als Künstlerin nicht genügend Talent hat, beendet Meg ihre Karriere in New York und zieht zurück nach Seattle ins Morrisey-Gebäude, wo sie bei ihrer Tante aufgewachsen ...

Als ihr Mentor ihr mitteilt, dass sie als Künstlerin nicht genügend Talent hat, beendet Meg ihre Karriere in New York und zieht zurück nach Seattle ins Morrisey-Gebäude, wo sie bei ihrer Tante aufgewachsen ist und jetzt in deren Wohnung leben kann. Schon seit frühester Kindheit kann Meg Geister sehen und mit ihnen reden und wird von Ripley, einer Geisterfrau, begleitet. Im Morrisey fühlt sie sich gleich wieder heimisch, auch weil Laurie, ihr Kindheitsfreund, noch immer dort lebt. Doch dann geschieht ein Mord und plötzlich sieht sich Meg nicht nur mit Geistern, ihrer langanhaltenden Liebe zu Laurie und einer gescheiterten Karriere konfrontiert, sondern will auch um jeden Preis diesen Mord lösen ...

Ein cosy crime mit einem Hauch von Fantasy und Spuk: Diese Prämisse gefiel mir sehr gut. Allerdings muss ich sagen, dass ich anfangs ein bisschen Probleme hatte reinzukommen. Die Reaktionen aller Beteiligten waren immer extrem überzogen. Es wurde bei den nichtigsten Anlässen nach Luft geschnappt, die Augen aufgerissen oder anderweitig überreagiert und das machte mir den Einstieg schwer. Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt (oder es kam nicht mehr derart geballt vor) und ich konnte die Geschichte mehr genießen. Es wurden viele falsche Fährten gelegt und auch die erwähnten Geister spielten eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Schluss jedoch hatte mich dann wieder ein wenig enttäuscht - die Lösung fand ich eher unkreativ und es gab ein paar unlogische Dinge. Was mich auch gestört hat, waren die zunehmenden Rechtschreibfehler, die man so nicht unbedingt bei einem großen Verlag erwartet. Alles in allem war es ein netter Einstieg in die Morrisey Mysteries, der jedoch auch noch ordentlich Luft nach oben hat.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Coal und Hex

The Nightmare Before Kissmas
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Angenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. ...

Angenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. Sein Vater ist - man kann es nicht anders sagen - ein Tyrann. Nach außen hin der joviale, freundliche Santa, ist er hinter den Kulissen ein knallharter Geschäftsmann, der eben dieses Weihnachtsgeschäft mit eiserner Hand führt. Coal und sein wenig jüngerer Bruder Kristopher stehen unter seiner Fuchtel und müssen tun, was er verlangt. Jetzt eben verlangt Santa, dass Coal die Prinzessin Iris von Ostern heiratet, um ihre Imperien zu vereinen. Doch dann kommt der Prinz von Halloween als Konkurrent um Iris' Hand - und was passiert eigentlich, wenn sich die beiden Konkurrenten ineinander verlieben?

Ich mochte die Ausgangslage sehr. Und um ehrlich zu sein, waren mir die meisten Charaktere wirklich sympathisch, besonders Kristopher und Iris, Bruder und beste Freundin von Coal. Doch auch Hex war nicht uninteressant und ich mochte ihn. Mit Coal selbst bin ich nicht unbedingt warm geworden. Ich mochte, dass er eine Green Flag in einer Beziehung war, aber seine ständige Unentschlossenheit ging mir sauber auf den Keks. Dazu kommt, dass sich genau daraus endlose Gedankenkarussells entwickelt haben. Aber die spicy Szenen waren wirklich geschmack- und gefühlvoll beschrieben, auch wenn sie meinetwegen gern weniger Platz hätten einnehmen dürfen. So hätte ich insgesamt dem Buch vier Punkte verliehen, allerdings gab es einen riesigen Mangel, den ich hier ansprechen möchte, und der dafür sorgt, dass es am Ende doch nur 3 werden: Die ganze Zeit wurde für das A...lochverhalten des Vaters immer die Mutter der Jungs verantwortlich gemacht. Da gab es von Coals Seite aus keine Reflektion, keinerlei Erkenntnis, dass es die Entscheidung des Vaters war, sich wie ein Tyrann aufzuführen. Ja, die Frau hat Santa und die Jungs verlassen, aber es ist dann SEINE Entscheidung gewesen, sich wie ein Drecksack aufzuführen, nichts, was ihre Schuld wäre. Das geht schon so stark ins Misogyne, dass ich da nicht drüber hinwegsehen kann und will.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Heißkalte Weihnachten

Under the Mistletoe – Die zwangsläufige Zeit der Liebe
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In diesem Buch versammeln sich fünf Weihnachtsgeschichten von Romanceautorinnen (nehme ich an), von denen ich allerdings nur Ali Hazelwood kannte und sie eigentlich der Grund war, warum ich es lesen wollte. ...

In diesem Buch versammeln sich fünf Weihnachtsgeschichten von Romanceautorinnen (nehme ich an), von denen ich allerdings nur Ali Hazelwood kannte und sie eigentlich der Grund war, warum ich es lesen wollte. Es sind Short Stories mit vier/fünf Kapiteln, man kann sie als quasi einfach so wegsnacken, wenn man mal Zeit hat.

Ali Hazelwood - Cruel Winter: Ja, das war eigentlich ganz süß. Jamie und ihr Kindergartenfreund/feind, die sich nie aus den Augen verloren haben und jetzt gemeinsam im Schneesturm festsitzen. Das hat ganz gut funktioniert und war wie üblich bei Ali mega geschrieben. 4/5

Tessa Bayley - Merry Ever After: Diese Geschichte hat mich so gar nicht abholen können. Der riesige Farmer Lukas, der wohl kernig wirken sollte, fühlte sich für mich irgendwie ungepflegt an und bei Daddy-Kinks bin ich gleich raus. Auch dieses "Ich Tarzan, du meine Frau"-Feeling kann ich nicht ab. 2/5

Olivia Dade - All by my Elf: Nett, aber ein bisschen langweilig, weil es auch so extrem vorhersehbar war. Immerhin gute Kritik, wie mit lehrenden Dozenten umgegangen wird. 3/5

Alexandria Bellefleur - Merriment and Mayhem: Das hätte eigentlich eine ausgewachsene Geschichte werden sollen, nicht nur so eine Short Story, dann wären die Entwicklungen glaubhafter gewesen. So war es halt etwas übertrieben, aber wenigstens ganz nett. 3.5/5

Alexis Daria - Only Santas in the Building: Wenn Gefühle nur auf absolute Horniness basieren, ist mir das zu viel, egal, ob das von der Seite des Mannes oder der Frau ausgehen. Auch dieses "Hach, immer wenn mein Schwarm auftaucht, bin ich ungepflegt" nervt. Immerhin war der Typ eine green flag und hat eine Katze, zähle ich als Pluspunkt. 3/5

Alles in allem hätte ich mir einfach ein bisschen mehr echte Gefühle und weniger "Der/die andere ist so scharf, auf den/die will ich drüber" gewünscht. Weniger ist einfach manchmal mehr.

Veröffentlicht am 19.09.2025

Wolfsrute

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 1) - Plötzlich Werwolf
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Fynn ist fest entschlossen: Er muss aus seiner neuen Schule, der Nightmore Academy abhauen. Und das gelingt ihm auch, obwohl der Burggraben von drei Krokodilen und die Burg selbst von Gargoyles bewacht ...

Fynn ist fest entschlossen: Er muss aus seiner neuen Schule, der Nightmore Academy abhauen. Und das gelingt ihm auch, obwohl der Burggraben von drei Krokodilen und die Burg selbst von Gargoyles bewacht wird. Allerdings wird er schnell erwischt. Seine Schulleiterin, die Banshee (Todesfee), bringt ihn persönlich wieder zurück. Doch noch gibt er nicht auf. Als er die Dämonin Sinistra trifft, der um Sechzehnhundertschlagmichtot gelang, aus der Schule geworfen zu werden, schließt er mit ihr einen Pakt. Sie soll ihm helfen, nach Hause zu kommen und dafür bekommt sie ... Etwas ihrer Wahl. Doch ob das Freilassen eines Drachens oder das Abschießen mit einer harten Kugel während des Blutballspiels Erfolg bringen?

Also erst einmal: Fynn wurde vor fünf Monaten gebissen und ist seit vier Monaten ein Werwolf. Da von "plötzlich Werwolf" zu sprechen, ist schon ein bisschen übertrieben. Auch verstehe ich nicht, warum Fynn so viel Wert darauf legt, unbedingt in der Nacht bzw vor Mitternacht abzuhauen. Sind die Schulstunden nicht nachts? Und da tagsüber wohl alle "Noctis" schlafen, wäre doch eine Flucht tagsüber cleverer gewesen, und er hätte sich den Stress mit dem "Hilfe, um Mitternacht wachen die Gargoyles auf und erwischen mich!" sparen können. Fynn wurde als so intelligent beschrieben, hat allerdings echt viele dumme Entscheidungen getroffen (und das auf den wenigen Seiten bzw. wenigen Hörminuten). Und dafür, dass die Geschichte wirklich mega kurz war und er gefühlt auf 100 von 101 Seiten fest entschlossen war, nach Hause zurückzukehren, kam seine 180-Grad-Wende ziemlich überraschend. Das waren eher 900 Grad plus/minus. Die eingeschobenen Erklärungen sollten bestimmt lustig sein, und vielleicht gehe ich ja zum Lachen in den Keller, aber ich fand es eher nervig. Herausheben bei der Geschichte möchte ich jedoch den Sprecher, der wirklich einen fantastischen Job gemacht hat.

Veröffentlicht am 19.08.2025

Warum eigentlich nicht Heiress of Storms?

Heir of Storms
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An dem Tag, als Blaze geboren wurde, vernichtete eine Sturmflut das halbe Land und sie wird deshalb von allen gehasst, denn man erkannte sie als Regensingerin. In einer Welt, in der viele Leute Wasser, ...

An dem Tag, als Blaze geboren wurde, vernichtete eine Sturmflut das halbe Land und sie wird deshalb von allen gehasst, denn man erkannte sie als Regensingerin. In einer Welt, in der viele Leute Wasser, Luft, Feuer und Erde beherrschen, hat sie etwas Unverzeihliches getan, obwohl sie nur ein Säugling war. Siebzehn Jahre hat sie deshalb in einem goldenen Käfig gelebt, bis zu dem Tag, als sie als Erbin ausgewählt wird und dazu verpflichtet ist, um die Krone der Wassermagier zu kämpfen. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Finn reist sie in den Palast des Kaisers, um sich dort gefährlichen Prüfungen zu stellen und trifft dabei nicht nur auf Konkurrenten, sondern auch tödlichen Geheimnissen.

Eigentlich war die Geschichte ganz nett geschrieben. Wenn man auf eine gemächliche Erzählweise steht und vor allem nicht viel hinterfragt. Blaze und Finn sind Zwillinge aus dem Feuerhaus, aber allen ist bei ihrer Geburt sofort klar, dieser krasse Sturm kann nur von ihr kommen? Die Logik entgeht mir. Klar, später gab's manchmal etwas Nieselregen von ihr, aber von Anfang an eines von zwei Babys eines Sturmes zu bezichtigen? Hm. Die Prüfungen waren auch eher ... nun. Wie soll ich es sagen? Bei Wish oder Temu bestellt. Es war jetzt nicht so, als würden da alle um ihr Leben kämpfen. Natürlich gab es auch die typischen fiesen Zicken, die einfach nur fies waren, weil sie es konnten. Es gab zwei Prinzen, die um Blazes Aufmerksamkeit buhlten, obwohl sich Blaze maximal dadurch auszeichnete, dass sie etwas langweilig und nett war. (Immerhin!) Auch war schon von vornherein klar, bei wem es sich um den alten Mann in der Bibliothek handelte und dass der fiese Erdspalter nicht so fies war wie behauptet. Überhaupt kam ich mir beim Lesen des Buches vor, als hätte hier jemand unheimlich viele Versatzstücke gerade beliebter Bücher aneinandergereiht, ohne sich groß Mühe für Originalität zu geben. Das Einzige, das man als original ansehen konnte, war die Art, wie die Dienstboten ihre Herrschaften behandeln durften. Ansonsten bot das Buch nicht viel Neues und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.