Cover-Bild Monstergott
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: park x ullstein
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 28.08.2025
  • ISBN: 9783988160546
Caroline Schmitt

Monstergott

Roman | »Oh Gott, ist das ein gutes Buch!« Benjamin von Stuckrad-Barre

Eigentlich haben Ben und Esther alles, was sie brauchen: eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus und wichtige Funktionen in ihrer Gemeinde – dem göttlich funkelnden Safe Space, in dem der Pastor teure Sneaker trägt, seine Frau Highlights aus der Predigt auf Instagram teilt und Gott uns so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, und so weiter. 

Doch Ben hat ein Problem, das zwischen ihm und seinem göttlichen Vater steht. Niemand weiß davon, nicht mal seine Schwester Esther. Je verzweifelter er sich aus den Fängen der Sünde befreien will, desto mehr tyrannisiert sie sein Leben. 

Esther hat ihr Leben lang gelernt, dass sich die Frau unterordnet. Das steht in der Bibel. Das ist Gottes Wille. Aber sie will endlich ernst genommen werden  als eigenständiger Mensch und als Musikerin. Als sie einen verloren geglaubten, aber nie vergessenen Menschen von früher wiedertrifft, spürt sie einen Hunger nach der Welt da draußen, die gar nicht so verdorben wirkt. 

Monstergott erzählt von zwei Geschwistern, für die es überlebenswichtig wird, ihren Glauben und seine Regeln infrage zu stellen – und damit alles, was sie kennen.

»Caroline Schmitt schreibt furchtlos präzise über den Hunger nach Glauben und die Verzweiflung am eigenen Menschsein. Ihre Protagonisten sind einem so fremd und dann doch so nah, dass man nicht weiß, ob man sie umarmen oder lieber vor ihnen wegrennen möchte.« Alina Bronsky

»Falls wir Menschen uns versehentlich kurz mal glücklich und frei fühlen sollten, hilft unsere teuflischste Erfindung uns rasch zurück in die Misere: Religion. Caroline Schmitt erzählt in Monstergott furios und hochkomisch von dieser freiwilligen Selbstunterdrückung, die von Erlösung plappert und doch nur Schmerz zu bieten hat. Dolles Aua, super Buch.« Benjamin von Stuckrad-Barre

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2026

Ein Buch mit großer Wahrheit

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Schon bei Liebewesen habe ich geschätzt, wie offen Caroline Schmitt tabuisierte Themen anspricht: direkt, aber zugleich feinfühlig und sehr reflektiert. Dieser Eindruckt hat sich auch bei Monstergott bestätigt. ...

Schon bei Liebewesen habe ich geschätzt, wie offen Caroline Schmitt tabuisierte Themen anspricht: direkt, aber zugleich feinfühlig und sehr reflektiert. Dieser Eindruckt hat sich auch bei Monstergott bestätigt.

Das Buch ist sehr ehrlich und hat mich beim Lesen gleichermaßen wütend wie traurig gemacht. Vieles wirkt auf den ersten Blick überspitzt, allerdings gibt es unzählige Menschen, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die Autorin verleiht diesen Geschichten eine Stimme und allein das zeichnet das Buch aus.

Besonders beeindruckt hat mich, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema Freikirchen auseinandergesetzt und umfassend recherchiert hat. Das verleiht dem Buch eine große Wahrheit.

Meine eigene Wut über die geschilderten Geschehnisse hat den Lesefluss stellenweise minimal gestört. Ich möchte aber auch betonen: Literatur darf und soll Emotionen auslösen, zum Nachdenken anregen und bewegen. Monstergott ist kein leichtes Buch, aber definitiv eines, das sich zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

SO gut

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Monstergott hat nicht nur ein wunderschönes Cover (ich liebe die Kombination aus rosa und rot!), sondern kann auch mit einem provozierenden Titel überzeugen! Ein hochaktuelles Thema, dem Caroline Schmitt ...

Monstergott hat nicht nur ein wunderschönes Cover (ich liebe die Kombination aus rosa und rot!), sondern kann auch mit einem provozierenden Titel überzeugen! Ein hochaktuelles Thema, dem Caroline Schmitt respektvoll und witzig entgegentritt.
Esther und Ben, die tief in ihrem Glauben an Gott verwurzelt sind, begegnen in diesem Roman einander, Gott und dem Glauben an die Kirche sowie an sich selbst.
Der Schreibstil war einfach wunderbar. Er hatte eine solche Sogkraft, dass ich einfach so in die Geschichte eintauchen konnte. Auch die Bibelstellen konnten überzeugen und zeigen, dass die Bibel eben nicht eindeutig und vielleicht sogar widersprüchlich ist.
Ich fand so schön, dass es hier keine Wertung zum Glauben an sich gegeben hat, sondern verschiedene Probleme der (Frei-)Kirchen besprochen wurden. Urkomisch war es auch! Einfach ein ganz großes und tiefgreifendes Buch, das ich oft empfehlen werde!

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Von Göttern und Dämonen

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Esther und ihr jüngerer Bruder Ben wachsen in einer evangelikalen Freikirche auf und engagieren sich dort. Doch beide Geschwister, die zusammen wohnen, haben ein Problem. Ben trägt ein Geheimnis mit sich ...

Esther und ihr jüngerer Bruder Ben wachsen in einer evangelikalen Freikirche auf und engagieren sich dort. Doch beide Geschwister, die zusammen wohnen, haben ein Problem. Ben trägt ein Geheimnis mit sich herum, das zwischen ihm und Gott steht. Auch Esther tut sich zunehmend schwer damit, sich in ihre vorgesehene Rolle zu fügen…

„Monstergott“ ist ein Roman von Caroline Schmitt.

Die Struktur des Romans erschließt sich schnell: Auf einen Prolog folgen 19 kurze Kapitel. Erzählt wird im Wechsel aus der Sicht von Ben und Esther.

Die Sprache ist klar und schnörkellos, aber zugleich atmosphärisch. An einigen Stellen tauchen kreative Metaphern auf. Die Dialoge wirken lebensnah.

Esther und Ben sind zwei interessante, wenn auch eher ungewöhnliche Hauptfiguren. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich sehr gut miterleben, selbst wenn man selbst weniger gläubig sein sollte.

Der christliche Glauben und die Religion spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte. Besonders die zunehmende Beliebtheit von Freikirchen beleuchtet der Roman mit kritischem Blick. Es geht um Scheinheiligkeit, Doppelmoral, Dämonenaustreibung, Sünde und Unterwerfung. Immer wieder legt die Geschichte den Finger in die Wunde. Auch misogyne Regeln und Muster entlarvt und hinterfragt sie. So setzt die Lektüre mehrere Denkimpulse.

Schon auf den ersten der ingesamt rund 260 Seiten hat mich der Roman in seinen Bann gezogen. Die Handlung erscheint in sich stimmig.

Das symbolträchtige, plakative Cover gefällt mir gut. Auch der Titel des Romans ist eine sehr gute Wahl.

Mein Fazit:
Nach „Liebewesen“ ist Caroline Schmitt wieder ein eindringlicher und beeindruckender Roman mit gesellschaftlicher Relevanz gelungen, der sowohl auf der inhaltlichen als auch der sprachlichen Ebene überzeugen kann. Ein Jahreshighlight 2025!

Veröffentlicht am 09.11.2025

Lebenshighlight

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Ok, mit diesem Buch habe ich mich etwas aus meiner Komfort-Unterhaltungsliteratur-Bubble herausbewegt... Und mein GOTT (haha), hat es sich gelohnt! In Monstergott geht's um Esther und Ben, einem Geschwisterpaar, ...

Ok, mit diesem Buch habe ich mich etwas aus meiner Komfort-Unterhaltungsliteratur-Bubble herausbewegt... Und mein GOTT (haha), hat es sich gelohnt! In Monstergott geht's um Esther und Ben, einem Geschwisterpaar, die in einer evangelikalen Freikirche groß geworden, und dort tief verwurzelt sind. Wegen ganz unterschiedlicher Dinge beginnen aber beide mit der Freikirche und ihrem Glauben zu strugglen. Im Buch werden wir mitgenommen vom sehr-überzeugt-sein und alles-für-die-Kirche/Gott-machen über das Zweifeln bis hin zum großen Knall. 

Für mich war das ein hochemotionales Buch, denn meine ganz persönliche Freikirchen-Erfahrung ist eine Mischung aus Esthers und Bens Geschichte. Ich habe mich seit langem nicht mehr so in einem Buch gesehen gefühlt, wie in diesem. Caroline schafft es, das Denken von Freikirchlern so exakt auf den Punkt zu bringen, dass man manchmal denkt, sie hat beim Schreiben wohl in meinen Kopf geschaut. Das Wording, die Gedanken, die Diskussionen... wirklich gruselig. Für Menschen, die nichts mit Freikirche zu tun haben/hatten mag dieses Buch etwas befremdlich sein, weil es so überspitzt wirkt (und es ständig nur um Sex geht... Der ja aber absolutes Tabu-Thema in Gemeinden ist... How ironic) ... Aber ich sags euch: genauso läuft es in den evangelikalen Gemeinden ab. Am Ende habe ich geweint weil Caroline so gut aufzeichnet, wie abgefuckt diese ganze Bubble ist und wie sehr vermeintlich göttliche Doktrine das Selbstbild von jungen Menschen zerstört. Falls ihr Angehörige habt, die in eine Freikirche gehen, selbst ausgestiegen seid, oder euch das Thema einfach interessiert: Lest dieses Buch! Es wird für immer in meinem Regal stehen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Wenn Glauben nicht zur Freiheit führt

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Bei diesem Buch hat mich der plakative Titel direkt neugierig gemacht. Ich nehme an, das Cover mit dem angebissenen Apfel ist ein Verweis auf den Sündenfall im Paradies, als Eva vom verbotenen Apfel kostete. ...

Bei diesem Buch hat mich der plakative Titel direkt neugierig gemacht. Ich nehme an, das Cover mit dem angebissenen Apfel ist ein Verweis auf den Sündenfall im Paradies, als Eva vom verbotenen Apfel kostete. Das Thema des Romans interessierte mich sehr, da ich den Eindruck habe, dass Freikirchen aktuell relativ viel Zulauf haben, ich aber sehr skeptisch bin, was viele derer Regeln und Rituale angeht.

Die Geschwister Ben und Esther sind quasi in einer Freikirche aufgewachsen, ihre Eltern sind durch ehemalige Nachbarn zu der Gemeinde gestoßen. Lange Zeit, bis ins junge Erwachsenenalter, sind sie glücklich mit den Angeboten der Gemeinde und den Freundschaften, die dort entstanden sind. Allerdings zeigen sich bei genauerer Betrachtung immer mehr Schattenseiten, zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau betreffend oder den Umgang mit Krankheiten, mit denen vor allem Esther hadert. Und Ben hat ebenfalls Probleme, den Moralvorstellungen der Gemeinde zu entsprechen, versucht aber lange, das alles mit sich allein auszumachen.

Ich fand es sehr interessant, durch dieses Buch Einblicke in eine solche Gemeinschaft zu erhalten. Auf mich wirkte vieles sehr authentisch, die spezielle Auslegung der Bibel, die Instagram tauglichen Feiern und auch die Doppelmoral der Funktionsträger. Die beiden Hauptpersonen Ben und Esther waren mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, wie sie damit hadern, Gott nicht zu genügen, bzw. dass ihre gewohnte und lieb gewonnene Gemeinschaft vielleicht doch nicht das ist, was ihnen gut tut. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und sehr anschaulich, sodass man sich die beschriebenen Szenen gut vorstellen konnte.

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