Profilbild von waldzell

waldzell

Lesejury Profi
offline

waldzell ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit waldzell über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2018

Eine tief berührende Überraschung am 101.Geburtstag

Das Erbe von Juniper House
0

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen Es nimmt den Leser mit auf zwei Zeitschienen und einem Zeitumfang von knapp 90 Jahren in die Geschichte von Emma und letztendlich auch Sarah. Emma mußte sehr bald ihre ...

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen Es nimmt den Leser mit auf zwei Zeitschienen und einem Zeitumfang von knapp 90 Jahren in die Geschichte von Emma und letztendlich auch Sarah. Emma mußte sehr bald ihre Familie verlassen. Ihre Mutter starb, der Vater heiratete nochmal, für sie war kein Platz mehr. Ihre älteste Schwester Isobel durfte bleiben. Sokam sie nach Juniper House, zu einer reichen Tante und einem reichen Onkel. Sie lernte schnell und wurde eine unersetzliche Kraft in der Fabrik. Auf einem Fest lernte sie den jungen Lord Hesby kennen und sie faßten schnell großes Zutrauen zueinander. Bei einem Besuch daheim an Weihnachten 1915 kannsie erkennen wie gut sie es getroffen hat. Im Jahr 2004 lebt Sarah die Enkelin von Emma mit ihrem Freund Fabian in Hamburg und merkt so langsam einige Beziehungsabnutzungserscheinungen. Fabian möchte nach Irland ziehen, aus beruflichen Gründen für ein Jahr. Ihr gefällt es in Hamburg. Er möchte Kinder sie nicht. Ihre Mutter verheiratet sich grade wieder zum 5.Mal und ist nicht faßbar, so entschließt sie sich endlich wieder mal die Großmutter in Kiel zu besuchen. Sie fühlt so eine unbestimmte Sehnsucht in sich und wollte mal eine Auszeit. Emma zuerst unwirsch, entdeckt schnell, was mit der Enkelin los ist. Sie tauchen beide in die Familiengeschichte ein.
Es wird spannend, interessant, romantisch und es gibt viele Fragen zu lösen. Lord Hesby und weiter? Wer ist charlotte, wer Nora, wer Helen. Was ist das für eine Überraschung zum 101. Geburtstag. Nähern sich Sarah und Fabian wieder an? Was erlebt Sarah noch alles auf ihrer Reise nach England?
Mit den Charakteren wurde man schnell vertraut und ich bin sehr gern auf Juniper House gewesen, man konnte sich die Situation der Leute damals sehr gut vorstellen.
Würde ich jederzeit nochmal lesen!

Veröffentlicht am 16.06.2018

Dünenzauber an der Ostsee

Dünenzauber
0

Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß ...

Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß in drei Wochen gelungen sein, also packen sie es sofort an. Dann verrät Jessi Klara ein Geheimnis und warum sie die Hochzeit platzen lassen will.Klara überzeugt sie vom Gegenteil. So ist dann eine Menge zu tun. Klara beschäftigt ein einsamer (alter) Angler, der sie retten will und ihr öfter begegnet. Da Klara sehr mit ihrer Schwangerschaft zu tun hat, ist Klara auch mal alleine unterwegs. Im "Binnen und Butten" bei einem Grog, glaubt sie eine sehr bekannte Frau zu entdecken. Das wäre für sie, die Redakteurin eines kleinen Blättchens natürlich der Knaller. Aus diesem Grund sind die Freundinnen ab und zu getrennt unterwegs, denn Klara hat herausgefunden, wo die Frau wohnt. Sie zieht in die Pension gegenüber, ihrem Chef hat sie schon davon erzählt.Sie muß es schaffen, die vermeintliche Person zu enttarnen.
Schafft sie das, wer ist der zweite Trauzeuge, gewöhnt sich Klara an die Ostsee, heiraten Jessi und ihr Freund wirklich, wer ist Tom? Viele Fragen!
Ich fand die Geschichte unterhaltsam, vor allem durch Klara´s Teil. Prerow muß ein sehr schöner Ort sein, auch Binnen und Butten gibt es wirklich. An der Geschichte gefällt mir sehr, daß man ein bißchen nachgoogeln kann und so eine bessere Vorstellung von den Örtlichkeiten und den Wegen der Protagonisten hat.
Insgesamt eine schöne Geschichte für den Strand oder ein paar andere gemütliche Lesestunden.

Veröffentlicht am 31.01.2018

Interessant, einfach und stark

Die Farbe von Milch
0

England um 1830. Die Kleinbauerntochter Mary muß schwer arbeiten auf dem Hof ihrer Eltern. Das fällt ihr garnicht leicht, denn sie hat ein verkrüppeltes Bein. Ihre drei Schwestern schieben zusätzlich ...

England um 1830. Die Kleinbauerntochter Mary muß schwer arbeiten auf dem Hof ihrer Eltern. Das fällt ihr garnicht leicht, denn sie hat ein verkrüppeltes Bein. Ihre drei Schwestern schieben zusätzlich noch viel auf sie ab. Von ihrem Vater wird sie geprügelt. Das Ganze macht ihr aber nicht soviel aus. Sie hat ihre eigene Meinung, die sie egal ob es passt oder nicht jederzeit äußert, Sie versucht ihr Leben positiv zu sehen, ist lernbegierig, vorlaut und scharfsinnig.

Eines Tages wird sie vom Vater zum Pfarrer geschickt, sie soll dort als Hausmädchen arbeiten. Jetzt ändert sich ihr Leben, obwohl sich Mary zuerst garnicht wohlfühlt. Die Pflege der kranken Pfarrersfrau macht sie sehr gerne. Im Pfarrhaus wird sie auf Grund ihres einfachen natürlichen Wesens sehr gemocht. Sie lernt auch fleißig dazu, zum Beispiel, was ein Laken ist und wie man die Herrschaft richtig bedient. Leider stirbt die Pfarrersfrau. Der Pfarrer bietet ihr an, ihr Schreiben und Lesen beizubringen und verlangt von ihr eine Gegenleistung. Als sie alle Buchstaben lesen und schreiben kann, will sie aufhören. Dann fängt das Drama an! Viele Fragen! Welche Gegenleistung verlangt der Pfarrer? Welches Drama passiert? Warum geht sie nicht einfach?

Das Buch spaltet den Leser. Der Schreibstil ist sehr einfach, fast ohne Interpunktion. Es gibt viele Und. Die Geschichte wird von Mary selbst geschrieben, sehr eindringlich! Zu Anfang möchte man fast aufhören. Weiterlesen lohnt sich auf jeden Fall. Mary ist ein ganz starkes Mädchen, die immer fest bei ihrer Meinung bleibt, auch wenn es schlimm kommt. Durch die authentische Erzählung lebt und leidet man direkt mit.

Eine Leseempfehlung!


Veröffentlicht am 14.01.2018

Nico muß sich entsccheiden

Wenn Funken über Wolken tanzen
0

Die Geschichte läßt sich gut lesen. Nico hat mir als Hauptcharakter garnicht gefallen. Sie ist 33, geschieden, läßt ihre Freunde über ihr Leben bestimmen
und ist dernaßen unsicher ihre eigene Meinung zu ...

Die Geschichte läßt sich gut lesen. Nico hat mir als Hauptcharakter garnicht gefallen. Sie ist 33, geschieden, läßt ihre Freunde über ihr Leben bestimmen
und ist dernaßen unsicher ihre eigene Meinung zu äußern, lieber zweifelt sie.
Kosta kommt sehr erwachsen rüber, seine Freunde eher kindisch?. Kostas Mutter ist eine patente Frau. Die Auflösung am Schluß? Hat sich Nico endlich entschieden zu wem oder was sie steht?
Gefallen hat mir die Aussage der Geschichte, daß man nicht immer nur auf andere hören soll.
Nico, 33 und geschieden lebt ein eingeigeltes Leben. Ihre Freundin will die "Einsiedlerin" wieder an die Luft bzw. an den Mann bringen. So findet sie sich auf einer Vernissage eines Bekannten wieder. Hier lernt sie Kosta kennen, der sie gleich heimbringen darf, denn sie hat ziemlich Alkohol konsumiert. Anscheinend hat auch einOne-Night-Stand stattgefunden. An den kann sich Nico leider nicht mehr erinnern. Jetzt möchte sie den Mann möglichst schnell aus der Wohnung haben. Kosta schafft es ihre Meinung zu ändern und so langsam findet sie Geschmack daran, wieder einen Mann in der Wohnung zu haben, der auch noch kochen kann. In Kürze hat er sich in ihr Herz geschlichen.Dann findet sie sein Alter heraus und ist entsetzt. Nicht nur sie, auch ihre Freunde und seine Freunde, ja auch seine Mutter halten nicht mit ihrer Meinung über das Verhältnis zurück.
Wie sich die Geschichte entwickelt und ob die Schlußlösung so ihr persönlicher Geschmack ist, müssen sie selbst herausfinden.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Ein Bild von Jesus-Alptraum und Wunschtraum vieler Menschen

Das Jesus-Experiment
0

Meine Meinung:
Das Buch war spannend zu lesen. Man konnte aus vielen Bereichen dazulernen. Die neueste Gehirnforschung macht Erinnerungen zu Bildern, ja zu Filmen. Auf die Geschichte im Buch bezogen fand ...

Meine Meinung:
Das Buch war spannend zu lesen. Man konnte aus vielen Bereichen dazulernen. Die neueste Gehirnforschung macht Erinnerungen zu Bildern, ja zu Filmen. Auf die Geschichte im Buch bezogen fand ich das in Ordnung. Im wahren Leben finde ich es eher extrem. Wer möchte den seine Gedanken gelesen kriegen und noch in Bildern sehen, auch die Möglichkeit, daß wir irgendwann einkaufen gehen nur durch Gedankenübertragung gefällt mir nicht so. Dann sind auch noch viele andere Möglichkeiten zu bedenken, zum Beispiel die Totalüberwachung von uns Menschen.
Ich habe bei den Evangelien auch noch die Ketzerbibel von Marcion kennen gelernt und einige uralte Evangelien, die für uns Christen schon lange in der Versenkung verschwunden sind oder von denen wir nie gewußt haben.
Das Quellen- und Erläuterungskapitel zum Schluß ist sehr aufschlußreich, man kann viel nachlesen und vieles/manches was man vergessen hat wird einem in Erinnerung gerufen.
Das Nachwort vom Autor zum gegenwärtigen Stand der Hirnforschung ist auch sehr interessant.
Das Buch führt einen auch ein bißchen durch Europa. Die Grachten von Amsterdam, Paris und speziell Rom, hier geht es durch die verschiedensten Bauwerke und in die Katakomben.
Zur Geschichte:
Der Hirnforscher Tom Jennings hat es fertiggebracht Erinnerungen bildlich darzustellen, es ist sogar möglich kleine Filmchen zu sehen. Auf diese Art hat er auch Jack the Ripper identifiziert, denn das ganze funktioniert auch mit ererbten Erinnerungen.Als er eines Tages Giulia, die Nachfahrin von Pontius Pilatus kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Was wäre wenn seine Methode auch 2000 Jahre zurück funktionieren würde? Wäre es dann möglich, den wahren Jesus zu sehen? Von jetzt an kommt Riesenspannung auf. Ein Kollege stielt seine Unterlagen, Morde geschehen, Jennings kommt ins Fernsehen und wird gejagt. Schafft es sein Kollege in Rio das wahre Bild von Jesus zu zeigen? Der katholische Clan, allem voran die Jesuiten mischen sich ohne Skrupel ein und morden sogar. Auch der Vatikan hat Angst vor der Veröffentlichung. Das FBI ist auch dabei und seine Anwältin verschwindet plötzlich. Ein altes Kloster in den Niederlanden spielt eine Rolle.
Es wird spannend, doch sie sollen das selbst lesen.Sogar die kleinen, nicht korrigierten Rechtschreibfehler kann man ganz gut übersehen.
Wichtig für mich war der Satz:
Er ahnte, daß es mehr die Gemeinsamkeit einer großen Hoffnung war, die die Menschen im Glauben an ihn verband, und der damit einhergehende Trost, sich den unumstößlichen Naturgewalten des Sterbens oder der dahinter lauernden Einsamkeit in wundersamer Weise widersetzen zu können.
Auf Grund dieses Satzes traf Jennings seine letzte Entscheidung!