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Veröffentlicht am 04.02.2026

Eine Hammer-Jugenddystopie, leider mit fiesem Cliffhanger

The Factory – Es gibt kein Entkommen
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Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend ...

Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend an Romanen wie "The Factory" ist, wie spannend Jugendliteratur sein kann. Selbst ich als Erwachsene habe mitgefiebert, wie es Asher und seinen FreundInnen wohl ergehen mag.

Zum Inhalt:

Asher wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter gerät regelmäßig in Schwierigkeiten und hat einen Haufen Schulden angesammelt. Da kommt das Angebot, für viel Geld an scheinbar harmlosen Experimenten teilnehmen zu können, gerade recht. Zwar hat Ashs Großmutter Bedenken, allerdings bleibt ihnen keine andere Wahl, als das Angebot anzunehmen. In der Factory angekommen, stellt Asher fest, dass die Experimente bei weitem nicht so harmlos sind, wie sie in den verführerischen Katalogen dargestellt wurden. Gemeinsam mit seinen neuen FreundInnen versucht Asher nun, herauszufinden, was genau in der Factory vorgeht.

Meine Meinung:

Die Autorin hat entschieden, dass der 13jährige Asher die Erzählstimme sein soll. Dies ist ihr überzeugend gelungen. Asher ist ein Junge, der hohes Identifikationspotential bietet. Ich habe ihn als sympathisch empfunden und ich mochte seine Entwicklung innerhalb des Romans sehr. Ich habe ihn durchweg als glaubwürdig empfunden. Er und seine FreundInnen Faith, Vi und Troy sind mir schnell ans Herz gewachsen, so dass ich ab etwa der Mitte des Romans mitgefiebert und mitgerätselt habe, was in der Factory eigentlich genau mit den Kindern angestellt wird. Dieses Rätsel wird erfreulicherweise erst am Ende gelöst.

Die Charakterzeichnungen sind gelungen. Es gibt einige sehr einseitige Charaktere (Ashers Vater zum Beispiel), andere wiederum sind vielschichtig, was mir sehr gefallen hat.

Sehr gut gefallen hat mir aber auch, wie Catherine Egan nach und nach die Welt auferstehen lässt, in der die Menschen leben. Die Klimakatastrophe und ihre Auswirkungen werden realistisch und quasi nebenbei eingebunden. Das Leben außerhalb der Factory, der Aufbau der Städte, die Menschen, die dorthin fliehen, wo es noch halbwegs lebenswert ist - das alles sind Elemente, die nach und nach auftauchen, nie im Zentrum stehen, aber dennoch eine nachvollziehbare Welt entstehen lassen.

"The Factory - Es gibt kein Entkommen" richtet sich zwar vor allem an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.

Ich hätte dem Roman gerne 5 Sterne gegeben, aber der Roman endet mit einem so fiesen Cliffhanger, dass er ohne die Fortsetzung nur wenig Sinn ergibt. Schade.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Drei interessante Essays

Verschwörungen
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Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos ...

Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos "Auf den Schultern von Riesen", "Im Wald der Fiktionen" und "Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften" gelesen hat, findet hier nichts Neues.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Umfassend und leicht verständlich geschrieben

Mehr Geld für Eltern
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Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich ...

Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich geschriebene Informationen zu einem bestimmten Thema. Das gilt auch für "Mehr Geld für Eltern".

Geboten werden viele Tipps und Tricks, wie Eltern Fördergelder beantragen, Steuererleichterungen erhalten und Geld sinnvoll anlegen können. Der Ratgeber setzt im Prinzip schon vor der Geburt an, weil man bereits während der Schwangerschaft erste Anträge stellen kann.

Das Buch ist klar gegliedert. Tabellen, Diagramme und andere Visualisierungen untermauern das Beschriebene. Internetlinks führen zu hilfreichen Online-Seiten. Mir gefällt das sehr.

Zwar findet man fast alle Informationen auch online, allerdings muss man sich normalerweise alles mühsam zusammensuchen. Dieser Ratgeber ist sinnvoll, weil man erstens nicht lange suchen muss (auch dank des Registers am Ende) und zweitens nicht Gefahr läuft, dass man etwas Wichtiges vergisst/übersieht.

Gut finde ich zudem, dass auch auf Themen wie Geldanlage und Versicherungen eingegangen wird. Selbst auf das Thema Erbschaft (und Erbfolgen) wird eingegangen.

Alles in allem bietet der Ratgeber einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten für (werdende) Eltern, finanziell etwas mehr Sicherheit zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gut recherchiert und fesselnd geschrieben

Zurück unter Mördern
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"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? ...

"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? Was uns bleibt, ist nur das Leben! Und ich fürchte, dass sie davor nicht haltmachen werden."

Im Jahr 1950 wird der ehemalige Jura-Student Henry Mahler beauftragt, zum einen Beweise zu finden, dass beim Verkauf der Firma der Familie Lassally während der Nazizeit nicht alles koscher war, zum anderen herauszufinden, ob der angebliche Selbstmord des Familienoberhaupts Eduard Lassally nicht doch ein Mord war.

Michael Jensens "Zurück unter Mördern" ist ein historischer Kriminalroman, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt, um sowohl den Kriminalfall des Jahres 1950 als auch die Geschichte der Familie Lassally (und vor allem Oswald Lassallys) zu beleuchten. Herausgekommen ist eine tolle Mischung aus Gesellschafts- und Kriminalroman.

Michael Jensen gelingt es, anhand des "Einzelschicksals" der Familie Lassally/Oswald Lassallys, die Schrecken der Nazizeit aufleben zu lassen. Abseits der monströsen Zahlen wird so für uns LeserInnen erlebbar, was es bedeutete, den Nazis ausgeliefert zu sein. Jensen arbeitet gut heraus, wie tiefgreifend vernetzt und menschenverachtend das System war. Durch diese Fokussierung auf eine Familie wird die Monstrosität fassbar, fühlbar - und umso schrecklicher.

Jensen nimmt sich Zeit. seine Hauptfiguren zum Leben zu erwecken. So nimmt im ersten Drittel die Charaktereinführung viel Raum ein, was für mich die richtige Vorgehensweise war. Erst in der zweiten Hälfte des Romans wird dann richtig ermittelt - anfangs spielt zwar der Zufall eine wichtige Rolle, aber da dieser Zufall die Ermittlungen erst so richtig in die Spur bringt, war das für mich okay, zumal sich die Zufälle dann in Grenzen hielten. Im letzten Drittel wurde es dann richtig spannend - nicht im Sinne eines Thrillers, aber doch spannend genug, dass ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte.

"Zurück unter Mördern" hat mir als historischer Kriminalroman sehr gut gefallen. Michael Jensen ist ein Erzähler, der historische Fakten und Fiktion so gut vermengt hat, dass der Roman bis zum Ende glaubwürdig ist und seine LeserInnen an sich fesselt.

Empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Sehr unterhaltsam!

Der Doktor und der liebe Mord
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René Anours "Der Doktor und der liebe Mord" ist ein unterhaltsamer Tierarzt-Krimi, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Severin, seines Zeichens friedliebender ...

René Anours "Der Doktor und der liebe Mord" ist ein unterhaltsamer Tierarzt-Krimi, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Severin, seines Zeichens friedliebender Tierarzt. Dessen Chef hat Geld veruntreut und will dies Severin in die Schuhe schieben. Durch die Verkettung unglücklicher Umstände tötet Severin seinen Chef versehentlich. Die Tötung zu vertuschen, ist eine Sache, den Gnadenhof und somit die geliebten Tiere zu retten, eine andere. So gewinnt der zunächst absurd erscheinende Vorschlag, ausgerechnet er möge sich als Auftragsmörder verdingen, eine reizvolle Dimension. Aber es ist natürlich alles einfacher gesagt als getan...

Es ist viel zu oft so, dass Prämissen gut klingen, dann aber schlecht oder mäßig umgesetzt werden. René Anour hat jedoch eine wirklich gute Geschichte mit einer guten Dosis Humor abgeliefert. Mit Severin hat er zudem einen Protagonisten abgeliefert, den man irgendwie mögen muss. Mein Liebling war allerdings Tristan - seines Zeichens neuer Tierarzthelfer -, der zwar nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, eine bewegte Vergangenheit vorzuweisen hat, dafür aber das Herz am rechten Fleck hat.

So sehr Severin und Co. auch allerlei Klischees bedienen, so scheinen doch immer wieder Facetten durch, die man so nicht erwartet hätte. Mir hat das sehr gefallen.

Natürlich ist ziemlich schnell klar, wer der Bösewicht ist, aber wie der Bösewicht überführt wird, was ihn zum Bösewicht macht, das wird auf so unterhaltsame und humorvolle Weise (und sehr viel Liebe) erzählt, dass ich mich ehrlich gefreut habe, dieses Buch zu lesen. Ich habe sogar die Naivität Severins ertragen können und mich nicht geärgert, dass er blind für das Offensichtliche ist. Das gehörte für mich in diesem Fall zum Roman dazu und war vollkommen okay.

Das Erzähltempo ist durchweg gut gewählt, die Pointen sitzen und auch wenn "Der Doktor und der liebe Mord" nicht unbedingt spannend ist, macht es einfach Spaß, den Charakteren, Verwicklungen und "Ermittlungen" beizuwohnen. Ich hoffe sehr auf einen zweiten Teil, denn im Verlauf sind mir Severin, Tristan und Co. ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, ob und wie sich deren Zweit-Profession entwickeln wird.

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