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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Selbst die Verwirrung war verwirrt

Böser, böser Wolf
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Am Anfang hatte mich das Buch tatsächlich am Haken. Die Grundidee ist stark: Ein Mann mit Wolfsmaske entführt eine Krimiautorin und zwingt sie, Mordgeschichten im Märchenstil zu schreiben – Geschichten, ...

Am Anfang hatte mich das Buch tatsächlich am Haken. Die Grundidee ist stark: Ein Mann mit Wolfsmaske entführt eine Krimiautorin und zwingt sie, Mordgeschichten im Märchenstil zu schreiben – Geschichten, die er anschließend in die Tat umsetzt.
Düster, originell, verstörend.
Warum dieser Mann seine Anweisungen ausgerechnet in Gedichtform verfasst, während er ansonsten völlig normal mit ihr spricht, bleibt zwar rätselhaft, aber gut – darüber konnte ich noch hinwegsehen. Das war nicht der Punkt, an dem mich das Buch verloren hat.
Ab dem zweiten Teil kippt das Buch jedoch zunehmend ins Chaos. Der Thriller, den man zu Beginn liest, verabschiedet sich schleichend, und an seine Stelle tritt ein wilder Fantasy-Mix aus magischen Zähnen, Zahnfee und diversen übernatürlichen Einfällen. Überraschend? Ja. Passend? Leider nein. Und das sage ich als jemand, der eigentlich aus dem Fantasygenre kommt. Hier wirken diese Elemente nicht wie eine durchdachte Erweiterung, sondern wie ein Fremdkörper, der die Handlung eher stört als vertieft.
Dazu kommt eine extreme Überfrachtung: zu viele Ebenen, zu viele Zeitsprünge, zu viele Perspektiven. Das permanente Hin und Her sorgt weniger für Spannung als für Orientierungslosigkeit. Überschriften oder klare Strukturierungen hätten dringend geholfen, um überhaupt noch zu wissen, wo man sich gerade befindet – in welcher Realität, in welchem Kopf oder in welchem Plotstrang.
Als wäre das alles nicht genug, setzt das Ende noch einen drauf: Cliffhanger reiht sich an Cliffhanger, bis schließlich nichts mehr hängen bleibt. Statt cleverer Ambivalenz bleibt vor allem Ratlosigkeit zurück. Am Ende wusste ich nicht mehr, was real sein sollte – und schlimmer noch: Es war mir fast egal. Ein Buch, das so viel will und dabei so wenig zusammenhält, lässt selbst die Verwirrung irgendwann ratlos zurück.
Fazit: Von mir gibt es noch 3 von 5 Sternen für die anfängliche Spannung und die gute Grundidee, trotzdem bleibe ich enttäuscht.

Veröffentlicht am 19.01.2026

Die Idee fand ich großartig – leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen

Loki − Her Twisted Heart
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Woran es genau lag? Gute Frage. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Fangen wir von vorne an: Ich liebe griechische Mythologie und war absolut offen für die eigenen Regeln und Interpretationen, ...

Woran es genau lag? Gute Frage. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Fangen wir von vorne an: Ich liebe griechische Mythologie und war absolut offen für die eigenen Regeln und Interpretationen, die sich die Autorin ausgedacht hat. Daran lag es also definitiv nicht.
Trotzdem hatte ich schon zu Beginn Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Viele Sätze wiederholten sich, genauso wie das Gedankenkarussell der Protagonistin. Auch die Dialoge fühlten sich oft wie eine Endlosschleife an – gleiche Themen, gleiche Gespräche, nur in leicht anderer Verpackung. Und wenn Harlow Loki nach der Götterwelt fragte, bekam man statt spannender Enthüllungen eher einen Frontalunterricht serviert. Diese Passagen zogen sich leider ziemlich und nahmen dem Buch viel Tempo.
Besonders gefreut hatte ich mich auf das zentrale Element, dass die beiden aneinandergebunden sind und sich nicht voneinander entfernen können. Das klang nach Drama, Spannung und emotionalem Chaos. In der Geschichte selbst wurde dieses Motiv jedoch nur sehr vorsichtig – um nicht zu sagen: viel zu zaghaft – genutzt. Die „Bindung“ war da, fühlte sich aber selten wirklich relevant oder einschränkend an.
Und dann das Ende … Das passte für mich leider überhaupt nicht zur restlichen Geschichte. Vielleicht wird in Band 2 noch ein fieser Plottwist nachgereicht, der alles erklärt. Aber ehrlich gesagt hat mir dieses Ende eher die Lust auf die Reihe genommen – vor allem, weil ich ohnehin nicht richtig warm mit der Geschichte geworden bin.
Fazit: Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, musste mich aber stellenweise eher durch die Seiten kämpfen, als sie zu genießen. Daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Das Ende hat mich enttäuscht…

House of the Beast
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Am Anfang habe ich dieses Buch wirklich geliebt. Es war genau das, was ich mir erhofft hatte – und sogar noch mehr: brutal, verzweifelt, emotional, aber gleichzeitig voller echter Freundschaft. Besonders ...

Am Anfang habe ich dieses Buch wirklich geliebt. Es war genau das, was ich mir erhofft hatte – und sogar noch mehr: brutal, verzweifelt, emotional, aber gleichzeitig voller echter Freundschaft. Besonders im Laufe der Geschichte habe ich mich immer mehr in Alma und Aster verliebt. Ihre Dynamik war einfach großartig, ihre Gespräche und ihr Zusammenspiel haben sich echt angefühlt und haben für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert.
Doch leider hat mich das Buch im letzten Drittel verloren. Plötzlich wirkten viele Probleme sehr konstruiert, und die Missverständnisse fühlten sich unecht und unnötig an – fast so, als bräuchte die Geschichte künstlich Drama. Das hat für mich viel von der vorherigen Tiefe kaputtgemacht. Und dann kam noch das Ende, das leider auch nichts mehr retten konnte, sondern es noch schlimmer gemacht hat. Es hat mich absolut enttäuscht zurückgelassen.
Das finde ich besonders schade, weil ich das Buch bis zu diesem Punkt wirklich sehr geliebt habe. Die starken Charaktere und die emotionale Atmosphäre hätten so viel Potenzial gehabt.
Fazit: Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen. Ein starker Anfang und tolle Figuren, aber ein schwaches letztes Drittel und ein enttäuschendes Ende. Das Buch darf deshalb leider wieder ausziehen. Für mich sind es 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 06.12.2025

Hat mich nicht überzeugt…

Das Dreizehnte Kind
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Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht und die Gestaltung des Buches ist ein Traum. Auch die Grundidee mochte ich gern, doch die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.
Schon von Anfang an ...

Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht und die Gestaltung des Buches ist ein Traum. Auch die Grundidee mochte ich gern, doch die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.
Schon von Anfang an zog sich die Geschichte zu lange. An manchen Stellen wäre weniger mehr gewesen. Zudem benötigt die Story fast die Hälfte der Seiten, um zur im Klappentext beschriebenen Situation zu gelangen. Dadurch wirkte vieles vorhersehbar und wurde leider etwas langweilig.
Auch später konnte mich die Handlung nicht wirklich fesseln. Hazel erschien mir oft oberflächlich und entwickelte sich kaum weiter. Merrick, der Gott des Todes, wirkte für mich nicht wie der Bösewicht der Geschichte; er wird lediglich missverstanden und ist genauso wichtig für das Leben wie die anderen Götter. Er schien zudem einsam und sozial unbeholfen, lernt aber stetig dazu. Leo fand ich dagegen einfach nur nervig. Ja, er ist nervös und befindet sich in einer Ausnahmesituation, doch sein Gehabe ging mir gehörig auf die Nerven.
Fazit: Ich hatte große Lust auf die Geschichte, doch beim Lesen musste ich mich durch viele Seiten quälen und habe schließlich leider abgebrochen. Sehr schade. Von mir gibt es noch 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Gute Ideen, aber die Geschichte wirkte noch etwas unausgereift

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz
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Dark Academia, magische Kräfte und eine Zwangsverbindung, bei der sich die beiden ständig zanken — klingt eigentlich nach dem perfekten Buch für mich. Leider hat mich die Umsetzung etwas enttäuscht, ich ...

Dark Academia, magische Kräfte und eine Zwangsverbindung, bei der sich die beiden ständig zanken — klingt eigentlich nach dem perfekten Buch für mich. Leider hat mich die Umsetzung etwas enttäuscht, ich kann aber nicht genau sagen, woran es lag. Viele Fäden der Geschichte wurden nie wieder aufgegriffen, was verwirrend wirkte.
Beispielsweise ist das Internat in vier Häuser unterteilt. Ab und zu erfährt man, wer in welchem Haus ist, doch das war es auch schon. Und das passierte an mehreren Stellen: Fäden wurden aufgenommen und liegen gelassen. Am Ende kamen viele Erklärungen aus dem Nichts, die für mich nicht nachvollziehbar waren.
Dafür fand ich die Liebesbeziehung aber ganz gut ausgearbeitet. Das konnte das Buch nur leider für mich nicht retten.
Fazit: Na ja, vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Vielleicht war es einfach nicht mein Buch. Die Grundidee mochte ich, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

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