Dystopie? Definitiv! Aber mir fehlte mehr Spannung
To Cage a Wild BirdHinweis
Rezensionsexemplar von NetGalley; meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst!
Meinung
Tatsächlich bin ich zunächst nur wegen dem Cover an dem Buch "hängen" geblieben, da das Rot einfach ...
Hinweis
Rezensionsexemplar von NetGalley; meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst!
Meinung
Tatsächlich bin ich zunächst nur wegen dem Cover an dem Buch "hängen" geblieben, da das Rot einfach auffällt und ins Auge sticht. Erst danach vielen mir die vielen kleinen goldenen Schwalben darauf auf, was doch schon sehr an "Die Tribute von Panem" erinnert.
Der Klappentext war dann jedoch sehr vielversprechend, sodass ich das Buch wirklich unbedingt lesen wollte.
Der Schreibstil ist gut, die Sprache einfach, sodass sich das Buch generell schnell durchlesen lässt. Lediglich über die teilweise ausgefallenen Namen bin ich hin und wieder gestolpert. Hier musste ich mehrfach zum Lesen ansetzen, man will die Charaktere ja schließlich nicht miteinander vertauschen.
An einigen Stellen finde ich die Geschichte bedauerlicherweise zu lang gezogen. Klar, es soll einen zweiten Teil geben, warum also nicht Ravens und Jeds Aufenthalt in Endlock vollständig ausführen und vollumfänglich beschreiben? Aber meiner Meinung nach hätte man hier und da auch manches weglassen können, da es für die Geschichte selbst nicht so wichtig erscheint.
Desweiteren muss ich mich einigen Meinungen anschließen, dass die Slow Burn Romance fehlt. Von Anfang an ist klar, dass Vale sich unausprechlich zu Raven hingezogen fühlt und das auch Raven dem mysteriösen Wachmann nicht wirklich widerstehen kann, also nicht wirklich Slow Burn...
Teilweise finde ich die romantischen Aspekte auch fehlplatziert, wenn man bedenkt, was kurz vorher auf den Seiten passierte, aber irgendwo mussten sie ja hin. Zumindest nehmen sie dem Buch so die düstere Atmosphäre, die ansonsten permanent anhält. Nachdem ich dann auch gelesen hatte, welchen Kosenamen Vale für Raven gewählt hat, macht der Buchtitel für mich auch Sinn, denn sie ist sein (Achtung, kleiner SPOILER) kleines Vögelchen.
An sich würde ich nicht behaupten, dass das Buch schlecht ist, aber ich habe einfach mehr erwartet. Es geht beinahe das ganze Buch über nur um den Aufenthalt in dem Gefängnis und um die Planung der Flucht und hier und da wird mal eingestreut, wie sich Raven und Vale verlieben. Zudem fehlen mir die Plot Twists. Da wäre mehr möglich gewesen um mehr Spannung aufzubauen.
Der Autorin gelingt es dank bildhafter Beschreibungen gut, einem die Szenerien vor das innere Auge zu führen. Man kann sich wirklich gut bildlich vorstellen, wie Endlock aussieht.
Auch die Be- und Umschreibungen der Charaktere gelangen ihr gut, man spürt, wie sehr ihr die Figuren selbst am Herzen liegen. Dennoch gelang es mir persönlich nicht, eine der Figuren so richtig ins Herz zu schließen.
Ich weiß selbst noch nicht, ob ich die Geschichte weiter verfolgen werden, denn so richtig vom Hocker gerissen hat mich das Buch nicht. Aber für große Fans dieses Genres ist das Buch ganz bestimmt etwas, nur vielleicht eben einfach nicht für mich. 🤷♀️