Da möchte ich glatt mal eine Bibliothek mit botanischen Garten besuchen
Botanic HeartsMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe gut in das Buch hineingefunden, der Schreibstil der Autorin ist angenehm flussig, ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe gut in das Buch hineingefunden, der Schreibstil der Autorin ist angenehm flussig, auch wenn ich einen Moment brauchte, um mich auf die Erzählperspektive einzulassen. Was ich ganz cool fand, war die genderneutrale Sprache, die verwendet wurde, ich kann mir vorstellen, dass es einige im Lesefluss behindert, mich hat es zum Glück nicht gestört.
Doch jetzt zur Geschichte. Es geht um Tansy, eine junge Mutter, die durch einen Hurricane plotzlich vor dem nicht steht. Obwohl sie und ihre Tochter bald zurück in ihr Haus können, ist die Bibliothek, von der Tansy die Leiterin ist, nicht so schnell wieder einzugsbereit und so müssen sie und ihr Team kurzzeitig in den botanischen Garten ziehen. Dies bringt natürlich nicht nur einige Hindernisse und Chaos, sondern auch humorvolle Situationen mit, denn Jack, der Leiter des Gartens, ist so gar nicht begeistert von den neuen Untermietern.
Tansy kann man für ihren Mut und ihre Willensstärke nur bewundern. Sie hat schon einige Verluste erlitten und steht immer wieder auf. Auch wie sie für sich und ihre Tochter Briar kämpft, mochte ich sehr. Die Beziehung der beiden war wirklich sehr liebevoll und eines meiner Highlights des Buches.
Jack ist der typische Kandidat für Harte Schale, weicher Kern. Ebenso wie Tansy wird sein Handeln von seiner Vergangenheit beeinflusst. Er hat ebenfalls schon einiges erlebt und versteckt sich hinter seiner abweisenden Art, doch gerade an seiner liebevollen Beziehung zu seiner Halbschwester erkennt man seinen weichen Kern.
Die Beziehungsentwicklung der beiden ist geprägt von Wortgefechten, aber man merkt doch die Spannung und Chemie dahinter, selbst wenn sich die Berge dieser zu Beginn beide noch nicht so recht eingestehen wollen. Leider kamen nur die Emotionen der beiden nicht so richtig bei mir an. Es hat mir einfach ein wenig an Tiefe gefehlt und dadurch konnte ich auch keine komplette Bindung zu ihneb aufbauen, um wirklich richtig mitzufiebern. Einige Punkte hätten durchaus noch näher beleuchtet werden können, aber es blieb alles recht oberflächlich.
Ich fand auch gerade zum Mittelteil und Ende des Buches hin, gab es einige Szenen, die sich schon etwas gezogen haben.
Zudem gab es allgemein auch gar nicht so viel Handlung, da hätte z.B. vielleicht noch ein größerer Fokus auf dem Bibliotheksthema liegen können.
Mein Highlight des Buches war der Schauplatz des botanischen Gartens, ich mochte das Setting sehr und auch die Atmosphare, die geschaffen wurde. Zudem fand ich die Erklärungen zu den verschiedenen Pflanzen spannend.
Insgesamt konnte man das Buch gut lesen und die Thematik rund um die Bibliothek und den botanischen Garten hat mir gut gefallen. Doch ich finde, man hätte einfach noch ein bisschen mehr rausholen können und auch etwas mehr Tiefe hätte der Beziehung von Tansy und Jack gutgetan.