Absoluter Kloster-Thrill! Mehr Spannung geht nicht!
"Schatten über dem Kloster" von Manuela Schörghofer ist mein grandioses Lesevergnügen zum Jahresende!
In einem Kloster Weißenfels wird im Jahre 1376 eine verbrannte, unkenntliche Leiche gefunden. Einzige ...
"Schatten über dem Kloster" von Manuela Schörghofer ist mein grandioses Lesevergnügen zum Jahresende!
In einem Kloster Weißenfels wird im Jahre 1376 eine verbrannte, unkenntliche Leiche gefunden. Einzige Möglichkeit zur Identifikation ist ein Ring, den die Leiche trägt, so das sie als Überrest des amtierenden Bürgermeisters von Füssen, Alois Vogler, ausgemacht werden kann. Da der Richter, Rudolf Falk schwer krank darniederliegt, bittet er seine Frau Isabella, mit den Ermittlungen zu beginnen. Isabella kommen erste Zweifel an einem Unfall, so das sie ein Fremdverschulden nicht ausschließen kann und will. Als ihr Mann dann relativ kurz darauf verstirbt, stellt sein letzter Wille ihr eine schwere Aufgabe: Sie bekommt seinen Besitz nur dann, wenn sie die exakte Ursache des Todes von Alois Vogler ermitteln kann. Für diese scheinbar unmögliche Aufgabe darf sie sich Hilfe hinzunehmen. Die beiden Freunde Magnus Bader (Medicus) und Leonhard Staller (Stadtschreiber) stehen ihr zur Seite. Doch werden sie erfolgreich sein? Und wer käme als Mörder bei tatsächlichem Fremdverschulden in Frage?
Der Roman spielt zu einer Zeit in Füssen als das Bürgertum drauf und dran war sich von der Macht der Kirche und Klöster und den Herzogtümern loszulösen und nach einer eigenen Verwaltung trachtete. Für entsprechenden Zündstoff ist somit auch historisch direkt gesorgt! Von Beginn an gelingt es Manuela Schörghofer dann sofort diese historisch bedingte Spannung auch in ihre Handlung konsequent zu übernehmen und durch die komplette Geschichte aufrechtzuerhalten. Sehr gekonnt gezeichnete Protagonisten erscheinen uns nahezu bildlich vor Augen und ziehen uns mit durch das mittelalterliche Füssen und /oder ins Kloster Mang. Immer wenn wir Leser/innen glauben kurz Luft holen zu können, wartet die Autorin mit einer erneuten unerwarteten Wendung auf und läßt uns ungläubig und atemlos weiterlesen. Neben der nie endenden Spannung erleben wir aber auch hautnah das damalige Leben im Kloster und in einer mittelalterlichen Stadt kennen.
Ein übersichtliches Personenverzeichnis, ein erläuterndes Glossar und eine sehr schöne Stadtkarte von Füssen im Jahre 1376 runden das Lesevergnügen hervorragend ab!
Allen Leser/innen, die historische Romane mit einer ordentlichen Portion Spannung vertragen können, kann ich diese Buch nur wärmstens empfehlen. Für mich ist dieses Buch nicht einfach nur ein historischer Roman, sondern nähert sich doch sehr einem wahren Kloster-Thriller! Der Titel "Schatten über dem Kloster" passt ausgezeichnet zum Inhalt, ansonsten geht für mich mit diesem Roman eher die Sonne im Bücherhimmel auf.
Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.