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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Solider Krimi, etwas langgezogen

Das kalte Moor
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Inhalt:
Stenträsk, Schweden, 1990. Mitten im Moor wird ein Säugling gefunden, übersät von Insektenstichen und nur knapp dem Tod entkommen. Von der Mutter, Helena, fehlt jede Spur, ihre Leiche taucht nie ...

Inhalt:
Stenträsk, Schweden, 1990. Mitten im Moor wird ein Säugling gefunden, übersät von Insektenstichen und nur knapp dem Tod entkommen. Von der Mutter, Helena, fehlt jede Spur, ihre Leiche taucht nie auf. Auch Jahrzehnte später ist Helenas Mann, Polizeichef Wiking Stormberg, nicht über den Verlust hinweg. Dann trifft ein Brief ein, verfasst in Helenas Handschrift und unterzeichnet mit dem Stern, der aussieht wie die Narbe auf ihrem Bauch. Wiking muss sich fragen, ob er Gespenster sieht oder jemand ihn und seine Familie auf perfide Weise bedroht...
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Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band der Polarkreis-Trilogie. Ich kenne Band 1 nicht und habe nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben.
Aus dem Klappentext geht gar nicht hervor, dass Wiking parallel zu dem Mysterium um seine totgeglaubte Frau auch noch an einem Fall bei der Polizei arbeitet in dem es um einen Waffendiebstahl und einen damit verbundenen Überfall geht. Der Polizeichef hat demnach alle Hände voll zu tun.
Die Geschichte um Helena hat mich in ihren Bann gezogen. Speziell die Erzählungen aus der Vergangenheit fand ich interessant und bis zur Hälfte des Buches konnte mich der Schreibstil auch gut fesseln. Danach zog sich die Geschichte etwas in die Länge und es passierte zu wenig. Zum Ende hin änderte sich dies zwar wieder ins Positive, jedoch war ich mit einer Entscheidung Wikings überhaupt nicht glücklich (ich kann hier natürlich nicht näher darauf eingehen, sonst würde ich massiv spoilern) und dieser Umstand „versaute“ mir etwas das Ende der Geschichte.
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Fazit:
Solider skandinavischer Krimi, der etwas langgezogen wirkt.
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Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne 🌟
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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2025

Gelungende Anthologie

DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN
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Meine Meinung:
Auch wenn diese Anthologie in gewisser Weise an The Stand von Stephen King anknüpft, muss man den 1978 erschienenen Bestseller in meinen Augen nicht zwingend vorher gelesen haben. Die Kurzgeschichten ...

Meine Meinung:
Auch wenn diese Anthologie in gewisser Weise an The Stand von Stephen King anknüpft, muss man den 1978 erschienenen Bestseller in meinen Augen nicht zwingend vorher gelesen haben. Die Kurzgeschichten dieser Sammlung spielen zwar während und auch nach dem Geschehen von The Stand, sind aber alle eigenständige Erzählungen.
Viele hochkarätige Schriftsteller*innen wie Richard Chizmar, Caroline Kepnes, Paul Tremblay oder Alma Katsu (um nur wenige zu nennen) haben sich in dieser Anthologie mit ihren Geschichten verewigt und eine ganz neue Form der ‚Fan Fiction‘ erschaffen.
Auch, wenn mir nicht alle Erzählungen durchweg gefallen haben, hatte ich im Großen und Ganzen viel Spaß beim Lesen dieses Buches.
Meine Lieblingsgeschichten dieser Sammlung:
- Lockdown von Bev Vincent
- Geh deinen eigenen Weg von Alma Katsu
- Leonora Jonathan Janz
- Die Kinder des Teufels von Sarah Langan

All diejenigen, die auch auf das Äußere eines Buches großen Wert legen, werden bei diesem Schmuckstück ihre Freude haben.

Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 29.05.2025

Interessanter Fall, kindische Hauptcharaktere

Schatten über Sømarken
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Inhalt:
Der Hochsommer hat Bornholm fest im Griff, und Lennart Ipsen ist im Urlaub, denn bei der Insel-Kripo ist gerade nicht viel los. Dafür herrscht im noblen Restaurant Argousier von Lennarts Freundin ...

Inhalt:
Der Hochsommer hat Bornholm fest im Griff, und Lennart Ipsen ist im Urlaub, denn bei der Insel-Kripo ist gerade nicht viel los. Dafür herrscht im noblen Restaurant Argousier von Lennarts Freundin Maren Hochbetrieb – bis eines Abends ein Gast tot zusammenbricht. Schnell stellt sich heraus, dass er am Gift einer heimischen Pflanze starb. Ein Unfall aus Unachtsamkeit? Oder Mord?
Lennart meldet sich sofort zurück zur Arbeit, darf aber wegen Befangenheit nicht offiziell ermitteln. Also zieht er auf eigene Faust los, denn der Verdacht gegen Maren, etwas mit dem Tod des Mannes zu tun zu haben, erhärtet sich – und bringt ihr gesamtes Lebenswerk in Gefahr…
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Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf die Fortführung der Reihe um Lennart Ipsen und sein Team gefreut.
Der Fall war wieder sehr spannend gestrickt - Gift im Essen und das in einem gut besuchten Edel-Restaurant.
Lennart darf aufgrund Befangenheitsgründen zunächst nicht gemeinsam mit seinem Team ermitteln, weshalb er privat nachforscht. Diese Perspektive war mal was anderes und durchaus interessant.
Mich störte etwas die teilweise kindischen Auseinandersetzungen zwischen Lennart und Kollegin Britta sowie Lennart und Freundin Maren. Ich habe mich so manches Mal gefragt was in diesem Buch mit diesem gestandenen und sonst immer so sympathischen Mann, aber auch mit den anderen über 40 Jahre alten Charakteren passiert ist.
Der Lesefluss wurde durch dieses unnötige Gezanke gestört und ich hoffe sehr, dass der nächste Band der Reihe wieder etwas lockerer und erwachsener wird.
Trotz meiner Probleme mit den Verhaltensweisen der Hauptcharaktere fand ich die erzählte Geschichte durchaus spannend und Michael Kobrs Schreibstil ist und bleibt fesselnd 😊
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Fazit:
Schwächer als die Vorgängerbände, aber immer noch lesenswert.
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Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne 🌟

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2025

Belastend und schwere Kost

Notizen zu einer Hinrichtung
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Inhalt:
In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat.
Ansel Packer weiß genau, was er verbrochen ...

Inhalt:
In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat.
Ansel Packer weiß genau, was er verbrochen hat. Nun wartet er auf seine Hinrichtung – das gleiche grausame Schicksal, das er vor Jahren seinen Opfern auferlegt hat. Doch er will nicht sterben. Er will verstanden werden. Durch ein Kaleidoskop von Frauen – eine Mutter, eine Schwester, eine Kommissarin der Mordkommission – erfahren wir die Geschichte seines Lebens. Atemberaubend spannend zeigt Kukafka in diesem virtuos erzählten Thriller nicht nur das Narrativ des Serienmörders in neuem Licht, sie zeichnet auch ein mitreißendes Porträt von Weiblichkeit.

Meine Meinung:
Die Geschichte des Kindes Ansel Packer, denn auch er war mal ein schutzbedürftiges unschuldiges Wesen, dem großes Unrecht angetan wurde, hat mich tief bewegt. Das Buch beschreibt den Werdegang eines Mörders und deutet an, warum er so wurde. Ich konnte nicht umhin mich zu fragen, was aus ihm mit einer liebenden Familie hätte werden können.
Leider hatte die Geschichte teilweise so einige Längen, weshalb ich dann querlesen musste, um noch am Ball zu bleiben.
Psychologisch interessant fand ich die Betrachtung auf das eigene Ich des Mörders Ansel Packer im Gegensatz zu der Sichtweise der ermordeten Frauen und ihrer Familien. Wie eklatant die eigene Wahrnehmung auf sich selbst bzw. das Selbstbild und was der Gegenüber von einem hält manchmal auseinanderdriften, ist für mich immer wieder bemerkenswert.
Ich würde eine Triggerwarnung in Bezug auf Gewalt an Kindern und Frauen für dieses Buch aussprechen, denn es handelt sich um ein schwieriges Thema, was einen sensiblen Menschen durchaus belasten könnte.

Fazit:
Nicht für jeden Leser empfehlenswert. Triggerwarnung beachten!

Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2025

Belastend und schwere Kost

Notizen zu einer Hinrichtung
0

Inhalt:
In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat.
Ansel Packer weiß genau, was er verbrochen ...

Inhalt:
In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat.
Ansel Packer weiß genau, was er verbrochen hat. Nun wartet er auf seine Hinrichtung – das gleiche grausame Schicksal, das er vor Jahren seinen Opfern auferlegt hat. Doch er will nicht sterben. Er will verstanden werden. Durch ein Kaleidoskop von Frauen – eine Mutter, eine Schwester, eine Kommissarin der Mordkommission – erfahren wir die Geschichte seines Lebens. Atemberaubend spannend zeigt Kukafka in diesem virtuos erzählten Thriller nicht nur das Narrativ des Serienmörders in neuem Licht, sie zeichnet auch ein mitreißendes Porträt von Weiblichkeit.

Meine Meinung:
Die Geschichte des Kindes Ansel Packer, denn auch er war mal ein schutzbedürftiges unschuldiges Wesen, dem großes Unrecht angetan wurde, hat mich tief bewegt. Das Buch beschreibt den Werdegang eines Mörders und deutet an, warum er so wurde. Ich konnte nicht umhin mich zu fragen, was aus ihm mit einer liebenden Familie hätte werden können.
Leider hatte die Geschichte teilweise so einige Längen, weshalb ich dann querlesen musste, um noch am Ball zu bleiben.
Psychologisch interessant fand ich die Betrachtung auf das eigene Ich des Mörders Ansel Packer im Gegensatz zu der Sichtweise der ermordeten Frauen und ihrer Familien. Wie eklatant die eigene Wahrnehmung auf sich selbst bzw. das Selbstbild und was der Gegenüber von einem hält manchmal auseinanderdriften, ist für mich immer wieder bemerkenswert.
Ich würde eine Triggerwarnung in Bezug auf Gewalt an Kindern und Frauen für dieses Buch aussprechen, denn es handelt sich um ein schwieriges Thema, was einen sensiblen Menschen durchaus belasten könnte.

Fazit:
Nicht für jeden Leser empfehlenswert. Triggerwarnung beachten!

Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne

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