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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein stimmiger und nachhallender Roman über das Leben in der Mitte

Zurück zu ihr
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Darum geht es:
Jan ist gerade fünfzig Jahre alt geworden und lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern in München. Sein Alltag ist geprägt von Verantwortung und einer scheinbaren Zufriedenheit, ...

Darum geht es:
Jan ist gerade fünfzig Jahre alt geworden und lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern in München. Sein Alltag ist geprägt von Verantwortung und einer scheinbaren Zufriedenheit, die kaum Raum für Zweifel lässt. Die Einladung zum 30. Klassentreffen bringt diese Ordnung ins Wanken. Erinnerungen an seine Jugend und an eine frühere Liebe drängen in die Gegenwart. Auf der Suche nach Klarheit macht sich Jan allein auf den Weg in den Norden. Unterwegs gerät er immer wieder ins Stocken, nicht nur durch Pannen, sondern auch durch Gedanken an verpasste Möglichkeiten.

Mein Leseeindruck:
Schon auf den ersten Seiten hat mich der flüssige Schreibstil des Autors abgeholt. Ich war sofort bei Jan und Svenja in München mitten in einem Alltag, der vertraut und geordnet wirkt. Schnell wurde deutlich, dass diese Familie scheinbar alles hat, nur sich selbst nicht mehr richtig spürt.
Die Reise zum Klassentreffen bringt Vergangenheit und Gegenwart zusammen und zwingt Jan, sein Leben, seine Beziehungen und sein Selbstbild zu hinterfragen. Dabei geht es weniger um das Ziel der Reise als um die Frage, zu welchem Mann er geworden ist und was er wirklich will.
Trotz der ernsten Themen wie Familie, Identität und Verantwortung schreibt der Autor mit viel Situationskomik, sodass ich oft schmunzeln musste. Das Ende habe ich so nicht erwartet und genau das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein stimmiger und nachhallender Roman über das Leben in der Mitte und darüber, wie wichtig es ist, sich selbst nicht zu verlieren.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Eine dichte, düstere Stimmung!

Rauhnächte
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Darum geht es:
Als die fast 22-jährige Pia ausgerechnet an Weihnachten erfährt, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde, zerbricht ihr bisheriges Leben. Das Gefühl, nie ganz dazuzugehören, bekommt plötzlich ...

Darum geht es:
Als die fast 22-jährige Pia ausgerechnet an Weihnachten erfährt, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde, zerbricht ihr bisheriges Leben. Das Gefühl, nie ganz dazuzugehören, bekommt plötzlich einen Namen und eine Vergangenheit, über die niemand sprechen wollte. Auf der Suche nach Antworten reist Pia nach Wasserburg am Inn, dem Heimatort ihrer leiblichen Mutter. In den engen Gassen des mittelalterlichen Städtchens ziehen schaurige Gestalten umher. Masken eines alten Brauchs, der in den Rauhnächten die Geister vertreiben soll. Doch in diesen Nächten, so heißt es, kehren verdrängte Wahrheiten zurück. Je näher Pia dem Geheimnis ihrer Herkunft kommt, desto bedrohlicher wird die Atmosphäre um sie. Bald geht es nicht mehr nur um Antworten, sondern um ihr Leben.

Mein Leseeindruck:
Ich liebe die Spannungsromane von Ellen Sandberg und jedes Mal, wenn in der Verlagsvorschau ein neuer Titel von ihr auftaucht, ist die Vorfreude sofort da. Auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt. Dank ihres großartigen, klaren Schreibstils findet man mühelos in die Geschichte hinein. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, die beide gleichermaßen spannend sind und sich perfekt ergänzen. Keine davon wirkt schwächer oder nur wie Beiwerk. Im Gegenteil, ich habe beide Stränge mit großer Begeisterung gelesen.

Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre. Sie ist dicht, düster und stellenweise fast mystisch. Es gab Momente, in denen ich tatsächlich kurz gezögert habe weiterzulesen, weil die Stimmung so unheimlich und bedrückend war, im allerbesten Sinne. Pia auf ihrer Spurensuche zu begleiten, hat mir unglaublich gut gefallen. Ich habe eigene Theorien entwickelt und war mir ziemlich sicher, auf der richtigen Fährte zu sein, nur um dann von Ellen Sandberg erneut verunsichert zu werden. Genau diese gezielten Wendungen machen für mich den Reiz ihrer Geschichten aus. Der Schluss war schlüssig, rund und hat mich zufrieden zurückgelassen.

Fazit:
4/5 ⭐️ Auch wenn dieser Roman für mich nicht ganz zu Ellen Sandbergs allerbesten gehört, ist er dennoch ein atmosphärisch sehr starker Spannungsroman. Die dichte, düstere Stimmung und die psychologische Tiefe haben mich durchgehend gefesselt.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Eine Geschichte die berührt und inspiriert!

Bernadette ändert ihr Leben
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Darum geht es:
Bernadette steckt fest. Beruflich weit entfernt von ihren ursprünglichen Träumen, privat allein für alles verantwortlich, begleitet sie das Gefühl von Stillstand jeden Tag. Plötzlich ergibt ...

Darum geht es:
Bernadette steckt fest. Beruflich weit entfernt von ihren ursprünglichen Träumen, privat allein für alles verantwortlich, begleitet sie das Gefühl von Stillstand jeden Tag. Plötzlich ergibt sich die Chance, für einen Monat nach Madrid zu reisen und sie entscheidet sich spontan dafür. Ohne Spanischkenntnisse, aber offen für neue Begegnungen, taucht sie in eine fremde Umgebung ein. Die Stadt, die Menschen und die Distanz zum Alltag setzen etwas in Bewegung, das sie selbst nicht vorhersehen konnte.

Mein Leseeindruck:
Ich habe Bernadette unheimlich gerne auf ihrer Reise begleitet, aber gerade zu Beginn hätte ich sie am liebsten geschüttelt wie eine liebe Freundin, um ihr zu zeigen, dass sie mehr Stärke in sich trägt. Sie ist so lieb, gutmütig und fürsorglich, dass ich mich oft gefragt habe, ob sie merkt, wie sehr sie sich selbst zurücknimmt.
Madrid wird in diesem Buch so atmosphärisch beschrieben, dass ich mich fast selbst neben Bernadette durch die Straßen schlendern sah. Die Eindrücke der Stadt und der Menschen setzen etwas in ihr in Bewegung, das ich intensiv miterleben konnte. Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Bernadette und Tom einfinden und ihre Gedanken und Emotionen nachfühlen. An manchen Stellen wirkt die Geschichte leicht skurril, was ihr Charme und Originalität verleiht.
Der flüssige Schreibstil der Autorin macht das Lesen angenehm und leicht. Für mich ist es ein feinfühliger Roman über Wendepunkte im Leben, über Mut, Veränderung und die kleinen Momente, die alles in Bewegung bringen.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein Buch, das mich berührt und inspiriert hat.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Eine süße, herzliche Geschichte für zwischendurch, die einen mitnimmt, ohne zu beschweren.

Das kleine Zuhause in Prag
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Darum geht es:
Anna verlässt England für eine Fortbildung in Prag. Dort soll sie ihr eigenes Bier entwickeln und Abstand von ihrem Familienbetrieb gewinnen. Sie bezieht ein Zimmer in einer Dachwohnung ...

Darum geht es:
Anna verlässt England für eine Fortbildung in Prag. Dort soll sie ihr eigenes Bier entwickeln und Abstand von ihrem Familienbetrieb gewinnen. Sie bezieht ein Zimmer in einer Dachwohnung und fühlt sich sofort wohl. Unerwartet wohnt ihr Ex-Mann Leo ebenfalls dort, weil er an derselben Fortbildung teilnimmt. Anna möchte professionell bleiben und vor allem keine alten Gefühle zulassen. Doch die gemeinsame Zeit in Prag verändert die Stimmung zwischen ihnen.

Mein Leseeindruck:
Julie Caplin zeigt in dieser Geschichte erneut ihr großes Talent für Atmosphäre. Sie lässt Prag mit einer warmen Lebendigkeit aufblühen, die sofort berührt. Die Stadt wirkt traditionsreich, besonders in der Welt der Bierbrauerei, und genau das macht den Zauber dieser Handlung aus. Jeder Schauplatz fühlt sich lebendig und voller Charme an, sodass das Lesen zu einem echten Genuss wird. Ich habe Anna und Leo unglaublich gerne begleitet. Ihr Zusammenspiel hat mich sofort mitgerissen, weil ihr Schlagabtausch so köstlich und ehrlich wirkt. Beide Figuren sind liebevoll gezeichnet und fühlen sich echt an. Anna zeigt Ecken und Kanten, wirkt manchmal zickig und engstirnig, aber genau das macht sie greifbar. Leo bringt mit seiner Lebensfreude und seinem positiven Wesen eine schöne Leichtigkeit in die Geschichte, die ich sehr mochte. Der Verlauf der Handlung hat mich von Anfang an begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig, gleichzeitig warm und bildhaft. Ich konnte mich mühelos in die Szenen hineinfühlen. Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und schenkt der Story einen schönen runden Abschluss.

Fazit:
4/5 Sterne! Für mich ist es eine süße, herzliche Geschichte für zwischendurch, die einen mitnimmt, ohne zu beschweren.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Ein Roman, der sanft berührt und spannend überrasch1t

Remain – Was von uns bleibt
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Darum geht es:
Tate Donovan versucht, nach dem Tod seiner Schwester wieder ins Leben zurückzufinden. Sein bester Freund gibt ihm einen neuen Auftrag als Architekt. Tate soll ein Sommerhaus auf Cape Cod ...

Darum geht es:
Tate Donovan versucht, nach dem Tod seiner Schwester wieder ins Leben zurückzufinden. Sein bester Freund gibt ihm einen neuen Auftrag als Architekt. Tate soll ein Sommerhaus auf Cape Cod entwerfen. Während dieser Zeit wohnt er in einem alten, charmanten Bed & Breakfast, dessen junge Besitzerin Wren ihn sofort fasziniert. Schon bald entwickelt Tate starke Gefühle für sie. Doch auf Wren lastet ein gefährliches Geheimnis aus der Vergangenheit, das ihr Leben bedroht. Tate will die junge Frau unbedingt retten, muss dafür jedoch erst die Wahrheit herausfinden. Dabei stößt er auf etwas Übernatürliches, das alles verändert. Am Ende bleibt die Frage, ob seine Liebe zu Wren so stark ist, dass sie sogar die Grenze zwischen Leben und Tod überwinden kann.

Mein Leseeindruck:
Ich habe schon lange keinen Roman mehr von Nicholas Sparks gelesen, weshalb ich besonders gespannt auf sein neues Projekt war. Der Roman ließ sich unglaublich angenehm lesen. Der Schreibstil von Sparks ist wie gewohnt flüssig und sorgt dafür, dass man mühelos durch die Seiten fliegt. Die Figuren, vor allem Tate und Wren, sind sehr liebevoll und klar gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle und Beweggründe nachvollziehen. Überraschend fand ich den übernatürlichen Aspekt der Geschichte. Obwohl ich zunächst nicht damit gerechnet hatte, wirkte er keineswegs kitschig, sondern fügte sich harmonisch in die Handlung ein. Was mir im Vergleich zu anderen Sparks Romanen ein wenig gefehlt hat, waren die typischen Schmetterlinge im Bauch. Dieses ganz bestimmte Gefühl, das man sonst so oft mit seinen Liebesgeschichten verbindet. Dafür bringt der Roman jedoch einige Thriller-Elemente mit, die der Handlung eine spannende und unerwartete Dynamik verleihen. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und mich durchgehend neugierig gehalten. Auch das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und rundet die Geschichte stimmig ab.
Fazit:
4/5 Sterne! Insgesamt ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und der zeigt, dass Nicholas Sparks auch auf neuen erzählerischen Wegen überzeugen kann.

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