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Veröffentlicht am 07.08.2022

Interessante Idee, deren Umsetzung mich nicht begeistern konnte

Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
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Titel: Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
Autor: Ry Herman
Reihe: -
Verlag: Heyne
Genre: LGBTQIA+|Vampir
Seiten: 464

Klappentext:
Zwei Jahre nach einer schrecklichen Trennung verkriecht sich ...

Titel: Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
Autor: Ry Herman
Reihe: -
Verlag: Heyne
Genre: LGBTQIA+|Vampir
Seiten: 464

Klappentext:
Zwei Jahre nach einer schrecklichen Trennung verkriecht sich die hübsche Lektorin Chloë immer noch jeden Abend zu Hause mit ihrer Katze auf dem Sofa. Bis sie von ihrer ebenso charmanten wie aufdringlichen Tante zum Ausgehen gezwungen wird. Als sich Chloë nun mutterseelenallein in einem Club wiederfindet, passiert das, woran sie selbst schon nicht mehr geglaubt hat: Sie begegnet Angela, einer wunderschönen, klugen jungen Frau. Angela verliebt sich in Chloë, und Chloë verliebt sich in Angela – es könnte also alles ganz einfach sein. Nur, dass Angela ein kleines Problem mit Tageslicht hat. Und mit Kruzifixen. Und mit Knoblauch ...

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich nicht durch LB oder so aufmerksam, mich erwischte es ganz plötzlich beim Stöbern in der Buchhandlung. Dieses Cover ist wirklich ein Traum und auch wenn ich die Särge ein klein wenig kitschig finde, liebe ich die Farbkombination und die kleinen Einzelheiten. Der Klappentext versprach mal eine etwas andere Vampirgeschichte und zudem habe ich noch nie eine mit einem lesbischen Paar gelesen, was ich auch sehr interessant fand.

Die Idee ist wirklich super und ich liebe auch das Skurrile an der Geschichte, aber leider finde ich sie furchtbar langweilig. Es fließt irgendwie vor sich hin und große Wendungen oder gar Action vermisst man trotz vereinzelter Szenen. Ich fand es sehr erfrischend, aber auch gleichzeitig eben langweilig, weil nichts wirklich passiert bis das Ende auf einmal da ist und man sich fragt, was man da eigentlich gelesen hat. Irgendwie hat es mich frustriert, weil ich mir auch mehr erhoffte. Und auch das Drama um Tess fand ich nervtötend und anstrengend.

Die Liebesgeschichte zwischen Angela und Chloe war durchaus ganz nett, aber ich verspürte irgendwie keine wirkliche Chemie zwischen ihnen. Aber mir gefiel es, dass sie eben nicht von null auf hundert ging, sondern sich eher langsam entwickelte. Zudem fand ich es gut, wie Chloe hinter Angelas Geheimnis kommt und niemand glitzerte ! Die Entwicklung danach verlieh der Geschichte durchaus einen gewissen Tiefgang, auch wenn es mich eben nicht wirklich überzeugen konnte. Zum Ende hin war die Luft ziemlich raus und ehrlich gesagt war ich ziemlich froh, als ich es beenden konnte.

Das lag auch an den Charakteren, die ich zum Teil wunderbar skurril fand, aber das traf eben nur auf die Nebencharaktere zu. Mit Chloe oder Angela wurde ich nie wirklich warm und irgendwie waren mir die beiden doch recht unsympathisch. Zwar erfuhr man einiges über ihre Vergangenheit und woher ihre Ängste rührten, aber mehr gab es auch nicht. Und auch Tess fand ich ganz furchtbar nervig. Dagegen begeisterte mich die Art von Shelly, Ari und Esther sehr. Ich fand diese Charaktere interessant und spannend.

Der Schreibstil las sich durchaus flüssig, aber vor allem zum Ende hin fiel mir der wirklich sehr schwer. Irgendwie war da die Luft raus und es war sehr langatmig und zäh. Aber ich mochte das Skurrile sehr.

Fazit:
Vielleicht habe ich zu viel erwartet, aber mich konnte die Geschichte einfach nicht überzeugen. Die Nebencharaktere gefielen mir sehr gut, aber mit den Hauptfiguren wurde ich nie wirklich warm und ich fand es sehr langweilig. Von mir gibt es:

2,5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Spannende Idee, aber schwach umgesetzt

Das Kalendermädchen
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Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, ...

Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, bis Alma schwer erkrankt und auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Um ihr Leben zu retten, startet Olivia dennoch eine Suche und stößt dabei auf die Legende vom Kalendermädchen.

Meine Meinung:
Fitzek lese ich seit einigen Jahren wirklich sehr gerne und ich mag es, wenn sie mal sehr wild werden. Durch "Der Nachtwandler" bekam ich sogar wieder generell Lust auf Psychothriller und auch, wenn es mal schwächere Werke von ihm gab, konnten sie mich dank des tollen Twist am Ende insgesamt doch überzeugen. Leider kommen seine neueren Bücher nicht mehr an die Qualität ihrer Vorgänger ran und das merkte ich bei "Das Kalendermädchen" recht deutlich. Der Klappentext las sich interessant und ich stellte mir im Vorfeld einige Fragen: Ist die Legende real ? Wer sind Almas leibliche Eltern und vor allem, wie hängt das alles zusammen ? Das klang wirklich spannend und stellenweise riss mich die Umsetzung durchaus mit, aber die meiste Zeit war es mir zu konfus, reißerisch und gerade das Ende enttäuschte mich ziemlich. Es wirkte viel zu flach und wo war mein geliebter Twist, der noch mal alles auf den Kopf stellen konnte ?!

Der Notruf am Anfang und die darauf folgenden Ereignisse waren sehr merkwürdig und fesselten mich. Ich war gespannt, wie alles miteinander zusammenhängt, da gleich drei Handlungsstränge starteten. Zwei spielten in der Vergangenheit, in der sich um Valentina drehte und einer, in dem Olivias Suche nach Almas leiblicher Mutter im Fokus stand. Zwar wurden die Wechsel gut gekennzeichnet, allerdings rissen sie mich beinahe jedes Mal aus dem Lefluss, da die Cuts teilweise richtig unpassend geschahen. Es gab auch Stellen, wo es sehr künstlich wirkte, sodass ich richtig genervt davon war. Dabei fand ich die Handlungsstränge an sich interessant und es kamen auch richtig fesselnde Stellen vor.

Die Geschichte bot Potenzial, das kaum genutzt wurde und mir fehlte einfach diese gewisse Raffinesse, die ich eigentlich vom Autor gewohnt bin. Dass seine Werke alle ein wenig reißerisch sind, mag ich eigentlich ganz gerne, das macht ihren Charme aus, nur hier wirkte es zu flach und konstruiert. Irgendwie fieberte ich nicht wirklich mit und pausierte immer wieder länger, weil es mich nicht wirklich fesseln konnte. Die Charaktere fand ich in Ordnung, nur konnte ich durch den Stil zu keinem eine richtige Verbindung aufbauen. Es war schade, dass das Schicksal einer Figur, die zwischenzeitlich auftauchte, zum Ende hin so schnell abgehandelt wurde. Das passte nicht gut rein, zumal diese soapige Note zu viel des Guten war. Generell waren die letzten Seiten sehr enttäuschend für mich. Normalerweise liebe ich die Enden wegen diesem besonderen Twist sehr, aber hier gab es keinen ! Stattdessen las es sich wie eine 08/15 Thriller und ließ mich absolut ratlos und frustriert zurück. Die Auflösung von dem ganzen Mysterium war ziemlich langweilig, nur eine Sache fand ich interessant.

Fazit:
Es wird nicht mein letzter Fitzek sein, aber es ist einer, der mich ziemlich enttäuschte. Zwar blitzten immer wieder spannende Momente auf, insgesamt wirkte es aber zu reißerisch und die künstlich angelegten Cliffhanger zwischen den Handlungssträngen machten einfach keine Freude. Sie rissen mich beinahe jedes Mal aus dem Lesefluss und ich brauchte generell lange, um das Buch zu beenden, was in meinen Augen definitiv nicht dafür spricht, da ich seine Bücher eigentlich verschlinge. Die Ideen in der Geschichte fand ich gut, aber es wirkte eher so, als wenn der Autor keine wirkliche Lust darauf gehabt hätte, was ich vor allem beim Ende stark merkte,. Es wirkte sehr abgehackt, machte keinen Spaß und wo war der Twist, der nochmal alles (vielleicht) schön gedreht hätte ? Ich hoffe, dass mich sein nächstes Buch wieder mehr unterhalten kann.

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Zu viel Spice, zu wenig fesselnd

The Darlington - Ethan & Grace
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!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ...

!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ändert, setzt sie ihre ganze Energie dafür ein, Antworten zu finden und bricht dafür sogar in das Büro des Hotelmanagers ein. Dabei wird sie von dem Hotelerben Ethan erwischt, mit sie eine besondere Beziehung verbindet. Beide können sich nicht leiden, aber dennoch hilft er ihr bei der Suche und so kommen sie sich immer näher, egal ob sie es wollen oder nicht.

Meine Meinung:
Eigentlich lasse ich Bücher immer mindestens ein paar Tage sacken, bevor ich meine Meinung zu ihnen niedertippe, aber bei diesem will diese bereits nach ein paar Stunden raus, obwohl es in meinem Kopf immer noch arbeitet. Und eigentlich mag ich die Bücher von Laura Kneidl sehr gerne, auch die, die nicht ganz so stark waren, aber der zweite Band der Darlington Reihe hat mich enttäuscht. Es las sich trotz einiger Längen recht flüssig und gerade die erste Hälfte unterhielt mich richtig gut, aber danach nahm es leider immer mehr ab und das Ende legte ein ziemliches Tempo hin, das mir einfach nicht zusagte. Zu viel Spice, zu viele Gespräche und einige Wiederholungen, die die eigentlich spannende Ausgangssituation der Geschichte ziemlich langweilig werden ließen, sodass ich teilweise sogar einige Seiten schnell ließ, weil es mich langweilte.

Und dabei freute ich mich auf die Geschichte von Ethan und Grace, deren Kabbelein und Wortgefechte ich im Vorgänger sehr geliebt habe, weil die Chemie zwischen ihnen einfach stimmte und Spaß machte. Die erste Hälfte gefiel mir eigentlich noch ganz gut. Man las aus den Ich-Perspektiven von dem Paar und das Geschehen setzte so gut wie unmittelbar nach den letzten Ereignissen von Band eins an, sodass ich recht schnell im Buch war. Es ließ sich schön flüssig lesen und war wieder richtig schön drüber, was mir Spaß machte, ohne die Balance zu verlieren, die super zwischen Drama, Gefühlen und ein wenig Humor lag. Ethan ließ definitiv nichts anbrennen und es war interessant, mehr über sein Leben, seine Gedanken und Gefühle zu erfahren. Generell tauchte man mehr in die Familie der Darlingtons, die Abläufe des Hotels und die Arbeit dort ein. Das war interessant und ich verfolgte die Suche von Grace mit großer Neugier. Ich wollte unbedingt wissen, was genau mit ihrer Schwester geschah und warum es so ein schreckliches Ende nahm, in das anscheinend auch das Hotel verwickelt war und sich verständlicherweise stark auf das Leben von Grace und ihrer Familie auswirkte, was mir teilweise sehr unter die Haut ging.

Eigentlich hätte das eine richtig spannende Geschichte werden können, die von den Emotionen, der Chemie ihrer Hauptfiguren und der Suche nach dem Täter hätte leben können. Stattdessen zog es sich nach gut der Hälfte leider immer mehr, verstrickte sich in viele Wiederholungen und kam einfach nicht vorran, bevor es sich in den letzten Seiten so stark überschlug, dass es mir keine Freude mehr machte. Leider wirkte es dann zu drüber und kaum spannend, sodass ich dann auch froh war, als ich die letzte Seite las, die die Geschichte irgendwie recht abrupt beendete und mich etwas ratlos zurückließ. Mein größter Kritikpunkt ist aber der Spice, der hier ziemlich Überhand nahm. Eigentliche freute ich mich ja ziemlich auf die Liebesgeschichte von Ethan und Grace, da ich im Vorgänger ihre Chemie und Wortgefechte so toll fand. Hier blitzte dies gelegentlich auf und es gab auch Momente, die mir Spaß machten, aber der erotische Teil nahm viel zu viel Raum ein. Bei der Geschichte von Henry und Kate fand ich es so toll, dass es kaum Liebesszenen gab und die auch noch super beschrieben wurden. Bei der von Ethan und Grace allerdings ging es recht schnell los und gefühlt kam alle alle paar Seiten eine entsprechende Szene. Mir war es definitiv zu viel und sie wirkten auch dann nach einer Weile echt nicht mehr sinnlich, sondern eher wie eine störende Wiederholung. Weniger Seiten, gerade was den Spice angeht, eine frühere Überleitung zu den letzten Ereignissen und eine spürbarere Chemie zwischen den Figuren hätte der Geschichte so gut getan. Das lag zum Teil auch daran, dass die vielen Handlungsstränge nicht miteinander harmonierten und obwohl ich eine Entwicklung in der Sache mit seinem Vater und dem Prozess echt begrüßte, nahm mir das zu viel Raum ein und begrub die Geschichte von Ethan und Grace regelrecht. Es passte irgendwie nicht wirklich zusammen und ich hätte lieber eines davon als Handlung gehabt, da sich beide meistens eher im Weg standen.

Und auch mit den Charakteren wurde ich nur bedingt warm. Mir gefiel es sehr, dass Logan, der jüngste Bruder mehr in den Fokus gerückt wurde und Raum erhielt, damit er dann zusammen mit Rose den Abschluss der Reihe bilden kann, aber leider wirkte sie recht unsympathisch. Ich fand sie teilweise recht unfair und ich habe meine Vermutungen, wieso, aber dennoch war ihr Verhalten stellenweise richtig daneben und ehrlich gesagt weiß nicht, ob ich ihre Geschichte lesen möchte.

Ethan und Grace fand ich trotz der Ereignisse und Enthüllungen etwas blass und mir waren sie oft auch nicht sympathisch, wobei es Stellen gab, bei denen ich sehr gut mitfühlen konnte und ich sie verstand. Dennoch wurde ich nie wirklich warm mit ihnen und fand die Sprünge in ihrem Wesen und ihrer Beziehung nicht gut ausgearbeitet. Trotz der Länge des Buches konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen und der Spice störte einfach zu sehr. Am meisten nervten mich aber die Kosenamen, die zu oft eingesetzt wurden und zeitweilig albern wirkten. Dennoch finde ich es aber auch stark, wie sehr sich Grace für die Gerechtigkeit einsetzte und unermüdlich dafür kämpfte, damit ihre Schwester Gerechtigkeit erhielt, während Logan sich seinem Vater stellte und versuchte, seiner Mutter eine Stütze zu sein. Die anderen Charaktere fand ich bis auf Logan eher langweilig, obwohl es ja genügend interessanten Stoff bot, gerade was Henry anging, aber sie wirkten auf mich zu sehr wie Randfiguren und nur Logan stach positiv hervor.

Fazit:
Es fiel mir echt schwer, eine Meinung zu diesem Buch zu verfassen und ich habe oft Dinge umgeändert, drüber nachgedacht und wollte es wirklich mögen, weil mir Band eins trotz des unstimmigen Tempos super gefiel und Spaß machte. Zwar hatte ich gerade zu Anfang auch mit der Fortsetzung meine Freude, aber auch hier stimmte das Tempo nicht wirklich. Es zog sich oft zu sehr und der Spice nahm leider Überhand, während es zum Ende hin sich zu sehr überschlug, um dann richtig abrupt zu enden, was keinen Spaß machte. Ich wurde weder mit den Charakteren, noch der Geschichte oder den Wendungen wirklich warm und bin mir unsicher, ob ich noch Band drei lesen soll. Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Schön bildhafter Schreibstil, aber...

Das kleine Weingut in Frankreich
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Nach einigen Rückschlägen in ihrem Leben braucht die Eventmanagerin Hattie neue Inspiration und will in Frankreich auf einem Weingut die Hochzeit ihrer Cousine organisieren. Aber schon von ersten Moment ...

Nach einigen Rückschlägen in ihrem Leben braucht die Eventmanagerin Hattie neue Inspiration und will in Frankreich auf einem Weingut die Hochzeit ihrer Cousine organisieren. Aber schon von ersten Moment an stellen sich ihr Schwierigkeiten in den Weg, mit denen sie nicht gerechnet hätte. So leicht gibt sie nicht auf, auch wenn Luc, der Sohn der Winzerfamilie, eine ziemliche Anziehung auf sie auswirkt.

Meine Meinung:
Eigentlich breche ich Bücher nicht ab, weil sie mich meistens dann doch begeistern können oder mich zumindest gut unterhalten und ich möchte immer eine faire Chance geben, aber manchmal geht es einfach nicht anders. So auch bei "Das kleine Weingut in Frankreich" von Julie Caplan, auf deren Reihe ich schon länger sehr gespannt war. Den zehnten Teil habe ich geschenkt bekommen und da die Bücher wohl unabhängig voneinander lesbar sein sollen, wollte ich sie mal probieren. Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf das Geschehen und er versprach eine absolut Wohlfühllekture. Der bildhafte Schreibstil ließ Frankreich und das Gut vor meinem inneren Augen lebendig werden und machte durchaus Freude, aber ich bin einfach nie mit den Figuren oder dem Geschehen warm geworden und brauchte für knapp 200 Seiten beinahe zwei Wochen, sodass ich es dann schließlich abbrach.

Zu Anfang lernte man die Hauptfigur Hattie kennen, die nach Rückschlägen ihr altes Leben hinter sich gelassen hat und neu beginnen will. Sie möchte nun auf einem Weingut in Frankreich die Hochzeit ihrer Cousine Gabriella organisieren und freut sich bereits darauf. Aber schon von vom ersten Moment an wartet ein Problem nach dem nächsten auf sie und fordert ihr Können heraus. Eigentlich bot das Setting viele interessante Möglichkeiten, aber ich schaffte es nie wirklich, in die Geschichte reinzukommen oder mit den Figuren warm zu werden. Es zog sich für mich ziemlich und meistens schaffte ich nur recht wenig zu lesen, weil es mir keinen Spaß machte. Zwar hieß es auch von der Autorin, dass man die Bände unabhängig voneinander lesen und quereinsteigen könne, aber ich hatte das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlte und ich fand einfach keinen Draht zu Hattie und Luc, die durchaus eine gewisse Chemie besaßen, aber bei denen mich einiges störte.

So wurde permanent die Attraktivität von Luc erwähnt, vor allem seine Bauchmuskeln waren wohl der Wahnsinn, oder wie sehr er sich von ihr angezogen fühlte. Das stört mich eingentlich nicht, aber hier wurde es alle paar Seiten beschrieben und frustrierte mich dann auch, weil ansonsten kaum etwas geschah. In den guten 200 Seiten, die ich las, passierte relativ wenig und die Handlung kam kaum voran, außer, dass eine unnötige Dreiecksbeziehung angedeutet wurde und mich schlussendlich dazu bewegte, das Buch abzubrechen. Und dabei gab es so viele interessante Ideen wie die mit der Doppelbelegung oder den Plänen von Luc für das Weingut, die ich schon gerne weiterverfolgt hätte, aber es langweilte mich einfach.

Den Schreibstil fand ich in gewissen Zügen schön, weil er sehr bildhaft war und ich gedanklich wunderbar nach Frankreich reisen durfte. Ich konnte es mir richtig gut vorstellen und fand es toll, wie gerade die die Umgebung, das Weingut oder auch einzelne Räume beschrieben wurden. Dennoch muss ich auch sagen, dass es eine Schwäche war, weil permanent die jeweilige Attraktivität der beiden Hauptfiguren erwähnt wurde und das störte mich nach recht schnell.

Fazit:
Ich wollte das Buch wirklich mögen, weil gerade die Beschreibungen des Weinguts und der Umgebung ein Traum waren, aber es konnte mich einfach nicht fesseln. Weder mit den Figuren, noch der Handlung oder den Wendungen wurde ich warm. Es gab interessante Momente, aber nach gut 200 Seiten war für mich Schluss, da ich mich dann eigentlich nur noch durchquälte und darin keinen Sinn sah. Für mich ist diese Reihe einfach nichts und ich werde sie nicht weiterverfolgen.

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Disappointing

Heart Strings
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Ich habe dieses Buch auf eglisch gelesen, leider kann ich hier nur die deutsche Ausgabe bewerten.

Second Chances ? Cielo "Lo" Valdez doesn´t believe in it and after surviving cancer she thinks life is ...

Ich habe dieses Buch auf eglisch gelesen, leider kann ich hier nur die deutsche Ausgabe bewerten.

Second Chances ? Cielo "Lo" Valdez doesn´t believe in it and after surviving cancer she thinks life is too short to waste it with someone who wronged you. But she didn't count on Aidan, who does everything to prove to her that he's worth it. After being given the chance to become a successful musician two years ago, he left her. Now they're both invited to their sister's wedding and have to spend a lot of time together. Not only does their old problems resurface, but their attraction also rekindles. How will their story end?

My opinion:
A few month ago I read the first of two books of the "Love in Galway" series by Ivy Fairbanks and I loved it. The humor was absolutly my things and it was so good, how the author mixed up a lovestory, drama and important themes. It had a few slow moments, but that didn´t matter, because it had it´s own charme. So I was very curiosed about the story with Lo and Aidan, wich had in book one a very intresting chemistry. It had a few good moments and I liked the scenes with Callum und Lark, but in total it disappointed me very much. The story was very boring, absolutely predictable and the main characters annoyed me most of the time. I didn't understand why they were attracted to each other and found their love story pretty bland.

The story started two years after the short romance of Lo and Aidan and now the two are invited to the wedding of Callum and Lark. On the one hand Lo is looking forward to it, but on the other hand she is very pissed of to spend an weekend together with her ex. I liked the beginning and was very curiosed about the backgroundstory of their relationship and their breakup. Unfortunately, the story barely focused on that and often digressed into countless subplots that barely captivated me and instead made it a boring read and left me frustrated. Although the author occasionally addressed the couple's feelings, she often lingered on trivial details that didn't advance the story. I felt like it often went in circles, and the love story in particular wasn't enjoyable.

But it was just really sweet how Aidan and his family kept playing pranks on each other. I really liked their camaraderie, and the story was great at those points. But that changed when the story switched back to Lo's perspective. I found her very unpleasant, and her whining became quite annoying at some point. In general, I didn't warm to her. Aidan wasn't my favorite character either, but I kind of liked him. Cielo, on the other hand, was very opinionated, snappy, and complained about almost everything most of the time. While I could understand her in certain ways, it still didn't justify her actions, especially since she was only concerned with her feelings. It was a shame that the author didn't even address the relationship two years earlier, so I could barely connect with them and didn't really understand many of the conflicts. Some things were briefly touched upon, but remained vague and bored me. The other characters barely had any room to breathe and the only thing I really enjoyed was the reunion with Callum and Lark.

The writing style was mostly easy to read, but it did have some long stretches, and I often found myself stuck. It wasn't much fun, and I definitely missed the slightly morbid touch of the previous book. It just read like a 08/15 book and offered nothing special.

Conclusion:
I really didn´t need this Continuation. The story was absolutly boring and was nothing special. That wouldn't have bothered me, but it lacked charm and was quite tiring, mainly due to Lo, who I couldn't warm to. While I really liked Aidan and his closeness with his family, the love story didn't captivate me at all, and they had no chemistry. Often, I even wished they weren't given a second chance. I think this will be my last book by this author. While it had a few good moments, overall it wasn't my cup of tea.

2 of 5 stars

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