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Veröffentlicht am 14.06.2023

Wichtige Themen, deren Umsetzung mich nicht überzeugte

Und du fliegst durch die Nächte
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„Jeder sollte selbst darüber entscheiden dürfen, wann und auf welche Art er sich outet. Und ob er das überhaupt möchte. Wirklich niemand hat das Recht, das zu übernehmen.“, sagte Julius, und Wut blitzte ...

„Jeder sollte selbst darüber entscheiden dürfen, wann und auf welche Art er sich outet. Und ob er das überhaupt möchte. Wirklich niemand hat das Recht, das zu übernehmen.“, sagte Julius, und Wut blitzte in seinen Augen auf.
//S.364//


Klappentext: übernommen
Steh zu dir und deiner Liebe. Für immer.
Nur in der Nacht fühlt Romeo sich frei und lebendig. Da er schon immer anders war und seinen Eltern nie genügen konnte, ist dieses Leben im Untergrund alles, was er will. Doch obwohl er in der Technoszene längst ein gefeierter DJ ist, fühlt Romeo sich außerhalb der Szene leer und verloren – bis er eines Nachts auf Julius trifft. Julius mit den dunklen Locken und eisblauen Augen, Julius mit dem unbeschwerten Grinsen und dem Leben im Hellen. Immer wieder begegnen sie sich und fühlen sich wie magisch angezogen. Doch als Romeo immer tiefer in die Dunkelheit gerät, müssen sich die Frage stellen, ob ihre unterschiedlichen Welten tatsächlich zusammenpassen.

Meine Meinung: !!Es kommen Spoiler vor !!
Vor einiger Zeit las ich den ersten Band der „Love is Love“ Reihe von Sophie Bichon und war eher mäßig begeistert. Der Stil war sehr malerisch und kraftvoll, zog sich aber leider auch sehr oft und bei mir kamen die Emotionen der beiden jungen Frauen kaum an. Aber dennoch hatte es auch etwas an sich, was mich doch neugierig blieben ließ und so landete dann der zweite Band „Und du fliegst durch die Nächte“ auf meinem SuB und blieb es auch lange, bis ich im Rahmen des Pride-Monats wieder darauf aufmerksam wurde und echt Lust hatte, die Autorin ein weiteres Mal zu versuchen.

Anfangs war ich auch richtig begeistert. Es gab zwar gleich zu Beginn sehr, sehr viele Infos zu Julius und Biene, aber es wurde nicht zu viel und dadurch, dass man zunächst beinahe nichts über Romeo erfuhr, glich es sich ein wenig aus und ich fand die Balance super.
Das Kennenlernen der beiden, die zarten Anknüpfungen an eine Freundschaft und die ersten zaghaften Bemühungen um mehr gefielen mir wirklich sehr gut, weil Bichon ihnen nicht nur in romantischer Hinsicht Zeit und Raum zum Entwickeln ließ, sondern auch eine interessante Rahmenhandlung schuf. In meinen Augen gab es keinen richtigen roten Faden, kein Anfang, Mitte oder Ende im klassischen Sinn. Vielmehr las es sich wie eine Erzählung aus einem Teilbereich des Lebens der Charaktere. Dies gefiel mir echt gut, weil sich auch Dramen und dergleichen gut im Rahmen hielten, zunächst.

Zwischen Romeo und Lius war anfangs an so eine super Chemie spürbar und ich fieberte mit den beiden mit, vor allem, da ja von Beginn an einige Hindernisse und Probleme auf die beiden wartete. Romeo stand auch auf Männer, wollte es sich aber selber nicht eingestehen und die Sache mit den Drogen und Exzessen war auch noch da. Die Sache nahm nicht zu viel Raum an….bis es zu kippen begann und mich vor allem das letzte Viertel enttäuschte.

Das Potenzial, was sich hier bot wurde leider kaum genutzt und ab ungefähr der Hälfte drehte sich die Geschichte nur noch im Kreis:
Lius will, dass Ro mit den Drogen aufhört, dieser verspricht es ihm und schafft es sogar eine Zeit lang, bis er wieder auf seine alten Freunde trifft und rückfällig wird. Natürlich ist Lius sauer auf ihn und hält erstmal Abstand, bis sich die beiden wieder groß versöhnen und es von vorne beginnt.

Versteht mich nicht falsch, so kann es natürlich ablaufen und hat es bestimmt auch bei vielen Leuten, aber mein Problem hierbei ist, dass ich mich irgendwann wie Bill Murray in „Täglich grüßt das Murmeltier“ gefühlt habe, weil sich dieses Szenario in Dauerschleife abspulte.

Ich finde es super, dass so viele wichtige Themen wie Drogensucht, unfreiwilliges Coming-Out und die sexuelle Orientierung behandelt wurden, nur bei der Umsetzung wurde auf zu viel zu dick aufgetragenes und nicht immer authentisches Drama, sowie zu viele Emotionen gesetzt. Ich bin wirklich nicht dünnhäutig, aber irgendwann war es mir doch zu viel und ich fand ihre Beziehung nur noch toxisch. Das lag auch daran, dass die beiden nie vernünftig miteinander redeten und nach ein paar kurzen Versprechen alles wieder super war. In der Hinsicht fand ich Lius sehr naiv und es war auch Ro gegenüber unfair, dass er nicht ehrlich war und ihm deutlich zu verstehen gab, dass es absoluter Mist ist, was dieser da abzog. Mir ist schon klar, was die Autorin ausdrücken wollte, nur gelang ihr das nicht gut.

Zum Ende fand ich es dann auch nur noch ermüdend und die ganzen Dramen, der Kitsch und die Klischees taten dem Ganzen auch nicht wirklich gut, eher im Gegenteil und irgendwie ist schon schade, dass es mich dann auch kalt ließ. Ich gönne ihnen absolut ihr Happy End, aber irgendwie fühlte es sich komisch, zu glatt, zu happy ?, an. Aktuell fällt mir kein besseres Wort dafür ein und ich hoffe, man versteht, was ich meine. Ich denke einfach, dass weniger hier mehr gewesen wäre und vor allem weniger Seiten dem ganzen echt gut getan hätte.

Die Charaktere fand ich an sich ganz in Ordnung, auf jeden Fall besser als im Vorgänger. Zwar sagten mir Lius und Ro zum Ende hin nicht mehr so zu, aber vor allem anfangs wirkten sie spannend. Bine, Davin und Co mochte ich tatsächlich echt gerne und vor allem Prija konnte mich immer wieder mal begeistern.

Julius oder auch Lius genannt mochte ich eigentlich echt gerne, nur war er mir manchmal zu blauäugig und hätte echt mehr für sich einstehen müssen. Zwar passiert das dann auch, aber es wirkte komisch, zu sehr auf Drama getrimmt. Er rieb sich zu sehr für andere auf und drehte sich sehr oft selbst im Kreis. Zwar fand ich Ro´s Verhalten auch oft nicht gut, aber ich konnte es trotz seiner Vergangenheit nicht verstehen, warum er so mit sich umspringen ließ. Ich möchte aber positiv erwähnen, dass ich manchmal auch gerne diese positive Grundeinstellung von ihm hätte.

Romeo, oder auch unter seinem DJ Namen Ro bekannt, war mir zu lange ein Mysterium. Eigentlich mochte ich Romeo sehr gerne, nur irgendwie bekam ich ihn nie wirklich zu fassen und auch wenn ich ihn verstehen konnte, konnte ich es auch wieder nicht und irgendwie ließ er mich recht ratlos zurück. Seine Beweggründe, warum er sich betäubte, seine ganze Hintergrundgeschichte und der Druck, der von allen Seiten auf ihm lastete, zogen mich teils runter, weil ich seine Handlungen eben durchaus verstehen und dann auch wieder nicht verstehen konnte. Ich verstehe, dass es bei sowas nicht einfach ist und es auch nicht so fix vergeht, aber dennoch war es mir manchmal zu drastisch. Ich fand es super, dass er es versuchte, nicht gleich abblockte, aber er drehte sich immer nur im Kreis, bis es dann auch einmal alles ganz einfach war. Finde ich aber nicht. Zum Schluss möchte ich aber über ihn noch sagen, dass ich seine ruhige, seine kreative und seine liebevolle Seite sehr gemocht habe und ich es klasse finde, wie greifbar seine Liebe zur Musik war.

Die Nebencharaktere fand ich super, vor allem Prija, die ich sehr mutig und einfach nur so sympathisch fand. Bine nervte mich manchmal, aber ich liebte ihre feinfühlige Art.

Der Schreibstil las sich flüssig und hatte auch eine gewisse Tiefe, wirkte manchmal aber auch etwas oberflächlich und verlor sich. Vor allem zum Ende hin gab es mir zu viele Klischees, Kitsch und Drama und ich war definitiv kein Fan von diesen Besonderheiten. Damit meine ich die Stellen, wo Wörter auseinander oder sehr oft aneinander gereiht wurden, das sprach mich einfach nicht an und erzielte auch nicht die erwünschte Wirkung bei mir.

Fazit:
Mir fiel diese Rezension wirklich sehr schwer und ich hoffe, ich habe keinen verletzt, aber es bringt keinem etwas, wenn ich nicht ehrlich bin. Die erste Hälfte konnte mich wirklich begeistern, während die zweite und vor allem das letzte Viertel mich überhaupt nicht ansprachen. Mehr Seiten, weniger Fokus auf geballtes Drama und es hätte mir vielleicht mehr gefallen. Von mir gibt es:

2,5 von 5 Sterne


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2022

Zu vorhersehbar, zu wenig Tiefe

Wenn Liebe eine Farbe hätte
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Das zwischen Eve und mir ist so nah dran an diesen Kitschliebesdingern, die sie Rotz und Wasser heulend im Fernsehen sieht.
//S.306//

Zum Buch:
"Wenn Liebe eine Farbe hätte" von Leonie Lastella ist ein ...

Das zwischen Eve und mir ist so nah dran an diesen Kitschliebesdingern, die sie Rotz und Wasser heulend im Fernsehen sieht.
//S.306//


Zum Buch:
"Wenn Liebe eine Farbe hätte" von Leonie Lastella ist ein Einzelband aus dem Bereich YA/NA, der 2020 bei dtv Verlagsgesellschaft erschien. Es umfasst ca. 396 Seiten und ist als Paperback und e-book erhältlich.

Cover:
Das Cover finde ich wirklich wunderschön und ist definitiv ein Hingucker. Es sagt zwar absolut nichts über den Inhalt aus, aber ich liebe die Farbgebung der fluffigen Wolken in Rosa- und Lilatönen vor einem Sternenhimmel bei Nacht wirklich sehr schön. Mir gefällt es vor allem, dass es nicht so ein Standardcover mit einem gut gebauten Pärchen in inniger Pose ist.

Klappentext:
Everly und David waren das perfekte Paar – bis sich David plötzlich von ihr trennte. Jetzt braucht Everly dringend einen neuen Mitbewohner und einen Job, aber die Stelle im Beach-Café hat einen riesigen Haken: Weston – ihren arroganten und furchtbar unsympathischen ehemaligen Mitschüler, dem Everly aber auch den aufregendsten Kuss ihres Lebens verdankt. Für Weston ist Liebe ein Luftschloss, in dem Menschen wie Everly und David verrotten, anstatt das Leben in vollen Zügen zu genießen. Bis er aus seiner Wohnung geworfen wird, und ausgerechnet Everly ihm anbietet, bei ihr einzuziehen …

Meine Meinung:
Als erstes stach mir das wunderschöne Cover in die Augen und auch wenn YA/NA oft nicht mehr so meins ist, verlockten der Klappentext und die Meinung auf Social Media definitiv zur Geschichte. Zwar lag es dann längere Zeit auf dem SuB, aber dann bekam ich richtig Lust darauf.

Die Geschichte ist nicht neu, aber mir geht es auch eher darum. dass es mich gut unterhalten kann und mir vielleicht auch emotional unter die Haut geht. Beides hat das Buch leider nicht geschafft, auch wenn es ein paar Momente gab, die mich berührten, mich zum Lachen brachten und mich zum Nachdenken anregten. Insgesamt konnte es mich aber leider kaum begeistern, was auch an den anstrengenden Charakteren und dem langweiligen Stil lag.

Ganz gewaltig störte mich die Wahrnehmung der Charaktere. Ja, sie sind alle in dem Alter, wo man seinen Körper mit dem seiner Mitmenschen gleichen Alters vergleicht, aber mir war es doch zeitweilig zu extrem, wie sich Everly runter machte. Durchschnittlich, langweilig und zu viele Kilos auf den Rippen, ich fand es einfach schade. Generell machte sie sich zu abhängig von ihren Freundinnen und ließ vor allem Jules zu viel durchgehen. Deren Verhalten war einfach unterste Schublade und ich verstehe selbst jetzt nicht, warum Everly so sehr mit dieser Person befreundet sein will. Jules macht sie und Wes runter, grenzt Everly mitunter ja förmlich aus, verteilt unschöne Seitenhiebe und verlangt so viel von ihr, während sie kaum gibt. Natürlich sind sie nach dem großen Krach am Ende wieder die besten Freunde und ich schüttelte nur den Kopf. Everly beschwert sich beim Leser ja von Anfang an über Jules Verhalten, unternimmt aber nichts dagegen, bis ihr auf wundersame Weise der Kopf gewaschen wird und sich alles wieder fügt....ich fand ihre Freundschaft einfach nur toxisch.

Und auch das Drama mit Wes Vater löste sich dann ganz plötzlich im Happy End auf. Ich fand es zwar echt schön, dass sie sich aussprechen konnten und versöhnten, aber viele Dinge in ihrer Geschichte fand ich sehr komisch und nicht gut ausgearbeitet.

Die Geschichte ist schräg und das Zitat von Wes beschreibt sie echt gut. Ich fühlte mich manchmal wie in einem schlechten Teeniefilm von Netflix, wo zahlreiche Klischees und Kitsch aufgefahren wurde, die Charaktere sich trotz Bindungsangst irre schnell ineinander verlieben, ihr Trauma überwinden und man sich mit knapp 30 verflucht alt vorkommt. Und die Sache mit David ? Och nö.....

Es war einfach nicht meins. Mir fehlten reale Emotionen, Tiefe und eine interessante Geschichte. Es gab ein paar gute Momente mit Wes´ Oma, aber der Rest war mir zu viel des guten. Zu viel Kitsch, zu viel Drama, zu viele Klischees. Hier musste ich leider zu oft mit den Augen rollen und ich fand es schade, dass ich es beinahe eins zu eins vorhersehen konnte.

Und da konnte der Schreibstil auch nicht wirklich etwas dran drehen oder retten. Mir war er zu abgehackt und schwierig zu lesen. Ganz stark störten mich die abgehackten Kapitelenden, wo die aktuelle Handlung plötzlich unterbrochen wurde und nie fortgesetzt wurde, weil im nächsten Kapitel schon das nächste Szenario gestartet wurde und da die Kapitel mitunter sehr kurz waren, wurde ich auch immer wieder rausgerissen. Es las sich leider sehr unrund.

Fazit:
Ich denke, dass ich kein weiteres Buch von der Autorin lesen werde. Vielleicht habe ich zu viel erwartet, vllt bin ich zu alt für das Genre oder es war einfach nicht mein Buch. So oder so konnte mich die Geschichte bis auf wenige Momente nicht begeistern und mir fehlte Tiefe, Authentizität, sowie tolle Charaktere, die sich nicht wie kleine Kinder verhielten. Von mir gibt es:

2;5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.08.2022

Interessante Idee, deren Umsetzung mich nicht begeistern konnte

Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
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Titel: Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
Autor: Ry Herman
Reihe: -
Verlag: Heyne
Genre: LGBTQIA+|Vampir
Seiten: 464

Klappentext:
Zwei Jahre nach einer schrecklichen Trennung verkriecht sich ...

Titel: Die Unmöglichkeit, bei Tag die Liebe zu finden
Autor: Ry Herman
Reihe: -
Verlag: Heyne
Genre: LGBTQIA+|Vampir
Seiten: 464

Klappentext:
Zwei Jahre nach einer schrecklichen Trennung verkriecht sich die hübsche Lektorin Chloë immer noch jeden Abend zu Hause mit ihrer Katze auf dem Sofa. Bis sie von ihrer ebenso charmanten wie aufdringlichen Tante zum Ausgehen gezwungen wird. Als sich Chloë nun mutterseelenallein in einem Club wiederfindet, passiert das, woran sie selbst schon nicht mehr geglaubt hat: Sie begegnet Angela, einer wunderschönen, klugen jungen Frau. Angela verliebt sich in Chloë, und Chloë verliebt sich in Angela – es könnte also alles ganz einfach sein. Nur, dass Angela ein kleines Problem mit Tageslicht hat. Und mit Kruzifixen. Und mit Knoblauch ...

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich nicht durch LB oder so aufmerksam, mich erwischte es ganz plötzlich beim Stöbern in der Buchhandlung. Dieses Cover ist wirklich ein Traum und auch wenn ich die Särge ein klein wenig kitschig finde, liebe ich die Farbkombination und die kleinen Einzelheiten. Der Klappentext versprach mal eine etwas andere Vampirgeschichte und zudem habe ich noch nie eine mit einem lesbischen Paar gelesen, was ich auch sehr interessant fand.

Die Idee ist wirklich super und ich liebe auch das Skurrile an der Geschichte, aber leider finde ich sie furchtbar langweilig. Es fließt irgendwie vor sich hin und große Wendungen oder gar Action vermisst man trotz vereinzelter Szenen. Ich fand es sehr erfrischend, aber auch gleichzeitig eben langweilig, weil nichts wirklich passiert bis das Ende auf einmal da ist und man sich fragt, was man da eigentlich gelesen hat. Irgendwie hat es mich frustriert, weil ich mir auch mehr erhoffte. Und auch das Drama um Tess fand ich nervtötend und anstrengend.

Die Liebesgeschichte zwischen Angela und Chloe war durchaus ganz nett, aber ich verspürte irgendwie keine wirkliche Chemie zwischen ihnen. Aber mir gefiel es, dass sie eben nicht von null auf hundert ging, sondern sich eher langsam entwickelte. Zudem fand ich es gut, wie Chloe hinter Angelas Geheimnis kommt und niemand glitzerte ! Die Entwicklung danach verlieh der Geschichte durchaus einen gewissen Tiefgang, auch wenn es mich eben nicht wirklich überzeugen konnte. Zum Ende hin war die Luft ziemlich raus und ehrlich gesagt war ich ziemlich froh, als ich es beenden konnte.

Das lag auch an den Charakteren, die ich zum Teil wunderbar skurril fand, aber das traf eben nur auf die Nebencharaktere zu. Mit Chloe oder Angela wurde ich nie wirklich warm und irgendwie waren mir die beiden doch recht unsympathisch. Zwar erfuhr man einiges über ihre Vergangenheit und woher ihre Ängste rührten, aber mehr gab es auch nicht. Und auch Tess fand ich ganz furchtbar nervig. Dagegen begeisterte mich die Art von Shelly, Ari und Esther sehr. Ich fand diese Charaktere interessant und spannend.

Der Schreibstil las sich durchaus flüssig, aber vor allem zum Ende hin fiel mir der wirklich sehr schwer. Irgendwie war da die Luft raus und es war sehr langatmig und zäh. Aber ich mochte das Skurrile sehr.

Fazit:
Vielleicht habe ich zu viel erwartet, aber mich konnte die Geschichte einfach nicht überzeugen. Die Nebencharaktere gefielen mir sehr gut, aber mit den Hauptfiguren wurde ich nie wirklich warm und ich fand es sehr langweilig. Von mir gibt es:

2,5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Spannende Idee, aber schwach umgesetzt

Das Kalendermädchen
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Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, ...

Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, bis Alma schwer erkrankt und auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Um ihr Leben zu retten, startet Olivia dennoch eine Suche und stößt dabei auf die Legende vom Kalendermädchen.

Meine Meinung:
Fitzek lese ich seit einigen Jahren wirklich sehr gerne und ich mag es, wenn sie mal sehr wild werden. Durch "Der Nachtwandler" bekam ich sogar wieder generell Lust auf Psychothriller und auch, wenn es mal schwächere Werke von ihm gab, konnten sie mich dank des tollen Twist am Ende insgesamt doch überzeugen. Leider kommen seine neueren Bücher nicht mehr an die Qualität ihrer Vorgänger ran und das merkte ich bei "Das Kalendermädchen" recht deutlich. Der Klappentext las sich interessant und ich stellte mir im Vorfeld einige Fragen: Ist die Legende real ? Wer sind Almas leibliche Eltern und vor allem, wie hängt das alles zusammen ? Das klang wirklich spannend und stellenweise riss mich die Umsetzung durchaus mit, aber die meiste Zeit war es mir zu konfus, reißerisch und gerade das Ende enttäuschte mich ziemlich. Es wirkte viel zu flach und wo war mein geliebter Twist, der noch mal alles auf den Kopf stellen konnte ?!

Der Notruf am Anfang und die darauf folgenden Ereignisse waren sehr merkwürdig und fesselten mich. Ich war gespannt, wie alles miteinander zusammenhängt, da gleich drei Handlungsstränge starteten. Zwei spielten in der Vergangenheit, in der sich um Valentina drehte und einer, in dem Olivias Suche nach Almas leiblicher Mutter im Fokus stand. Zwar wurden die Wechsel gut gekennzeichnet, allerdings rissen sie mich beinahe jedes Mal aus dem Lefluss, da die Cuts teilweise richtig unpassend geschahen. Es gab auch Stellen, wo es sehr künstlich wirkte, sodass ich richtig genervt davon war. Dabei fand ich die Handlungsstränge an sich interessant und es kamen auch richtig fesselnde Stellen vor.

Die Geschichte bot Potenzial, das kaum genutzt wurde und mir fehlte einfach diese gewisse Raffinesse, die ich eigentlich vom Autor gewohnt bin. Dass seine Werke alle ein wenig reißerisch sind, mag ich eigentlich ganz gerne, das macht ihren Charme aus, nur hier wirkte es zu flach und konstruiert. Irgendwie fieberte ich nicht wirklich mit und pausierte immer wieder länger, weil es mich nicht wirklich fesseln konnte. Die Charaktere fand ich in Ordnung, nur konnte ich durch den Stil zu keinem eine richtige Verbindung aufbauen. Es war schade, dass das Schicksal einer Figur, die zwischenzeitlich auftauchte, zum Ende hin so schnell abgehandelt wurde. Das passte nicht gut rein, zumal diese soapige Note zu viel des Guten war. Generell waren die letzten Seiten sehr enttäuschend für mich. Normalerweise liebe ich die Enden wegen diesem besonderen Twist sehr, aber hier gab es keinen ! Stattdessen las es sich wie eine 08/15 Thriller und ließ mich absolut ratlos und frustriert zurück. Die Auflösung von dem ganzen Mysterium war ziemlich langweilig, nur eine Sache fand ich interessant.

Fazit:
Es wird nicht mein letzter Fitzek sein, aber es ist einer, der mich ziemlich enttäuschte. Zwar blitzten immer wieder spannende Momente auf, insgesamt wirkte es aber zu reißerisch und die künstlich angelegten Cliffhanger zwischen den Handlungssträngen machten einfach keine Freude. Sie rissen mich beinahe jedes Mal aus dem Lesefluss und ich brauchte generell lange, um das Buch zu beenden, was in meinen Augen definitiv nicht dafür spricht, da ich seine Bücher eigentlich verschlinge. Die Ideen in der Geschichte fand ich gut, aber es wirkte eher so, als wenn der Autor keine wirkliche Lust darauf gehabt hätte, was ich vor allem beim Ende stark merkte,. Es wirkte sehr abgehackt, machte keinen Spaß und wo war der Twist, der nochmal alles (vielleicht) schön gedreht hätte ? Ich hoffe, dass mich sein nächstes Buch wieder mehr unterhalten kann.

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Zu viel Spice, zu wenig fesselnd

The Darlington - Ethan & Grace
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!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ...

!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ändert, setzt sie ihre ganze Energie dafür ein, Antworten zu finden und bricht dafür sogar in das Büro des Hotelmanagers ein. Dabei wird sie von dem Hotelerben Ethan erwischt, mit sie eine besondere Beziehung verbindet. Beide können sich nicht leiden, aber dennoch hilft er ihr bei der Suche und so kommen sie sich immer näher, egal ob sie es wollen oder nicht.

Meine Meinung:
Eigentlich lasse ich Bücher immer mindestens ein paar Tage sacken, bevor ich meine Meinung zu ihnen niedertippe, aber bei diesem will diese bereits nach ein paar Stunden raus, obwohl es in meinem Kopf immer noch arbeitet. Und eigentlich mag ich die Bücher von Laura Kneidl sehr gerne, auch die, die nicht ganz so stark waren, aber der zweite Band der Darlington Reihe hat mich enttäuscht. Es las sich trotz einiger Längen recht flüssig und gerade die erste Hälfte unterhielt mich richtig gut, aber danach nahm es leider immer mehr ab und das Ende legte ein ziemliches Tempo hin, das mir einfach nicht zusagte. Zu viel Spice, zu viele Gespräche und einige Wiederholungen, die die eigentlich spannende Ausgangssituation der Geschichte ziemlich langweilig werden ließen, sodass ich teilweise sogar einige Seiten schnell ließ, weil es mich langweilte.

Und dabei freute ich mich auf die Geschichte von Ethan und Grace, deren Kabbelein und Wortgefechte ich im Vorgänger sehr geliebt habe, weil die Chemie zwischen ihnen einfach stimmte und Spaß machte. Die erste Hälfte gefiel mir eigentlich noch ganz gut. Man las aus den Ich-Perspektiven von dem Paar und das Geschehen setzte so gut wie unmittelbar nach den letzten Ereignissen von Band eins an, sodass ich recht schnell im Buch war. Es ließ sich schön flüssig lesen und war wieder richtig schön drüber, was mir Spaß machte, ohne die Balance zu verlieren, die super zwischen Drama, Gefühlen und ein wenig Humor lag. Ethan ließ definitiv nichts anbrennen und es war interessant, mehr über sein Leben, seine Gedanken und Gefühle zu erfahren. Generell tauchte man mehr in die Familie der Darlingtons, die Abläufe des Hotels und die Arbeit dort ein. Das war interessant und ich verfolgte die Suche von Grace mit großer Neugier. Ich wollte unbedingt wissen, was genau mit ihrer Schwester geschah und warum es so ein schreckliches Ende nahm, in das anscheinend auch das Hotel verwickelt war und sich verständlicherweise stark auf das Leben von Grace und ihrer Familie auswirkte, was mir teilweise sehr unter die Haut ging.

Eigentlich hätte das eine richtig spannende Geschichte werden können, die von den Emotionen, der Chemie ihrer Hauptfiguren und der Suche nach dem Täter hätte leben können. Stattdessen zog es sich nach gut der Hälfte leider immer mehr, verstrickte sich in viele Wiederholungen und kam einfach nicht vorran, bevor es sich in den letzten Seiten so stark überschlug, dass es mir keine Freude mehr machte. Leider wirkte es dann zu drüber und kaum spannend, sodass ich dann auch froh war, als ich die letzte Seite las, die die Geschichte irgendwie recht abrupt beendete und mich etwas ratlos zurückließ. Mein größter Kritikpunkt ist aber der Spice, der hier ziemlich Überhand nahm. Eigentliche freute ich mich ja ziemlich auf die Liebesgeschichte von Ethan und Grace, da ich im Vorgänger ihre Chemie und Wortgefechte so toll fand. Hier blitzte dies gelegentlich auf und es gab auch Momente, die mir Spaß machten, aber der erotische Teil nahm viel zu viel Raum ein. Bei der Geschichte von Henry und Kate fand ich es so toll, dass es kaum Liebesszenen gab und die auch noch super beschrieben wurden. Bei der von Ethan und Grace allerdings ging es recht schnell los und gefühlt kam alle alle paar Seiten eine entsprechende Szene. Mir war es definitiv zu viel und sie wirkten auch dann nach einer Weile echt nicht mehr sinnlich, sondern eher wie eine störende Wiederholung. Weniger Seiten, gerade was den Spice angeht, eine frühere Überleitung zu den letzten Ereignissen und eine spürbarere Chemie zwischen den Figuren hätte der Geschichte so gut getan. Das lag zum Teil auch daran, dass die vielen Handlungsstränge nicht miteinander harmonierten und obwohl ich eine Entwicklung in der Sache mit seinem Vater und dem Prozess echt begrüßte, nahm mir das zu viel Raum ein und begrub die Geschichte von Ethan und Grace regelrecht. Es passte irgendwie nicht wirklich zusammen und ich hätte lieber eines davon als Handlung gehabt, da sich beide meistens eher im Weg standen.

Und auch mit den Charakteren wurde ich nur bedingt warm. Mir gefiel es sehr, dass Logan, der jüngste Bruder mehr in den Fokus gerückt wurde und Raum erhielt, damit er dann zusammen mit Rose den Abschluss der Reihe bilden kann, aber leider wirkte sie recht unsympathisch. Ich fand sie teilweise recht unfair und ich habe meine Vermutungen, wieso, aber dennoch war ihr Verhalten stellenweise richtig daneben und ehrlich gesagt weiß nicht, ob ich ihre Geschichte lesen möchte.

Ethan und Grace fand ich trotz der Ereignisse und Enthüllungen etwas blass und mir waren sie oft auch nicht sympathisch, wobei es Stellen gab, bei denen ich sehr gut mitfühlen konnte und ich sie verstand. Dennoch wurde ich nie wirklich warm mit ihnen und fand die Sprünge in ihrem Wesen und ihrer Beziehung nicht gut ausgearbeitet. Trotz der Länge des Buches konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen und der Spice störte einfach zu sehr. Am meisten nervten mich aber die Kosenamen, die zu oft eingesetzt wurden und zeitweilig albern wirkten. Dennoch finde ich es aber auch stark, wie sehr sich Grace für die Gerechtigkeit einsetzte und unermüdlich dafür kämpfte, damit ihre Schwester Gerechtigkeit erhielt, während Logan sich seinem Vater stellte und versuchte, seiner Mutter eine Stütze zu sein. Die anderen Charaktere fand ich bis auf Logan eher langweilig, obwohl es ja genügend interessanten Stoff bot, gerade was Henry anging, aber sie wirkten auf mich zu sehr wie Randfiguren und nur Logan stach positiv hervor.

Fazit:
Es fiel mir echt schwer, eine Meinung zu diesem Buch zu verfassen und ich habe oft Dinge umgeändert, drüber nachgedacht und wollte es wirklich mögen, weil mir Band eins trotz des unstimmigen Tempos super gefiel und Spaß machte. Zwar hatte ich gerade zu Anfang auch mit der Fortsetzung meine Freude, aber auch hier stimmte das Tempo nicht wirklich. Es zog sich oft zu sehr und der Spice nahm leider Überhand, während es zum Ende hin sich zu sehr überschlug, um dann richtig abrupt zu enden, was keinen Spaß machte. Ich wurde weder mit den Charakteren, noch der Geschichte oder den Wendungen wirklich warm und bin mir unsicher, ob ich noch Band drei lesen soll. Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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