Cover-Bild Whispers of Destiny
(15)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Dystopische und utopische Literatur
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 28.11.2025
  • ISBN: 9783492706698
Justine Pust

Whispers of Destiny

Roman | Dystopische Fantasy | Der Tod ist ein Call Center – die Mitarbeitenden entscheiden, wer stirbt und wer überlebt

2096: Die Welt ist überbevölkert, Ressourcen und Jobs sind rar. Der Tod gründet die Firma Death Call, die über den Todeszeitpunkt aller Menschen entscheidet. Kurz nachdem die 21-jährige Blue erfährt, dass ihre Lebenszeit beinahe abgelaufen ist, trifft sie auf einer Party den geheimnisvollen Creek, einen Mitarbeiter von Death Call. Blue geht mit ihm einen Deal ein: Um dreißig weitere Jahre leben zu dürfen, nimmt sie einen Job bei der Firma des Todes an. Doch über Leben und Tod zu entscheiden, hat seinen Preis …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Todesangst

0

"Darf ich nicht outsourcen, nur weil ich eine Urgewalt bin?" [67] Der Tod kommt schon richtig cool daher, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und ist die Ruhe selbst. Aber eigentlich geht es bei ...

"Darf ich nicht outsourcen, nur weil ich eine Urgewalt bin?" [67] Der Tod kommt schon richtig cool daher, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und ist die Ruhe selbst. Aber eigentlich geht es bei "Whispers of Destiny" von Justine Pust um die junge Protagonistin Blue. Blue ist jung und frech, hat ihren eigenen Kopf und manchmal ist das Mundwerk schneller als das Gehirn. Ihr Herz ist aber am rechten Fleck und Blue hält so die eine oder andere Überraschung parat.
Das Setting bei "Whispers of Destiny" gefällt mir sehr gut. Wer arbeitet denn schon beim Callcenter des Todes? Mir gefällt aber auch unheimlich gut das Dystopische an der Fantasy Geschichte. Dass es nicht einfach ist über Tod und Leben zu entscheiden, merken die Mitarbeiter von Death Call selbst sehr schnell. Ich finde die Denkansätze von Pust sehr gut. Da geht es um Leben und Tod, Verteilung von Besitzgütern und Essen, Einteilung der Menschen in verschiedene Klassen und um Klimaeinflüsse in Bezug auf die Menschheit. Für eine so temporeiche, lustige und unterhaltsame spannende Geschichte, empfinde ich die Tiefe der philosophischen Themen in Ordnung.
Pust liefert ein mega unterhaltsames Werk, welches einen bestens unterhält und mit einigen Wendungen aufwartet, die man nicht auf dem Schirm hatte. Der Schreibstil ist perfekt und man rast durch eine Geschichte wo man jederzeit wissen möchte wie es weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2025

Spannender und distopischer Fantasyroman

0


Ich bin ein großer Fan der Bücher von Justine Pust und war sehr gespannt auf ihren neuen Roman "Whispers of Destiny" bei dem es sich um einen distopischen Fantasyroman handelt.

Der Anfang des Buches ...


Ich bin ein großer Fan der Bücher von Justine Pust und war sehr gespannt auf ihren neuen Roman "Whispers of Destiny" bei dem es sich um einen distopischen Fantasyroman handelt.

Der Anfang des Buches macht ein wenig traurig, aber dann entwickelt es sich zu einem abwechslungsreiche Roman mit viel schwarzem Humor.
Der Tod höchstpersönlich eröffnet ein Call Center und unsere Protagonistin Blue erklärt sich bereit für ihn zu arbeiten, dafür darf sie noch einige Jahre länger leben, allerdings ist es nicht so einfach über Leben oder Tot zu entscheiden.

Die Geschichte wird komplett aus der Geschichte von Blue erzählt und sie hatte ich schnell in mein Herz geschlossen.
Zwar hatte sie es nie einfach, trotzdem ist sie eine offene und liebevolle Person, die ums Überleben, in einer Welt kämpft, die wir uns gar nicht vorstellen können.
Es gibt einige humorvolle und romantische Momente, aber am meisten ist es spannend und einfach unterhaltsam.
Die Idee mit Death Call fand ich wirklich kreativ und das Buch hat mich sehr gut unterhalten.

Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher von Justine Pust.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2025

Sie arbeitet für den Tod

0

Die Zunkunftsversion unserer Welt, die die Autorin in diesem Buch ausmalt, ist gleichzeitig interessant und erschreckend. Wir finden uns hier in einer Stadt wieder, die aus Smog und Technikmüll besteht ...

Die Zunkunftsversion unserer Welt, die die Autorin in diesem Buch ausmalt, ist gleichzeitig interessant und erschreckend. Wir finden uns hier in einer Stadt wieder, die aus Smog und Technikmüll besteht und in der es Säureregen und Fluten gibt. Es gibt aber auch einen Teil in der Stadt, der sauber ist und ohne Smog, doch dieser ist nur bestimmten Menschen vorbehalten. Die Menschen sind in verschiedene Stufen eingeteilt, nach denen sich auch ihre Essensrationen und andere Privilegien richten. Und dann gibt es da noch Death Call, eine Agentur, die dem Tod höchstpersönlich gehört.

Ich brauchte etwas, um mich in dieser neuen zukünftigen Version unserer Welt zurechtzufinden. Man wird als Leser hier direkt in die Geschichte geworfen, aber nach und nach versteht man das neue System. Die Autorin schafft es die düstere Stimmung, die über allem schwebt, zu übermitteln und als Leser merkt man wie schwer das Leben in der Zukunftsversion ist, wenn man in einer niedrigen Stufe eingegliedert ist. So wie es bei Blue, der Hauptprotagonistin in diesem Buch, der Fall ist. Blue wird durch verschiedene Umstände von Death Call angeworben und beginnt so für den Tod zu arbeiten. Und so erfahren wir als Leser mehr über Death Call und die Intention vom Tod. Ich mochte Blue als Charakter sehr gerne, sie ist mutig und schlagfertig. Das Buch hatte einen tollen Spannungsbogen und ich fand es sehr interessant die ersten Arbeitstage von Blue zu verfolgen.

Immer wieder findet sich in diesem Buch eine Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt: Es gibt besser und schlechter gestellte Menschen, die Menschen haben die Erde so weit runtergewirtschaftet, dass die Generationen, die nun leben, mit vielen Herausforderungen und dazu mit Überbevökerung zu kämpfen haben. Alles Themen, die auch in unserer Gesellschaft für die Zukunft oder auch schon heute eine Rolle spielen. Trotz der zu Beginn düsteren Grundstimmung gibt es im Verlauf des Buches auch lustige und schöne Momente. Es gibt immer wieder witzige Dialoge und es gibt eine kleine Liebesgeschichte, die das ganze Buch etwas auflockert und mir gut gefallen hat (diese spielt aber wirklich nur eine Nebenrolle).

Ein tolles Buch mit einer Mischung aus Dystopie und Fanatsy!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2025

Selten habe ich mich so gut unterhalten gefühlt ...

0


Inhalt:

2096: Der Tod beschließt, sich ein neues Image zuzulegen. Er gibt sich zu erkennen und eröffnet kurz darauf seine eigene Firma. Ein Callcenter namens Death Call. Hier erhalten Menschen, die kurz ...


Inhalt:

2096: Der Tod beschließt, sich ein neues Image zuzulegen. Er gibt sich zu erkennen und eröffnet kurz darauf seine eigene Firma. Ein Callcenter namens Death Call. Hier erhalten Menschen, die kurz davor sind, ihr Leben zu lassen, die Möglichkeit, noch einmal mit einem menschlichen Mitarbeiter über ihre Ängste und Fragen zum Sterben zu sprechen.

Blue lebt mit ihrer besten Freundin Iris in einer der unteren Stufen. Ihr Traum ist es, gemeinsam eine Stufe aufzusteigen. In eine Schicht, in der es etwas mehr Essen und eine größere Überlebenschance gibt. Während Iris erfährt, dass ihr Antrag auf Aufstieg abgelehnt wurde, erhält Blue eine viel schlimmere Prognose: In ihrem Kopf befindet sich ein erbsengroßer, unheilbarer Tumor. Sie wird sterben.

Die beiden Frauen überlegen, eine Party zu besuchen, um die düsteren Gedanken für eine Weile zu vergessen. Kurze Zeit später steht Blue auf dem Dach des Gebäudes und denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Doch dieser Plan wird durchkreuzt: Ein Fremder spricht sie an und bietet ihr ausgerechnet jetzt einen Job an. Bei Death Call. Mit einem ausgesprochen interessanten Angebot: Während ihrer Beschäftigung erhält sie Immunität. Die Gegenleistung? Blue muss als Mitarbeiterin des Callcenters entscheiden, wer von den Anrufern weiterleben darf und wessen Seele den Körper verlassen und in ein ungewisses Danach gehen muss.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht. Um das Gleichgewicht zu erhalten, lassen sich nicht alle Seelen retten. Welches Recht gibt einem Menschen diese Auswahl?



Meinung:

Justine Pust schreibt mit „Whispers of Destiny“ einen Roman, der auf den ersten Blick unterhaltsam wirkt. Die Idee, dass der Tod ein Callcenter eröffnet, in dem über Leben und Tod entschieden wird, hat mich sofort neugierig gemacht. Hinter der oft humorvollen und kreativen Prämisse verbergen sich jedoch einige ernste Themen.

Das Setting hat mir gut gefallen: Die Geschichte spielt 2096, die Menschen sind in Stufen eingeteilt. Je niedriger die Stufe, desto größer die Armut. In Stufe 1 leben Ausgestoßene hinter Zäunen, in einer Gegend ohne Polizei oder staatliche Kontrolle. Einen tieferen Einblick in diese Welt hätte ich spannend gefunden; durch Blues Augen bekommen wir allerdings nur kurze, eindrückliche Bilder. Etwa von stromgeladenen Zäunen, an denen Fleisch- und Kleidungsfetzen hängen.

Blue selbst wohnt in Stufe 3, in Häusern aus Technikmüll. Staatlich subventionierte Essensrationen sichern gerade so das Überleben. Eine der größten Gefahren in dieser Zukunftswelt ist säurehaltiger Regen. Flutwellen brechen gelegentlich über die niederen Bezirke herein, das Wasser ist so stark verseucht, dass schon kurzer Hautkontakt verätzt.

Mit dem neuen Job bei Death Call muss Blue in einen anderen Bezirk ziehen: Von einem Tag auf den anderen landet sie in Stufe 9. Sie erhält eine Wohnung in einem siebzigstöckigen Turm, in dem die Firma untergebracht ist. Auch hier bleibt der Blick auf die Umgebung recht knapp: In Stufe 9 gibt es Bäume, Geschäfte, saubere Luft und ausreichend Nahrung. Doch Blue verbringt die meiste Zeit im Großraumbüro, sodass der Eindruck von Luxus begrenzt bleibt. Man könnte meinen, der Stufenwechsel mache sie glücklicher. Dieser Traum zerschellt allerdings rasch.

Die Arbeit bei Death Call verlangt den Mitarbeitenden täglich Entscheidungen über Leben und Tod ab. Einzig der kostenlose Snackautomat ist ein kleiner Trost. Entscheidungen stützen sich etwa auf das Karma-Punkte-Konto oder den prognostizierten Todeszeitpunkt. Doch das System ist nicht neutral. Menschen, die in unteren Stufen aufgewachsen sind, die von Kürzungen betroffen sind, keine medizinische Versorgung erhalten und so zunehmend in existenzielle Nöte geraten, haben selbstverständlich schlechtere Karten als Personen aus höheren Stufen.

Justine Pust verbindet in „Whispers of Destiny“ Leichtigkeit und schwarzen Humor mit ernsten, gesellschaftskritischen Untertönen. Der Tod selbst ist eine überraschend geduldige, manchmal schelmische Figur. Er hat eine Schwäche für Rosa, trägt Stock und Melone, verlangt, „Mister“ genannt zu werden, und bleibt selbst bei vorlauten Kommentaren gelassen.

Blue ist eine vorlaute, direkte Protagonistin, die sagt, was sie denkt. Manchmal mit wenig Respekt. Stellenweise war ich wirklich besorgt um ihre Zukunft, etwa wenn sie ihrem Chef mutig widerspricht. Dennoch zeigt ihr Vorgesetzter Geduld, mahnt gelegentlich zur Vorsicht, bleibt aber insgesamt nachsichtig.

Wichtig für die Handlung sind auch Iris, Blues beste Freundin, und Creek, der junge Mann, der Blue auf dem Dach das Jobangebot macht und später ihr Vorgesetzter wird. Creek und andere Kolleg*innen wie Jade begleiten Blue oft auf ihren riskanteren Wegen. Blue hinterfragt viel, bringt sich und ihr Umfeld dadurch wiederholt in Schwierigkeiten. Das treibt die Geschichte voran und sorgt für einige spannungsgeladene Momente.



Fazit:

„Whispers of Destiny“ beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Witz, Ernst und gesellschaftlicher Tiefe.

Die dystopische Welt, die Justine Pust zeichnet, wirkt zugleich kreativ und erschreckend realistisch.

Es ist dabei eine klare Stärke dieses Buches, dass es Relevantes und Irrelevantes miteinander zu vermischen weiß. Die Figuren sind intelligent skizziert, ohne dass die Geschichte mit einem Übermaß an Tiefgang überfrachtet wird.

Blues Aufstieg in Stufe 9 zeigt, wie trügerisch vermeintlicher Wohlstand sein kann und wie stark das System zugunsten höherer Schichten verzerrt bleibt. Ihre Arbeit bei Death Call zwingt sie zu Entscheidungen, die niemand treffen möchte, und macht die Ungerechtigkeit dieser Welt umso spürbarer. Das verhandelte Thema ist also heikel, doch der kurzweilige Erzählstil nimmt dem Ganzen die Brisanz.
Das Gefühl für intelligente Ironie tritt oft in einer bemerkenswerten Art und Weise hervor.

Trotz der düsteren Thematik also ein Roman, der fesselt, berührt und lange nachhallt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2025

Death is calling

0

„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und ...

„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und hat nur noch sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Diese werden größtenteils den privilegierten Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt, die zu den höheren Zonen zählen. In Zone 3, wo die 21-jährige Blue lebt, sind Armut, Hunger, Atemnot und Säureregen an der Tagesordnung. Doch darüber muss sich Blue nicht mehr lange den Kopf zerbrechen, da sie gerade eine tödliche Diagnose erhalten hat, denn medizinische Behandlung gibt es ebenfalls nicht mehr. Zur Verfügung steht lediglich Death Call, ein Unternehmen des Todes, wo man sein Ableben professionell managen kann. Überraschend bietet Creek, ein Mitarbeiter von Death Call, Blue einen Deal an. Wenn sie dort einen Job annimmt, darf sie weitere 30 Jahre leben. Doch dafür ist sie es nun, die über Leben und Tod entscheidet.

Justine Pust zeichnet eine wirklich düstere und dystopische Welt, die gar nicht so viele Jahre von der Gegenwart entfernt ist. Leider sind auch die bitteren Folgen des Umgangs mit den Ressourcen gar nicht derart unrealistisch, so dass vielleicht lediglich die Erscheinung des personifizierten Todes garantiert in den Bereich der Fantasy fällt.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und der Einstieg in die fesselnde Handlung ist wirklich nicht schwer. Blue ist eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten, die ich von Anfang an mochte.
Sie ist direkt, schonungslos ehrlich und loyal, aber auch desillusioniert und pessimistisch. Ihre Ablehnung gegen das Todesgeschäft ist aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehbar. Aber es werden auch unbequeme und wichtige Fragen aufgeworfen, die die Gegenseite nahbarer machen. Wer sollte über Leben und Tod entscheiden? Wer bekommt eine neue Chance und wer hat durch seine Entscheidungen alles verspielt? Ich glaube, niemand möchte diese Verantwortung tragen, und doch wird Blue mit all diesen Fragen konfrontiert.
Die Handlung ist ungewohnt düster, aber absolut mitreißend. Es gibt einige überraschende Twists und herzzerreißende Momente, aber auch humorvolle Szenen und natürlich etwas Romantik.
Die Thematik ist aufrüttelnd und regt zum Nachdenken an, damit hoffentlich einige ziemlich realitätsnahe Aspekte des Buches niemals Wirklichkeit werden.

Mein Fazit:
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere