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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Persönlich, bunt und inspirierend

Vegan Meal Prep
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"Vegan Meal Prep" von Oliver Petszokat ist ein sehr farbenfrohes, modernes und persönliches Kochbuch, das sich dem Thema veganes Vorkochen widmet. Schon beim ersten Durchblättern fällt die lebendige Gestaltung ...

"Vegan Meal Prep" von Oliver Petszokat ist ein sehr farbenfrohes, modernes und persönliches Kochbuch, das sich dem Thema veganes Vorkochen widmet. Schon beim ersten Durchblättern fällt die lebendige Gestaltung ins Auge mit ihren kräftigen Farben, Fotos und ein insgesamt fröhliches Layout, das sofort gute Laune macht und Lust auf veganes Kochen weckt.

Das Buch richtet sich auch an Anfänger und bietet eine gute Einführung in das Thema Meal Prep. Gleichzeitig kann die Menge an Informationen, Ideen und Rezepten stellenweise etwas überfordernd wirken, jedenfalls ging es mir so. Gerade wenn man neu in der veganen Küche oder beim Vorkochen ist, muss man sich erst orientieren und Schritt für Schritt herantasten. Mit etwas Geduld eröffnet sich dann aber eine große Vielfalt an Möglichkeiten.

Besonders positiv ist der sehr persönliche Stil des Autors. Petszokat lässt viel von sich selbst einfließen, was das Buch authentisch und sympathisch macht. Man merkt deutlich, dass die Rezepte aus seinem eigenen Alltag stammen und er seine Erfahrungen ehrlich teilt. Das verleiht dem Buch eine angenehme Nähe und hebt es von vielen rein sachlichen Kochbüchern ab.

Die Aufteilung des Buches ist insgesamt gut gelungen. Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert und laden zum Nachmachen ein. Auch wenn nicht jedes Gericht meinen Geschmack trifft, gibt es viele Rezepte, die mich neugierig gemacht haben und die ich definitiv ausprobieren werde. Gerade für Menschen, die Abwechslung suchen und ihre vegane Ernährung besser planen möchten, bietet das Buch viele Anregungen.

Fazit: "Vegan Meal Prep" ist ein inspirierendes und sehr persönliches Kochbuch, das viele kreative Ideen für den veganen Alltag liefert. Wer offen für Neues ist, Freude an Farbe und Kreativität hat und sich langsam an das Thema Meal Prep herantasten möchte, wird hier viele wertvolle Impulse finden.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Herzhafte vegane Küche ohne Schnickschnack

Deftig vegan für jeden Tag
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Dieses Kochbuch begeistert durch seine klare Ausrichtung, deftige, alltagstaugliche vegane Küche ohne Schnickschnack. Anne-Katrin Weber zeigt, dass veganes Essen herzhaft, unkompliziert und schnell umzusetzen ...

Dieses Kochbuch begeistert durch seine klare Ausrichtung, deftige, alltagstaugliche vegane Küche ohne Schnickschnack. Anne-Katrin Weber zeigt, dass veganes Essen herzhaft, unkompliziert und schnell umzusetzen sein kann, genau das macht "Deftig vegan" für jeden Tag so sympathisch.

Die Rezepte sind übersichtlich, gut verständlich und auf den Punkt gebracht. Besonders positiv fallen die tollen, appetitanregenden Bilder auf, die Lust machen, sofort loszukochen. Die Gerichte eignen sich hervorragend für den Alltag und kommen ohne unnötige Zutaten oder komplizierte Schritte aus. Hin und wieder würde ich einzelne Zutaten austauschen, vor allem mit Blick auf eine glutenfreie Ernährung. Hier hier wäre etwas mehr Kennzeichnung oder Variation wünschenswert. Das schmälert den Gesamteindruck jedoch nur geringfügig.

Fazit: Insgesamt ein sehr gelungenes, ehrliches Kochbuch für alle, die deftige vegane Küche mögen und Wert auf einfache Umsetzung legen.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Ein temporeiches Thriller-Debüt

Blutwild
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Die ehemalige Kommissarin Anka Jessen erhält eine anonyme SMS mit Koordinaten. Neugierig und misstrauisch folgt sie ihnen und stößt in einer abgelegenen Hütte auf präparierte menschliche Körperteile. Das ...

Die ehemalige Kommissarin Anka Jessen erhält eine anonyme SMS mit Koordinaten. Neugierig und misstrauisch folgt sie ihnen und stößt in einer abgelegenen Hütte auf präparierte menschliche Körperteile. Das herbeigerufene Ermittlerteam fordert sie auf, sich aus dem Fall herauszuhalten. Doch Anka ignoriert die Warnung.

"Blutwild" ist das Debüt von Saskia te Marveld und ein temporeicher Thriller, der den Fokus klar auf seine Protagonistin legt. Im Mittelpunkt steht Anka, die vor sechs Jahren entführt wurde. Auf ihrer Flucht geriet sie damals in eine Falle, was zur Amputation ihres Unterschenkels führte. Dieses traumatische Erlebnis prägt sie bis heute. Ankas größte Stütze ist ihre beste Freundin Izzy, ein echter Fels in der Brandung, der ihr nicht nur nach der Entführung, sondern auch im aktuellen Geschehen jederzeit zur Seite steht. Als neue Ereignisse Anka erneut in Angst versetzen, stellt sich die zentrale Frage, ob ihr damaliger Peiniger zurückgekehrt ist oder ob es einen Nachahmer gibt.

Die Geschichte wird überwiegend aus Ankas Perspektive erzählt und durch zahlreiche Rückblicke ergänzt, die nach und nach mehr über ihre Vergangenheit offenbaren, sich aber auch auf andere Leute konzentrieren. Das Tempo des Thrillers ist sehr hoch und ständig passiert etwas. Anka kommt kaum zur Ruhe. Einerseits sorgt genau dieses Tempo für enorme Spannung und hält einen am Ball. Andererseits wirkt die Dichte der Ereignisse stellenweise etwas unglaubwürdig, was bei mir gemischte Gefühle hinterlassen hat. In diesem Punkt bin ich ehrlich gesagt zwiegespalten. Die Auflösung war für mich persönlich keine große Überraschung mehr. Das fand ich schade, auch wenn es im Verlauf der Geschichte einige Wendungen gab.

Der Schreibstil von Saskia te Marveld ist einfach, flüssig und fesselnd. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nicht übertrieben lang, was das schnelle Lesen zusätzlich unterstützt.

Fazit: Insgesamt ist "Blutwild" ein spannender Thriller mit einer interessanten Hauptfigur und ein solides Debüt, das trotz kleiner Schwächen überzeugt.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Vier Senioren, ein Mord und ganz viel Herz

Der Donnerstagsmordclub
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In einer idyllischen Seniorenresidenz trifft sich jeden Donnerstag eine ungewöhnliche Gruppe aus vier hochbetagten Hobby-Ermittlern. Sie durchforsten alte ungeklärte Kriminalfälle. Als in ihrer unmittelbaren ...

In einer idyllischen Seniorenresidenz trifft sich jeden Donnerstag eine ungewöhnliche Gruppe aus vier hochbetagten Hobby-Ermittlern. Sie durchforsten alte ungeklärte Kriminalfälle. Als in ihrer unmittelbaren Umgebung plötzlich tatsächlich ein Mord geschieht, wird aus der theoretischen Spielerei bitterer Ernst.

Das ist der Auftakt zu einer Reihe rund um vier Senioren und ihren Donnerstagsmordclub.

"Der Donnerstagsmordclub" ist ein äußerst charmant erzählter Auftakt zu der beliebten Krimireihe rund um vier pfiffige Senioren, die ihre Donnerstage damit verbringen, ungelöste Mordfälle zu durchleuchten. Richard Osman gelingt es, eine warmherzige, humorvolle und zugleich überraschend spannende Erzählung zu schaffen, die sich wirklich vom klassischen Krimi abhebt.

Die vier Protagonisten Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron sind liebevoll gezeichnet und überzeugen durch Witz, Eigenheiten und eine Mischung aus Lebenserfahrung und Sturheit, die sie zu einem unschlagbaren Team macht. Besonders gelungen ist der Ton des Romans. Er ist leichtfüßig, pointiert, aber nie zu albern. Die Handlung vermischt kleinere Rätsel, Hinweise und persönliche Geschichten, sodass man als Leser sowohl mitfiebert als auch schmunzelt. Besonders gut gefallen hat mir, dass Osman seine Figuren nie ins Lächerliche zieht und ihnen gegenüber sehr viel Respekt zeigt. Bisher sind Joyce und Ron meine Lieblingssenioren, Elizabeth empfinde ich als schwierig.

Die Krimihandlung ist nicht übermäßig düster, aber ausreichend komplex. Wer einen Thriller voller Tempo erwartet, wird weniger abgeholt. Wer jedoch britischen Humor, schrullige und sympathische Figuren und gemütliche Whodunit-Atmosphäre liebt, kommt voll auf seine Kosten. Trotz der vielen Stärken weist die Geschichte einige Längen auf, die stellenweise den Lesefluss trüben. Dieser kleine Schwachpunkt schmälert den Gesamteindruck jedoch nur geringfügig, da die Figuren und der Charme der Geschichte weiterhin tragen.

Fazit: Insgesamt ist "Der Donnerstagsmordclub" ein warmherziger, origineller und sehr unterhaltsamer Reihenauftakt, der Lust auf weitere Abenteuer der vier Senioren macht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Vergangenheit, Schuld und neue Wege

Verschworen
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Nach der Geburt ihrer Tochter Adda wird Elma nach längerer Zeit wieder aktiv in die Ermittlungsarbeit eingebunden. Ein alter Fall aus der Vergangenheit wirft neue Fragen auf, als dunkle Geheimnisse ans ...

Nach der Geburt ihrer Tochter Adda wird Elma nach längerer Zeit wieder aktiv in die Ermittlungsarbeit eingebunden. Ein alter Fall aus der Vergangenheit wirft neue Fragen auf, als dunkle Geheimnisse ans Licht kommen, die bis in die Gegenwart reichen.

"Verschworen" von Eva Björg Ægisdóttir ist bereits der fünfte Teil aus der Reihe Mörderisches Island rund um Polizistin Elma, ihren Partner und Kollegen Sævar und ihrem Vorgesetzten Hörður.

Mit "Verschworen" war es für mich ein richtig schönes Wiederlesen mit Elma, ihrem Partner und Lebensgefährten Sævar, ihrem Vorgesetzten Hörður sowie den bekannten Kollegen, Familienmitgliedern und Freunden. Die Figuren sind mir über die Reihe hinweg sehr ans Herz gewachsen, und genau dieses Vertraute hat mir beim Lesen viel Freude bereitet. Dieser Band konnte mich deutlich mehr überzeugen als die letzten drei Teile der Reihe. Vor allem hat es mich sehr gefreut, Elma wieder aktiv im Dienst zu erleben. Sie ermittelt wieder, stellt Fragen, bleibt hartnäckig. Genau so, wie ich sie so schätze, denn dadurch fühlte sich die Geschichte wieder näher an den Anfängen der Serie an.

Der Fall selbst ist spannend und gut konstruiert. Wie schon in den vorherigen Büchern wechselt die Handlung zwischen verschiedenen Zeitebenen, damals und heute, was nach und nach ein düsteres Gesamtbild entstehen lässt. Auch die wechselnden Erzählperspektiven tragen dazu bei, dass man sich Stück für Stück an die Wahrheit herantastet. Ich mochte dieses langsame, atmosphärische Aufdecken sehr, auch wenn es eher leise als temporeich erzählt ist.

Besonders positiv überrascht hat mich, dass Sævar dieses Mal stärker in den Fokus rückt. Man erfährt mehr über ihn, seine Gedanken und seine Vergangenheit, was ihn für mich greifbarer und vielschichtiger macht. Das hat der Geschichte emotional sehr gutgetan und mir persönlich sehr gefallen. Auch Hörðurs Entwicklung hat mich berührt. Er macht kleine, vorsichtige Schritte nach vorn, wagt Neues und scheint langsam wieder Vertrauen ins Leben zu fassen. Diese ruhige, glaubwürdige Entwicklung fand ich sehr schön und ich habe sie ihm von Herzen gegönnt.

Fazit: Insgesamt ist "Verschworen" ein atmosphärischer Island-Krimi mit starken Figuren, einer melancholischen Grundstimmung und einer spannenden, nach und nach entfalteten Geschichte. Für mich einer der stärkeren Teile der Reihe.

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