Das Leben ist schön...er mit Katzen
Die MagnolienkatzenBei meinem letzten Bibliotheksbummel konnte ich einfach kein passendes Buchen finden, aber ohne wollte ich auch nicht gehen. Kurz entschlossen griff ich zu 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐚𝐠𝐧𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧𝐤𝐚𝐭𝐳𝐞𝐧.
Das hatte ich mal auf meiner ...
Bei meinem letzten Bibliotheksbummel konnte ich einfach kein passendes Buchen finden, aber ohne wollte ich auch nicht gehen. Kurz entschlossen griff ich zu 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐚𝐠𝐧𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧𝐤𝐚𝐭𝐳𝐞𝐧.
Das hatte ich mal auf meiner Wunschliste, es dann aber wieder entfernt, weil Tiergeschichten oft traurig enden. Da meine Katze aber auch immer älter wird und mich das Thema nun häufiger beschäftigt, dachte ich mir, das Buch gibt mir da vielleicht etwas Kraft.
„Die Magnolienkatzen“ ist eigentlich kein Roman. Es ist die Geschichte der Autorin Noriko Morishita und wie diese zu Katzen kam.
Es ist aber auch die rührende Geschichte der Katzenmutter Mimi, die ihre fünf Kätzchen am Stamm eines gefällten Magnolienbaums vor dem Haus der Morishitas zur Welt bringt.
Mutter und Tochter sind zunächst nicht begeistert, wollen keine Verantwortung übernehmen, können dann aber doch nicht mit ansehen, wie die kleine Familie dem strömenden Regen ausgesetzt ist.
Mit Hilfe eines Netzwerks von Kollegen, Freunden und Verwandten, die allesamt vernarrt in Katzen sind, werden die Kätzchen liebevoll großgezogen, bis jede von ihnen ein neues Zuhause gefunden hat. Sogar bei den Morishitas…
Ein klassischer Fall von „Du magst keine Katzen? Dann hattest du noch keine.“
Ich habe es geliebt davon zu lesen, wie Noriko und ihre Mutter immer mehr zu Katzenfans avancierten. Wie ihnen die ganzen liebenswerten Eigenheiten bewusst werden, die man als langjähriger Katzenbesitzer längst kennt.
Auch die Katzengeschichten aus dem Umfeld zaubern immer wieder Lächeln und Tränen ins Gesicht.
Abgesehen davon mochte ich auch den Einblick in das Leben japanischer Familien. Als Frau mittleren Alters wieder Zuhause zu wohnen, schien nicht ungewöhnlich. Kein Mann und keine Kinder? Kaum mehr als ein Schulterzucken wert. Mir schien es, als hätte die fernöstliche Kultur eine viel entspanntere Sicht auf die Dinge.
Bei einer Sache aber konnte auch Noriko nicht nüchtern bleiben. Die Liebe zu einer Katze hat einen hohen Preis. Sorge um sein Fellkind und irgendwann er unausweichliche Abschied.
Das Buch ist von 2011 und ich hätte gern gewusst, ob die Katzen noch leben. Doch leider findet man sehr wenig über die Autorin und ihr Privatleben.
Ich habe es sehr gern gelesen, habe mich verbunden gefühlt mit den ganzen Katzenbesitzern, in ihrer Liebe und ihrem Leiden. Und ja, ich fand es irgendwie aufmunternd, dass man auch nach einem Verlust Kraft zum weitermachen finden und erneut Katzen in sein Herz lassen kann. Denn ein Leben ohne Katzen ist zwar möglich, aber so viel weniger schön.