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Veröffentlicht am 19.02.2026

Hat leider nicht meinen Vorstellungen entsprochen.

Alma
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Alma muss in die Heimat zurückkehren, in dem ihr Vater alles für sie war und.. ihre Mutter? Naja die Mutter war immerhin präsent, anders als der Vater. Offiziell ist ihre Heimat Triest, doch so richtig ...

Alma muss in die Heimat zurückkehren, in dem ihr Vater alles für sie war und.. ihre Mutter? Naja die Mutter war immerhin präsent, anders als der Vater. Offiziell ist ihre Heimat Triest, doch so richtig angekommen ist sie da wohl nie.

Dieses Buch habe ich mir inhaltlich ganz anders vorgestellt und emotional mitreißend.

Inhaltlich geht es neben Almas Kindheit zu einem großen Teil um den Zerfall Jugoslawiens. Selbst mit Geschichte als Leistungskurs früher weiß man darüber nicht allzu viel. Hier hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht.

Es wurde alles in einer verschleierten Sprache gewählt, die mich sehr frustriert hat. Dazu kommt, dass ich oft zeitliche oder örtliche Sprünge erkannt habe, die Rätsel hinterlassen haben.

Auch die Protagonistin oder Vili konnten da nichts mehr retten. Die beiden waren mir ebenfalls schleierhaft und unnahbar. Ich konnte mich letztendlich mit nichts und niemandem so richtig identifizieren.

Es gab keine vermittelte Botschaft, keine Gefühle, keinen Spannungsbogen, kein Happy End, nichts.

Ich würde einiges überschreiben und mit mehr Erklärungen nochmal neu verfassen.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Kein Thriller, sondern unblutiger, in die Länge gezogener Agenten-Krimi

Oxen. Pilgrim
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In Band 6 der Reihe Oxen geht es um die Nachwehen vorheriger Teile, weshalb es sich empfiehlt diese vorher zu lesen.

Das Trio besteht aus Margrethe Franck vom PET, Sally Finnsen, welche noch immer nach ...

In Band 6 der Reihe Oxen geht es um die Nachwehen vorheriger Teile, weshalb es sich empfiehlt diese vorher zu lesen.

Das Trio besteht aus Margrethe Franck vom PET, Sally Finnsen, welche noch immer nach den Mörder ihres Bruders sucht und der Überlebende aus dem verhängnisvollen Keller aus Teil 5, Niels Oxen.

Als der Fall mit dem Keller zu den Akten gelegt wird, ermitteln auf eigene Faust gegen mächtige Kontrahenten.



Meine Erwartungen an den sogenannten Thriller waren ganz andere und wurden leider ziemlich enttäuscht. Ich kannte diese Reihe bisher noch nicht.

Zunächst lenkte das Cover meine Aufmerksamkeit auf sich. Mit der gelungenen Schrift auf dem fast schwarzen Hintergrund im Wald ging ich von einiger Handlung aus und viel Spannung, vielleicht auch perfide Dinge, Blut und Brutalität.

Den Klappentext hätte ich etwas anders geschrieben, nun gut. Bin ich mehr oder weniger darauf hineingefallen.

Inhaltlich war es quälend lang und zäh! Teilweise hat sich meine Konzentration komplett verabschiedet und ich hab leer gelesen. Das Schlimme dabei ist, man verpasst dann nichts. Die Handlung muss deutlich gekürzt werden.

Einen Spannungsbogen sollte man auch einfügen. Und die Beschreibung ändern.

Ansonsten ist der Schreibstil aber professionell. Auch die Charaktere sind in Ordnung und sympathisch.

Ich würde die Reihe nicht mittendrin beginnen und wenn überhaupt, dann eine andere Lektüre des Autors testen.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Hat mich nicht abgeholt..

Lesereise Nordspanien
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Dr. Andreas Drouve ist Journalist und Autor und hat auf 123 Seiten über Nordspanien geschrieben.

Nach den ersten Seiten war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht darüber, dass es kein einziges Bild, ...

Dr. Andreas Drouve ist Journalist und Autor und hat auf 123 Seiten über Nordspanien geschrieben.

Nach den ersten Seiten war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht darüber, dass es kein einziges Bild, keine Karte, Route Darstellung o.ä. gab. Im weiteren Verlauf musste man also die Motivation mitbringen und alles separat googlen.

Dann kann ich mir meiner Meinung nach Lektüre aber auch gleich komplett sparen.

Pro Stadt hat er je eine nennenswerte Sache herausgearbeitet. Mal etwas über Traditionen und Bräuche, zu Sport, zur Stadtentwicklung usw.

Mir ist aufgefallen, dass Drouve keine Reise an sich gemacht hat. Die einzelnen Orte hat er lediglich besucht, um dort geschäftliche Interviews zu tätigen. Also für mich persönlich peut a peut unbrauchbar.

Kann jeder anders sehen, aber ich hätte mich gefreut etwas mehr über die jeweiligen Orte zu erfahren. Große Städte wie Bilbao haben so viele nennenswerte Sehenswürdigkeiten, Geschichten und Geheimnisse.. zu denen ich auch nach den 123 Seiten nicht mehr weiß (außer ich hab sie gegoogelt).

Weiterhin gefällt mir neben dem Inhalt leider auch nicht der Schreibstil.

Im Kapitel um Seite 40ff sind auffällige Fehler wie Façade, Thürme, Haupttheil (copy/paste?).

Hinzu kommt die besonders am Anfang sehr subjektive Art zu schreiben getreu dem "Das Mittelmeer ist scheisse und der Atlantik ist am besten." Man kann doch auch beides gut finden, ich fahre als Hamburgerin auch gerne nach München. ..

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Die Reise ist schlecht nachvollziehbar, der Lesefluss wurde zu oft gestoppt, eine Begeisterung kam entweder nicht auf oder wurde letztendlich versiegt.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Mit den Ermittlern kann man keinen Krimi lösen!

Lügen auf Friesisch
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Ein Mann wird in seinem Laden ermordet und die Polizei tappt im Dunkeln.

..Natürlich tut sie das, ist sie doch nur damit beschäftigt für Kruse einzukaufen oder essen zu bestellen! Dieses Mal hat der ...

Ein Mann wird in seinem Laden ermordet und die Polizei tappt im Dunkeln.

..Natürlich tut sie das, ist sie doch nur damit beschäftigt für Kruse einzukaufen oder essen zu bestellen! Dieses Mal hat der mürrische Alte auch nicht mitgeholfen, sondern nur die Arbeit behindert.

Hätte man gearbeitet und Alibis überprüft, wäre weniger passiert. Stattdessen müssen diese mir dieses Mal noch unsympathischer erscheinenden Protagonisten permanent klatschen und tratschen.

Ja, ich habe schon 1 oder 2 andere Teile mit dem Team von Kruse gelesen und auch dort haben mich Privates und Nebensächlichkeiten gestört, aber in diesem Teil war es zu viel!

Ich habe keinen Spannungsbogen bemerkt, ein unblutiger und langweilig gestalteter "Krimi"!

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Nicht abgeholt

Der Richter aus Paris
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In der Neuauflage von 2016 geht es darum, dass ein junger Richter versucht den Mord an einem General aufzuklären und taucht dabei tief in die Geschichte ein.
Für seine Ermittlungen pendelt er regelrecht ...

In der Neuauflage von 2016 geht es darum, dass ein junger Richter versucht den Mord an einem General aufzuklären und taucht dabei tief in die Geschichte ein.
Für seine Ermittlungen pendelt er regelrecht zwischen Paris und Martinique und erst dort die junge attraktive Witwe kennen, die ihm sehr hilft.

Die Geschichte hat mich insgesamt nicht ganz abgeholt.
Inhaltlich ist es alleine schon seltsam, dass ein Richter und nicht die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Methoden sind ebenfalls nicht rechtskräftig.
Am Ende wurde dann in einem Nebensatz kurz etwas über die Täter gesagt und gut ist, weitermachen mit Privatem.
Allgemein hat mich sehr gestört wie viel Platz das Private einnimmt.
Versteht mich nicht falsch, es ist nicht schlimm, wenn man einige Passagen darüber schreibt, es füllt hier aber beinahe das gesamte Buch aus.
Der Richter fährt dreigleisig und beendet seine Gedanken oft mit: also meine Ex-Frau hätte nun dies oder jenes dazu gesagt.
Ermittlungen geraten komplett in den Hintergrund, gehen komplett unter.

Ein Kriminalroman braucht nicht unbedingt einen spannenden Höhepunkt, wäre nice to have gewesen, besonders wenn die Handlung schon so niedrig ist.

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