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Karolina_Hruskova

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2024

Anders als erhofft... Leider

WHISPERS. Die Wahrheit wird dich zerstören
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»Whispers« hat mich sofort angesprochen. Ich mag Romane mit Spannung und Geheimnissen, ich mag Ayla Dade und das Setting klang vielversprechend für mich.

Voller Freude habe ich mit der Geschichte angefangen ...

»Whispers« hat mich sofort angesprochen. Ich mag Romane mit Spannung und Geheimnissen, ich mag Ayla Dade und das Setting klang vielversprechend für mich.

Voller Freude habe ich mit der Geschichte angefangen und war schon recht bald irritiert, denn von Aylas lustigem und locker-frechen Schreibstil, den ich v.a. bei ihrer Frozen-Hearts-Reihe so mochte, war keine Spur vorhanden. Ein bisschen lese ich ihre Romane extra deswegen, aber okay, wieso sollte ein:e Autor:in nicht mal etwas Neues ausprobieren.

Leider ist für mich Schritt für Schritt alles ins Negative gedriftet. Ihr Schreibstil war diesmal stellenweise derb, wenn nicht vulgär, und ich habe mich oftmals für das Gelesene schämen müssen. Vor allem auch Jacob mit seiner übertriebenen und peinlichen Obsession für Avocados empfand ich als Figur sehr ätzend. Von ihm wollte ich am wenigsten wissen.
Die anderen Hauptfiguren waren in Ordnung, zwar etwas dem jeweiligen Stereotyp entsprechend, aber im Großen und Ganzen umgänglich. Die vielen POVs haben mich allerdings oft verwirrt.

Die Geschichte um die App Whispers und den Drahtzieher dahinter hat mir wiederum gut gefallen. Spannung war da, nicht übertrieben sehr, aber doch einigermaßen fesselnd. Ayla wusste, wie sie mich als Leserin an ihre Erzählung binden konnte. Das Ende war okay, nicht sehr überraschend, aber dann der Epilog?! Der hat mich regelrecht umgehauen. Dieser letzte Twist hat noch mal einiges rausgeholt und mich sehr begeistert.

Alles in einem war »Whispers« für zwischendurch okay, aber definitiv einer von Aylas schwächeren Romanen.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Zu viele POVs, die von der eigentlichen Handlung ablenken

Sandover Prep - Der Einzelgänger
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Band 1 der Reihe habe ich übersprungen und habe stattdessen direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Leider verlief mein Einstieg in die Geschichte dementsprechend etwas holprig, weil viele Informationen ...

Band 1 der Reihe habe ich übersprungen und habe stattdessen direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Leider verlief mein Einstieg in die Geschichte dementsprechend etwas holprig, weil viele Informationen aus dem ersten Band bereits als bekannt vorausgesetzt waren und darauf aufgebaut haben. Aber: my bad!

Zur Geschichte an sich habe ich leider bis zum Schluss keinen Zugang finden können. Zentrales Thema sind die Umstände von Caseys Autounfall. Da die Geschichte aber aus mindestens sechs verschiedenen POVs erzählt wird, verliert sich der Fokus schnell. Mir waren die Erzählungen zu sprunghaft und ohne roten Faden. Man kratzte so nur an der Oberfläche, aber die meisten Themen wurden kaum ausreichend oder tief genug behandelt.

Die Charaktere waren immer als ein Extrem dargestellt. Es gab grundsätzlich ein "zu viel", kein ausgewogenes Mittelmaß. Nur in puncto Sympathie gab es für mich ein "zu wenig". Emotional war die Geschichte kaum ausgeleuchtet. Herzschmerz, Wut, Trauer oder Liebe waren nicht wirklich greifbar, da ich mich nie lange genug auf eine Figur einlassen konnte.

Ich bin fast ein bisschen enttäuscht, denn der Rahmen und das Setting haben sich gut angehört. Allerdings hat mich die verzerrte Erzählung viel zu sehr davon ablenkt. Den Cliffhanger zum Schluss habe ich überhaupt nicht kommen sehen. Und obwohl er bestimmt noch eine großartige Story im dritten Teil der Reihe mit sich ziehen wird, werde ich die Reihe nicht weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 08.05.2024

Eine seltsame Geschichte mit verschenktem Potenzial

Flat-Out Love
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Meine Gedanken zu »Flat-out Love« gehen in die unterschiedlichsten Richtungen.

Dass der Roman in der dritten Person geschrieben ist, hat mir anfangs sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich bald den Eindruck, ...

Meine Gedanken zu »Flat-out Love« gehen in die unterschiedlichsten Richtungen.

Dass der Roman in der dritten Person geschrieben ist, hat mir anfangs sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich bald den Eindruck, dass daran etwas nicht gepasst hat. Als hätte Jessica Park kein Händchen für die Erzählperspektive des personalen Erzählers (oder lag es an der Übersetzung?). Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

Julie war mir von Beginn an sehr unangenehm und unsympathisch. Durchgehende Nörgeleien wegen Matts Kleidungsstil und die gewollten (äußerlichen) Veränderungen an Celeste haben sie sehr oberflächlich und herablassend wirken lassen. Ganz furchtbar fand ich es zudem, dass sie sich ununterbrochen in die Angelegenheiten einer ihr eigentlich fremden Familie eingemischt hat und fast schon mit Gewalt in deren Privatsphäre eingedrungen ist. Ein Nein hat sie nie akzeptiert, sie musste unbedingt ihren Willen durchsetzen. Sie war übergriffig und anmaßend in jeglicher Hinsicht.

Matt und Celeste fand ich hingegen sehr liebenswert, wenn auch eigenartig auf ihre Weise. Beide haben all die guten Charaktereigenschaften in sich vereint, die bei Julie erfolglos zu suchen waren. Während des Lesens fand ich Celestes Papp-Finn, den lebensgroßen Aufsteller ihres abwesenden Bruders, weird bis verstörend. Tatsächlich trifft das auf einige weitere Bestandteile des Romans zu. Ich war oft irritiert.

Zuletzt bin ich mir auch sicher, dass die Geschichte weitaus tragischer und emotionaler hätte sein können, das Potenzial war jedenfalls da. Oft wurde zwar über Emotionen gesprochen, es haben aber die Lebendigkeit und das eigentliche Gefühl hinter dem Wort gefehlt.

Alles in einem hat mich die Geschichte auf ihre Art doch gepackt – nicht auch zuletzt wegen des Geheimnisses hinter Papp-Finn – allerdings habe ich Schwierigkeiten, meine Gedanken und Gefühle zu der Geschichte richtig zu greifen. Für mich war sie in erster Linie seltsam und schräg und damit weder herausragend gut noch schlecht.

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Veröffentlicht am 11.01.2024

Starke Geschichte, schwache Umsetzung

The Perfect Fit
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Okay, was genau habe ich da gelesen?
Und leider ist die Frage ernst gemeint, weil ich nämlich keine Antwort darauf habe.

Die Idee für die Geschichte fand ich echt cool. Ich mag grundsätzlich die Tropes ...

Okay, was genau habe ich da gelesen?
Und leider ist die Frage ernst gemeint, weil ich nämlich keine Antwort darauf habe.

Die Idee für die Geschichte fand ich echt cool. Ich mag grundsätzlich die Tropes fake dating und only one bed, ich mochte Ellie und Caleb und vor allem die Dynamik und die Annäherungen zwischen den beiden sehr. Das Setting ist in Mailand und als Leserin habe ich mich gerne in den Trubel und die Hektik rund um die Fashionweek gestürzt - sogar der kleine Plotttwist kam unerwartet!

Was mir jedoch absolut nicht gefallen hat, war Kara Atkins Schreibstil. Ihre Schachtelsätze, die sich teilweise über acht Zeilen (!) gezogen haben, haben mich schier wahnsinnig gemacht. Gefühlt habe ich das Buch zwei Mal gelesen, weil ich so oft ganze Passagen wiederholen musste, um die Aussage zu begreifen. Bei New Adult will ich mich aber berieseln lassen und ungehindert durch die Seiten fliegen. Wenn ich Lust auf komplizierte Schachtelsätze gehabt hätte, hätte ich gleich Thomas Mann lesen können.

Ich finde das wirklich schade, denn ich hatte mich anfangs sehr auf den Roman und die Geschichte gefreut. Der Schreibstil hat mich jedoch so abgeschreckt, dass ich die Reihe trotz interessanter Klappentexte vermutlich nicht weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Overload an Emotionen

Beneath Broken Skies
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So sehr ich auch die Gestaltung des Buches liebe, so wenig mochte ich den Inhalt. Da musste ich mich echt durchquälen...

Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, musste aber schon bald feststellen, ...

So sehr ich auch die Gestaltung des Buches liebe, so wenig mochte ich den Inhalt. Da musste ich mich echt durchquälen...

Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, musste aber schon bald feststellen, dass zu viele tiefe Emotionen auf zu engem Raum transportiert wurden, die dem Ganzen die Glaubwürdigkeit genommen haben. Alles wirkte künstlich aufgeblasen. Anna Savas hat hierbei noch versucht, mit einem Schreibstil, der wohl poetisch sein sollte, alles zu unterstreichen - allerdings schrieb sie nur immer wieder das Gleiche. Gleiche Wörter, gleiche Formulierungen, manchmal hatte ich den Eindruck, dass ich seitenweise gelesen habe, aber keinen Inhalt, keine Aussage vermittelt bekam. Mit ihrem Schreibstil hat sie mich noch mehr von der Geschichte entfernt, da ich mich immer nur im Kreis gedreht habe.

Maddie und Wes waren ein klassisches Beispiel von fehlender offener Kommunikation. Beide bemitleiden sich selbst durchgehend, das Leben ist so gemein zu ihnen. Maddies Feindseligkeit Wes gegenüber war für mich dann noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen - leider negativ. Keiner hat sich erwachsen, klar und vernünftig verhalten.

Ich freue mich wirklich für jede:n Leser:in, der:die in dem Buch ein Highlight gefunden hat. Für mich war es leider nichts. Von allem zu viel, der ständige Drang, sich nochmal überbieten zu müssen... Womöglich ist die Geschichte ideal für ein jüngeres Publikum, aber aus meiner Sicht einfach nicht elegant gefühlvoll, sondern nur melodramatisch.

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