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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Queere Lovestory mit interessantem Setting

Unplayed Love (Unwritten, Bd. 2)
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Das Buchcover hat mich sofort gecatcht mit den wunderschönen floralen Elementen. Die Farbgebung empfinde ich als sehr harmonisch, sie ist an die Lesbian Pride Flag angelehnt, was ja perfekt zum Inhalt ...

Das Buchcover hat mich sofort gecatcht mit den wunderschönen floralen Elementen. Die Farbgebung empfinde ich als sehr harmonisch, sie ist an die Lesbian Pride Flag angelehnt, was ja perfekt zum Inhalt passt. Außerdem ist das Buch mit einem modernen Farbschnitt versehen, aus dem der Schriftzug „Want to be my player 2?“ hervorsticht. Zu erwähnen wäre noch die Haptik des Covers - ich mag es, wenn ich mit den Fingern leichte Strukturen und Erhebungen fühlen kann, das macht das Buch für mich immer ein wenig lebendiger und ich nehme es umso lieber zur Hand.

Das Setting auf der Messe „Con-ichiwa“ habe ich vom ersten Moment an geliebt. Ich bin überhaupt nicht bewandert was Anime, Cosplay, E-Sports und Gaming betrifft, wurde aber durch Serenity und ihre Truppe gut in die Themen eingeführt. Sicherlich ist der ein oder andere Insider beim Lesen an mir vorbeigegangen, aber im Großen und Ganzen habe ich jetzt im Nachgang ein besseres Verständnis dafür entwickelt.

Störend fand ich anfangs, dass ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe. Vor allem Julians Verhalten hat mich anfangs stark konsterniert und ich gehe davon aus, dass man erst verstehen kann, was sein Problem mit Heidi ist, wenn man die Vorgeschichte kennt. Oder er ist einfach der größte Grumpy, den die Buchwelt je gesehen hat. Der Rest der Freundestruppe ist mir total schnell ans Herz gewachsen – vor allem Devon hat es mir mit seiner lockeren und lustigen Art angetan. Die bissigen Dialoge zwischen ihm und seiner besten Freundin waren absolut genial zu lesen.

Die Protagonistinnen Serenity und Heidi finde ich beide auf ihre jeweilige Art sehr liebenswert. Dennoch bin ich nun am Ende ganz klar ein Fan von Serenity mit ihrer gnadenlosen Ehrlichkeit und ihrer direkten Art, gepaart mit der Verletzlichkeit und der Schüchternheit, die sie Heidi gegenüber an den Tag legt. Heidi wiederum war für mich als Charakter nicht stimmig, ich konnte sie leider ganz oft nicht fühlen. Sie kam mir oft aufgesetzt vor und war mir gerade in Bezug auf Serenity zu forsch und zu touchy. Die Lovestory hat deshalb für mich nur zur Hälfte funktioniert, sie war vom zeitlichen Ablauf her nicht ausgewogen. Trotzdem habe ich die Interaktion der beiden sehr geliebt. Die Kommunikation war immer sehr zugewandt, interessiert und respektvoll und man spürte auch deutlich die Chemie zwischen den beiden.

Mein Fazit: Mit diesem Buch habe ich in mehr als einer Hinsicht Neuland betreten. Die Geschichte hat mich total fasziniert und ich habe sie sehr gerne gelesen, obwohl ich Schwierigkeiten mit Heidis Entwicklung hatte. Interessierten empfehle ich, vorher Band 1 zu lesen. Die beiden Romane sind zwar eigenständig lesbar, aber ein wenig Hintergrundinfo aus Band 1 schadet definitiv nicht.

Veröffentlicht am 21.06.2025

Nette Highschool-Romanze

The Moment I Fell For You
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Der Anfang des Buchs hat mich zugegebenermaßen ein wenig verwirrt - ich hatte eine Highschool-Romanze erwartet, aber Bay war zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit schon kein Teenie mehr. Des Rätsels Lösung ...

Der Anfang des Buchs hat mich zugegebenermaßen ein wenig verwirrt - ich hatte eine Highschool-Romanze erwartet, aber Bay war zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit schon kein Teenie mehr. Des Rätsels Lösung kam in Kapitel 2: Band 1 der Trilogie erzählt quasi die Kennenlerngeschichte von Bay und Dare, die 4 Jahre vor Kapitel 1 spielt. Also: Nicht wundern - einfach weiterlesen.

Die Charaktere haben mir an sich gut gefallen. Vor allem Dare fand ich mit seinen Ecken und Kanten ganz erfrischend, aber auch Bay mit ihrer kratzbürstigen Teenie-Art konnte mir das ein oder andere Lächeln entlocken. Schade fand ich, dass die beiden sehr isoliert gewirkt haben. Es gibt zwar jeweils einen Best Buddy, aber beide spielen nur eine untergeordnete Rolle, und man hat nicht den Eindruck, als hätte einer der beiden ein funktionierendes Sozialleben. Und nachdem ja nun auch die Familienkonstellationen so sind wie sie sind, kommt auch zu Hause das Gefühl von Isolation auf.

Die Lovestory entwickelt sich seeeehhhr langsam. Für die Slowburn-Fans also genau das richtige Buch. Für mich selbst wars in Ordnung, aber ich hätte mir stattdessen mehr Tiefe bei anderen Themen gewünscht. So plätscherte das Buch leider über lange Phasen dahin, ohne dass so richtig etwas passierte.

Der Schreibstil von Maya Hughes konnte mich dennoch gut mitnehmen. Ich mochte die vielen kleinen Details, die die Geschichte sehr anschaulich gestalteten und die es mir leicht machten, mich in die Szenerie hineinzuversetzen.

Mein Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt, der für meinen Geschmack mit zu wenig Handlung und Tiefe daherkam. Ich habe einige Strecken des Buchs gehört - die Stimmen fand ich passend, so dass ich die Bände 2 und 3 vermutlich ebenfalls hören werde. Für Teil 1 gibts von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.03.2025

Eine etwas andere B. C. Cherry

Was wir im Stillen fühlten
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Ich liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett ...

Ich liebe die Bücher von B. C. Cherry generell sehr, sie hat einen absolut mitreißenden, gefühlvollen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert. "Was wir im Stillen fühlten" ist dennoch komplett anders als andere Romane aus ihrer Feder - das Buch kommt ohne viel Drama daher, es schlägt ruhigere Töne an und bietet neben dem gewohnt reichlich vorhandenen Gefühl auch eine gute Prise Humor. Besonders das Gekabbel der Protagonisten hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht.

Yara und Alex sind ein äußerst gelungenes Couple à la Grumpy und Sunshine. Yara ist ein typischer People Pleaser, was sie einerseits natürlich sehr sympathisch, aber andererseits auch sehr angreifbar macht. Alex wiederum trägt seine schlechte Laune wie einen Schild vor sich her, verbirgt darunter allerdings ein sehr feinfühliges, verletztes Herz mit Bindungsangst. Ich fand die beiden in Kombination ganz zauberhaft und habe ihre Geschichte gerne verfolgt.

Was mir weniger gefallen hat, das war das Ende des Buchs. Ohne spoilern zu wollen, muss ich sagen, dass mir die Einmischung von Teresa und ihrem Mr. Parker überhaupt nicht gefallen hat. Das war mir zu kitschig, zu konstruiert, zu gewollt.

Mein Fazit: Auch wenn das Buch anders war als erwartet, so hat es mir doch gut gefallen. Zum letzten Glück fehlte mir allerdings die Tiefe - denn tatsächlich liebe ich an BCCs Romanen vor allem auch das große Drama.
Aus diesem Grund und weil ich das Ende nicht mochte, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.03.2025

Für mich der schwächste Teil der Reihe

Skyshade
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So richtig konnte mich Islas Geschichte in Teil 3 der Lightlark-Reihe nicht mitnehmen. Die Kräfte der Handelnden kamen mir zunehmend willkürlich vor, vor allem Isla entdeckte ständig Neues, was sie mit ...

So richtig konnte mich Islas Geschichte in Teil 3 der Lightlark-Reihe nicht mitnehmen. Die Kräfte der Handelnden kamen mir zunehmend willkürlich vor, vor allem Isla entdeckte ständig Neues, was sie mit ihren Fähigkeiten anstellen kann, und das kam mir immer etwas zu passend vor. Die Erklärung kam meistens erst im Nachgang, was für mich oft einer Rechtfertigung gleichkam.

Gefühlsmäßig schwebt Isla weiterhin zwischen Oro und Grim, wobei sie den größten Teil ihrer Zeit Grim widmet und versucht, Oro auf Abstand zu halten. Ich bin gespannt, wie sich dieses Problem am Ende löst, denn - Überraschung! - Skyshade ist keinesfalls der letzte Band der Reihe, sondern es wird noch einen vierten Teil geben. Leider trägt dieses Dilemma nicht dazu bei, dass mir Isla sympathischer wird.

Die Handlung fand ich grundsätzlich nach wie vor sehr packend. Es gab jede Menge Plottwists, und vor allem das Ende konnte mich nochmal richtig überraschen.

Mein Fazit: Die Geschichte um Lightlark und seine Völker ist nach wie vor spannungsgeladen und sehr unterhaltsam. Mir sind nach wie vor die Grundzüge der magischen Kräfte zu unklar, zu willkürlich, so dass ich diesmal nur 3,5 von 5 Sternen vergeben möchte. Dennoch bin ich gespannt auf Teil 4 - ich hoffe, alle offenen Enden werden sich dann zu einem Großen Ganzen verknüpfen lassen...

Veröffentlicht am 04.02.2025

Was wäre, wenn...

Undoubtable Love
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Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich ...

Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich – und man drückt ihnen ihre Scheidungsurkunde in die Hand, die auf einen Tag in 10 Jahren datiert ist: Was macht das mit den beiden? Werden sie es dennoch wagen eine Beziehung einzugehen, wenn sie sich attraktiv finden? Und wenn ja, wie gehen sie mit dem Wissen um, dass ihre Beziehung scheitern wird? Susie und Lars passiert genau das. Und – ohne zu viel verraten zu wollen – wir begleiten die beiden bei ihrem Kennenlernen, bei all ihren ersten Malen und bei der Entscheidung: Wollen wir das Risiko eingehen oder nicht?

Der Kern der Geschichte ist relativ vorhersehbar, die Rahmenhandlung dagegen recht innovativ und unterhaltsam. Die Charaktere fand ich ganz zauberhaft, angefangen bei den Protagonisten Susie (Miss Sunshine mit dem Herzen auf der Zunge) und Lars (Mr. Grumpy mit dem Herzen aus Gold) über die beste Freundin Cleo und seinen Bruder Tore bis hin zu Miss Lilliane. Selbstverständlich gibt es auch den typischen Antagonisten, der mich zwar szenenweise echt wütend gemacht, der aber gerechterweise am Ende auch sein Fett weggekriegt hat.

Schwierig wurde es für mich beim Schreibstil. Zum einen kamen ständig Wörter vor, die überhaupt nicht zu den Charakteren passten. Zum anderen war mir der Satzbau oft zu einfach und deskriptiv, es fehlte an Tiefe. Eventuell wäre das im englischen Original anders, wer weiß. Und: Es wurde alles zu Tode analysiert. Gedankengänge, die beim ersten Mal noch Sinn machen, sind beim achten Mal einfach nur noch langweilig.

Außerdem bin ich mir nicht sicher, was die Message des Romans angeht. Das Schicksal bestimmt unser Handeln? Kopf über Herz? Ich weiß nicht, das klingt alles nicht nach etwas, was ich unterschreiben würde…

Mein Fazit: Zwischen diesen wunderschön gestalteten Buchdeckeln verbirgt sich eine kreative Grundidee, die mit äußerst liebenswerten Charakteren und einer unterhaltsamen Rahmenhandlung umgesetzt wurde. Zum perfekten Leseerlebnis hätte mir eine besser herausgearbeitete Message sowie ein angenehmerer Schreibstil gefehlt Dennoch war es eine nette Unterhaltung für Zwischendrin, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

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