Der Prinz und die Blumeninsel
Die Blumeninsel im Bodensee„...Auf Schloss Stenhammar war Lennart glücklich. Hier, in diesem kleinen, schmucken Schlösschen, fühlte er sich, anders als im stets kalten schwedischen Königshaus, geliebt und geborgen…“
Doch das Jahr ...
„...Auf Schloss Stenhammar war Lennart glücklich. Hier, in diesem kleinen, schmucken Schlösschen, fühlte er sich, anders als im stets kalten schwedischen Königshaus, geliebt und geborgen…“
Doch das Jahr 1914 sollte für den 5jährigen Jungen ein bitteres werden. Vor einem Jahr hatte ihn seine Mutter verlassen. Nun wird er mit der Freundin seines Vaters konfrontiert. Man schickt ihn zur Ausbildung zu seinen Großeltern ins Königshaus.
Die Autorin hat einen gut recherchierten historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker.
Mit seiner Großmutter Viktoria von Schweden reist der kleine Prinz Lennart Bernadotte auf die Insel Mainau. Die Landschaft beeindruckt ihn. Er interessiert sich für Blumen, aber auch für die Geschichte der Insel. Das Geschenk der Großmutter, eine Kamera, sollte entscheidend für seinen späteren Lebensweg werden.
Nach dem Tode des Großvaters erbt Lennarts Vater die familieneigene Insel. Er kann nichts damit anfangen und erlaubt Lennart, sie nach seinem Willen umzugestalten.
Lennart verliebt sich in die Bürgerstochter Karin Nissvandt. Er setzt die Hochzeit mit ihr durch und muss auf all seine Privilegien sowie seinen Titel als Prinz verzichten. Als beide das erste Mal auf die Insel Mainau reisen, wird klar, wie viel Arbeit vor ihnen liegt.
„...“Märchenschloss ist ein gutes Stichwort“, versetzte Karin nachdenklich. „Es wirkt auf mich, als befände es sich im Dornröschenschlaf.“…“
Ausführlich beschreibt die Autorin, wie sich die Insel nach und nach entwickelt. Lennart versteht es, mit den ehemaligen Angestellten seines Großvaters ein gutes Verhältnis aufzubauen und sie von seinen Ideen zu begeistern. Die Insel tut auch seiner psychischen Verfassung gut.
„...Und ich habe das Gefühl, je mehr wir über sie erfahren, desto mehr liebe ich die Insel. Es ist, als würde ich gerade zu den alten Bäumen eine echte Beziehung aufbauen, so als wären sie menschliche Wesen...“
Den zweiten Weltkrieg verbringt die Familie in Schweden. Erst 1946 kehren sie auf die Insel zurück. Es gilt, die Kriegsfolgen zu beseitigen und neue Ideen umzusetzen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es endet im Jahre 1951, als sich die Familie endgültig entschließt, ganz auf die Insel zu ziehen.