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Veröffentlicht am 07.02.2026

Ein Toter im Beichtstuhl

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Das Leben in Fontenaia befindet sich in ruhigem Fahrwasser. Commissario Vico und seine Kollegen sind endlich ein Team und Anna freut sich auf den Besuch ihrer Mutter Paola aus Hamburg. Einziger Stachel ...

Das Leben in Fontenaia befindet sich in ruhigem Fahrwasser. Commissario Vico und seine Kollegen sind endlich ein Team und Anna freut sich auf den Besuch ihrer Mutter Paola aus Hamburg. Einziger Stachel im Fleisch ist ein Abgesandter des Vatikans. Pater Salvatore, der dem Pfarrer Don Benedetti das Leben schwer macht und Anlass zu Gerüchten bietet. Der Friede nimmt ein jähes Ende, als Pater Salvatore tot und Don Benedetti verletzt in der Kirche gefunden werden.. Ganz Fontenaia ist in heller Aufregung. Wer würde eine solch frevlerische Tat begehen ? Loris soll sich mit dem Pater gestritten haben. Eine unbekannte Novizin wurde mehrfach im Ort gesehen. Zudem wird ein wertvolles Kreuz vermisst. Waren infame Kirchendiebe am Werk, die mögliche Zeugen ausgeschalten wollten ?

Nun ist der Spürsinn von Vico und seinen Mitarbeitern gefragt. Zeugen müssen befragt werden , Alibis überprüft. Auch Anna versucht Licht ins Dunkel zu bringen, schießt dabei aber fast über das Ziel hinaus. Da schlägt die Stunde der beiden besten Spürnasen in Fontenaia . Der kleine Tameo und sein Gehilfe Hund Peppo geben einen entscheidenden Hinweis. Dann überschlagen sich die Ereignisse und halten mich in Atem. So war die Verhaftung des Täters nicht geplant. Was dann passiert, hat mich regelrecht überrollt . Ich glaube, so turbulent war bisher noch keine Lösung eines Falles. Und auch die Umstände, die zur Tat führten , waren in meinen Augen noch nie so tragisch. Bei der Verhaftung des Täters wollte sich keine Genugtuung einstellen und so bleibt mir nur, auf einen milden Richter zu hoffen. Und wie bereits Tradition , endet der Krimi mit einem gemeinsamen Fest im Restaurant Da Giovanna . Und das war für mich sehr gelungen. Schade, dass ich nur in Gedanken dabei sein konnte.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein gelungener Wohlfühlroman, der die Wirklichkeit vergessen lässt

Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt
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Ich mag Romane, in denen Frauen entgegen der hergebrachten Erwartungen sich anschicken, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Hier stellt sich Laura einer besonderen Herausforderung . Sie reist in ...

Ich mag Romane, in denen Frauen entgegen der hergebrachten Erwartungen sich anschicken, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Hier stellt sich Laura einer besonderen Herausforderung . Sie reist in das kleine Küstendorf Craster, um die Familienweberei aus dem Dornröschenschlaf zu holen . Bereits bei ihrer Ankunft sticht sie aus der Menge heraus und das weil sie entgegen der Gepflogenheiten einen roten Mantel trägt. Die Einwohner beäugen sie misstrauisch. Hier lebt man vom Fischfang. Zudem ist Lauras Mutter Deutsche - im Jahr 1954 immer noch ein Makel. Laura wird von ihrer Tante Jane warmherzig empfangen. Sie ist die Mutmacherin, der Fels in der Brandung. Man musste sie einfach ins Herz schließen. Den Gegenpart nimmt Carol, die Tochter einer der beiden wichtigsten Familien im Ort, ein. Sie verfolgt Laura mit Häme und versucht ihr zu schaden, wo sie nur kann. Das ergibt immer wieder spannende Momente. Und Carol hat mit ihren Aktionen meinen Blutdruck in die Höhe getrieben. Ich war jedes Mal wütend und gleichzeitig hilflos gegenüber ihrer Boshaftigkeit wie Laura.

Mir persönlich haben die Schilderungen des Dorflebens und der Umgebung sehr gut gefallen, Ein weiterer Pluspunkt waren die interessanten Einblicke in die traditionelle Tweedherstellung, angefangen von der Gewinnung der Wolle, über das Färben bis hin zum Weben des Stoffes. Laura findet gute Freundinnen, die ihr in schwierigen Situationen zur Seite stehen. Neben den beruflichen Herausforderungen sieht sich Laura mit den Erwartungen, die an eine junge Frau in einem dörflichen Umfeld gestellt werden, konfrontiert. Und natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle. Ausgerechnet an Fred, den Carol als ihr Eigentum betrachtet, verliert sie ihr Herz. Was aber nicht überraschen sollte, denn Fred ist fast zu gut, um wahr zu sein.

Die Autorin erzählt die ganze Geschichte so lebendig, dass ich zeitweise in Craster zuhause war und meinen Alltag vergessen konnte. Für mich ein wichtiges Argument auch den Folgeband zur Hand zu nehmen. Zudem endet das Buch mit einem fiesen Cliffhänger , den ich so nicht erwartet habe

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Beängstigende Atmosphäre, fesselnde Handlung

Das Signal
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Viola hat bei einem Unfall im eigenen Weinkeller einen Teil ihres linken Beines verloren. Viola ist von Anfang an der festen Überzeugung, dass sich ihr Mann wegen dieses Makels von ihr trennen wird. Adam ...

Viola hat bei einem Unfall im eigenen Weinkeller einen Teil ihres linken Beines verloren. Viola ist von Anfang an der festen Überzeugung, dass sich ihr Mann wegen dieses Makels von ihr trennen wird. Adam ist Perfektionist und sie ist definitiv nicht mehr perfekt. Was Viola zudem beschäftigt, warum war sie überhaupt im baufälligen Keller ? Sie hat an das Geschehen keinerlei Erinnerungen mehr. Entgegen ihrer Vermutungen ist Adam rührend um sie besorgt. Er hat sich um eine passende Pflegerin, Otilia, gekümmert , die Viola unterstützen soll, bis es ihr besser geht. Viola fasst eine sofortige Abneigung gegen Otilia, was das Zusammenleben nicht gerade einfacher macht.

Aus Langeweile, einem Gefühl der Isolation und einer Portion Misstrauen beginnt Viola die Menschen aus ihrem Umfeld mit Hilfe eines Trackers zu beobachten. Was sie dabei herausfindet, scheint ihre schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen. Hinzu kommt, dass sie sich in Bruchstücken an den Unfall erinnern kann.

Wer einen aktionsgeladen Thriller erwartet, wird enttäuscht sein, denn vieles passiert nur in der Violas Vorstellung. Die Ereignisse werden allein von ihr erzählt. Da sie im Haus isoliert ist und sich mir niemanden austauschen kann oder will, weil sie nicht als hysterisch wahrgenommen werden will, ist sie allein auf ihre Wahrnehmung, der sie nicht immer traut und Vermutungen und deren einseitigen Interpretation angewiesen. Dadurch lebt sie in einer Atmosphäre von ständiger Bedrohung und Misstrauen. Das fand ich sehr überzeugend und ich konnte mich gut in ihre Lage versetzen. Ich war aber nicht immer ihrer Meinung. Vieles ließ sich sowohl positiv wie negativ auslegen. Otilia ist jemand, der nicht leicht zu durchschauen ist. Was Viola als Einschränkung empfand, war in meinen Augen auch Fürsorge. So gab es auch Spielraum bei Adams Verhalten, auch wenn ich zugebe, dass ich ihn nicht mochte. Zeitweise lag die Vermutung nahe, dass Viola sich etwas einbildet.

Als Violas Erinnerungen zurück sind, sieht vieles anders aus und sie ist entschlossen alles zu einem Ende zu bringen. Hier zeigt sich nochmals eindrucksvoll ihre Entschlossenheit, Mut und Findungsgabe. Ein paar Fakten haben mich bei der Lösung aufrichtig verblüfft. Insgesamt habe ich das Ende gefeiert und fand es ohne Einschränkung gerecht und sehr befriedigend.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges

TINTE und SCHWERT
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1618 Die Bestie des Krieges erwacht und wird die nächsten Jahrzehnte Europa in ihren Würgegriff nehmen. Beide Kriegsgegner beanspruchen für sich , für den wahren Glauben zu kämpfen. Die Kaiserlichen für ...

1618 Die Bestie des Krieges erwacht und wird die nächsten Jahrzehnte Europa in ihren Würgegriff nehmen. Beide Kriegsgegner beanspruchen für sich , für den wahren Glauben zu kämpfen. Die Kaiserlichen für den Papst gegen die ketzerischen Lutheraner. In Wahrheit geht es um Macht und Einfluss. Der Krieg erlaubt den Menschenfeinden auf beiden Seiten bestialische Gräuel ohne Furcht vor Strafe.

Die Geschichte nimmt ihren Anfang in einem kleinen Weiler im Bistum Würzburg. Jacob, ein Bauernsohn mit der Hoffnung auf eine Priesterausbildung, gerät in die Fänge der kaiserlichen Truppen. Nachdem er mit ansehen musste, wie seine Familie und Nachbarn abgeschlachtet wurden, wird er nach Böhmen verschleppt und muss in der Armee Schanzdienste leisten. Bereits hier ließen mir die Beschreibungen des Überfalls und die Zustände im Heerlager den Atem stocken. Der Autor schildert das so bildhaft, dass ich im Verlaufe der Ereignisse oft den Eindruck hatte, mittendrin zu sein - angesichts der Gräuel nicht immer zu meiner Freude.

Ich lerne den Feldherrn Mansfeld kennen, der mich zwar mit seiner Intelligenz und Dreistigkeit beeindruckt hat, aber durch seine Gefühlskälte und Rachsucht zu Recht in den Geschichtsbüchern verdammt wird. Während wir Pilsen belagern, sinnt Jacob auf Rache . Er ist fest entschlossen, die Mörder seiner Familie zu töten. ich habe diesen Wunsch nur zu gut verstanden. Gleichzeitig habe ich mich um Jacob gesorgt. Die Gefahr, dass sein Vorhaben verraten wird, ist allgegenwärtig. In Pilsen trifft er zufällig auf die junge Anna. Auch sie weiß von Ungerechtigkeit und Gnadenlosigkeit zu erzählen. Anna ist neben Jacob meine Lieblingsfigur. Sie ist intelligent, einfallsreich, schlagfertig und wird zu einer unentbehrlichen Verbündete für Jacob.

Die Lektüre hat mein Blut mehrfach in Wallung gebracht. Entsetzen, Mitleid, Wut, Hoffnung und auch Rachegedanken haben mich bewegt. Das Buch endet mit einem Cliffhänger. Ich lasse Jacob in Pilsen zurück, ohne zu wissen wie es den übrigen Beteiligten geht, egal ob Freund oder Feind. Nun hoffe ich, dass sich meine Befürchtungen nicht bewahrheiten und warte ungeduldig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Mord in der Bibliothek

Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft
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Ich bin Quereinsteiger in dieser Krimireihe. Mich hatte der Name des Ermittlers "Holmes" dazu animiert, das Buch zu lesen. Bei der Namensgebung hatte ich doch einige Erwartungen. Zuerst einmal , ich konnte ...

Ich bin Quereinsteiger in dieser Krimireihe. Mich hatte der Name des Ermittlers "Holmes" dazu animiert, das Buch zu lesen. Bei der Namensgebung hatte ich doch einige Erwartungen. Zuerst einmal , ich konnte der Handlung ohne Vorkenntnisse gut folgen. Die wenigen Leerstellen waren für den Gang der Ermittlungen ohne Bedeutung und ich konnte sie deshalb verschmerzen.

Hunter (Holmes) ist aus altem Adel und bedient zumindest die Erwartung, dass er tatsächlich einen Butler hat. Allerdings mehr Freund als Angestellter. Hunter ist Ermittler bei Scotland Yard und wird zusammen mit seinem Kollegen David zu einem Mord in der Bibliothek eines Londoner Herrenclubs gerufen. Zwar ist das Opfer ein Bediensteter , dennoch sind Ermittlungen in der gehobenen Gesellschaft erforderlich. Hier ist es nun von Vorteil, dass Hunter seine Wurzeln dort hat, weil manches , was mir etwas schräg erscheint, nimmt er gelassen zur Kenntnis. Ich selbst fühlte mich oft in vergangene Zeiten zurückversetzt , denn die Arroganz und Überheblichkeit der Upper Class scheint es immer noch zu geben. Das Musterbeispiel ist Eudora, die Arbeitgeberin des Opfers. Ich konnte sie auf den Tod nicht ausstehen. Gut gefallen hat mir, dass alle Verdächtigen ihre besonderen Marotten hatten, wie man es landläufig von den Briten erwartet.

Hunter hat mich durch seine Kombinationsgabe und Beharrlichkeit überzeugt. Immer mehr Familiengeheimnisse werden aufgedeckt und werfen kein gutes Licht auf die besseren Kreise. Zu meiner Freude konnte ich gut mit rätseln und habe verschiedene waghalsige Theorien aufgestellt. Mit einigen Vermutungen lag ich sogar richtig und das spricht in meinen Augen für den Krimi, denn ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn auf den letzten Seiten ein Überraschungstäter aus dem Hut gezaubert wird. Holmes ist nicht Sherlock, aber dennoch war sein Fall fesselnd gepaart mit einigen Überraschungen. Er ist sympathisch , den Menschen zugewandt und hat ein Privatleben. All dies bringt ihn meinem Herzen näher als seinen Vorgänger. Neben Hunter tragen eine ganze Reihe liebenswerter Nebenfiguren zum Unterhaltungswert bei. Hier hat mich Hunters Mutter Agatha besonders für sich eingenommen. Mit ihrer Exzentrik fegt sie wie ein frischer Wind durch die Handlung.

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